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Veröffentlicht am 15.01.2026

Ein blutiges Thrillerdebüt, das sich sehen lassen kann

Blutwild
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Anka ist Resilienztrainerin. Selbstständig. Dass sie den Polizeidienst quittierte war für sie die einzige Möglichkeit, ihr Trauma vergessen zu machen. Sie sitzt an ihrem Schreibtisch und plötzlich ploppt ...

Anka ist Resilienztrainerin. Selbstständig. Dass sie den Polizeidienst quittierte war für sie die einzige Möglichkeit, ihr Trauma vergessen zu machen. Sie sitzt an ihrem Schreibtisch und plötzlich ploppt eine Nachricht auf ihrem Handy auf. Nur ein Wort steht dort: „Hilfe“. Zunächst versucht sie, diese Meldung zu ignorieren. Doch fragt sie sich, ob es da draußen nicht wirklich einen Menschen gibt, dem sie ihre Unterstützung geben kann? Vielleicht ist es ja sogar ein Kunde von ihr? Es lässt ihr keine Ruhe und sie fährt los. Mit der SMS kamen nämlich auch Koordinaten, die ihr wohl zeigen sollen, wo Hilfe gebraucht wird.

Da hat sie sich aber nach ihrem Abschied vom Polizeidienst einen schwierigen Beruf ausgesucht. Resilienztrainerin hat auch etwas damit zu tun, dass Menschen lernen, besser mit Stress und unverhofften Ereignissen umzugehen. Anka hat etwas Schreckliches erlebt. Solange ihr Alltag normal abläuft, also sie keine unvorhersehbaren und/oder gefährliche Situationen treffen, ist alles in Ordnung. Es gibt jedoch einige Merkmale an diesem Fall, der sie an ihre Entführung und Folterung erinnert. Nur mit Mühe konnte sie damals ihrem Peiniger entkommen und verlor dabei einen Unterschenkel.

Jetzt sieht es so aus, als würde sie erneut verfolgt. Kann es sein, dass damals ein Täter verhaftet wurde, der nichts mit ihren Traumata zu tun hatte? Je mehr sie erfährt, desto klarer wird ihr, was damals schief lief. Und das führt bei ihr zu Todesangst. Leider wollen ihre ehemaligen Kollegen nicht auf ihre Ängste eingehen. Nur ihre treue Freundin Izzy hält zu ihr und hilft ihr jederzeit.

Mir persönlich gab es bei diesem Buch zu viel Blutvergießen. Diese gehäufte Brutalität mag ich nicht. Aber, dass es ein Thrillerdebüt ist, finde ich beachtenswert. Die Sprache ist locker und die Unterhaltungen abwechslungsreich. Auch die Spannung fehlt nicht. Wer viel Blut und das Heraustrennen von Eingeweiden mag, der wird begeistert sein.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Gute Unterhaltung mit spannenden Abschnitten

Der Kellerby-Code
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Edward dient sich gerne bei seinen reichen Freunden Stanza und Robert an. Eigentlich sind sie ja schon seit ihrer Schulzeit befreundet. Das änderte sich aber mit der Zeit. Edward hat nämlich längst nicht ...

Edward dient sich gerne bei seinen reichen Freunden Stanza und Robert an. Eigentlich sind sie ja schon seit ihrer Schulzeit befreundet. Das änderte sich aber mit der Zeit. Edward hat nämlich längst nicht ihren Erfolg. Er kocht für sie und bringt ihnen gereinigte Kleidung in die Garderobe. Zuweilen ist er auch Fußabtreter, wenn es mal nicht so läuft, wie die beiden es sich wünschen. Einen ganz großen Haken hat die Freundschaft. Edward ist in Stanza verliebt.

Er ist nicht nur ihr „Diener“. Er versucht ebenfalls, Schaden von ihnen abzuhalten. Riskiert sogar Verletzungen von Menschen, die zum Beispiel Robert schaden wollen.
"Der Kellerby Code" ist ein gut durchdachter Thriller. Zunächst wirkt die Freundschaft tatsächlich als solche und nur langsam kristallisiert sich die Wahrheit über die Verbindung heraus. Der Spannungsbogen bleibt bis zum Ende straff und immer wieder gibt es neue Überraschungen. Der Sprecher gefiel mir gut. Er hat dem Hörbuch im wahrsten Sinne des Wortes Leben eingehaucht.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Mein erstes Highlight 2026

Goodbye, Amerika?
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Nein, nicht erst seit der zweiten Amtszeit von Donald Trump geschehen unglaubliche Dinge. Das fing bereits 2016 an. Leider gab es damals nur hin und wieder Stimmen, die sich dem Faschismus entgegenstellen ...

Nein, nicht erst seit der zweiten Amtszeit von Donald Trump geschehen unglaubliche Dinge. Das fing bereits 2016 an. Leider gab es damals nur hin und wieder Stimmen, die sich dem Faschismus entgegenstellen wollten. Ja, nur vereinzelt. Und dann das Unbegreifliche. Donald wurde erneut gewählt. Diese zweite Amtszeit erleben wir momentan und mich erschreckt sein Verhalten sehr. Aber nicht nur mich. Wie mag es den Menschen gehen, die dort leben? Deren Präsident er ist? Die ihn vielleicht sogar wählten?

