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Veröffentlicht am 03.07.2023

Christliches Faithful New Adult

Love Always Hopes
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Juna und Leopold im 3-wöchigen Praktikantenwettbewerb im Hotel seiner Mutter... doch leider sind nicht alle Beteiligten so ganz ehrlich... und verfolgen auch nicht unbedingt die gleichen Ziele.

Mit Juna ...

Juna und Leopold im 3-wöchigen Praktikantenwettbewerb im Hotel seiner Mutter... doch leider sind nicht alle Beteiligten so ganz ehrlich... und verfolgen auch nicht unbedingt die gleichen Ziele.

Mit Juna und Leopold wurden hier interessante Charaktere geschaffen, die beide für ihren Traum brennen. Juna möchte ein eigenes Hotel eröffnen und Leopold träumt von einer Karriere als Musiker. Ich fand die Leidenschaft der beiden für ihre jeweiligen Träume wirklich schön zu lesen.

Auch die allmähliche Annäherung der beiden gefiel mir, was besonders an zwei schön geschriebenen Szenen liegt - die werde ich hier aber natürlich nicht spoilern!

Ich würde allerdings sagen dass das Buch besser im Bereich Jugendroman einsortiert werden sollte. Die Charaktere wirkten doch leider noch sehr unreif und deutlich jünger als angegeben. Denn bei einem Schülerpraktikum hätte ich ihr unvernünftiges Verhalten dann vielleicht noch als lustig abtun können. Aber mit 21 verhält man sich doch eigentlich nicht mehr so. Als Jugenroman wäre das eine schöne Geschichte. Finde New Adult leider nicht so passend.

Ich muss außerdem leider kritisieren dass im Klappentext oder so nicht darauf hingewiesen wurde dass es sich um ein sehr christliches Buch handelt. Das hätte ich schon gerne vorher gewusst. Denn der Glaube von Juna und Leopold steht schon sehr oft im Vordergrund und trägt einen Großteil der Handlung. Problemlösung und Reflektion etwa läuft eigentlich immer über Gott/Jesus ab. Dadurch ist mir das Thema dann leider zu dominant. (Zumal auch irgendwie fast jeder Charakter in diesem Buch seinen Glauben sehr intensiv lebt, das ist so irgendwie nicht auf die Gesellschaft übertragbar).

Besonders gefallen an dem Buch haben mir die Einblicke in den Praktikumsalltag, wo Juna und Leopold verschiedene Abteilungen kennenlernen durften - da hätte ich gerne auch noch mehr erfahren, zum Beispiel über einen Tag im Management oder so.

Ich denke dass eine jüngere Leserschaft dieses Buch echt mögen könnte und würde es daher eher an eine Zielgruppe um die 14 Jahre empfehlen.

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Veröffentlicht am 17.06.2023

Sehr spannend

Zwei Fremde
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Ich finde die Grundidee des Buches, dass ein Polizist und ein Krimineller vor der Tür auftauchen und sich beide als derselbe Polizist ausgeben hochspannend. Wie soll man da herausfinden wem man trauen ...

Ich finde die Grundidee des Buches, dass ein Polizist und ein Krimineller vor der Tür auftauchen und sich beide als derselbe Polizist ausgeben hochspannend. Wie soll man da herausfinden wem man trauen kann? Dadurch dass mich diese Thematik so sehr reizt, war insbesondere das erste Drittel des Buches besonders spannend für mich. Teils schon fast etwas gruselig! Also die Atmosphäre ist definitiv sehr gut gelungen!
Eine weitere Szene die für mich unfassbar viel Spannungspotenzial bot, war das große Aufeinandertreffen der beiden "Polizisten" - die Szene war so so gut geschrieben!
Es gab dann für mich einen kurzen Spannungsknick, aber das Finale war dann nochmal sehr spannend. Also genau das was man sich von einem Thriller erhofft.
Auch die Story an sich hat mir sehr gut gefallen. Allerdings sind mir leider ein paar kleinere, aber auch ein großer Logikfehler aufgefallen, wodurch ich mit der Auflösung am Ende nicht 100%ig zufrieden sein kann. Ich fand das Buch aber wie erwähnt dennoch sehr spannend und habe mich sehr gut unterhalten gefühlt! Also zum Teil kann ich über die Makel hinwegsehen!
Ich finde die Charaktere sind besonders durch das Rätselraten zu den Personen am Anfang sehr interessant. Aber auch Remie ist ein interessanter Charakter mit ihrem Background! Ich fand es interessant dass ein paar Begriffe der Psychologie eingebaut wurden (sie war Psychologiedozentin bevor sie im Hotel angefangen hat).

