So grausam ist die Natur und zudem nicht vorhersehbar
Pompejis letzter SommerGlaukus und Kloidus sind Freunde. Sie spazieren durch Pompeji und freuen sich ihres Lebens. Immerhin gewannen sie beim Glücksspiel und sind um einige Sesterzen reicher geworden. Dabei hätten sie es gar ...
Glaukus und Kloidus sind Freunde. Sie spazieren durch Pompeji und freuen sich ihres Lebens. Immerhin gewannen sie beim Glücksspiel und sind um einige Sesterzen reicher geworden. Dabei hätten sie es gar nicht nötig, sich durch Zockerei ihren Geldbeutel zu füllen. Beide stammten aus wohlhabenden Familien. Das Würfeln um Geld brachte ihnen einen angenehmen Zeitvertreib und sie genossen es sehr.
„Pompejis letzter Sommer“ liest sich fast wie ein Krimi. Die Beschreibung der Häuser und Straßen sind so plastisch dargestellt, dass ich sie mir gut vorstellen konnte. Auch die Sprache empfinde ich perfekt wiedergegeben. So stelle ich mir die Unterhaltungen damaliger Zeit vor. Ein Miteinander zwischen Sklaven und Herren gab es kaum. Die Schere zwischen Armen und Reichen konnte kaum weiter auseinander sein. Aber alle ereilte das gleiche Schicksal. Niemand ist vor den Unbilden der Natur geschützt.
Von dem Buch hatte ich mir mehr versprochen. Es dreht sich hier hauptsächlich um Liebe und Verrat. Für meinen Geschmack kommt die Historie dabei zu kurz. Es gibt zwar ein wenig Spannung, die Auflösung ist jedoch vorhersehbar. Sehr gut gefiel mir die Beschreibung der neuen „Sekte“ der Christen. Wie sie angefeindet wurden und welche Vorbehalte die alten Priester gegen sie hatten.