Die USA-Kennerin Rieke Havertz fasst in ihrem Buch "Goodbye America" das zusammen, was sie in Amerika erlebte und immer noch erlebt. Als Journalistin und Korrespondentin der Zeit ist sie häufig dort und weiß wie kaum ein anderer über die Gegebenheiten vor Ort aus. Seit 20 Jahren ist es ihre zweite Heimat. Ihre Teilnahme an Wahlveranstaltungen des Herrn Trump gaben ihr Gelegenheit, sich mit seinen Wählern zu unterhalten. Es ist erstaunlich, was die äußerten. Nein, niemand sollte denken, dass sie alle unterbelichtet oder gar dumm seien. Wie überall, lassen sich auch hier nicht alle über einen Kamm scheren.

Ihr Buch ist so spannend geschrieben, dass ich wirklich kaum unterbrechen wollte. Sie liest es selbst und das perfekt. Es ist leicht, mit den Wölfen zu heulen und alles zu glauben, was Medien uns berichten. Daher war es für mich selbstverständlich, dass ich eine Stimme hören wollte, die einen ganz eigenen Zugang zu Amerika hat. Meine Sicht auf die Situation dort hat sich ein wenig geändert und das gefällt mir. Das Hörbuch empfehle ich nicht nur für Freunde Amerikas.

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Veröffentlicht am 07.01.2026

Ein ganz wundervolles Buch

Wohin ihre Flügel sie tragen
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Linda ist traurig. So gerne hätte sie noch ein Baby. Leider haben die Bemühungen bisher keinen Erfolg. Ihr Mann Bruce tröstet sie und er hat eine Idee. In Vietnam warten Waisenkinder auf Ehepaare, die ...

Linda ist traurig. So gerne hätte sie noch ein Baby. Leider haben die Bemühungen bisher keinen Erfolg. Ihr Mann Bruce tröstet sie und er hat eine Idee. In Vietnam warten Waisenkinder auf Ehepaare, die sie nach Amerika einladen. Die Verantwortlichen erhoffen sich eine bessere Zukunft für die Kleinen. Auch Linda und Bruce bemühen sie um eine Adoption. Sie würden gerne einem kleinen Jungen ein sicheres Zuhause bieten. Es kommt aber alles ganz anders und die klein Minh wird ihr Töchterchen Nr. 2.

Die ältere Tochter Sophie freut sich sehr auf ihre kleine Schwester. Nur Bruces Mutter ist skeptisch, ja sogar sehr abweisend. Liegt es an dem Schicksalsschlag, der ihr den Sohn wegnahm? Linda und Bruce geben sich sehr viel Mühe mit dem Mädchen. Doch sie fühlt sich in der christlichen Schule gar nicht wohl. Sie gehört auch noch nach Jahren nicht richtig dazu. Alle ihre Bedenken und Wünsche werden von den Eltern mitgetragen. Das macht ihr Leben sehr viel leichter.

"Wohin ihre Flügel sie tragen" ist ein ganz wunderbares Buch. Der feine Schreibstil und der subtile Humor fesselten mich. Die Kapitel wechseln immer zwischen den Jahreszahlen und besonderen Ereignissen in der Familie. Erzählt wird in der Ich-Form und immer wieder von anderen Familienmitgliedern. Spannend für mich war, dass ich von der Organisation „Operation Babylift“ hörte. Die kannte ich bisher noch nicht. Nicht nur die umfangreiche Recherchearbeit der Autorin macht das Buch zu einem außergewöhnlichen Highlight in dem noch jungen Lesejahr. Hundertprozentige Empfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Das Buch beantwortet nicht alle Fragen

Spielverderberin
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Wie aus dem Nichts ploppte die Nachricht auf. In einer neuen WhattsApp Gruppe. Romy hat sie erstellt. Nach vier Jahren Funkstille. Sie würde sich gerne mit uns treffen. Am Baggersee. Nein, sie müssen nicht ...

Wie aus dem Nichts ploppte die Nachricht auf. In einer neuen WhattsApp Gruppe. Romy hat sie erstellt. Nach vier Jahren Funkstille. Sie würde sich gerne mit uns treffen. Am Baggersee. Nein, sie müssen nicht lange überlegen. Lotte und Sophie fahren gemeinsam zum Treffpunkt. Das Wiedersehen gestaltet sich allerdings schwierig und was damals geschah kann nicht von einem Augenblick zum anderen vergessen sein.

Sie waren Freundinnen. Damals, als sie in Süthland zur Schule gingen. Zunächst waren es Lotte und Sophie, die gemeinsam durch dick und dünn gingen. Als dann Romy auf der Bildfläche erschien, änderte sich alles. Plötzlich gab es nur noch Romy und Sophie. Lotte hatte in dieser Gemeinschaft keinen Platz mehr. Die Frage, ob sie eifersüchtig war, erübrigt sich.

"Spielverderberin" konnte mich nicht mitnehmen. Keine Frage, die Autorin schreibt abwechslungsreich und lebendig. Beim Lesen fehlte mir aber der klare Zusammenhang. Die Autorin wechselt hier zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Dabei war mir nicht immer klar, wo die Kapitel angesiedelt waren. Auch die Auflösung der Ereignisse in der Vergangenheit konnte ich nicht wirklich nachvollziehen.

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