Insgesamt ein schöner und eher kurzweiliger Thriller, der einen viel mitraten lässt!

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Veröffentlicht am 31.05.2023

Schöne Festivalvibes

Where Summer Stays (Festival-Serie 1)
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Das Buch hat mich sehr schnell mit seinen Festival-Vibes catchen können. Das Zeltplatz Feeling kam wirklich sehr gut rüber + ich habe mich teils gefühlt als wäre ich selbst dort. Die Atmosphäre ist also ...

Das Buch hat mich sehr schnell mit seinen Festival-Vibes catchen können. Das Zeltplatz Feeling kam wirklich sehr gut rüber + ich habe mich teils gefühlt als wäre ich selbst dort. Die Atmosphäre ist also schonmal top gelungen.

Charlie und Levy sind sehr interessante + vielschichtige Charaktere - mit vielen vielen Problemen. Doch nach und nach stellen sie sich in dieser Story ihren Problemen und Ängsten. Dadurch kann man eine wirklich tolle Charakterentwicklung der beiden beobachten. Zwar sind die Probleme und auch die Entwicklung teils etwas "too much", aber darüber kann ich hinwegsehen, da ich die Story dennoch jederzeit interessant fand.
Auch die Nebencharaktere waren interessant und keinesfalls zu"flach" gestaltet. Ganz im Gegenteil, sie haben mich schon neugierig auf den nächsten Teil gemacht, in dem 2 der Nebencharaktere in den Fokus geraten.

Zur Spannung muss ich sagen, dass es einen leichten Spannungsdämpfer gab, als das Festival endete und die beiden wieder in der Heimat waren. Aber trotzdem blieb das Geschehen interessant. Wenn es nach mir ginge hätte das Festival nie geendet!
Ich wünschte nur es hätte auch irgendwie eine Szene vor der Bühne gegeben - Charlie hat nämlich im ganzen Buch leider keine einzige Band bewusst gesehen. Das fand ich als großer Festivalfan dann irgendwie doch schade.

Die Platzierung der Spicy Szenen kam mir manchmal etwas merkwürdig vor - aus einer Panikattacke wird plötzlich eine spicy Szene? Das wirkte etwas gezwungen, vielleicht wäre hier weniger mehr gewesen.

Ich habe mich aber trotz der Kritikpunkte insgesamt gut unterhalten gefühlt und das Buch sehr gerne gelesen! Insbesondere im Sommer sicher eine schöne Geschichte für Zwischendurch!

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Veröffentlicht am 24.05.2023

Zwiegespalten

Babel
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Noch nie hatte ein Buch gleichzeitig so viele wundervolle und dann doch auch enttäuschende Aspekte. Es ist wirklich schwer diesem Buch mit einer Bewertung gerecht zu werden.

Fangen wir mal mit dem Positiven ...

Noch nie hatte ein Buch gleichzeitig so viele wundervolle und dann doch auch enttäuschende Aspekte. Es ist wirklich schwer diesem Buch mit einer Bewertung gerecht zu werden.

Fangen wir mal mit dem Positiven an: Ich fand den Einstieg in die Geschichte klasse und hatte mir eine wundervolle magische Story in Oxford erhofft. Und zunächst wurde dies ja auch erfüllt. Ich habe es total genossen mit unserem Protagonisten durch die Straßen Oxfords zu streifen und das Silberwerken kennenzulernen.
Am Besten hat mir aber von Anfang an der literarisch sehr hochwertige Schreibstil gefallen. Ihre Abhandlungen über Sprache sind wirklich toll gelungen. So etwas habe ich in noch keinem anderen Buch erlebt. Stellenweise wurde dies dann aber doch etwas exzessiv, geradezu inflationär genutzt - da ist weniger manchmal echt mehr. Ich denke ich hätte dies mehr genießen können, wenn nicht jedes Mal gleich 5 Beispiele angebracht worden wären.

Lobenswert erwähnen muss man außerdem die immense Rechercheleistung der Autorin. Es ist unglaublich wie viel Hintergrundwissen sie immer wieder einbaut. Dadurch wirkt das Buch tatsächlich aber eher wie ein historischer Roman.
Tatsächlich hat die Autorin so viel Hintergrundwissen parat, dass sie noch zusätzlich Fußnoten anbringt. Die teils wirklich lang sind. Der Inhalt ist zumeist sehr interessant, aber dennoch reißen einen die Fußnoten des Öfteren aus dem Lesefluss. Leider.

Mein größter Kritikpunkt an dem Buch ist eigentlich, dass die Handlung auf mich recht träge wirkte. Eine Teilnehmerin der Leserunde fand dafür die perfekten Worte: "Show, don't tell"! Ich hätte mir wirklich mehr aktive Handlung gewünscht, als immer wieder seitenlange passive Erzählungen und Schilderungen. Ich möchte die Geschichte mit den Protagonisten ERLEBEN und nicht nur irgendwelche Berichte lesen. Und da sich hier dann auch immer wieder trockene Politik, Abhandlungen über Sprache und irgendwelche Hintergrundfacts dazwischen mischen, bleibt von aktiver Handlung echt nicht viel übrig. Dadurch wurde das Leseerlebnis mit fortschreiten des Buches leider immer zäher. So so schade. Ich hätte mir hier echt ein besseres Gleichgewicht gewünscht. Viel mehr aktivere Handlung und dafür weniger von dem anderen. Denn wie schon oben geschrieben, an sich sind die Abhandlungen über Sprache und die Hintergrundfacts ja total interessant! Nur leider passt für mich das Verhältnis einfach nicht.

Ich finde allerdings, dass man in dem Buch recht gut die Entwicklung der Charaktere nachvollziehen kann. Es ist schon cool zu beobachten, was die Umstände und Erlebnisse mit den Charakteren machen. Das ist wirklich gut gelungen.

Tja und dann kommt nun ein weiterer großer Kritikpunkt, der wohl auf 'false advertising' basiert. Ich habe hier ein Fantasybuch erwartet. Was ich aber gelesen habe, war definitiv kein Fantasybuch. Es wirkte eher wie ein historischer Roman mit einem eher nebensächlich behandelten Fantasyelement. Wirklich schade. Dabei hätte das Silberwerken doch ziemlich im Mittelpunkt stehen müssen.
Statt Fantasy bekommt man sehr viel Gesellschaftskritik zu lesen. Sehr gelungene Gesellschaftskritik zwar, aber nach Klappentext, Leseprobe, Cover & Werbung habe ich ein anderes Buch erwartet. Vielleicht sollte man hier seine Werbung anpassen, um wirklich die richtige Zielgruppe anzusprechen.

Alles in allem konnte das Buch meinen Erwartungen also leider nicht gerecht werden, obwohl man wirklich merkt dass die Autorin viel Zeit und Herzblut in dieses Projekt gesteckt hat.

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Veröffentlicht am 20.05.2023

Ein ganz besonderes Buch!

Vor uns die Dämmerung
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Mir hat das Buch wirklich unfassbar gut gefallen. Der Autorin gelingt es richtig gut die Thematiken chronischer Krankheit und Verlust aufzuarbeiten.
Es war eine sehr emotionale Reise, aber ich habe mich ...

Mir hat das Buch wirklich unfassbar gut gefallen. Der Autorin gelingt es richtig gut die Thematiken chronischer Krankheit und Verlust aufzuarbeiten.
Es war eine sehr emotionale Reise, aber ich habe mich selten von einem Buch so gut verstanden gefühlt.
Mit Emery hat die Autorin hier eine wundervolle Protagonistin geschaffen, die ich schon nach wenigen Seiten ins Herz geschlossen habe. Aber auch die anderen Charaktere, insbesondere Cam und Em's Großmutter mochte ich sehr.
An Emery's Eltern gefiel mir sehr gut, dass sie beide eine ziemliche Charakterentwicklung mitmachen, die man gut mitverfolgen kann.
Lediglich Kayden als Charakter war mir völlig unsympathisch. Aber zumindest Teile von ihm begann ich mit der Zeit dann doch zu mögen.

Ich muss zugeben, dass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen konnte. Es gibt zwar keinen großartigen Spannungsbogen, aber dennoch hat das Buch mich völlig mitgerissen und ich wollte mehr von Emery lesen.

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass die spicy Szenen meiner Meinung nach nicht so recht in die Geschichte passen. Für mich wird dadurch der Fokus verrückt - weg von der eigentlichen Thematik des Buches, die mir so gefiel. Aber natürlich findet die Handlung ihren Weg dorthin zurück!

Ich wünschte es gäbe mehr Bücher wie dieses, die nicht vor der Realität zurückschrecken!

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