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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.03.2026

Melancholie

Katzenpfade
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Sara Lundberg schreibt mit ihrem Buch Katzenpfade eine Geschichte über den langen Weg, toxische Verhaltensweisen zu erkennen und aufzubrechen. Als Kindergeschichte getarnt kann hier jeder etwas lernen, ...

Sara Lundberg schreibt mit ihrem Buch Katzenpfade eine Geschichte über den langen Weg, toxische Verhaltensweisen zu erkennen und aufzubrechen. Als Kindergeschichte getarnt kann hier jeder etwas lernen, egal ob groß oder klein. Die Geschichte zeigt, wie schwer es ist, vom Gewohnten abzuweichen und Verhaltensweisen aufzubrechen, die einem selbst oder Geliebten um einen herum vielleicht gar nicht so guttun. Gleichzeitig zeigt die Autorin aber auch: Es kann schön sein, Neues zu entdecken und vielleicht findest du etwas, das dir auch gefällt!

Die Illustrationen fangen ein unbeschreibliches Gefühl von Melancholie und Schwermut auf. Teilweise wirken die eingerahmten Bilder auf einzelnen Seiten sogar wie kleine Kunstwerke. Vor allem der Kunststil, der irgendwie schwer zu greifen ist, irgendwo zwischen Gouache, Aquarell oder doch Acryl, fängt die vorherrschende Stimmung von Unsicherheit und der Suche nach Beständigkeit unglaublich gut ein.

Besonders schön ist außerdem, dass die Hauptfigur gar nicht direkt gegendert wird, sondern offen bleibt, um welches Geschlecht es sich hier handelt. Zum einen sorgt das dafür, dass niemand ausgeschlossen wird und gleichzeitig kann sich so jeder mit der Figur identifizieren, der sich angesprochen fühlen möchte. Vor allem für ein Kinderbuch ist das eine Inklusion, die öfter vertreten sein sollte und hier super umgesetzt wurde.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Ein zugänglicher Ratgeber über Beziehungen und persönliche Entwicklung

Frei und trotzdem verbunden
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Linda-Marlen Leinweber erfindet mit „Frei und trotzdem verbunden“ keine völlig neuen Konzepte, was jedoch auch gar nicht das Ziel des Buches zu sein scheint. Vielmehr gelingt es ihr, verschiedene psychologische ...

Linda-Marlen Leinweber erfindet mit „Frei und trotzdem verbunden“ keine völlig neuen Konzepte, was jedoch auch gar nicht das Ziel des Buches zu sein scheint. Vielmehr gelingt es ihr, verschiedene psychologische Ansätze verständlich zusammenzutragen und dem Leser in gut aufbereiteter Form zugänglich zu machen. Dabei entstehen interessante Denkanstöße und neue Blickwinkel auf Beziehungen und das eigene Verhalten. Das Buch eignet sich also für alle, die sich selbst und ihre Beziehungen besser verstehen möchten. Es richtet sich nicht nur an Paare in akuten Krisensituationen und selbst dann, wenn zunächst kein konkreter Bedarf gesehen wird, lassen sich hier hilfreiche Impulse aus der Lektüre mitnehmen.

Besonders positiv fällt auf, dass Inhalte immer wieder durch kleine Illustrationen und Grafiken veranschaulicht werden, was das Verständnis zusätzlich erleichtert. Ergänzend dazu arbeitet die Autorin mit Fragen und Reflexionsimpulsen, die dazu einladen, sich aktiv mit den Themen auseinanderzusetzen. Dadurch wird das Buch nicht nur zu einem reinen Ratgeber, sondern eher zu einem Arbeitsbuch, das zur Selbstreflexion anregt. In Kombination mit eigenen Notizen oder einer Art Tagebuch könnte so eine individuell passende Auseinandersetzung entstehen, aus der konkrete Erkenntnisse für das eigene Verhalten gewonnen werden können.

Ein weiterer Pluspunkt ist die wissenschaftliche Fundierung der Inhalte. Gleichzeitig bleibt der Text gut verständlich und zugänglich. Wer sich intensiver mit einzelnen Themen beschäftigen möchte, findet in den Anmerkungen weiterführende Literatur, die zusätzliche Vertiefung ermöglicht. Im Großen und Ganzen handelt es sich um ein gelungenes Buch, das unterschiedliche psychologische Konzepte bündelt und verständlich vermittelt. Ob zur Unterstützung in schwierigen Phasen einer Beziehung oder einfach zur persönlichen Weiterentwicklung.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Sternbilder, Tierkreiszeichen und ihre Geschichten

Astrologica
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Astrologica. Von Tierkreiszeichen, Sternbildern und Planeten in den Mythen der Welt ist ein außergewöhnlich vielschichtiges Sachbilderbuch, das sich sowohl an verschiedene Altersklassen von Kindern als ...

Astrologica. Von Tierkreiszeichen, Sternbildern und Planeten in den Mythen der Welt ist ein außergewöhnlich vielschichtiges Sachbilderbuch, das sich sowohl an verschiedene Altersklassen von Kindern als auch an Erwachsene richtet. Das Buch verbindet Inhalte aus Astrologie, Astronomie und Mythologie und eröffnet damit einen umfassenden Zugang zum Thema Nachthimmel.

