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Veröffentlicht am 30.04.2025

Foekinos ist ein begnadeter Autor

Das glückliche Leben
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Als Éric Fotos aus seiner Schulzeit anschaut, fällt ihm ein Satz auf. Der lautet: „ Wir sehen uns wieder“. Das schrieb die damalige Schulkameradin Amélie auf die Rückseite des Bildes. Und heute ist er ...

Als Éric Fotos aus seiner Schulzeit anschaut, fällt ihm ein Satz auf. Der lautet: „ Wir sehen uns wieder“. Das schrieb die damalige Schulkameradin Amélie auf die Rückseite des Bildes. Und heute ist er ihr Kollege. Weil sie ihn ansprach und ihm den Wechsel von Decathlon zum Ministerium für Außenhandel schmackhaft machte. Er bereut den Wechsel an keinem Tag und freut sich auf die Dienstreise mit Amélie. Auf welche Weise diese sein Leben verändern sollte, das hätte er sich nie zu träumen gewagt. Für Amélie war die Reise allerdings keineswegs so erfolgreich.

„Das glückliche Leben“ war mein erstes Buch des Autors. Obwohl ich schon viele gute Rezensionen über seine Werke las. Der Schreibstil nahm mich sofort gefangen. Die Sprache ist angenehm und die Beschreibungen von Charakteren und Ereignissen detailliert. Das liegt aber auch an der perfekten Übersetzung von Christian Kolb. Der Roman ist keine „normale“ Lovestory. Er geht in die Tiefe und zeigt dem Leser, dass der Ausbruch aus einem „Hamsterrad“ wohltuend für das Allgemeinbefinden sein kann.

Auch wenn der Tod erst dann präsent wird, wenn schwere Erkrankungen eintreten. Er sollte ein Teil unseres Lebens sein. Warum? Weil nur dann, wenn wir uns über die eigene Endlichkeit bewusst sind, wir unser Dasein viel mehr zu schätzen wissen. Wir nehmen Kleinigkeiten als solche hin und regen uns nicht auf über Dinge, die wir eh nicht ändern können. Mein Fazit: Einen Sternenregen für dieses gehaltvolle Buch.

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Veröffentlicht am 28.04.2025

Ein Schicksal, das mich berührte

Um jeden Preis
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In der Ukraine leben die Menschen noch relativ unaufgeregt. Bisher haben sie vom Krieg noch nichts mitbekommen. Sie gehören zu den „Schwarzmeer-Deutschen“, die vor vielen Jahren hier sesshaft wurden. Diese ...

In der Ukraine leben die Menschen noch relativ unaufgeregt. Bisher haben sie vom Krieg noch nichts mitbekommen. Sie gehören zu den „Schwarzmeer-Deutschen“, die vor vielen Jahren hier sesshaft wurden. Diese Ruhe währte nicht lange und die junge Lydia erlebt eine Odyssee, die kaum vorstellbar ist. "Um jeden Preis" ist ihre Geschichte.

Wie kann ein Mensch so viel Leid ertragen? Für mich unvorstellbar. Was die junge Lydia erleiden musste, das hat mich so sehr mitgenommen, dass ich das Hörbuch immer wieder pausieren musste. Besonders schlimm war für mich, dass es sich hier nicht um einen erfundenen Roman handelte. Nein, es waren Tatsachen, die auf der CD berichtet wurden.

Die Tochter der Hauptperson erzählt zum Schluss, wie sie auf Hera Lind aufmerksam wurden und warum sie diese Autorin auswählten, dass sie die Geschichte ihrer Mutter veröffentlichte. Wie gut, dass Frau Lind ein feines Gespür offenbarte und die Öffentlichkeit am Leid der „Schwarzmeer-Deutschen“ teilhaben ließ. Leiden sie doch bis heute immer wieder unter Vorurteilen und Denunziationen. Das Hörbuch wird von Yara Blümel gelesen. Für mich die perfekte Wahl zur Präsentation eines unfassbaren Schicksals.

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Veröffentlicht am 26.04.2025

Ein Buch zum Träumen

Wolkenschiffe tragen dich
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Auch in diesem zweiten Teil der Glückshafen-Reihe „Wolkenschiffe tragen dich“ geht es um den alten Kapitän und seine Flaschenschiffe. Der Winter auf dem Filaperhoff tat Elin ausgesprochen gut. Doch jetzt ...

