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Veröffentlicht am 16.05.2023

informatives, umfangreiches und praktisches Buch - auch für Anfänger klasse geeignet

Käse machen
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Das Buch von Sibylle Roth-Marwedel und Anja Schnellbeck ist mehr als "nur" ein Buch über das "Käse machen". Es ist fast schon eine Liebeserklärung der beiden Autorinnen an den kostbaren Rohstoff Milch ...

Das Buch von Sibylle Roth-Marwedel und Anja Schnellbeck ist mehr als "nur" ein Buch über das "Käse machen". Es ist fast schon eine Liebeserklärung der beiden Autorinnen an den kostbaren Rohstoff Milch und die daraus erstellten Produkte.
Neben den Rezepten, die natürlich in so einem Buch nicht fehlen dürfen, werden dem Leser auf eine interessante Art und Weise Informationen zum Rohstoff Milch gegeben und zu den Gerätschaften in der Küche, damit auch zu Hause das Käsemachen funktioniert. Das hat mich total begeistert, in der eigenen Küche Joghurt und Käse herstellen!
Sehr wertvoll waren für mich immer wieder die Tipps der beiden Autorinnen z.B. welche Milch ist für die Verarbeitung zu Hause geeignet, mit was sollte man als Anfänger starten etc. Auch die farblich abgesetzten "Informations- & Hinweiskästen" sind eine gute Hilfestellung - wichtige Dinge auf einen Blick.
Die Kennzeichnung der Rezepte (auch im Inhaltsverzeichnis) in "für Anfänger geeignet", "mittel" etc. ist super. Darüber konnte ich mir ganz gezielt als Anfänger erst mal "Einsteigerprodukte" aussuchen und anhand der kleinen Erfolgserlebnisse dann den Spaß beim Selberproduzieren ausbauen. Die Steckbriefe zu den einzelnen Produkten und v.a. die "Arbeitsschritttabellen" waren für mich unheimlich wertvoll. Diese wurden dem Leser zusätzlich zu den für ein "Koch-/Back-/Rezeptbuch" üblichen "Beschreibungen der Arbeitsschritte" präsentiert. So konnte ich dann schnell nochmal nachschlagen und bekam hier kurz und knapp die relevanten ToDos der Reihe nach präsentiert.
Zusätzlich werden die Grundtechniken in einem eigenen umfangreichen Kapitel mit vielen Abbildungen ausführlich dargestellt. Dieses Kapitel hat mir meine Befürchtungen genommen und ich fühlte mich danach gut gerüstet, selbst in der Küche loszulegen.
Durch den Aufbau und die Gliederung des Buches lassen sich auch Abschnitte gezielt lesen und wieder nachschlagen.
Abgerundet wird dieses Buch durch die Hof- und Käsegeschichten, in denen unterschiedliche Produzenten und ihre Produkte vorgestellt werden.

Fazit: ein tolles Werk, das mehr ist als ein Standardwerk und durch seine vielen Tipps auch für Anfänger klasse geeignet ist und das ich in meiner Küche nicht mehr missen möchte

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Veröffentlicht am 14.05.2023

Cosy-Crime auf pfälzerisch - genial und gigantisch

Traubentod
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Ich bin selbst kein Pfälzer und Traubentod war für mich der erste Krimi aus der Elwenfels-Reihe von Britta und Christian Habekost aber ich konnte mich sehr schnell in die Handlung und den Personenkreis ...

