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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.12.2025

etwas abgedreht aber lesenswert

Die Saat von gestern
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Ferl ist nicht in der besten Phase seines Lebens. Arbeitslos, von der Freundin verlassen und auf dem besten Weg Alkoholiker zu werden. Als sich dann auch noch sein Cousin Kurt umbringt, fährt er in sein ...

Ferl ist nicht in der besten Phase seines Lebens. Arbeitslos, von der Freundin verlassen und auf dem besten Weg Alkoholiker zu werden. Als sich dann auch noch sein Cousin Kurt umbringt, fährt er in sein Heimatdorf um sich die Sache genauer anzusehen. Damit nehmen Ereignisse ihren Lauf, die vieles auf den Kopf stellen, dass er zu wissen geglaubt hat.

Ich fand das Buch nicht leicht zu lesen. Am Anfang zog es sich hin und am Ende passierte so viel, dass es mich fast erschlagen hat. Die Story an sich entwickelt sich gut. Ich kann nicht sagen, dass es eine Stelle in dem Buch gab an der ich gewusst hätte was als nächstes kommt. Mir war es am Ende aber dann doch irgendwie fast zu abgedreht. Eine große Stärke des Buch liegt in den alles andere als perfekten Leben, die hier gezeigt werden. Die Menschen haben es schwer. Sie haben alle ihr Päckchen zu tragen, bleiben dabei aber nahbar, authentisch und sympathisch.

Man muss bereit sein sich darauf einzulassen, dann lohnt es sich auch.

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Veröffentlicht am 12.12.2025

chaotisch und liebevoll

Morgen ist es Liebe
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„Morgen ist es Liebe“ hat mich von der ersten Seite an abgeholt und perfekt in vorweihnachtliche Stimmung versetzt. Ich habe das Buch im Dezember gelesen – und die winterliche Atmosphäre der Geschichte ...

„Morgen ist es Liebe“ hat mich von der ersten Seite an abgeholt und perfekt in vorweihnachtliche Stimmung versetzt. Ich habe das Buch im Dezember gelesen – und die winterliche Atmosphäre der Geschichte passt wunderbar zur Jahreszeit.

Besonders gut gefallen hat mir das liebevolle Chaos, in dem die verschiedenen Figuren miteinander verknüpft sind. Monika Maifeld gelingt es, jede einzelne Person mit viel Wärme, Humor und einem feinen Blick für Details zu zeichnen. Die Charaktere wirken dadurch unglaublich lebendig und nahbar. Was ich besonders mochte: Sie haben nicht nur Stärken, sondern auch Schwächen – genau das macht sie so authentisch und liebenswert.

Der etwas eigene Humor hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Vor allem die Gedanken der einzelnen Personen gaben dabei immer wieder Anlass amüsiert über die eigene Gedankenwelt zu reflektieren.

Für mich ist „Morgen ist es Liebe“ ein perfekter Begleiter für die Weihnachtszeit – warm, humorvoll und voller echter Gefühle. Eine klare Leseempfehlung! 🎄✨

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Veröffentlicht am 09.12.2025

humorvoll und gut konstruierte Story

Miez Marple und die Tatze der Verdammnis
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Miez Marple und die Tatze der Verdammnis hat mich von der ersten Seite an begeistert. Der lockere und humorvolle Schreibstil sorgt dafür, dass man mühelos in die Geschichte hineingleitet und sich sofort ...

Miez Marple und die Tatze der Verdammnis hat mich von der ersten Seite an begeistert. Der lockere und humorvolle Schreibstil sorgt dafür, dass man mühelos in die Geschichte hineingleitet und sich sofort mitten im Geschehen wiederfindet. Besonders gefallen hat mir, wie charmant und witzig die Autorin die tierischen Protagonist*innen in Szene setzt – das verleiht dem Krimi eine wunderbar leichte Note, ohne dabei an Spannung einzubüßen.

