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Veröffentlicht am 14.08.2017

Ein lesenswerter Politthriller

Der Präsident
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Wer hätte gedacht das Trump zum Präsidenten gewählt wird! Der Name wird hier zwar nicht namentlich erwähnt aber das Schattenbild hat schon große Ähnlichkeiten mit dem derzeit amtierenden Präsidenten der ...

Wer hätte gedacht das Trump zum Präsidenten gewählt wird! Der Name wird hier zwar nicht namentlich erwähnt aber das Schattenbild hat schon große Ähnlichkeiten mit dem derzeit amtierenden Präsidenten der Vereinigten Staaten. Damit hat mich das Buch Cover auch sofort angesprochen.
Der Inhalt des Buches ist ebenso provokant, humoristisch aber auch erschreckend faktisch und wie ich finde, in vielen Punkten beachtens-, und bedenkenswert. Sam Bourne verleiht seiner Titelfigur viele Eigenschaften die man sich an Trump nicht nur vorstellen muss. Er aus der Wirtschaft, Fremdenfeindlich, holt seine Tochter ins Boot und seine spontanen Beiträge zur später Stunde im Social Media sind aus dem Bauch heraus. Auch die politische Situation zwischen den USA, Nordkorea und China ist höchst aktuell. Ich finde das macht sowohl die Hauptfigur als auch alle Nebendarsteller sehr realistisch und das Buch enorm spannend. Ich wurde den Gedanken einfach nicht los, dass dieses fiktive Szenario durchaus im realen Leben denkbar ist.
Die Hauptfigur in diesem Buch ist aber Maggie Costello. Sie ist bereits die Hauptfigur in Sam Bournes Büchern The last Testamen ( 2007 ) und The Chosen One (2010 ). Auch diesmal ist Sie die risikofreudige Frau die bereits unter dem alten Präsidenten Ihren Job als Friedensverhandlerin im Weißen Haus nachging und aus Pflichtbewusstsein jetzt auch unter dem neuen Präsidenten Ihr bestes gibt. Bei Ihrer Untersuchung zum Selbstmord des Leibarztes des Präsidenten stößt sie auf eine Verschwörung die unvorhersehbare Kreise ziehen wird.
Der Thriller beginnt sehr rasant mit einer nächtlichen Wutattacke des Präsidenten der, ausgelöst durch einen Kommentar der Nordkoreaner, fast in einem Atomangriff geendet wäre. Zum Glück konnte das unter anderem durch Jim Bruton (Verteidigungsminister) und Bob Kassian (Stabschef) verhindert werden. Der Willkür eines dermaßen hitzköpfigen Oberbefehlshabers ausgesetzt, planen Sie, unter dem Deckmantel des Patriotismus ein Attentat auf den Präsidenten.
Alles in allem fand ich das Buch absolut spannend, gut ganz durchdacht und vor allen Dingen trifft er den aktuellen Zeitgeist.

Veröffentlicht am 13.02.2018

Sündiges Hollywood in den 20iger

Der Mann, der nicht mitspielt
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Ich durfte das Buch „ der Mann der nicht mitspielt“ im Zuge einer Leserunde lesen und bin total begeistert vom Schreibstil des Autors Christof Weigold. Die Sätze sind nicht zu lang oder zu sehr verkapselt ...

