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Veröffentlicht am 23.08.2025

Psycho pur!

Die Frau in den Fluten
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Für Chloe steht fest: Der Tod der Schwimmerin, die von einem Motorboot überfahren wurde, war kein Unfall, sondern Mord, und der Täter hat Fahrerflucht begangen! Dieses Geschehen hat sie 2019 vom Strand ...

Für Chloe steht fest: Der Tod der Schwimmerin, die von einem Motorboot überfahren wurde, war kein Unfall, sondern Mord, und der Täter hat Fahrerflucht begangen! Dieses Geschehen hat sie 2019 vom Strand aus beobachtet.
Anfangs konnte mich die Geschichte lange nicht fesseln, obwohl sie spannend beginnt. In kurzen Kapiteln wird erzählt, was sich „Vor der Fahrerflucht“ zugetragen hat – manchmal direkt vorher, oft vor längerer Zeit. Was ich zunächst als störend empfand, ist ein weiterer Erzählstrang, der die aktuelle TV-Show zur „Chloe-Cooper-Story“ zum Inhalt hat.
Nachdem ich etwa 100 Seiten gelesen hatte, habe ich mich noch einmal nur mit den Kapiteln der TV-Show befasst. Das war eine gute Idee, denn wahrscheinlich hatte ich vorher diesen Teil der Geschichte unbeabsichtigt nur überflogen. Danach hat mich das Buch nicht mehr losgelassen. Es hat alles, was für mich zu einem wirklichen Psycho-Thriller gehört. Das gruselige Gefühl lässt mich nicht los, wenn ich an die grauenhaften Pläne denke, die darauf warten, in die Tat umgesetzt zu werden, falls sie nicht schon umgesetzt worden sind.
Ich gehe aus der Geschichte heraus mit dem Eindruck, dass die Autorin den Fokus nicht so sehr auf die Ermittlungen, sondern mehr auf die Psyche der Hauptprotagonisten gelegt hat. Das hat mir am besten gefallen an der Geschichte, die mich lange in vollständiger Ungewissheit gelassen hat.
Ich wünsche gruselig-spannende Unterhaltung mit meiner Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 22.08.2025

Zum Frühstück eine Leiche

Monique und der siebte Rabe
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So turbulent wie auf dem Cover geht es in der Geschichte zu. Dabei wollte Monique doch nur ein paar Tage mal nichts tun beim Besuch ihrer Freunde in einem englischen Landhaus. Das wäre Monique allerdings ...

So turbulent wie auf dem Cover geht es in der Geschichte zu. Dabei wollte Monique doch nur ein paar Tage mal nichts tun beim Besuch ihrer Freunde in einem englischen Landhaus. Das wäre Monique allerdings wahrscheinlich ebenso zu langweilig gewesen wie der Leserschaft von D. G. Ambronn.

So verwundert es nicht, dass aus der Erholung ein rasantes Abenteuer wird, nachdem es bereits nach der ersten Nacht eine Leiche zum Frühstück gibt.

Mir bereitet es ein großes Lesevergnügen, Monique bei ihren Ermittlungen – oft im Laufschritt – quer durch London zu begleiten. Durch die ausführlichen Beschreibungen lerne ich nicht nur die Besonderheiten der Stadt näher kennen, sondern Ambronn versteht es auf ganz eigene Weise, reale Begebenheiten in seine Geschichten einzuflechten und mich immer wieder mit Aha-Erlebnissen zum Staunen zu bringen.

Sehr gern gebe ich eine Leseempfehlung für eine Geschichte mit Witz, Charme, Spannung und vielen Überraschungen.

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Veröffentlicht am 15.08.2025

Von Bamberg bekomme ich nie genug

DuMont direkt Reiseführer Bamberg
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Bamberg ist die zweite Heimat meiner Familie. Darum sammeln wir so viele Informationen wie möglich. Dass wir dabei auf ´“DUMONT DIREKT Bamberg“ gestoßen sind, ist ein Glückstreffer.
Gut sortiert findet ...

Bamberg ist die zweite Heimat meiner Familie. Darum sammeln wir so viele Informationen wie möglich. Dass wir dabei auf ´“DUMONT DIREKT Bamberg“ gestoßen sind, ist ein Glückstreffer.
Gut sortiert findet man in dem kleinen Büchlein, das nur wenige Zentimeter länger ist als eine Postkarte und 120 Seiten umfasst, Ideen und jede Menge Informationen aus allen Bereichen, die auf Reisen von Interesse sein könnten.
Wer direkt eintauchen möchte in die Stadt, der kann sich von dem Bamberg-Kompass mit 15 verschiedenen Wegen leiten lassen.
Stichwortartig wird man über die Museumslandschaft ebenso informiert wie über seine „Bierseligkeiten“ (was für ein Wort!).
Übernachtungsmöglichkeiten und die Rubriken „Satt und glücklich“, „Stöbern und entdecken“ sowie „Wenn die Nacht beginnt“ findet man auch noch.
Insgesamt habe ich viel Liebgewonnenes und Bekanntes zum Erinnern entdeckt, aber auch eine Menge Neues, das es noch zu erforschen gibt. Dabei kann vielen auch der beigefügte Stadtplan eine Hilfe sein.
Ich empfehle den „DUMONT DIREKT Bamberg“ sehr gern als nützlichen Reisebegleiter.