Der Fall selbst ist sehr gelungen konstruiert. Die Hinweise sind clever gestreut, die Wendungen überzeugen, und bis zum Schluss bleibt offen, wie alles tatsächlich zusammenhängt. Genau diese Mischung aus Humor und Krimispannung hat dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Für alle, die tierische Ermittlerinnen, leichte Krimikost und humorvolle Erzählweisen lieben, ist dieses Buch definitiv eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 15.11.2025

historischer Epos, aber gut lesbar

Sieben Jahre
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„Sieben Jahre“ war für mich insgesamt ein gutes und angenehm zu lesendes Buch. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen: ruhig, atmosphärisch und passend zur Epoche, ohne je langweilig zu werden.

Allerdings ...

„Sieben Jahre“ war für mich insgesamt ein gutes und angenehm zu lesendes Buch. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen: ruhig, atmosphärisch und passend zur Epoche, ohne je langweilig zu werden.

Allerdings hatte ich mit der großen Anzahl an Figuren zu kämpfen. Geschwister, Prinzen, Verbündete und weitere historische Personen treten in so großer Zahl auf, dass ich gelegentlich den Überblick verloren habe – besonders, wenn manche Figuren nur indirekt erwähnt werden („die Schwester in …“ usw.). Das hat leider dazu geführt, dass ich mitunter nicht genau wusste worum es ging.

Die Dialoge Sprache sind häufig höfisch und eher indirekt, wie es historisch üblich war. Daher musste ich manchmal zweimal lesen, um wirklich zu verstehen, was gemeint war.

Ein Thema, das im Buch viel Raum einnimmt, ist die sexuelle Ausrichtung der Figuren. Das ist interessant und historisch plausibel, wirkt aber manchmal wie das dominierende oder sogar einzige Charaktermerkmal, das wirklich Gewicht bekommt. Dadurch bleiben manche Figuren für meinen Geschmack etwas eindimensional.

Trotz dieser Punkte bleibt „Sieben Jahre“ ein stilistisch starkes, gut lesbares historisches Werk, das viel Atmosphäre bietet. Vor allem Leser*innen, die komplexe Figurenkonstellationen mögen und Freude an historischen Details haben werden es mögen.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

humorvoller Roman mit guter Story

Bodenfrost
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Bodenfrost war mein erstes Buch von Andreas Föhr – und ich kann gleich vorwegnehmen: Es hat mir sehr gut gefallen. Obwohl es sich um den zwölften Band der Reihe rund um die Ermittler Wallner und Kreuthner ...

Bodenfrost war mein erstes Buch von Andreas Föhr – und ich kann gleich vorwegnehmen: Es hat mir sehr gut gefallen. Obwohl es sich um den zwölften Band der Reihe rund um die Ermittler Wallner und Kreuthner handelt, hatte ich keinerlei Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden.

Besonders gefallen haben mir der Humor und die liebevoll gezeichneten Charaktere. Föhr versteht es, seinen Figuren eine besondere Tiefe zu verleihen – mit all ihren Eigenheiten, Ecken und Kanten. Vor allem Kreuthner sorgt mit seiner eigensinnigen, manchmal chaotischen Art immer wieder für unerwartete und witzige Momente, ohne dass es je ins Alberne kippt.

Ein weiteres Highlight war für mich die Sprache: Die Dialoge sind lebendig und authentisch, teilweise in bayerischer Mundart gehalten, was der Geschichte zusätzlichen Charme verleiht und das Lokalkolorit wunderbar unterstreicht. Dabei bleibt der Text stets gut verständlich – auch für Leser*innen, die nicht aus Bayern stammen.

Die Handlung selbst ist spannend konstruiert. Der Kriminalfall entwickelt sich Schritt für Schritt, es gibt mehrere überraschende Wendungen und die Auflösung ist schlüssig und überzeugend.

Insgesamt ein rundum gelungenes Leseerlebnis – humorvoll, spannend und atmosphärisch. Ich werde auf jeden Fall weitere Bücher von Andreas Föhr lesen!

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