Ich durfte das Buch „ der Mann der nicht mitspielt“ im Zuge einer Leserunde lesen und bin total begeistert vom Schreibstil des Autors Christof Weigold. Die Sätze sind nicht zu lang oder zu sehr verkapselt und es ist in einer leicht verständlichen Sprache geschrieben. Durch die gut platzierten und genauen Beschreibungen fühlte ich mich schon nach wenigen Seiten in das Los Angeles der 20iger Jahre katapultiert ohne dass das Gefühl von Langeweile oder Überdruss aufkam. Vielmehr fand ich mich in einem schwarz/weiß Kopfkino wieder, in einer dunklen verrauchten Atmosphäre, vielleicht mit einem Glas Selbstgebrannten und das änderte sich auf 640 Seiten nicht einmal.
Hardy Engel ist von Mannheim, mitten in der Zeit der Prohibition, nach Hollywood eingewandert und versucht sich, als nicht gerade sehr ambitionierter Schauspieler. Dies leider nicht sehr erfolgreich weshalb er sein knappes Brot mit gelegentlichen Detektivarbeiten verdient. Es spielt Ihm natürlich in die Karten dass er Ex Polizist und Kriegsveteran ist. Eines Tages sitzt ein verführerischer Rotschopf namens Pepper Murphy mit einem Auftrag vor seiner Tür. Er soll Ihr Freundin und Mitbewohnerin Virginia Rappe finden. Durch einen Zufall findet Hardy Virginia auf einer rauschenden Party. Leider stirbt Sie kurz danach. Die Ursache soll offensichtlich vertuscht werden. Aber von wem? Wurde Sie wirklich, wie in den Zeitungen publiziert, von Roscoe "Fatty" Arbuckle vergewaltigt?
Eine verworrene und extrem spannende Ermittlung zwischen Dekadenz, Drogen und Sex, Verrat und Täuschung beginnt.
„Der Mann der nicht mitspielt“ ist ein super Auftakt zu einer vielversprechenden Reihe. Schauplätze, Namen und Filme sind gut recherchiert und ich habe gerne weitere Details dazu im Internet gesucht und gelesen. So habe ich auch erfahren, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht. Dazu kommt das der Protagonist sehr sympathisch und witzig ist. Spannung und Humor tragen den Leser das ganze Buch lang sodass es für mich sehr kurzweilig war.

Veröffentlicht am 06.01.2018

Zwiegespalten aber begeistert

Die Optimierer
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Zwiegespalten aber begeistert hinterlässt mich der Debüt Roman von Theresa Hannig.

Samson Freitag geht in seiner Job auf. Sie ist seine Passion, sein Leben. Er arbeitet für die Lebendsberatung der Bundesrepublik ...

Zwiegespalten aber begeistert hinterlässt mich der Debüt Roman von Theresa Hannig.

Samson Freitag geht in seiner Job auf. Sie ist seine Passion, sein Leben. Er arbeitet für die Lebendsberatung der Bundesrepublik Europa die sich zur Aufgabe gemacht hat, alles und jeden an den richtigen Platz zu bringen und so die Gesellschaft bis ins kleinste zu optimieren. Er entscheidet wie Personen, aufgrund Ihrer Qualifikationen, der Gesellschaft am nützlichsten sind. Sogar die Entdeckung des heißesten Kanidaten für die Wahl des Präsidenten der Bundesrepublik, geht auf sein Konto. In Samsons Welt werden unangenehme Aufgaben von hoch entwickelten Robotern ausgeführt und alles wird überwacht und kontrolliert. Augenscheinlich notwendig damit die Bewohner der Optimalwohlökonomie in Sicherheit und Wohlstand leben können.....

Aber in wieweit kann und möchte man Maschinen und algorithmen handeln und entscheiden lassen?

Das Cover gefällt mir sehr gut da es perfekt zum Thema und zum Titel passt. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Man kann sich die Welt in der Samson lebt sehr gut vorstellen ohne das die Sprache zu bildhaft und blumig ist. Vielmehr finde ich Sie sehr knackig und präziese.

