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lexiherz

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.07.2020

Eher langweilig

The Modern Break-Up
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„The Modern Break-Up: Warum Liebe f*cking kompliziert ist“ von Daniel Chidiac ist am 15. Juni 2020 im Ullstein Verlag erschienen.
Ich habe mir von diesem Buch erhofft eine Mischung aus Ratgeber und Roman ...

„The Modern Break-Up: Warum Liebe f*cking kompliziert ist“ von Daniel Chidiac ist am 15. Juni 2020 im Ullstein Verlag erschienen.
Ich habe mir von diesem Buch erhofft eine Mischung aus Ratgeber und Roman zu finden. Vor allem der Klappentext, indem mit einem tiefgründigen Gespräch zweier Protagonisten „geworben“ wird, hat mich motiviert dieses Buch zu lesen.
Leider musste ich schnell feststellen, dass mir dieses Buch alles andere lieferte, als das was ich erwartete. Man fand viele Kapitel vor, in denen aus der Vergangenheit darüber berichtet wird, wie Amelia ihre letzte Trennung verkraftet (oder eben nicht verkraftet) hat. Das eigentlich angepriesene Gespräch aus dem Klappentext, nahm lediglich ein einziges Kapitel ein.
Den Schreibstil fand ich für einen Roman zu emotionslos und kalt, für einen Ratgeber aber bereits zu ausschweifend. Irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes. Das einzige Kapitel, aus dem ich etwas mitnehmen konnte, war das Kapitel aus der Sicht von Amelias Mutter, die zufällig Psychologin war. Alleine diese Tatsache, fand ich aber schon reichlich an den Haaren herbeigezogen.
Ich mag nicht abstreiten, dass mir das Buch nicht wirklich zusagte, da ich mich glücklicherweise in der privilegierten Situation befand, nie solche Dating Situationen mitmachen zu müssen. Dennoch hat mich dieses Buch eher gelangweilt, als unterhalten.
Alles in allem, kann ich dieses Buch leider nur mit 2 Sternen bewerten. Am Anfang fand ich es schade, dass das Buch nur 200 Seiten hatte, am Ende war ich froh, dass ich nach 200 Seiten endlich durch war.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.07.2020

Grandios

Bluthölle
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Der Thriller „Bluthölle“ von Chris Carter ist im Sommer 2020 im Ullstein Verlag erschienen und der 11. Teil der Robert Hunter Reihe.
In dem Buch geht es um eine junge Frau namens Angela Wood, die als eine ...

Der Thriller „Bluthölle“ von Chris Carter ist im Sommer 2020 im Ullstein Verlag erschienen und der 11. Teil der Robert Hunter Reihe.
In dem Buch geht es um eine junge Frau namens Angela Wood, die als eine der besten Taschendiebinnen in Los Angeles „arbeitet“. Sie versteht ihr Fach wirklich gut und geht regelmäßig auf Raubzug um Ihren Lebensunterhalt mit den Errungenschaften zu bestreiten. Eines vorweihnachtlichen Abends kehrt Angela nach Ihrem „Arbeitstag“ in eine Bar ein. Dort beobachtet Sie einen Gast, der gegenüber seinen Mitmenschen sehr unhöflich ist und Angela beschließt ihm eins auszuwischen, indem Sie Ihm seine Tasche klaut. Die teure Ledertasche sieht vielversprechend aus, doch was Angela darin entdeckt, lässt ihr das Blut in den Adern gefrieren.
Ich bin absoluter Fan von den Chris Carter Thrillern und so waren auch beim 11. Teil der Reihe Vorfreude und Erwartungen gleichermaßen hoch.
Robert Hunter ist einer meiner absoluten Lieblingsprotagonisten. Seine Arbeit bei der UV-Einheit des LAPD begeistert mich einfach sehr (auch wenn vermutlich einiges fiktiv ist) und auch Carlos Garcia mag ich unheimlich gerne. Ich würde sagen „Bluthölle“ war ein typischer Carter. Die Spannung war von Seite eins zum Greifen nah und auch wenn man zwischenzeitlich dachte mehr Spannung geht nicht ist das Ganze zum großen Showdown nochmal richtig hochgefahren. Die Protagonisten, die man bisher noch nicht kannte, waren mal wieder hervorragend ausgearbeitet. Die Handlungen waren für mich schlüssig und gut nachvollziehbar. Vom Schreibstil brauche ich wohl kaum berichten… einwandfrei. Besonders gefreut hat mich, dass auch nochmal Bezug auf zwischenmenschliche Beziehungen aus den vorherigen Teilen der Reihe genommen wurde. Einzig und alleiniger Mini-Kritikpunkt ist, dass mein Lieblingssatz „Ich lese eben viel!“ von Robert Hunter, dieses Mal gefehlt hat. Bisher konnte man diesen Satz in jedem Teil der Reihe finden und ich habe mich immer gefreut, wenn ich Ihn wiederentdeckt habe. Dieses Mal leider nicht. Aber das ist wohl Jammern auf hohem Niveau und führt selbstverständlich zu keinerlei Punktabzug.
Ein Chris Carter Thriller ist nichts für schwache Nerven, soviel ist klar. Dennoch fühlt es sich für mich immer ein bisschen an wie alte Freunde wiederzutreffen. Meine Vorfreude auf den (hoffentlich) nächsten Teil ist bereits jetzt schon unbändig.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.07.2020

Kleine Enttäuschung

Lessons from a One-Night-Stand
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„Lessons from a One-Night-Stand“ von Piper Rayne ist im Juni 2020 bei Forever by Ullstein erschienen.
In diesem New Adult Roman geht es um Holly Radcliff, die als Schulrektorin nach Alaska zieht um Ihren ...

