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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.12.2025

humorvoll und gut konstruierte Story

Miez Marple und die Tatze der Verdammnis
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Miez Marple und die Tatze der Verdammnis hat mich von der ersten Seite an begeistert. Der lockere und humorvolle Schreibstil sorgt dafür, dass man mühelos in die Geschichte hineingleitet und sich sofort ...

Miez Marple und die Tatze der Verdammnis hat mich von der ersten Seite an begeistert. Der lockere und humorvolle Schreibstil sorgt dafür, dass man mühelos in die Geschichte hineingleitet und sich sofort mitten im Geschehen wiederfindet. Besonders gefallen hat mir, wie charmant und witzig die Autorin die tierischen Protagonist*innen in Szene setzt – das verleiht dem Krimi eine wunderbar leichte Note, ohne dabei an Spannung einzubüßen.

Der Fall selbst ist sehr gelungen konstruiert. Die Hinweise sind clever gestreut, die Wendungen überzeugen, und bis zum Schluss bleibt offen, wie alles tatsächlich zusammenhängt. Genau diese Mischung aus Humor und Krimispannung hat dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Für alle, die tierische Ermittlerinnen, leichte Krimikost und humorvolle Erzählweisen lieben, ist dieses Buch definitiv eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 15.11.2025

historischer Epos, aber gut lesbar

Sieben Jahre
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„Sieben Jahre“ war für mich insgesamt ein gutes und angenehm zu lesendes Buch. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen: ruhig, atmosphärisch und passend zur Epoche, ohne je langweilig zu werden.

Allerdings ...

„Sieben Jahre“ war für mich insgesamt ein gutes und angenehm zu lesendes Buch. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen: ruhig, atmosphärisch und passend zur Epoche, ohne je langweilig zu werden.

Allerdings hatte ich mit der großen Anzahl an Figuren zu kämpfen. Geschwister, Prinzen, Verbündete und weitere historische Personen treten in so großer Zahl auf, dass ich gelegentlich den Überblick verloren habe – besonders, wenn manche Figuren nur indirekt erwähnt werden („die Schwester in …“ usw.). Das hat leider dazu geführt, dass ich mitunter nicht genau wusste worum es ging.

Die Dialoge Sprache sind häufig höfisch und eher indirekt, wie es historisch üblich war. Daher musste ich manchmal zweimal lesen, um wirklich zu verstehen, was gemeint war.

Ein Thema, das im Buch viel Raum einnimmt, ist die sexuelle Ausrichtung der Figuren. Das ist interessant und historisch plausibel, wirkt aber manchmal wie das dominierende oder sogar einzige Charaktermerkmal, das wirklich Gewicht bekommt. Dadurch bleiben manche Figuren für meinen Geschmack etwas eindimensional.

Trotz dieser Punkte bleibt „Sieben Jahre“ ein stilistisch starkes, gut lesbares historisches Werk, das viel Atmosphäre bietet. Vor allem Leser*innen, die komplexe Figurenkonstellationen mögen und Freude an historischen Details haben werden es mögen.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

humorvoller Roman mit guter Story

Bodenfrost
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Bodenfrost war mein erstes Buch von Andreas Föhr – und ich kann gleich vorwegnehmen: Es hat mir sehr gut gefallen. Obwohl es sich um den zwölften Band der Reihe rund um die Ermittler Wallner und Kreuthner ...

Bodenfrost war mein erstes Buch von Andreas Föhr – und ich kann gleich vorwegnehmen: Es hat mir sehr gut gefallen. Obwohl es sich um den zwölften Band der Reihe rund um die Ermittler Wallner und Kreuthner handelt, hatte ich keinerlei Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden.

Besonders gefallen haben mir der Humor und die liebevoll gezeichneten Charaktere. Föhr versteht es, seinen Figuren eine besondere Tiefe zu verleihen – mit all ihren Eigenheiten, Ecken und Kanten. Vor allem Kreuthner sorgt mit seiner eigensinnigen, manchmal chaotischen Art immer wieder für unerwartete und witzige Momente, ohne dass es je ins Alberne kippt.

Ein weiteres Highlight war für mich die Sprache: Die Dialoge sind lebendig und authentisch, teilweise in bayerischer Mundart gehalten, was der Geschichte zusätzlichen Charme verleiht und das Lokalkolorit wunderbar unterstreicht. Dabei bleibt der Text stets gut verständlich – auch für Leser*innen, die nicht aus Bayern stammen.

Die Handlung selbst ist spannend konstruiert. Der Kriminalfall entwickelt sich Schritt für Schritt, es gibt mehrere überraschende Wendungen und die Auflösung ist schlüssig und überzeugend.

Insgesamt ein rundum gelungenes Leseerlebnis – humorvoll, spannend und atmosphärisch. Ich werde auf jeden Fall weitere Bücher von Andreas Föhr lesen!

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Veröffentlicht am 10.09.2025

historisches Wien und ein spannender Fall

Frag Philomena Freud
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Die junge Philomena hat ihren Arbeitsplatz als Schuhputzerin direkt bei der Praxis des berühmten Sigmund Freud. Dort hat sie auch einen guten Blick auf dessen Kunden und hört allerlei spannende Dinge. ...

Die junge Philomena hat ihren Arbeitsplatz als Schuhputzerin direkt bei der Praxis des berühmten Sigmund Freud. Dort hat sie auch einen guten Blick auf dessen Kunden und hört allerlei spannende Dinge. Ihre Lieblingskundin ist dabei die Baronin von Wallersee. Als diese tot aufgefunden wird und das Mordvorgehen genau einem Traum ihrer Ziehtochter entspricht, ist der Fall für die Polizei klar. Nicht aber für Philomena und so beginnt diese zu ermitteln.

Die Story ist gut und schlüssig. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, aber dabei aber nicht immer direkt zu durchschauen. Dabei spielt neben der jungen Ermittlerin auch Wien und seine Gepflogenheiten eine große Rolle. Sehr hilfreich war dabei ein Glossar am Ende, das sowohl die wienerische Mundart als auch Gerichte erklärt.

Eine spannende kurzweilige Lektüre, die nicht nur jungen Menschen Spaß macht.

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Veröffentlicht am 17.06.2025

Londons Nachtleben in den 1920er

Nacht über Soho
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In Nacht über Soho entführt Kate Atkinson ihre Leserinnen und Leser in das pulsierende, zugleich düstere London der 1920er Jahre – eine Welt zwischen Glanz und Abgrund.

In der britischen Metropole verschwinden ...

In Nacht über Soho entführt Kate Atkinson ihre Leserinnen und Leser in das pulsierende, zugleich düstere London der 1920er Jahre – eine Welt zwischen Glanz und Abgrund.

In der britischen Metropole verschwinden junge Frauen. Manche werden später tot aufgefunden, andere bleiben für immer verschwunden – nur wenige überleben. Inspektor Frobisher und die junge Bibliothekarin Gwendolen, die auf der Suche nach der vermissten Schwester ihrer Freundin ist, ermitteln auf ganz eigene Weise. Ihre Spuren führen sie tief in die Schattenwelt rund um Nellie Coker und deren zwielichtiges Nachtclub-Imperium.

Der Roman ist ebenso spannend wie atmosphärisch dicht erzählt. Besonders beeindruckend ist, wie sorgfältig und detailreich Atkinson recherchiert hat – das spürt man auf jeder Seite. Die eigentliche Stärke des Buches liegt jedoch in seinen vielschichtigen, glaubwürdigen Figuren, die der Geschichte Tiefe und Emotionalität verleihen.

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