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Veröffentlicht am 15.08.2025

Es sollte eine Zeit der Hoffnung sein

Der Sommer am Ende der Welt
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„An manche Dinge sollte man sich nicht erinnern müssen“
Hauptprotagonistin der Geschichte ist die Journalistin Hanna, die in einem Artikel über sogenannte Verschickungskinder berichten will, die in den ...

„An manche Dinge sollte man sich nicht erinnern müssen“
Hauptprotagonistin der Geschichte ist die Journalistin Hanna, die in einem Artikel über sogenannte Verschickungskinder berichten will, die in den Sechzigerjahren in einem Kinderkurheim auf Borkum schlimme Erfahrungen gemacht haben und dabei seelisch zutiefst verletzt worden sind.
Hanna reist zu Recherchezwecken nach Borkum. Sie wohnt mit ihrer Tochter in dem Hotel, das früher ein Kinderkurheim war. Von hier aus führt sie auch Telefongespräche mit Sabine, die selbst vor 60 Jahren eines der Verschickungskinder war.
Durch diese Gespräche mit Sabine, die aus dem Heimalltag berichtet, spielt die Geschichte in zwei verschiedenen Zeitebenen. Rein äußerlich sind sie durch verschiedene Schriftarten gut zu unterscheiden.
Was Sabine zu berichten hat, lässt meinen Atem stocken und in ganz schlimmen Momenten fast das Blut in den Adern gefrieren. Was mich besonders schwer betroffen gemacht hat, ist allein die Vorstellung, dass die Kinder dort ihren Namen abgeben mussten und nur noch Nummern waren. Nummern, die zum Beispiel essen mussten, was ihnen vorgesetzt wurde – und um jeden Preis musste der Teller leer gegessen werden, sonst …
Es ist schlimm und fast nicht zu glauben, wie unmenschlich die Kinder von einigen der Betreuerinnen und Betreuern behandelt worden sind. Zum Glück gab es aber auch Menschen wie Louise, durch die den Kindern wenigstens ab und zu liebevolle Aufmerksamkeit entgegengebracht wurde.
Die Geschichte, die Eva Völler schreibt, ist fiktiv, doch überall in Deutschland hat es in den Sechzigerjahren und weit darüber hinaus Kinderkurheime gegeben, in denen Kinder Dinge wie diese erzählten erlebt haben.
Lange hat mich das Buch nicht losgelassen, bis zu dem Augenblick, der schon in der Buchbeschreibung zu lesen ist: Das Tagebuch einer ehemaligen Betreuerin wird Hanna zugespielt, es ergeben sich Hinweise auf ein Verbrechen, Hanna versucht die Wahrheit ans Licht zu bringen. Damit habe ich nach etwa zwei Dritteln des Buches leider den Zugang zur Geschichte verloren. Es ging weiter zurück in die Vergangenheit. Alles, was dann kam, wirkte für mich „überladen“, ich war nicht mehr in der Geschichte, für mich war es eine andere geworden, eine, die ich in diesem Zusammenhang nicht gebraucht hätte.
Ich gebe trotzdem die Empfehlung, das Buch zu lesen, das die Zeit der Verschickungskinder beschreibt. Vielleicht ist die Geschichte nur für mich „überladen“.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Kleines Land mit großer Vielfalt

KUNTH Unterwegs in Dänemark
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Auch wenn ich schon mehrmals Kurz- und Urlaubsreisen nach Dänemark gemacht und viel gesehen und erlebt habe, bietet dieses Reisebuch noch so viele Ideen für mich, dass es nicht langweilig wird, weitere ...

Auch wenn ich schon mehrmals Kurz- und Urlaubsreisen nach Dänemark gemacht und viel gesehen und erlebt habe, bietet dieses Reisebuch noch so viele Ideen für mich, dass es nicht langweilig wird, weitere Fahrten zu planen. Ich liebe die rauen Landschaften, die weiten Sandstrände mit den Dünen, die wunderschönen kleinen Orte und vieles mehr.
In dem Reisebuch sind die schönsten Reiseziele gut sortiert und machen mit vielen Informationen und wunderbaren Farbfotos die Entscheidung für meinen nächsten Urlaub nicht leicht, aber ich finde so viele Anregungen.
Was ich bereits aus anderen Kunth Reisebüchern kenne und schätze, finde ich auch hier, nämlich „Die schönsten Reiserouten“. Ich kann wählen, ob ich entlang der jütländischen Küste an den Ufern von Nord- und Ostsee reisen möchte oder lieber in gemütlicher Runde durch den Süden Jütlands, ob ich die dänische Südsee erkunden oder das Hauptstadtflair und den Inselcharme genießen möchte. Zu jeder Route gehört eine Karte mit einem Routensteckbrief.
Am Ende des Buches gibt es noch einen Reiseatlas. Ganz toll ist auch der flexible Einband, der für den häufigen Gebrauch des Buches gut geeignet ist.
Ein tolles Reisebuch zur Vorbereitung und als Reisebegleiter, für das es meine volle Leseempfehlung gibt.

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