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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.01.2026

solide, gefühlvolle Romantasy

The Five Crowns of Okrith 1: High Mountain Court
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Mein Gefühl beim Lesen
High Mountain Court ist eine klassische Romantasy mit viel Herz, Gefahr und leisen Zweifeln. Die Geschichte fühlt sich vertraut an, bringt aber genug eigene Akzente mit, um nicht ...

Mein Gefühl beim Lesen
High Mountain Court ist eine klassische Romantasy mit viel Herz, Gefahr und leisen Zweifeln. Die Geschichte fühlt sich vertraut an, bringt aber genug eigene Akzente mit, um nicht in der Masse unterzugehen. Sie ist spannend, emotional und stellenweise vorhersehbar, aber genau das macht sie auch angenehm zu lesen. Man weiß ungefähr, wohin die Reise geht, aber man bleibt trotzdem gern dabei.

Atmosphäre und Setting
Die Welt der Fae-Höfe ist düster, gefährlich und von politischer Spannung geprägt. Besonders der Kontrast zwischen dem Nördlichen und dem Östlichen Hof gibt der Geschichte Tiefe. Tavernen, Reisen, alte Magie und Intrigen sorgen für dieses typische High-Fantasy-Feeling. Die Atmosphäre ist ernst, stellenweise bedrohlich, aber nie zu schwer, um den Lesefluss zu bremsen.

Remy
Remy ist eine starke, aber verletzliche Protagonistin. Ihre Angst ist greifbar, genauso wie ihr Wunsch zu überleben. Dass sie eine der letzten roten Hexen ist, verleiht ihr nicht nur Macht, sondern auch eine ständige Bedrohung. Besonders schön ist, dass sie nicht sofort mutig oder selbstsicher ist, sondern erst langsam wächst. Ihre innere Zerrissenheit zwischen Misstrauen und Hoffnung wirkt sehr authentisch.

Prinz Hale
Hale ist der klassische Fae-Prinz mit Verantwortung, Charme und einem dunklen Geheimnis. Er wirkt nicht perfekt, sondern eher wie jemand, der selbst nicht weiß, ob er der Aufgabe gewachsen ist. Gerade dieses Schwanken zwischen Pflicht und Gefühl macht ihn interessant. Seine Anziehung zu Remy fühlt sich natürlich an und nicht erzwungen.

Beziehung und Dynamik
Die Dynamik zwischen Remy und Hale lebt stark vom Misstrauen. Sie wollen einander glauben, können es aber nicht. Genau dieses Spannungsfeld macht ihre Beziehung so fesselnd. Die Anziehung ist von Anfang an da, aber sie wird immer wieder von Angst, Geheimnissen und Schuldgefühlen gebremst. Das sorgt für ein angenehmes Slow-Burn-Gefühl, ohne dass es sich zieht.

Handlung und Tempo
Die Geschichte folgt einem klassischen Reise- und Rettungsplot. Das Tempo ist meist ausgewogen, mit ruhigeren Momenten für Gefühle und schnellen Szenen voller Gefahr. Manche Entwicklungen sind vorhersehbar, aber sie stören nicht, sondern geben der Geschichte eher ein vertrautes Gefühl.

Emotionale Tiefe und Themen
Im Mittelpunkt stehen Vertrauen, Schuld, Selbstbestimmung und der Mut, trotz Angst weiterzugehen. Remys Geheimnis und ihre Angst vor Entdeckung geben der Geschichte eine emotionale Schwere, die gut mit der Romantik ausbalanciert wird.

Fazit:
High Mountain Court ist eine solide, gefühlvolle Romantasy mit starken Charakteren, einer stimmungsvollen Welt und einer slow burn Romance, die von Misstrauen und Sehnsucht lebt. Kein radikal neues Konzept, aber eine Geschichte, die genau weiß, was sie sein will.

