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Veröffentlicht am 16.04.2020

Hervorragende Einführung in die Welt der ungesunden Geschlechterrollen

Prinzessinnenjungs
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In diesem Buch werden die verschiedensten Aspekte zum Thema Geschlechterrollen beleuchtet. Hauptaugenmerk liegt darauf, wie prägend unsere jungen Jahre sind und wie viele Männer durch die verschiedensten ...

In diesem Buch werden die verschiedensten Aspekte zum Thema Geschlechterrollen beleuchtet. Hauptaugenmerk liegt darauf, wie prägend unsere jungen Jahre sind und wie viele Männer durch die verschiedensten Strukturen und Verhaltenscodes in ein bestimmtes Ideal von Männlichkeit gedrückt werden. Ein meiner Meinung nach absolut relevantes und wichtiges Thema, wenn wir wollen, dass nicht nur Mädchen, sondern auch Jungs alles werden können und so sein können, wie es ihnen beliebt. Es wird wunderbar erklärt, wie schon vor der Geburt und in den allerfühsten jahren eines männlichen Babys gewisse Erwartungen bestehen und somit der Charakter maßgeblich geprägt wird.

Besonders gut finde ich, wie Nils Pickert mit der Thematik umgeht. Für viele Menschen ist das Thema "Gender" irgendwie fremd und anscheinend bedrohlich. Oft wird sich sogar über diejenigen lustig gemacht, die sich damit beschäftigen und somit für eine gleichberechtigte und faire Welt sorgen wollen. Daher finde ich es gut, wie der Autor an die Themenfelder rangeht und die Leser heranführt: mit Beispielen und ausführlicher Beleuchtung und Erklärung. Somit ist das Buch für alle lesbar, die sich informieren wollen, ihren Kindern eine freies Leben bieten wollen und vielleicht auch ihre eigenen Ängste oder Sorgen abbauen wollen. Für diejenigen, die die Materie schon sehr intensiv kennengelernt und diskutiert haben, eignet sich diese Buch vielleicht als Geschenk an Freunde, denen man ein bisschen weniger Engstirnigkeit wünscht!

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Veröffentlicht am 10.04.2020

Fantasy und Naturschutz!

Das Bee-Team
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Inhalt: Die Geschwister Oskar und Romy bemerken im Frühling, dass etwas mit der Natur nicht stimmt. Die Bienen sind nicht da, wo sie sonst sind. Und das Tumbawunda-Tal, das sonst immer so lebendig ist, ...

Inhalt: Die Geschwister Oskar und Romy bemerken im Frühling, dass etwas mit der Natur nicht stimmt. Die Bienen sind nicht da, wo sie sonst sind. Und das Tumbawunda-Tal, das sonst immer so lebendig ist, ist erschreckend unlebendig. Nachdem die beiden im Halbschlaf unwissend einen magischen Code ausgesprochen haben, geht ein fantastisches Abenteuer los.

Meinung: Die Thematik ist akteueller denn je, Natur- und Artenschutz sind extrem wichtig und genau das finde ich in einem Kinderbuch dann besonders toll. Mit wilden Fantasygeschichten kann man Kindern dann mit Spaß ernste Themen näher bringen. Den Sprachstil fand ich gut und kindgerecht, auch wenn hier und da Formulierungen und Wörter dabei waren, die ich nicht in einem Kinderbuch sehen wollen würde (siehe Seitenangaben bei andere Rezensionen. Da wäre mein Tipp, wenn man als Elternteil die Wörter nicht gut findet, genau diese Sätze zum Beispiel vorher durchzustreichen). Romy und Oskar finde ich als Protagonisten gut, auch wenn das Alter der beiden nicht der Zielgruppe von 10 Jahren entspricht. Da würde ich dann eher Protagonisten im gleichen Alter bevorzugen. Manchmal sind die Klischees eventuell etwas zugespitzt, aber auch da kann man als Elternteil ja nochmal ein differenziertes Bild schaffen. Bösewichte in Kinderbüchern/serien sind ja oft eher grotesk und zugespitzt, daher kann man hier dann deutlich erkennen, was gemeint ist. Das Cover finde ich wunderbar, es deutet schon auf eine bunte und magische Geschichte hin.