Auch in diesem zweiten Teil der Glückshafen-Reihe „Wolkenschiffe tragen dich“ geht es um den alten Kapitän und seine Flaschenschiffe. Der Winter auf dem Filaperhoff tat Elin ausgesprochen gut. Doch jetzt zieht es sie weiter und ein Auftrag bringt sie zur Insel Usedom. Gemeinsam mit einem ihr völlig Fremden begibt sie sich auf die Suche nach dem nächsten Flaschenschiff.

Ihr Begleiter Tede ließ sich nur mühsam davon überzeugen, dass ein Flaschenschiff dazu beitragen wird, den Filaperhoff vor seinem Untergang zu retten. Als beide dann schließlich auf dem Weg nach Usedom sind, entwickelt sich eine Reise, die nicht nur ihnen einen Weg in die Zukunft weist.

Warum mag ich die Bücher von Patricia Koelle so sehr? Nein, es sind nicht hochspannende und blutige Thriller. Es ist ihre Sicht auf die Natur. Ich kenne keine Autorin, die so unterhaltsam und bildhaft schreibt. Dass es in diesem Buch dann auch noch um Hochsensibilität geht, einfach perfekt. Wie gut, dass es mittlerweile Hotels und Pensionen gibt, die sich auf diese Gäste spezialisierten.

Die Autorin kenne ich noch nicht sehr lange aber ich mag ihre Bücher sehr. Sie schreibt so einfühlsam, dass ich mich in ihren Bücher tatsächlich im wahrsten Sinne des Wortes zuhause fühle.

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Veröffentlicht am 26.04.2025

So geht spannende Unterhaltung

Dein Heimweg
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Emmy ist glücklich. Endlich hat sie einen Job gefunden, der ihr gefällt. Und nicht nur das. Auch der Kontakt zu ihren Arbeitskollegen tut ihr gut. Doch die Freude bleibt nicht lange. Ein grausamer Mord ...

Emmy ist glücklich. Endlich hat sie einen Job gefunden, der ihr gefällt. Und nicht nur das. Auch der Kontakt zu ihren Arbeitskollegen tut ihr gut. Doch die Freude bleibt nicht lange. Ein grausamer Mord geschieht und sie kennt das Opfer. Es ist ihre Freundin und Arbeitskollegin.

Als sie ihren neuen Chef zum ersten Mal sieht, ist sie beeindruckt. Er sieht nicht nur blendend aus. Auch sein Auftreten und Charisma sind einzigartig. Er nimmt sie im wahrsten Sinne des Wortes gefangen. Dieses Gefühl verstärkt sich noch, als sie sich mit ihm zu einer Dienstreise aufmacht.

Die spannende Erzählung von "Dein Heimweg" wurde von der Sprecherin Irina Salkow brillant umgesetzt. Das Cover ist gut gewählt, da es diese unterschwellige Spannung gekonnt vermittelt.

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Veröffentlicht am 26.04.2025

Ein unterhaltsamer Kriminalroman

Das Teufelshorn
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"Das Teufelshorn" ist also der erste Fall bei dem Isabel die Hauptrolle spielt. Nein, dass sie sich danach sehnte, wieder als Ermittlerin tätig zu sein, das stimmt auf keinen Fall. Immerhin wollte sie ...

"Das Teufelshorn" ist also der erste Fall bei dem Isabel die Hauptrolle spielt. Nein, dass sie sich danach sehnte, wieder als Ermittlerin tätig zu sein, das stimmt auf keinen Fall. Immerhin wollte sie niemals mehr etwas zu tun haben mit Mördern und der Lösung eines Falles. Viel lieber kümmert sie sich um ihre Feriengäste, die sich in den Häusern ihres Vermittlungsbüros wohl fühlen. Aber dass ein kleines Mädchen entführt wurde darf nicht sein. Isabel ist sofort zur Stelle, als sie um Hilfe gebeten wird.

Am helllichten Tag zur Mittagszeit und das, obwohl der Strand gut gefüllt war. Kaum vorstellbar, dass ein Kind spurlos verschwinden konnte. Aber nicht nur das holt die Ermittler auf den Plan. Es gibt auch noch einen Toten zu beklagen. Ein bescheidener Mann wurde in seinem Haus kaltblütig ermordet. Es gibt also viel Arbeit für Isabel und ihre Kollegen.

Nicht nur spannend sondern auch mit sehr viel Humor geschrieben. Das gefiel mir an dem Roman besonders gut. Die Autorin kennt die Insel und hat sie mir so bildhaft vorgestellt, dass ich das Land und die Einwohner förmlich vor mir sah. Meine Leseempfehlung gebe ich sehr gerne und das ohne Einschränkung.

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