„Lessons from a One-Night-Stand“ von Piper Rayne ist im Juni 2020 bei Forever by Ullstein erschienen.
In diesem New Adult Roman geht es um Holly Radcliff, die als Schulrektorin nach Alaska zieht um Ihren leiblichen Vater ausfindig zu machen. An einem Ihrer ersten Tage in der kleinen Stadt Lake Starlight ergibt sich ein Tächtel-Mächtel mit Austin Bailey, dem Baseball Coach von Hollys neuer Schule. Innerhalb kürzester Zeit sind Holly und Austin zum Stadtgespräch geworden und dass Holly nun Austins Chefin ist, macht die Sache nicht einfacher.
Ich muss sagen, dass ich eigentlich ein sehr großer Piper Rayne Fan bin. Deshalb habe ich mich auch unheimlich auf Ihre neue Reihe gefreut. Leider würde ich aber dieses Mal etwas enttäuscht.
Die Leseprobe konnte mich noch überzeugen, aber ziemlich schnell stellte ich fest, dass mich die Story nicht wirklich packen konnte. Die Dialoge waren sehr oberflächlich, man hatte kaum das Gefühl die Emotionen der Protagonisten nachvollziehen zu können (das ist man sonst von Piper Rayne ganz anders gewohnt) und auch die Handlung plätscherte nur so vor sich hin. An vielen Stellen gab es den gewohnten Piper-Rayne-Humor, dennoch empfand ich es hier oft als zu viel oder unangebracht in der jeweiligen Situation. Die Protagonisten waren für mich unnahbar und gesichtslos.
Leider kam noch hinzu, dass mich die Handlung und das Setting sehr an eine bereits bekannte New Adult Reihe erinnerte. Natürlich kann man gerade im New Adult Bereich doch schwieriger das Rad neu erfinden, dennoch waren die Ähnlichkeiten (mehrere Brüder, eine Kleinstadt, ein Blog, der allerlei Gossip verbreitet) in meinen Augen unverkennbar.
Ich finde es wirklich schade, dass mich der Auftakt dieser Reihe nicht überzeugen konnte. Da mir das Setting in Lake Starlight aber sehr gut gefallen hat und Alaska auch ein Bundesstaat ist, von dem man nicht allzu oft liest, würde ich den weiteren Teilen der Baileys-Reihe dennoch eine Chance geben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2020

Ausgewürfelt

Die Rückkehr des Würfelmörders
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„Die Rückkehr des Würfelmörders“ ist im Juli 2020 im Ullstein Verlag erschienen. Es ist der 5. Teil der Fabian Risk Reihe von Stefan Ahnhem und gleichzeitig die Fortsetzung des 4. Teils dieser Reihe „Der ...

„Die Rückkehr des Würfelmörders“ ist im Juli 2020 im Ullstein Verlag erschienen. Es ist der 5. Teil der Fabian Risk Reihe von Stefan Ahnhem und gleichzeitig die Fortsetzung des 4. Teils dieser Reihe „Der Würfelmörder“, weshalb dieses Buch nicht unabhängig lesbar ist.
Ich bin generell ein großer Fan der Thriller von Stefan Ahnhem und auch dieser Teil hat mich nicht enttäuscht.
Das teuflische Spiel geht weiter. Kommissar Fabian Risk ist immer noch auf der Suche nach dem Würfelmörder. Gleichzeitig kämpft er wie immer weiterhin mit vielen persönlichen und familiären Problemen.
Das Buch knüpft direkt an die Ereignisse aus dem 4. Teil an und lässt einen deshalb bereits zu Beginn kaum zu Atem kommen. Jedes Kapitel erzeugt gefühlt noch mehr Spannung, als das Vorherige. Die Kapitel aus der Sicht des Würfelmörders machen Gänsehaut und zeigen die eiskalte und erschreckend einfallsreiche Vorgehensweise detailliert. Viele Handlungsstränge sorgen für eine sehr fesselnde Atmosphäre, da man immer nur kleine Häppchen aus jeder Situation zu lesen bekommt und dadurch noch schneller weiterlesen will, um zu erfahren wie es weiter geht.
Die Ermittler treten lange Zeit auf der Stelle und jede heiße Spur gibt neue Hoffnung. Durch das häufige Verwerfen besagter Theorien ist das Buch ein absoluter Pageturner.
Der Show-Down war auf jeden Fall gut durchdacht und erfüllte meine hohen Erwartungen. Große Überraschungen blieben allerdings aus.
Auch hier gefällt mir das Cover gut. Es greift das Konzept des 4. Teils wieder auf und beide Cover nebeneinander verschmelzen sogar zu einem gemeinsamen Bild.
Insgesamt bekommt „Die Rückkehr des Würfelmörders“ von mir 4,5 Sterne - aufgerundet also 5 Sterne. Im Grunde wirklich ein sehr guter Thriller, wo man über kleinere Makel definitiv hinweg schauen kann. Ich freue mich Fabian Risk im nächsten Teil wiederzutreffen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.07.2020