Insgesamt also eine kunterbunte Geschichte mit vielen Wahrheiten und extrem relevanten Botschaften :)

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Veröffentlicht am 10.04.2020

Wakolbinger und Panzenböck sind einem grausamen Mörder auf der Spur

Kaltblütige Abrechnung
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Inhalt: Nachdem bei einem grausamen Mord das neue Inspektorenteam zusammenfindet, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit für Toni Wakolbinger und Cindy Panzenböck. Er ist ein älterer Griesgram, sie eine übereifrige ...

Inhalt: Nachdem bei einem grausamen Mord das neue Inspektorenteam zusammenfindet, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit für Toni Wakolbinger und Cindy Panzenböck. Er ist ein älterer Griesgram, sie eine übereifrige Anfängerin. Sie untersuchen den Mord an einem pensionierten Frauenarzt, der grausam zugerichtet in seiner Praxis aufgefunden wurde. Auf seiner Leiche liegt ein Babyschuh. Ist die Tat an seine Vergangenheit geknüpft? Je mehr die beiden Inspektoren in dem Fall recherchieren, desto verwirrter werden sie. Können sie den Mörder schnappen, bevor er so brutal weitermordet?


Inhalt: der Plot hat mir sehr gefallen (!), die Auführung war für mich hier und da allerdings etwas holprig. Ich wusste leider von Anfang an, wer die Tat begangen hat, weil ich Plots meistens ziemlich schnell anhand der Erzählstruktur durchschaue. Wenn ich mir aber andere Rezensionen anschaue, dann liegt das anscheinend an mir, sodass ich das Buch durchaus weiterempfehlen würde. Am Anfang waren mir die Kabbeleien zwischen dem abweisenden Wakolbringer und der hitzköpfigen Panzenböck etwas zu viel und die Vielfalt an Nebencharakteren war doch etwas verwirrend zwischendurch. Es gab für mich auch kleinere Ungereimtheiten, vielleicht bin ich aber auch zu pingelig. Den Schreibstil fand ich gut und den Plot wie gesagt gut durchdacht. Ein spannender Krimi, bei dem einem vor allem das Ermittlerteam ans Herz wächst!


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Veröffentlicht am 04.04.2020

Alltagsproblemchen und Situationskomik :)

Aschenputtel verlässt ihren Prinzen
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Inhalt: Bine ist Ende dreißig, wurde gerade von ihrem Mann verlassen und muss nun ihr Leben alleine in den Griff kriegen. Das ist nicht immer einfach, denn ihr Nannyjob wird durch eine hochnäsige Ehefrau, ...

Inhalt: Bine ist Ende dreißig, wurde gerade von ihrem Mann verlassen und muss nun ihr Leben alleine in den Griff kriegen. Das ist nicht immer einfach, denn ihr Nannyjob wird durch eine hochnäsige Ehefrau, ihren lüsternen Gatten und die widerspenstigen Kinder nicht gerade einfach sein. Timi ist in der Trotzphase und Sarah-Jane schleppt ein Kleintier an. Doch dann wendet sich auch das Blatt für Bine

Meinung: der Sprachtil ist so einfach, dass ich das Buch ein einer Sitzung "weggelesen" habe. Hätte gerne auch etwas länger sein dürfen, zum Beispiel mit ausführlicheren Szenen :) Bine ist etwas schusselig und naiv, was ihr so manche Probleme einbrockt. Dafür schließt man sie dann aber schneller ins Herz. Zwar wird hier das ein oder andere Klischee bedient, es ist jedoch auch so amüsant dargestellt, dass man darüber unweigerlich schmunzeln muss. Es ging mir allerdings manchmal etwas zu schnell oder zu einfach. Da es aber eher um schöne Unterhaltung geht, hält sich mein Anspruch an die Realität auch in Grenzen. Alles in allem kann man mit dem Buch einen schönen Nachmittag füllen :) Wie gesagt, ein paar mehr Seiten hätten mir gut gefallen!

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Veröffentlicht am 27.03.2020

Absolute Leseempfehlung für Fantasyfans!

Welt in Gefahr
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Zu Beginn wird man in die vier Welten und ihre Bewohner lebendig eingeführt. Zum einen wäre da die Welt der Schattenkinder, bluttrinkende Wesen der Nacht, deren Sicherheit stetig durch die sinkende Macht ...

Zu Beginn wird man in die vier Welten und ihre Bewohner lebendig eingeführt. Zum einen wäre da die Welt der Schattenkinder, bluttrinkende Wesen der Nacht, deren Sicherheit stetig durch die sinkende Macht ihres Opales in Gafahr ist, der sie vor der Außenwelt (andere Sippen und primitive Menschen) beschützt. Ciara, die Schwester des Oberhauptes, wird mit weiteren Schattenkindern ausgesandt, um nach einer neuen Energiequelle zu suchen.

Danach lernt man die Welt der Dryaden kennen, zarte Waldgeister, die in der Natur leben und sich an Musik und Tanz erfreuen. Ihre Göttin wird überraschend krank und auch die benachbarten Naturgötter sind machtlos. Bell wird mit einigen ihrer Gleichgesinnten in eine fremde Dimension geschickt, um eine heilende Energie zu finden.

Nun lernt man die Magier von Starcity kennen, welche stets freundlich gesinnt sind und friedlich mit Nicht-Magiern zusammen in einer hell erleuchteten Stadt wohnen. Doch ihre Licht- und Magiequelle, ein großer Kristall, beginnt zu flackern, sodass in einer anderen Dimension nach Ersatz gesucht werden muss. Dazu werden neun junge Magierinnen rund um die schüchterne Snow beauftragt.

Die letzte Welt, die man kennen lernt, ist die Welt der Kriegsgottpriester. Der Krigsgott Oran hat seine benachbarte, göttliche Schwester so schwer verärgert, dass diese ihm den Krieg erklärt hat. Um seine Priester und Pristerinnen für den Kampf zu wappnen und ihnen mehr Macht zu verleihen, schickt er seine Hohepristerin Zara in eine fremde Dimension. Zusammen mit anderen erfahrenen Mitstreitenden soll sie eine mächtige Quelle aufspüren.

Der erst Teil von "Die Legende der 4" verspricht aufregende Abenteuer der ausgesandten Weltenwesen und einen unerbittlichen Kampf um die Energiequelle, die in einer fünften Dimension zu sein scheint. Ich kann es kaum erwarten, den zweiten Teil zu lesen!

Meinung:

Kristin Wöllmer-Bergmann hat es geschafft, faszinierend unterschiedliche Welten mit ihren Worte zu erschaffen, die einen in ihren Bann ziehen und eine fabelhafte Buchreihe versprechen. Jede Welt hat ihren eigenen Charm, ihre eigenen Bewohner und ihre eigenen Gepflogenheiten. Durch einen jeweils angepassten Unterton der Erzählung hat man das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein.

Trotz der vielen Charaktere, die in jeder Welt auf einen warten, kann man dem Geschehen folgen, denn am Anfang jeder Welteneinführung steh ein Namensregister mit Beschreibungen. Dafür wäre die Printausgabe durchaus sinnvoller, um zwischendurch in der Lage zu sein, nocheinmal nach den Registern zu blättern. Die Völker sind ausführlich charakterisiert, was durchaus nicht jedem Autor gelingt. Die Schattenkinder sind sexuell, leidenschaftlich und hungrig. Die Dryaden sind sanftmütig, zaghaft und lebensfroh. Die Magier
innen sind besonnen, intelligent und voler Tatendrang. Die Priester*innen sind gefährlich, intensiv und kämpferisch.

Zwischen den Völkern und Erzählsträngen erkennt man Parallelen, sowohl größere (Love Triangles, die Zahl 9) als auch kleinere (Vorkommnis von Narben, männliche Beschützer). Die Protagonistinnen haben alle unterschiedliche Eigenschaften; So ist Ciara sehr ehrgeizig, Bell fürsorglich, Snow introvertiert und Zara sehr energisch.

Besonders gut gefällt mir auch, dass die weiblichen Charaktere im Fokus stehen. Oftmals, vor allem bei Fantasywerken, sind willensstarke, körperlich starke und emotional starke Frauen "Mangelware". In "Die Legende der 4" wird kein Geschlecht als schwach dargestellt und männliche und weibliche Charaktere haben alle ihre Stärken und Schwächen. Des Weiteren gefallen mir die grundsätzlich unterschiedlichen Eindrücke, die die Reisegruppen von der fremden Dimension sammeln werden.

Fazit: Großartiges Worldbuilding, vielversprechende Story und sehr interessante Charaktere. Kristin Wöllmer-Bergmann hat eine wunderbare Geschichte für alle erschaffen, die Fantasy lieben, gerne Abenteuern folgen und neue Welten kennen lernen wollen!

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