Ich bin selbst kein Pfälzer und Traubentod war für mich der erste Krimi aus der Elwenfels-Reihe von Britta und Christian Habekost aber ich konnte mich sehr schnell in die Handlung und den Personenkreis einfinden ohne die vier Vorgängerbände zu kennen. Auch in den Dialekt kam ich nach ein paar Seiten gut rein und brauchte das beigefügte Glossar gar nicht.
In Elwenfels ist eine Filmcrew zu Gast, die dort für einen Actionfilm dreht. Parallel dazu sind aber die Ganoven, vor denen Carlos aus Hamburg geflohen ist und sich in Elwenfels versteckt hat auch in Elwenfels angekommen und nun geht einiges drunter und drüber, denn auch die Elwenfelser haben ihren eigenen Kopf und wollen in der Filmproduktion mitmachen. Für Action, jede Menge Spannung und Humor ist gesorgt.
Der Krimi brilliert durch ein Feuerwerk an tollen Ideen (z.B. Zauberwein, die Fabelwesen), liebenswerten und sympathischen Charakteren (z.B. der Pfarrer) und ganz viel Humor und Dialekt (z.B. der Pate auf pfälzerisch -> zum Kaputtlachen).
Das Sahnehäubchen auf diesem tollen Cosy-Crime ist das Buchcover: farbenfroh gestaltet. Man möchte sofort die Koffer packen und nach Elwenfels reisen.
Ich freue mich schon auf die nächsten Folgen rund um die Elwenfelser!

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Veröffentlicht am 12.05.2023

solider Krimi

Wenn Worte töten
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"Wenn Worte töten" ist der dritte Band um das Duo Privatdetektiv Hawthorne und Autor Horowitz, die gemeinsam zu einem Literaturfest auf die Insel Alderney reisen. Dort sollen sie ihr Buch - natürlich ein ...

"Wenn Worte töten" ist der dritte Band um das Duo Privatdetektiv Hawthorne und Autor Horowitz, die gemeinsam zu einem Literaturfest auf die Insel Alderney reisen. Dort sollen sie ihr Buch - natürlich ein Krimi mit Hawthorne in der Rolle - vorstellen. Doch nach einem - aus meiner Sicht ein bisschen zu langatmigen - "Einstieg" geschieht ein Mord. Der Sponsor des Festivals wird ermordet aufgefunden. Die beiden Herren nehmen die Ermittlungen auf ihre jeweils eigene Art und Weise auf und unterstützen die Polizei vor Ort.

Ich kenne die ersten beiden Bände der Reihe nicht, konnte mich aber sehr schnell einfinden. Das Duo Hawthorne und Horowitz ist schon eine besondere Spezies. Der Privatdetektiv überrascht immer wieder, in dem er den Autor an der ein oder anderen Stelle auflaufen lässt anstelle sich kooperativ zu zeigen. Deswegen war für mich eindeutig der Autor der Sympathieträger. Die Idee, die beiden (und damit sich selbst als Autor und als Figur im Roman) auf einem Literaturfestival in Ermittlungen auf eine Insel zu "stecken" finde ich sehr gelungen. Allerdings waren die ein oder anderen Szenen für mich zu langatmig. Das hat mein Lesevergnügen aber nur ein bisschen geschmälert, denn durch den britischen Humor und den Schreibstil, der sich angenehm lesen lässt wurde das kompensiert. Der Autor bringt während der Geschichte viele Personen ins Spiel und man ist als Leser geneigt permanent zu überlegen, ob dort der Mörder dabei ist und welches Motiv er hat. Er legt hier schöne - wenn auch für meinen Geschmack ein paar zu viele - Finten. Alles in allem war es für mich ein solider Krimi, der mir schöne Lesestunden beschert hat. Allerdings habe ich zwei andere Bücher des Autors gelesen (Der Tote aus Zimmer 12 sowie Die Morde von Pye Hall in denen die Lektorin Susan Ryeland eine der Hauptrollen spielt). Diese beiden fand ich einen Ticken besser als den Band 3 um das Ermittlerduo.

Die Cover der Horowitz-Bücher aus dem Inselverlag sind jedes Mal einfach toll gestaltet und schön anzusehen, so auch das "Wenn Worte töten".

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Veröffentlicht am 12.05.2023

spannender Krimi vor toller Kulisse

Goldtransport und Stauseemord
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Der Zillertal-Krimi "Goldtransport und Stauseemord" von Sven Kellerhoff ist der dritte Band um das Ermittlerduo (Leopold) Geiger und (Anna) Zähler. Beide machen Urlaub im Zillertal aber mit ihrer Yoga- ...