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Veröffentlicht am 22.01.2026

Urban-Fantasy-Roman

How To Find A Fallen Star (New York Magics 2)
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Mein Gefühl beim Lesen
Dieses Buch fühlt sich an wie ein spannender, magischer Roadtrip zwischen Misstrauen, Funkenflug und einer drohenden Katastrophe. Es ist keine schwere, düstere Geschichte, sondern ...

Mein Gefühl beim Lesen
Dieses Buch fühlt sich an wie ein spannender, magischer Roadtrip zwischen Misstrauen, Funkenflug und einer drohenden Katastrophe. Es ist keine schwere, düstere Geschichte, sondern eher eine unterhaltsame Urban-Fantasy-Romance mit Humor, Action und einer guten Portion Enemies-to-Lovers-Energie.
Man merkt aber auch, dass es eher auf Tempo und Plot setzt als auf tiefe Emotionen – was Spaß macht, aber mich nicht komplett mitgerissen hat.

Atmosphäre und Setting
New York als magischer Schauplatz funktioniert richtig gut. Die Mischung aus moderner Großstadt und versteckter Magics-Welt ist lebendig und leicht zugänglich. Besonders gelungen ist das Spannungsfeld zwischen Menschen und Magics, das sich wie ein Pulverfass anfühlt.
Die drohende Verschwörung sorgt für konstanten Druck, auch wenn manche Weltenregeln etwas oberflächlich bleiben und nicht immer voll ausgeschöpft werden.

Arlyn Dorell
Arlyn ist frech, schlau und immer ein paar Schritte voraus. Ihre Art macht sie sofort sympathisch, auch wenn sie stellenweise etwas zu glatt wirkt. Man merkt, dass sie für ihre Freiheit kämpft, aber emotional bleibt sie für mich manchmal auf Abstand.
Sie ist eher eine „coole Heldin“ als eine verletzliche, was gut zur Geschichte passt, aber weniger Tiefe bringt.

Marlon Heaton
Marlon ist der klassische grummelige, ehrenhafte Agent mit moralischem Kompass. Sein innerer Konflikt zwischen Pflicht, Zweifel und Gefühlen für Arlyn ist spürbar, aber nicht so intensiv, wie er hätte sein können.
Er funktioniert sehr gut als Gegenpol zu Arlyn, bleibt aber in vielen Momenten etwas vorhersehbar.

Beziehung und Dynamik
Die Enemies-to-Lovers-Dynamik ist klar spürbar. Sticheleien, Misstrauen und Funken sorgen für ein angenehmes Knistern.
Allerdings bleibt die Romantik eher leicht und verspielt. Die Gefühle entwickeln sich recht schnell, ohne wirklich tief zu gehen. Es ist unterhaltsam, aber emotional nicht ganz so intensiv, wie es hätte sein können.

Handlung und Spannung
Der Plot rund um den gefallenen Stern und die Verschwörung trägt die Geschichte gut. Es gibt genug Wendungen, um dranzubleiben, auch wenn manches etwas vorhersehbar wirkt.Das Tempo ist flott, teilweise fast zu schnell, sodass manche Entwicklungen kaum Raum bekommen, um richtig zu wirken.

Fazit:
How to Find a Fallen Star ist ein unterhaltsamer Urban-Fantasy-Roman mit cooler Heldin, charmanter Enemies-to-Lovers-Dynamik und einem spannenden magischen Setting. Für mich war es ein gutes Buch für zwischendurch, das Spaß macht, aber emotional nicht ganz tief geht.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Wenn Liebe stärker ist als das Schicksal

How to Kill Fate (Fate Dilogie, Bd. 2)
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Mein Gefühl beim Lesen
How to Kill Fate hat mich von der ersten Seite an emotional gepackt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Als Abschluss der Dilogie fühlt sich das Buch nicht nur konsequent, ...

Mein Gefühl beim Lesen
How to Kill Fate hat mich von der ersten Seite an emotional gepackt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Als Abschluss der Dilogie fühlt sich das Buch nicht nur konsequent, sondern auch unglaublich befriedigend an. Es ist intensiv, stellenweise schmerzhaft und gleichzeitig hoffnungsvoll. Man spürt auf jeder Seite, dass hier große Fragen verhandelt werden: Schicksal, freie Entscheidung, Liebe und Loyalität. Und nichts davon wird einfach oder bequem aufgelöst.