Die Würfel sind gefallen

Der Würfelmörder
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„Der Würfelmörder“ von Stefan Ahnhem ist 2020 im Ullstein Verlag erschienen. Bereits 2019 ist dieses Buch unter dem Namen „10 Stunden Tot“ ebenfalls im Ullstein Verlag erschienen. Es handelt sich also ...

„Der Würfelmörder“ von Stefan Ahnhem ist 2020 im Ullstein Verlag erschienen. Bereits 2019 ist dieses Buch unter dem Namen „10 Stunden Tot“ ebenfalls im Ullstein Verlag erschienen. Es handelt sich also um eine Neuauflage des Buches unter anderem Titel, da es sich hier um Teil 4 der Fabian Risk Reihe handelt, welche mit Teil 5 dieser Reihe fortgesetzt wird, und man somit eine „eine Reihe in der Reihe“ erzeugt hat. Anders als meine Rezensionsvorredner muss ich sagen, dass ich mir dieser Tatsache bewusst war, da überall deutlich gekennzeichnet ist, dass „Der Würfelmörder“ und „10 Stunden Tot“ identische Bücher sind. Dass es natürlich eine Verkaufsstrategie sein kann und schnell zu Verwirrungen führt, mag ich gar nicht abstreiten, von Betrug würde ich hier allerdings nicht sprechen. Sofern man sich vorab etwas informiert hat, wird man sehr schnell herausgefunden haben, dass es einen Fortsetzung-Folgt Band geben wird. Dies war bereits bei Erscheinung von „10 Stunden Tot“ bekannt. Positiv finde ich, dass der neue Titel weitaus besser zu der Story passt, als der alte Titel, dennoch finde ich den Originaltitel „Motiv X“ immer noch am besten. Schade, dass die deutschen Übersetzungen nur selten einen Originaltitel übernehmen, aber dieses Buch ist da ja kein Einzelfall.
In „Der Würfelmörder“ geht es mal wieder um Fabian Risk, der in Helsingborg versucht die nächsten brutalen Mordfälle aufzuklären. Die Morde scheinen so unterschiedlich zu sein, wie es nur irgendwie Möglich ist, was dazu führt, dass sich auch nach mehreren Mordfällen kein Motiv des Mörders herausfinden lässt. Weiterhin kämpft Fabian, wie auch in den Bänden zuvor, mit haufenweise persönlichen und familiären Problemen, was auch die Nebenhandlungen sehr spannend macht.
Grundsätzlich hat mir auch dieser Teil der Fabian Risk Reihe wieder sehr gut gefallen und hat das Niveau seiner Vorgänger gehalten. Teilweise waren es mir tatsächlich zu viele Handlungsstränge und man hatte das Gefühl das eigentliche Bestreben den Würfelmörder zu finden existiert gar nicht mehr. Ich denke aber, dass gerade das komplett offene und Cliffhanger beladene Ende des Buches darauf abzielt, dass im Folgeband vieles Zusammenläuft und beantwortet wird. Ich werde auf jeden Fall die „Die Rückkehr des Würfelmörders“ sofort im Anschluss lesen.
Weiterhin möchte ich aber hier nochmal betonen, dass dieses Buch eher der vierte Teil der Fabian Risk Reihe ist, als der erste Teil der Würfelmörder Reihe. Was ich damit sagen will? Meiner Meinung nach ist entgegen aller Aussagen „Der Würfelmörder“ nicht unabhängig von der Fabian Risk Reihe lesbar. Mindestens 50 % des Buches geht es um die weitere Aufklärung aller persönlichen und familiären Probleme von Fabian Risk und gerade der Bezug zum dritten Teil „Minus 18Grad“ ist seeeeehr hoch. Die Verständlichkeit von vielen Handlungen würde einfach sehr darunter leiden, wenn man den Vorgänger nicht gelesen hat und das fände ich sehr schade. Deshalb finde ich es auch etwas ungünstig vom Verlag gewählt, so eine „Reihe in der Reihe“ zu schaffen. Hier wäre ein Verweis, dass es sich beim 5. Teil lediglich um eine Weiterführung der Ereignisse aus dem 4. Teil handelt durchsichtiger gewesen.
Besonders schön finde ich dieses Mal die deutlich modernere Covergestaltung, welche zudem beim Taschenbuch noch eine Klappe über den Buchschnitt mit toller Detaillierung aufweist und zusammen mit dem 5. Band ein gemeinsames Bild ergibt.
Alles in allem wieder ein sehr guter schwedisch/dänischer Thriller mit kleineren Macken. Von mir gibt’s dieses Mal 4 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere