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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.11.2018

Keine Macht dem Rassismus

Gelber Krokus
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Nein, Rassismus ist nicht ausgestorben und er regiert auch in der heutigen Zeit sowohl in den USA als auch in Europa. Dieses Buch berichtet davon und macht deutlich, wie die Betroffenen darunter zu leiden ...

Nein, Rassismus ist nicht ausgestorben und er regiert auch in der heutigen Zeit sowohl in den USA als auch in Europa. Dieses Buch berichtet davon und macht deutlich, wie die Betroffenen darunter zu leiden hatten.
Die Tochter eines Plantagenbesitzers wird nach der Geburt postwendend an eine Sklavin übergeben. Diese muss ihr eigenes Kind verlassen, damit sie als Amme fürs Überleben des Babys sorgt. Kein Wunder, dass sich zwischen Amme und Kind eine sehr enge Beziehung entwickelt.
Die kleine Lisbeth wächst heran und schon bald lernt sie die Machenschaften ihrer Eltern kennen. Sie soll einen Mann heiraten, der zu Ihresgleichen passt und zunächst hat sie sogar Gefallen daran. Bis, ja bis sie diesen Mann dabei ertappt, wie er eine junge Sklavin vergewaltigt. Das gefällt ihr überhaupt nicht und sie flüchtet von der Farm ihrer Eltern.
In welcher Weise sie flüchten kann und im Anschluss ein neues Leben beginnt, können Sie herausfinden, indem Sie das Buch lesen.

Veröffentlicht am 04.11.2018

Ein Buch mit Tiefgang

Das Versprechen, dich zu finden
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Der Grund für den Beginn des Briefwechsels zwischen Tina und Anders liegt in einer Erinnerung. Einer Erinnerung an den Torfmann, der in einem dänischen Museum in Silkeborg ausgestellt ist. Tina erinnert ...

Der Grund für den Beginn des Briefwechsels zwischen Tina und Anders liegt in einer Erinnerung. Einer Erinnerung an den Torfmann, der in einem dänischen Museum in Silkeborg ausgestellt ist. Tina erinnert sich an ihn, weil sie vor vielen Jahren von ihm las und eigentlich gemeinsam mit ihrer Freundin nach Dänemark fahren wollte. Die Freundin starb und sie schreibt an das Museum. Ihr wird nicht von dem Professor damaliger Zeit geantwortet sondern von einem wesentlich jüngeren Mann. Es ergibt sich eine Brieffreundschaft, die für beide Seiten bereichernd ist.
Das Buch hat mich fasziniert, weil in dem Briefwechsel viele Weisheiten geschrieben werden. Ein Beispiel dafür ist: „Nichts ist so in Stein gemeißelt, dass man es nicht ändern könnte.“ Das erleben sowohl Tina als auch Anders. Sie öffnen sich ihrem Gegenüber und beim Schreiben erkennen sie, was in ihrem Leben nicht so war, wie sie es sich vorstellten. Dass ein handgestrickter Teekannenwärmer mit dazu beträgt, das Selbstbewusstsein einer Frau zu stärken, hätte ich nie gedacht. In diesem Buch wird es sehr gut beschrieben. Aber auch die Frage, ob Schwangerschaft und Geburt tatsächlich immer so ganz normal sind, wird beantwortet.
Für mich ist der Briefwechsel ein Highlight im Lesejahr 2018. Viele Sätze habe ich unterstrichen und werde sie mir noch häufig vor Augen führen. Ich werde versuchen, dass ich jetzt, wo ich noch lebe, alle Himbeeren pflücke und nicht die Dinge hinausschiebe. Irgendwann ist es zu spät und diesen Zeitpunkt kennt niemand.

Veröffentlicht am 03.11.2018

Es ist okay

Der Junge im gestreiften Pyjama
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Es gibt kein Buch, welches die Taten der Nationalsozialisten und ihrer Opfer tatsächlich beschreiben kann. Kein Leser ist in der Lage, sich in die Opfer und deren Angehörigen hineinzuversetzen. Dennoch ...

Es gibt kein Buch, welches die Taten der Nationalsozialisten und ihrer Opfer tatsächlich beschreiben kann. Kein Leser ist in der Lage, sich in die Opfer und deren Angehörigen hineinzuversetzen. Dennoch versuchen Autoren, dass sie mehr oder weniger authentisch darüber berichten und ihre Leser in den Bann ziehen können.
Auch Herr Boyne wollte dies und bediente sich dafür einer anderen Methode als seine Kollegen. Er berichtete aus Sicht eines Kindes. Das ist ihm nur mangelhaft gelungen.
Beim Lesen des Buches wunderte ich mich über Aussagen, die einen Herrn Hilter und den Ort Aus-Wisch betrafen. Ob diese in meinen Augen starke Verniedlichung der Realität tatsächlich dazu führte, dass selbst Jugendliche die Gräueltaten der Mörder erkannten, bezweifle ich. Das Buch wurde verfilmt und das sogar recht gut. Aber auch hier bemängle ich, dass die grausamen Tatsachen nicht gezeigt wurden. Ja, auch Kinder können damit umgehen.

Veröffentlicht am 03.11.2018

Sehr gut recherchiert

Das Weingut. In stürmischen Zeiten
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Keine Frage, die Autorin Marie La Crosse versteht es sehr gut, ihren Charakteren Leben einzuhauchen. Zwar gilt auch hier, das schon fast Alltägliche in historischen Romanen. Junges Frau, die als Magd in ...

Keine Frage, die Autorin Marie La Crosse versteht es sehr gut, ihren Charakteren Leben einzuhauchen. Zwar gilt auch hier, das schon fast Alltägliche in historischen Romanen. Junges Frau, die als Magd in einem herrschaftlichen Haus angestellt ist, verliebt sich in den Sohn der "Herrschaften". Nein, diese Liebe kann und darf niemals Erfüllung finden. Ob es wirklich zum endgültigen Bruch der Liebenden kommt, das verrät die Autorin leider erst im zweiten Band.
Mir hat das Buch dennoch sehr gut gefallen. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, dass die Kämpfe zwischen Deutschen und Franzosen bestens geschildert werden. Wie mag es den Betroffenen damals ergangen sein, wenn sogar nahe Verwandte gegeneinander kämpfen mussten?

Veröffentlicht am 03.11.2018

Ein sehr wertvolles Buch

Hiobs Brüder
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In dem Buch wird einiges über die Geschichte Englands ab dem Jahr 1147 berichtet. Dass Frau Gablé stets bestens recherchiert und dabei auf Fakten achtet, ist jedem bekannt, der ihre Bücher liest. Dieses ...

In dem Buch wird einiges über die Geschichte Englands ab dem Jahr 1147 berichtet. Dass Frau Gablé stets bestens recherchiert und dabei auf Fakten achtet, ist jedem bekannt, der ihre Bücher liest. Dieses Buch war das erste, welches ich von ihr las und ich war und bin noch immer beeindruckt.
Auf welche Weise Behinderte zur damaligen Zeit auf eine Insel verbannt und ihrem Schicksal überlassen wurden, das war mir nie klar. Ihre Gebrechen galten häufig als Strafe Gottes und es gab wenig Ärzte, die sich mit ihnen näher befassten. Auch die Situation der Juden wird in dem Buch perfekt beschrieben.
Mich hat das Buch nachhaltig berührt und ich habe viel über die damalige Zeit gelernt. Eindeutige Leseempfehlung von mir.