Atmosphäre und Worldbuilding
Die Atmosphäre ist dicht und episch, ohne dabei erdrückend zu wirken. Die Welt fühlt sich vertraut an und gleichzeitig brüchig, passend zu Kianas innerem Konflikt. Die Präsenz der Götter, der Schicksalsbänder und der Schicksalsbrecher verleiht der Geschichte eine permanente Spannung. Alles wirkt größer, bedrohlicher und gleichzeitig persönlicher als im ersten Band. Besonders stark ist, wie Mythologie, Magie und Emotionen miteinander verwoben sind.

Kiana
Kianas Entwicklung ist eines der Highlights des Buches. Ihr Zweifel an den Göttern, ihr innerer Kampf zwischen dem, was ihr beigebracht wurde, und dem, was sie fühlt, sind glaubwürdig und tiefgehend. Sie wird nicht plötzlich stark, sondern wächst an ihren Entscheidungen, an Verlust und Verantwortung. Ihre neuen Kräfte sind dabei weniger ein Machtupgrade als vielmehr ein Spiegel ihrer inneren Veränderung.

Tyron und Nevin
Tyron bleibt emotionaler Ankerpunkt der Geschichte. Seine Verbindung zu Kiana ist intensiv, ehrlich und von echter Gleichberechtigung geprägt. Besonders stark ist, wie sehr ihre Beziehung auf Vertrauen basiert, selbst in Momenten der Trennung und Angst.

Nevin bringt eine andere Art von Tiefe in die Geschichte. Seine Rolle als Freund, Kämpfer und Schicksalsbrecher unterstreicht, dass Liebe hier nicht nur romantisch gedacht wird. Die Freundschaft zwischen den Figuren bekommt genauso viel Raum und Bedeutung wie die große Liebesgeschichte.

Beziehungen und Dynamiken
Die Dynamik zwischen den Figuren ist vielschichtig und emotional aufgeladen. Es geht nicht nur um romantische Liebe, sondern auch um Loyalität, Opferbereitschaft und Zusammenhalt. Besonders schön ist, dass keine Beziehung eindimensional bleibt. Nähe bedeutet hier nicht Sicherheit, sondern oft Risiko. Genau das macht sie so glaubwürdig.

Handlung und Spannung
Die Handlung ist durchgehend spannend und steigert sich konsequent bis zum Finale. Enthüllungen kommen zum richtigen Zeitpunkt, Wendungen fühlen sich verdient an und nichts wirkt unnötig dramatisiert. Der Plot bleibt komplex, aber gut nachvollziehbar. Das Ende ist emotional, mutig und passt perfekt zu den Themen der Reihe. Es ist kein einfaches Happy End, sondern eines, das sich richtig anfühlt.

Fazit:
How to Kill Fate ist ein starker, emotionaler und würdiger Abschluss der Fate-Dilogie. Das Buch verbindet Romantik, Freundschaft, Fantasy und große moralische Fragen zu einer Geschichte, die lange nachhallt. Wer Geschichten liebt, die Herz und Kopf gleichermaßen fordern, wird hier voll auf seine Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Wenn Liebe zur Obsession wird

Little Liar
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Mein Gefühl beim Lesen
Little Liar ist kein Buch, das man einfach liest und dann beiseite legt. Es fühlt sich eher an wie ein Sog, der einen langsam, aber unerbittlich tiefer zieht. Die Geschichte ist ...

Mein Gefühl beim Lesen
Little Liar ist kein Buch, das man einfach liest und dann beiseite legt. Es fühlt sich eher an wie ein Sog, der einen langsam, aber unerbittlich tiefer zieht. Die Geschichte ist düster, intensiv und emotional aufgeladen. Von Anfang an liegt eine bedrückende Schwere über der Handlung, die sich aus Obsession, Verlust und innerem Zerfall speist. Das Lesen fühlt sich stellenweise unangenehm an, aber genau das macht den Reiz aus. Dieses Buch will nicht gefallen, es will etwas auslösen.

Atmosphäre und Setting
Die Atmosphäre ist durchgehend dunkel und angespannt. Hoffnung ist hier kein fester Anker, sondern etwas Fragiles, fast Gefährliches. Gewalt, Machtspiele und emotionale Abhängigkeiten prägen das Geschehen. Das Setting dient weniger als klassischer Hintergrund, sondern verstärkt Malachis inneren Zustand. Alles fühlt sich eng, kontrollierend und bedrohlich an. Es gibt kaum Raum zum Durchatmen, weder für die Figuren noch für die Leserinnen.

Malachi Vize
Malachi ist keine Figur, die man mögen muss oder soll. Er ist obsessiv, besitzergreifend und innerlich zerrissen. Seine Liebe zu Olivia ist nicht gesund, nicht romantisch im klassischen Sinn, sondern tief verstrickt mit Trauma, Verlustangst und Kontrollbedürfnis. Gleichzeitig ist er nicht eindimensional böse. Seine Verletzlichkeit, seine Dämonen und sein verzweifelter Wille, Olivia zurückzuholen, machen ihn erschreckend menschlich. Man versteht ihn, auch wenn man sein Handeln nicht gutheißen kann. Gerade diese Ambivalenz macht ihn so intensiv.

Olivia
Olivia ist mehr als nur das Objekt von Malachis Besessenheit. Sie ist der emotionale Kern der Geschichte, auch wenn sie nicht immer präsent ist. Ihre Bedeutung für Malachi ist allumfassend, aber sie wirkt nie wie eine bloße Projektionsfläche. Ihre Abwesenheit, ihre Gefährdung und das, was sie für Malachi symbolisiert, treiben die Handlung voran und verleihen ihr emotionale Tiefe.

Beziehung und Dynamik
Die Beziehung zwischen Malachi und Olivia ist toxisch, komplex und zutiefst verstörend. Es geht nicht um romantische Liebe, sondern um Abhängigkeit, Besitz und das Bedürfnis, etwas nicht noch einmal zu verlieren. Nähe bedeutet hier Kontrolle, Verlust bedeutet Wahnsinn. Die Dynamik ist intensiv, teilweise schwer auszuhalten, aber konsequent erzählt. Das Buch beschönigt nichts und romantisiert diese Verbindung nicht, sondern zeigt ihre zerstörerische Kraft.

Emotionale Tiefe und Themen
Im Zentrum stehen Obsession, Trauma, Loyalität und die Frage, wie weit man für Liebe zu gehen bereit ist. Little Liar zeigt, wie dünn die Grenze zwischen Liebe und Wahnsinn sein kann. Besonders stark ist der Umgang mit inneren Dämonen, Schuldgefühlen und der Unfähigkeit loszulassen. Die Geschichte fordert heraus und zwingt dazu, moralische Grenzen immer wieder neu zu hinterfragen.

Handlung und Tempo
Das Tempo ist intensiv, aber nicht überladen. Die Handlung wird von emotionaler Spannung getragen, weniger von Action. Enthüllungen und Wendungen kommen gezielt und verstärken den psychologischen Druck. Malachis Suche nach Olivia ist nicht nur eine äußere, sondern vor allem eine innere Reise in seine dunkelsten Abgründe.

Fazit:
Little Liar ist eine kompromisslose Dark Romance, die weh tut und genau das will. Wer klare Helden, gesunde Beziehungen oder Wohlfühlmomente sucht, ist hier falsch. Wer sich aber auf eine düstere, psychologisch intensive Geschichte einlassen möchte, bekommt ein Buch, das lange nachhallt. Verstörend, emotional und fesselnd.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Eine Geschichte über Freiheit, Heilung und leise Stärke

Daughter of No Worlds (War of Lost Hearts 1)
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Mein Gefühl beim Lesen
Daughter of No Worlds ist eine Geschichte, die sich Zeit nimmt. Sie ist ruhig, ernst und emotional dicht. Kein Buch, das sofort mit großen Wendungen überrollt, sondern eines, das ...

