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Veröffentlicht am 22.04.2026

Mehr Chronik als Spannung

1736 - Chronik einer Kopfgeldjagd
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Deutschland, 18. Jahrhundert: Andreas Roß und seine Frau Agnes gelten als Meisterdiebe. Niemand konnte sie bisher fassen. Doch bei ihrem letzten Einbruch geraten Sie ins Visier der Strafjustiz in Gestalt ...

Deutschland, 18. Jahrhundert: Andreas Roß und seine Frau Agnes gelten als Meisterdiebe. Niemand konnte sie bisher fassen. Doch bei ihrem letzten Einbruch geraten Sie ins Visier der Strafjustiz in Gestalt des Geheimrates Dr. Pistorius. Er macht es sich zur Lebensaufgabe, Andreas und seine Familie zu jagen. Erbarmungslos und ohne Gnade lässt er Roß bei seiner Flucht durch Deutschland verfolgen, um ihn später gefangen nehmen und umbringen zu lassen.

„1736 - Chronik einer Kopfgeldjagd“ erzählt eine Lebensgeschichte nach einer wahren Begebenheit. Dabei sind manche Informationen historisch belegt, andere mussten vom Autor ergänzt werden, um einen sinnvollen Ablauf zu ergeben.

Erschreckend und bewegend finde ich, mit welcher Härte und Bösartigkeit ein Dieb damals verfolgt wurde, der in erster Linie seine Familie ernähren wollte. Dies wurde sehr gut dargestellt und man mag sich gar nicht vorstellen, wie viele weitere solche Fälle es gab!

Leider hat mich dabei der Erzählstil nicht wirklich abgeholt. Mich haben weder die Geschichte noch die Protagonisten richtig gepackt. Es ist eben eher eine Chronik als ein Krimi. Da hatte ich vielleicht einfach eine falsche Vorstellung. Für mich ist es leider kein Buch, das ich unbedingt weiterempfehlen würde.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Eine aufrüttelnde Reise in die Vergangenheit

Sophie L.
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Eine alte Dame geht in ein Pariser Luxushotel und gesteht, dass sie dort vor 80 Jahren, kurz nach ihrer Entlassung aus dem Konzentrationslager, eine andere Frau getötet und deren Identität angenommen hat. ...

Eine alte Dame geht in ein Pariser Luxushotel und gesteht, dass sie dort vor 80 Jahren, kurz nach ihrer Entlassung aus dem Konzentrationslager, eine andere Frau getötet und deren Identität angenommen hat. Sofort macht sich ihre Enkelin Olivia, selbst Gedächtnisexpertin in einem Londoner Krankenhaus, auf den Weg, um sich um sie zu kümmern. Die große Frage: verwechselt sie auf Grund ihrer akuten Demenz Vergangenheit und Fiktion? Oder kann es sein, dass sie wirklich eine Mörderin ist?
Olivia will unbedingt herausfinden, was damals wirklich passiert ist. Wie gut kennt sie ihre Großmutter wirklich? Eine aufregende Suche nach der Wahrheit beginnt, die auch für Olivia nicht ungefährlich ist.
Besonders spannend fand ich beim Lesen den Wechsel der Sichtweisen zwischen der Nachkriegszeit 1945, abwechselnd von Sophie und Josephine erzählt, und dem Paris der heutigen Zeit. Hintergründig dabei immer die Frage, wer von beiden nun Olivias Großmutter ist.
Sehr eindrucksvoll und emotional wird die Rückkehr der Überlebenden aus dem KZ erzählt. Welche Schrecken der Vergangenheit sie ihr Leben lang mit sich herumgetragen haben, kann man nur erahnen.
Nachdem mich „Anna O.“ nicht wirklich begeistern konnte, wurde ich positiv überrascht. Da ich sehr gerne historische Romane lese, hat mich der Roman absolut abgeholt. Einen Thriller sehe ich hier nicht, das war aber auch nicht meine Erwartungshaltung. Dafür wurde ich gut unterhalten und das Buch hat mich auch sehr zum Nachdenken angeregt. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Lese-Empfehlung – allerdings eher für Liebhaber historischer Krimis als für Thriller-Fans.

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Super Dynamik

Liebste Tochter – Du lügst so gut wie ich
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Saffy und ihr Mann haben das Cottage von Saffys Großmutter geerbt, doch als sie Umbauarbeiten im Garten vornehmen lassen, werden dabei 2 Leichen gefunden. Wer sind diese Personen und was ist ihnen passiert? ...

Saffy und ihr Mann haben das Cottage von Saffys Großmutter geerbt, doch als sie Umbauarbeiten im Garten vornehmen lassen, werden dabei 2 Leichen gefunden. Wer sind diese Personen und was ist ihnen passiert? Saffys Großmutter Rose ist dement und lebt im Pflegeheim, daher kann sie nicht gefragt werden.
Doch Saffy lässt es keine Ruhe. Ist ihre geliebte Großmutter eine Mörderin? Gemeinsam mit ihrer Mutter Lorna versucht sie, mehr über die Vergangenheit ihrer Großmutter herauszufinden. Immer mehr Erinnerungen zeigen Lorna, dass auch sie eine Vergangenheit mit dem Cottage hat, an die sie sich nur langsam erinnern kann.
Eine Geschichte voller Lügen, Angst und Geheimnisse, spannend erzählt und voller unerwarteter Wendungen. Die Charaktere sind sympathisch und authentisch. Der Wechsel zwischen der Erzählung von Rose aus der Vergangenheit und dem Heute von Saffy und Lorna ist eine super Erzählweise und gibt der Geschichte eine tolle Dynamik. Für mich ein klasse Buch!

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Packend und unterhaltsam

The Blackgate Invitation
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Die beiden Schwestern Ruby und Wren werden von einer alten Dame angeheuert, bei einer Familienfeier ihre Enkelinnen zu spielen. Da sie das Geld brauchen, lassen sie sich auf den Handel ein. Doch kaum ...


Die beiden Schwestern Ruby und Wren werden von einer alten Dame angeheuert, bei einer Familienfeier ihre Enkelinnen zu spielen. Da sie das Geld brauchen, lassen sie sich auf den Handel ein. Doch kaum angekommen, stirbt die Gastgeberin Ursula und die komplette Welt steht Kopf. Die Mädchen müssen feststellen, dass sie die beiden einzigen nicht-magischen Lebewesen in einer Welt von Hexen sind, noch dazu eingesperrt auf dem großen Anwesen der Gastgeberin. Sie alle werden erst befreit, wenn sie herausgefunden haben, wer Ursula ermordet hat. Außerdem sollen sie die magischen Relikte der vier Linien finden und entscheiden, wer in Zukunft die Hexen anführen wird.
Die Geschichte ist packend und unterhaltsam. Der Schreibstil gefällt mir sehr. Die Schwestern und auch die anderen Charaktere sind authentisch beschrieben, jeder auf seine Art. Die Spannung der Geschichte ist durch das ganze Buch unterhaltsam hoch, ohne dass ich irgendwann geahnt hätte, wie es ausgeht. Für mich eine tolles Buch, das ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Gute Idee, aber inhaltlich ist noch Luft nach oben

Iron Heart - Aylas Rache
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Die Geschichte spielt in einer Zeit, in der neben den bekannten Menschen eine neue Sorte Mensch existiert: Menschen, die „geschaffen“ werden statt geboren. Diese geschaffenen Menschen regieren das Land ...

Die Geschichte spielt in einer Zeit, in der neben den bekannten Menschen eine neue Sorte Mensch existiert: Menschen, die „geschaffen“ werden statt geboren. Diese geschaffenen Menschen regieren das Land und unterdrücken die geborenen Menschen. Immer wieder kommt es zu Aufständen und die Rache der Geschaffenen ist tödlich.
Auch Ayla, eine Geborene, hat nichts als Rache im Sinn, als sie die geschaffene Crier kennenlernt. Doch schon bald merkt sie, dass es da etwas gibt, dem sie sich beide nicht entziehen können.
Für mich ist die Idee des Romans interessant und neu, doch so richtig gepackt hat sie mich leider trotzdem nicht. Die geschaffenen Menschen sind keine Roboter sondern Menschen und für mich ist die Idee der Erschaffung und wie real sie dann denken und fühlen nicht schlüssig. Die Beziehung zwischen Ayla und Crier passt daher für mich zwar gut in die Geschichte, ist aber an sich nicht logisch. Zusätzlich sind mir die politischen Inhalte zu viel, das strengt mich beim Lesen an und nimmt mir den Spaß. Vom Schreibstil gefällt mir das Buch sehr gut, aber inhaltlich ist auf jeden Fall noch Luft nach oben.

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