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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.11.2022

Die Mutter ist das Problem

Lügen über meine Mutter
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Das Buch hat mich sehr berührt. Es geht um eine Kleinfamilie, Anfangs der 80/90er Jahre im beschaulichen Hunsrück. Der Vater strebt nach gesellschaftlicher Anerkennung, nach beruflichem Aufstieg, nach ...

Das Buch hat mich sehr berührt. Es geht um eine Kleinfamilie, Anfangs der 80/90er Jahre im beschaulichen Hunsrück. Der Vater strebt nach gesellschaftlicher Anerkennung, nach beruflichem Aufstieg, nach einer Herzeigeehefrau. Doch dass ihm dies verwehrt bleibt, liegt in seinen Augen nicht an ihm oder an seinen Leistungen, sondern einzig allein an seiner Ehefrau. Sie hat etliche Kilos zu viel auf der Waage und kämpft Zeit ihres Lebens damit. Ela, die Tochter wächst damit auf, wie ihre Mutter ständig den Anfeindungen ihres Vaters ausgesetzt ist und welche Rolle das Gewicht im Familienleben spielt. Man erlebt den Aufstieg und Fall der Familie in allen Bereichen, von Gesundheit über Wohlstandsstreben der Jahre, über Familienschicksale und berufliche Perspektiven ist alles ein Thema. Ein äußerst intensives Buch, in dem die Problematiken gut erkennbar werden, warum jemand dick wird und dick bleibt. Ich weiß nicht sicher, inwieweit das Buch autobiographische Züge hat, aber man hat am Ende wenigstens das Gefühl, das die Hauptprotagonistin, die Mutter, ihren Ausweg aus ihrem Leben gefunden hat.

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Veröffentlicht am 21.11.2022

Geister gibt es doch

Geister fahren Straßenbahn
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Was für eine schöne angenehme Art, Kinder im jüngeren Lesealter zum Lesen zu animieren! Vorlesen geht bestimmt auch, aber das war hier keine Option. Es passiert nämlich einiges - es spukt! Jonathan von ...

Was für eine schöne angenehme Art, Kinder im jüngeren Lesealter zum Lesen zu animieren! Vorlesen geht bestimmt auch, aber das war hier keine Option. Es passiert nämlich einiges - es spukt! Jonathan von Nobelnobel ist nur einer der Geister, der den Freunden Herkules, Paula und Milan bei sechs spannenden Kriminalfällen hilft. Und Krimis für Kids ist nicht einfach, man muss die Neugierde wecken und aufrecht erhalten... Was mir gut gefallen hat, waren die aufgegriffenen Themen, die zum Austausch mit den Kindern anregen, da sie aktuell und real sind, zum Beispiel Umwelt/Klima, Familie etc...Gleichzeitig verliert die Geschichte im ganzen aber nicht an der Lockerheit und dem flüssigen Schreibstil für junge Leser. Zudem fällt mir positiv auf, dass es eben durch die einzelnen Geschichten leicht aufteilbar ist und keinen überfordert, aber fleißige Leser können auch mehr lesen, ohne dass der Kopf raucht.

Meine junge Mitleserin fand die Geistercharaktere sehr amüsant und würde ebenfalls gerne mittels Schulgeist den einen oder anderen Fall aufdecken. Ich finde, das ist durchaus ein schönes Kompliment! Wir können das Buch auf jeden Fall empfehlen, wer aktuelle Themen spannend und kindgerecht im Krimistil mag, macht hiermit alles richtig!

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Veröffentlicht am 09.10.2022

Der letzte Fall für Loretta

Tote tanzen keinen Walzer
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Loretta hat tolle Freunde, das hat sie wohl i  den vorangegangenen Bänden ja schon offenbar bewiesen. Und als sich ihre Freunde Bärbel und Frank in ihre Heiratspläne einweihen, freut sie sich sehr - bis ...

Loretta hat tolle Freunde, das hat sie wohl i  den vorangegangenen Bänden ja schon offenbar bewiesen. Und als sich ihre Freunde Bärbel und Frank in ihre Heiratspläne einweihen, freut sie sich sehr - bis sie erfährt, dass sie an einem Tanzkurs teilnehmen soll! Widerwillig findet sie sich also dann tatsächlich irgendwann in einem Tanzsaal wieder und während alle mit dem Lernen von neuen Schritten beschäftigt sind, passiert das schreckliche. Ein Schuss geht durchs Fenster und einer der Teilnehmer kommt dabei zu Tode. Schnell ist Loretta mal wieder mehr als ihr lieb ist (und dem zu ermittelnden Kommissar) in die Ermittlungen involviert - aber letztendlich kann sie und ihre Crew es halt auch nicht lassen,  auf eigene Faust zu ermitteln... Wer wollte hier wem schaden? Der Tanzschule selbst oder doch gezielt dem Opfer? Mehrere Fragen tauchen auf, aber Loretta schafft es mit einem furiosen Schlussspurt die Fäden zu entwirren. 

Sehr gut gefallen hat mir, abgesehen von den tänzerischen Ausflügen in alte Erinnerungen, der leichte schnoddrige Ton der Protagonistin, das macht das ganze durchaus charmant. Leider geht es für Loretta hier nicht mehr weiter, aber bei Gelegenheit werde ich bestimmt die Reihe von  Anfang einmal durchlesen, denn ihr Charakter und ihre Freunde und Wegbegleiter würde ich durchaus gerne näher kennenlernen. 

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Veröffentlicht am 02.10.2022

Wer gewinnt - Herz oder Verstand?

American Crown – Beatrice & Theodore
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Ich mag royale Geschichten, ich gebe es zu. Und dementsprechend neugierig war ich auf dieses Buch. Vorweg - mir hat es gefallen.
Die Handlung ist eigentlich schnell erzählt: Beatrice ist die angehende ...

Ich mag royale Geschichten, ich gebe es zu. Und dementsprechend neugierig war ich auf dieses Buch. Vorweg - mir hat es gefallen.
Die Handlung ist eigentlich schnell erzählt: Beatrice ist die angehende Königin von Amerika und soll standesgemäß verheiratet werden. In Theodore, der leider nicht der Mann ihres Herzens ist und somit haben wir die unvermeidlichen Konflikte. Herz oder Verstand, wer hat zum Schluss die Nase vor - nach turbulenten Szenen, Intrigen und allem, was zu einer guten Soap dazugehört. Erzählt wird die royale Achterbahnfahrt aus wechselnden Perspektiven aus der Familie, speziell von Beatrices Schwester Samantha, die beste Freundin Nina, und der Exfreundin von Jeff, Samanthas Zwillingsbruder, Daphne. Und natürlich Beatrices Sicht selbst. Alles zusammen etwas viel vielleicht, aber das wird dank des leichten Schreibstils schnell unwichtig. Grundsätzlich hätte man vielleicht mehr männliche Gedanken einbringen können und weniger aus Sicht der Damen, mag aber Geschmackssache sein.
Im großen und ganzen war ich angenehm überrascht von dem Buch, ich fühlte mich gut unterhalten und mehr habe ich auch nicht erwartet. Für mich war es stimmig und ich würde sagen, her mit Band 2!

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Veröffentlicht am 02.10.2022

Ein Zimmermädchen der besonderen Art

The Maid
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Ich muss gestehen, sonst lese ich in dem Genre eher Thriller, die insgesamt etwas mehr Action versprechen, diese gewollt langsame Ermittlungsart ist nicht so meins. Hier aber habe ich meine Bedenken aufgrund ...

Ich muss gestehen, sonst lese ich in dem Genre eher Thriller, die insgesamt etwas mehr Action versprechen, diese gewollt langsame Ermittlungsart ist nicht so meins. Hier aber habe ich meine Bedenken aufgrund des ansprechenden Covers und des mehr als interessant klingenden Klappentextes über Bord geworfen. Zu meinem Glück, manchmal muss man einfach die Komfortzone verlassen.
Die Geschichte um Molly, ein Zimmermädchen, welches leicht naiv ist, aber keine Fliege was antun kann und vielleicht nicht immer konventionell a la Colombo ermittelt, als sie einen Toten im Hotel haben, ist in weiten Teilen gelungen. Mit Molly kam ich gut zurecht, auch wenn sie mir jetzt nicht nachhaltig im Gedächtnis geblieben ist. Die Geschichte selbst ist durchaus spannend, wenngleich manchmal etwas langatmig für meinen Geschmack, aber ich denke, dies ist hier beabsichtigt. Zum Schluss kann ich sagen, ich fühlte mich gut unterhalten, auch wenn ich am Schluss etwas überrascht war und würde trotzdem einen zweiten Teil durchaus lesen.

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