Mehr Chronik als Spannung
1736 - Chronik einer KopfgeldjagdDeutschland, 18. Jahrhundert: Andreas Roß und seine Frau Agnes gelten als Meisterdiebe. Niemand konnte sie bisher fassen. Doch bei ihrem letzten Einbruch geraten Sie ins Visier der Strafjustiz in Gestalt ...
Deutschland, 18. Jahrhundert: Andreas Roß und seine Frau Agnes gelten als Meisterdiebe. Niemand konnte sie bisher fassen. Doch bei ihrem letzten Einbruch geraten Sie ins Visier der Strafjustiz in Gestalt des Geheimrates Dr. Pistorius. Er macht es sich zur Lebensaufgabe, Andreas und seine Familie zu jagen. Erbarmungslos und ohne Gnade lässt er Roß bei seiner Flucht durch Deutschland verfolgen, um ihn später gefangen nehmen und umbringen zu lassen.
„1736 - Chronik einer Kopfgeldjagd“ erzählt eine Lebensgeschichte nach einer wahren Begebenheit. Dabei sind manche Informationen historisch belegt, andere mussten vom Autor ergänzt werden, um einen sinnvollen Ablauf zu ergeben.
Erschreckend und bewegend finde ich, mit welcher Härte und Bösartigkeit ein Dieb damals verfolgt wurde, der in erster Linie seine Familie ernähren wollte. Dies wurde sehr gut dargestellt und man mag sich gar nicht vorstellen, wie viele weitere solche Fälle es gab!
Leider hat mich dabei der Erzählstil nicht wirklich abgeholt. Mich haben weder die Geschichte noch die Protagonisten richtig gepackt. Es ist eben eher eine Chronik als ein Krimi. Da hatte ich vielleicht einfach eine falsche Vorstellung. Für mich ist es leider kein Buch, das ich unbedingt weiterempfehlen würde.