Mein Gefühl beim Lesen
Daughter of No Worlds ist eine Geschichte, die sich Zeit nimmt. Sie ist ruhig, ernst und emotional dicht. Kein Buch, das sofort mit großen Wendungen überrollt, sondern eines, das sich Schicht für Schicht entfaltet. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, einer sehr persönlichen Reise beizuwohnen. Es geht weniger um spektakuläre Magie und mehr um Freiheit, Würde und darum, was es bedeutet, sich nach jahrelanger Unterdrückung selbst wiederzufinden.

Atmosphäre und Welt
Die Welt wirkt rau, ungerecht und von klaren Machtstrukturen geprägt. Besonders Threll hinterlässt einen bleibenden Eindruck als Ort der Grausamkeit und Entmenschlichung. Der Mitternachts-Orden steht im starken Kontrast dazu, wirkt aber keineswegs als moralisch einwandfreier Zufluchtsort. Das Worldbuilding ist durchdacht und eher subtil, es drängt sich nicht auf, sondern entfaltet sich organisch im Verlauf der Geschichte.

Tisaanah
Tisaanah ist eine beeindruckende Protagonistin. Ihre Stärke liegt nicht in Unerschütterlichkeit, sondern in ihrem Willen weiterzugehen, obwohl sie gebrochen wurde. Ihre Vergangenheit als Sklavin prägt jede ihrer Entscheidungen, ohne sie auf dieses Trauma zu reduzieren. Besonders überzeugend ist ihr innerer Konflikt zwischen Hoffnung und Misstrauen. Ihre Entwicklung fühlt sich langsam, aber sehr authentisch an.

Max
Max ist das emotionale Gegenstück zu Tisaanah. Zynisch, müde vom Kämpfen und voller Schuldgefühle. Seine Abneigung gegen den Orden und seine Distanz zu Tisaanah wirken anfangs hart, ergeben aber im Kontext seiner Vergangenheit Sinn. Gerade seine Widerstände machen seine spätere Entwicklung glaubwürdig. Er ist kein klassischer Mentor, sondern jemand, der selbst noch nicht geheilt ist.

Beziehung und Dynamik
Die Beziehung zwischen Tisaanah und Max ist ein klassisches Slow Burn, der stark auf gegenseitigem Verständnis basiert. Nähe entsteht nicht durch große Gesten, sondern durch geteilte Verletzlichkeit. Vertrauen wächst langsam und wirkt dadurch umso echter. Ihre Verbindung fühlt sich nie erzwungen an, sondern entwickelt sich aus gemeinsamen Erfahrungen und Respekt.

Emotionale Themen
Im Mittelpunkt stehen Freiheit, Trauma, Schuld und Selbstbestimmung. Das Buch stellt immer wieder die Frage, was wahre Freiheit eigentlich bedeutet und ob man sich von seiner Vergangenheit jemals ganz lösen kann. Besonders stark ist die Darstellung von Heilung als langem, nicht geradlinigem Prozess.

Handlung und Tempo
Das Tempo ist ruhig und stellenweise sehr bedacht. Der Fokus liegt klar auf Charakterentwicklung und inneren Konflikten. Wer eine actionreiche Fantasy erwartet, könnte das als langsam empfinden. Für die emotionale Tiefe der Geschichte funktioniert dieses Tempo jedoch sehr gut.

Fazit:
Daughter of No Worlds ist eine tiefgründige Fantasy mit starkem Fokus auf Charaktere und emotionale Entwicklung. Die Geschichte überzeugt durch ihre ernsten Themen, glaubwürdigen Figuren und eine Beziehung, die sich Zeit nimmt. Kein leichtes Buch, aber eines, das lange nachhallt und besonders Leserinnen anspricht, die ruhige, charaktergetriebene Fantasy schätzen.

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