Der Zillertal-Krimi "Goldtransport und Stauseemord" von Sven Kellerhoff ist der dritte Band um das Ermittlerduo (Leopold) Geiger und (Anna) Zähler. Beide machen Urlaub im Zillertal aber mit ihrer Yoga- und seiner Wander-Auszeit ist es schnell vorbei, als ein Goldtransporter überfallen und kurz danach der ortsansässige Banker ermordet wird. Die Zillertalerkollegen leiden unter Personalnot und so mischen nun die Beiden bei der Aufklärung der Geschehnisse eifrig mit, was aber nicht allen gefällt.

Ich habe die ersten beiden Bände nicht gelesen, konnte mich aber schnell in den Personenkreis und die Handlung einfinden. Die an der ein oder anderen Stelle vorhandenen Bezüge auf die beiden vorhergehenden Bände haben mich nicht weitergestört.
Die Geschichte liest sich spannend, das Ermittlerduo war mir von Anfang an sympathisch. Relativ bis zum Schluss war ich am rätseln, wer hier wen umgebracht hat und wo das Motiv zu suchen ist. Der Schreibstil des Autors lässt sich angenehm und relativ schnell lesen. Beeindruckend fand ich seine gewählten Schauplätze und natürlich haben auch seine Beschreibungen der Landschaft und des Stausees ein gewisses "Urlaubsfeeling" aufkommen lassen.

Das schöne Titelbild mit der traumhaften Landschaft und dem Murmeltier runden die Geschichte toll ab.

Fazit: schöner Alpenkrimi mit spannender Handlung

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Veröffentlicht am 04.05.2023

ein heißer, spannender Sommer in der Provence

Die unbekannte Dritte: Ein Provence-Krimi - Band 1
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Die unbekannte Dritte von Alexandra von Grote ist der Auftakt zur einer Reihe um Kommissarin Florence Labelle, die in Berlin arbeitet und dort einen Tag vor ihrem Urlaub nach Frankreich beordert wird um ...

Die unbekannte Dritte von Alexandra von Grote ist der Auftakt zur einer Reihe um Kommissarin Florence Labelle, die in Berlin arbeitet und dort einen Tag vor ihrem Urlaub nach Frankreich beordert wird um den Mordfall an einer Deutschen, die in der Provence erschossen wurde mit aufzuklären. Damit heißt es für Florence Urlaub in Australien adieu und auf nach Frankreich in ihre alte Heimat. Dort trifft sie auf einen französischen Kollegen, der alles andere als begeistert ist von der weiblichen Unterstützung aus Berlin und auch der Fall entpuppt sich als mysteriös. Als aus einem Mordfall dann zwei werden und zu den Hauptverdächtigen u.a. die Nichte von Frankreichs Staatschef gehört, nimmt die Brisanz zu. Doch damit nicht genug, die Spuren führen in Kreise, die letztlich auch Florence den Kopf kosten können, wenn sie sich irrt.

Der Provence-Krimi ist schon etwas älter und wurde nun als Hörbuch vertont. Das tut der Geschichte keinen Abbruch. Ab und an wird man durch den ein oder anderen Punkt in der Geschichte daran erinnert (z.B. Francs als Zahlungsmittel, zurück in ein Zeitalter ohne Smartphone und stabiles Internet für alle). Die Geschichte ist zu Beginn etwas langatmig durch sehr detailverliebte Szenen, die mir als Hörer etwas "too much" waren. Das hat sich aber ganz schnell gebessert und die Szenen wurden nicht mehr so "überladen" dargestellt. Der Krimi hat für im Laufe des Hörbuches zunehmend an Fahrt aufgenommen und die Konstruktion des Falles sehr gelungen.

Fazit: solide Unterhaltung mit "Sommer"-Provence-Feeling

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