Die Texte sind verständlich formuliert, ohne dabei oberflächlich zu wirken. Mythologische Erzählungen aus verschiedenen Kulturen werden anschaulich erklärt, sodass auch komplexere Inhalte gut nachvollziehbar bleiben. Für jüngere Kinder ist eine begleitende Erklärung durch Erwachsene sinnvoll, wodurch sich das Buch besonders gut für gemeinsame Lesezeiten eignet. Gerade im Rahmen einer Abendroutine fügt sich dann auch das Thema des Sternenhimmels inhaltlich sehr gut ein. Astrologische Konzepte wie Tierkreiszeichen und Planeten werden mit Sternenlegenden und kulturgeschichtlichen Hintergründen verknüpft. Vor allem die altersgerechte Wiedergabe der mythologischen Erzählungen sind dabei hervorzuheben, denn das ist bei einigen gar nicht so leicht.

Ein zentrales Element in diesem Buch sind die Illustrationen. Sie sind detailreich und farbenfroh gestaltet, sodass sie zum genauen Hinsehen und Entdecken einladen oder sogar schon aufrufen. Ähnlich wie beim Blick in den echten Sternenhimmel lassen sich immer wieder neue Details finden. Text und Bild ergänzen sich dabei perfekt und vertiefen die Inhalte gegenseitig. Zudem fungiert das Glossar als perfekter Einstieg, um sich mit den grundlegenden Begrifflichkeiten bekannt zu machen und das Register dient als gute Übersicht, um Inhalte später gezielt wieder aufgreifen zu können. Das Buch eignet sich somit sowohl als gemeinsames Vorlesebuch als auch als eigenständige Lektüre zum Entdecken.

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Veröffentlicht am 02.09.2025

Zwischen Unschuld und Verführung

Carmilla
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Hier gibt es keine sexy Vampirgeschichte, wie man sie etwa aus Vampire Diaries kennt, sondern einen echten Klassiker. Carmilla gilt nicht nur als wichtige Grundlage für Bram Stokers Dracula, sondern inspirierte ...

Hier gibt es keine sexy Vampirgeschichte, wie man sie etwa aus Vampire Diaries kennt, sondern einen echten Klassiker. Carmilla gilt nicht nur als wichtige Grundlage für Bram Stokers Dracula, sondern inspirierte auch spätere Werke wie Elfriede Jelineks Drama Krankheit oder Moderne Frau.

Zwar tauchen hier immer wieder homoerotische Anspielungen auf, doch wirken sie nie aufdringlich, sondern subtil und unterschwellig verwoben in die Handlung und Figuren. Der Roman erzählt von der Beziehung zwischen Wissenschaft, Religion, Natur und dem Übernatürlichen, reflektiert den Unterschied zwischen Liebe und Begierde und verurteilt gleichzeitig das Scheitern, diese beiden voneinander zu unterscheiden.

Darüber hinaus haben wir es mit einer der ersten Vampirgeschichten überhaupt zu tun, in der zwei Frauen ihre Sexualität entdecken und spüren. Die Vampirbisse stehen dabei für weit mehr als nur einen Akt des Horrors. Sie symbolisieren den Verlust der Unschuld sowie den Übergang vom Mädchen zur Frau.

Carmilla ist ein toller Klassiker und unbedingt zu empfehlen. Eine Horrorgeschichte darf man hier jedoch nicht erwarten!

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Veröffentlicht am 04.11.2024

Ein schönes Bilderbuch für Klein, Groß und Flauschig

Ein Inne halten
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“Ein Inne halten” von Jutta Degenhardt ist ein schönes Bilderbuch für Klein, Groß und Flauschig. Die Geschichte ist schnell und leicht vorzulesen und eignet sich daher perfekt als Gutenachtgeschichte. ...

“Ein Inne halten” von Jutta Degenhardt ist ein schönes Bilderbuch für Klein, Groß und Flauschig. Die Geschichte ist schnell und leicht vorzulesen und eignet sich daher perfekt als Gutenachtgeschichte. Das zentrale Thema der Geschichte wird zügig über Alltagsprobleme vermittelt, ohne belehrend zu wirken. So können Kinder selbst eine Lehre aus der Geschichte ziehen, wenn sie dies möchten. Das kleine, süße Tier Inne fungiert hierbei als hervorragender Vermittler für Themen wie Freundschaft, Sozialkompetenz, Zusammenhalt und das Innehalten.

Die Illustrationen sind besonders hervorzuheben. Angenehme Pastellfarben wirken beruhigend und sind perfekt für diese Geschichte gewählt. Trotz der vielen Details auf jeder Seite, die zum Verweilen und Entdecken einladen, bleibt die Geschichte im Vordergrund. Die Bilder unterstützen die Erzählung und bieten gleichzeitig viel Raum für eigene Entdeckungen.

“Ein Inne halten” ist ein liebevoll gestaltetes Bilderbuch. Es bietet eine schöne Geschichte, die sich gut in die Abendroutine einfügt und gleichzeitig Raum für Gespräche und eigene Entdeckungen lässt. Eltern und Kinder werden gleichermaßen Freude an diesem Buch haben.

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