Es werden, vorwiegend in der ersten Hälfte des Buches, interessante Ideen in Bezug auf die Nutzung von Daten und Entwicklung der Roboter aufgegriffen die mich zum Nachdenken gebracht haben.
In der zweiten Hälfte erfährt man viel über Samson und sein Umfeld sowie seiner Lebensweise. Der Musterbürger gerät in die Krise seine Lebends. Eine Beratung geht absolut schief, seine, in seinen Augen perfekte Beziehung, zerbricht und seine Eltern werden in einer Zwangsvegitarisierten Gesellschaft, beim Fleischverzehr erwischt. All das kostet Samson wichtige Sozialpunkt und reißt Ihn in einen Abwärtsstrudel. Die Geschichte endet in einem für mich überrasschenden, offenen Schluss
.
Leider haben die Figuren und auch der Protagonist Samson keine Tiefe entwickelt, was sich für mich bis zum Ende nicht geändert hat. Desweiteren hatte ich zum Ende hin das Gefühl das der Autorin die Seiten ausgingen was zur Folge hatte das die Handlung zügig und an manchen Stellen ein bisschen zu knapp geschrieben wurde
Alles in allem würde ich das Buch trotzdem empfehlen

Veröffentlicht am 20.11.2017

Liebevoll gestaltetes Kinderbuch - das auch den Eltern Mut macht

Flim Pinguin im Kindergarten
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Das Buch hat ein sehr schön gestaltetes Cover und besticht durch kräftige und fröhliche Farben. Die Hauptfigur Flin ist ganz liebevoll gezeichnet und die Tatsache das es mal ein exotisches Tier ist gefällt ...

Das Buch hat ein sehr schön gestaltetes Cover und besticht durch kräftige und fröhliche Farben. Die Hauptfigur Flin ist ganz liebevoll gezeichnet und die Tatsache das es mal ein exotisches Tier ist gefällt uns sehr gut. Das Buch hat ein schönes Format und lässt sich auch für die Kleinsten gut halten. Ich hätte mir statt Papier eher Pappkarton zum blättern gewünscht aber mein Junge kam auch so sehr gut zurecht. Die Bilder sind liebevoll und detailreich gezeichnet sind aber nicht überladen

Inhalt:
Flin freut sich schon seit längerem auf seinen ersten Kindergarten Tag. Es gibt viel zu sehen und zu erleben. Nach einiger Zeit merkt er allerdings das er, obwohl er gerne in den Kindergarten geht, seine Mama schrecklich vermisst. Da Mama ja nicht im Kindergarten bleiben kann, gibt sie Flin ein kleines " Geschenk " mit um seine Sehnsucht zu mildern und den Tag die Gewissheit zu haben das Mama an Ihn denkt.

Meinung:
Die Geschichte ist ein Reimform geschreiben und liest sich flüssig. Die Wortwahl ist kindgerecht und und die Texte zu den einzelnen Bildern sind nicht zu lang. Uns hat die Geschichte sehr sehr gut gefallen und ich denke das es Kindern durchaus helfen kann die Eingewöhnung leichter zu verpacken weil Flin in einer sehr ähnlichen bzw. gleichen Situation ist wie viele zukünftigen Kindergarten Besucher. Das Buch schliesst mit einem Brief an die Eltern der nochmal Erklärung gibt und Mut macht. Ich habe Ihn gern gelesen und fühlt mich in unserer Situation durchaus abgeholt

Veröffentlicht am 08.11.2017

Bis auf die Schriftgröße TOP!!!

Zugzwang – Joshua Trempes erster Fall
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Vorweg: das Buch ist wirklich SUPER..
Nur die Schriftgröße hat mich ein bisschen genervt. Sie ist für meinen Geschmack zu klein und zu eng geschrieben und hat meinem Leseerlebnis einen kleinen Abbruch ...

Vorweg: das Buch ist wirklich SUPER..
Nur die Schriftgröße hat mich ein bisschen genervt. Sie ist für meinen Geschmack zu klein und zu eng geschrieben und hat meinem Leseerlebnis einen kleinen Abbruch getan
Der Inhaber der renommierten Werbeargentur Schändler und seine Frau werden ermordet aufgefunden. Die krefelder Polizei vermutet den Täten bei der Konkurrenz. Hauptkommisar Joshua Trempe und sein Kollege Daniel van Bloom ermitteln. Ins Fadenkreuz gerät Til Groding der durch Ramon Schändler sein Unternehmen verloren hat. Trempe hat allerdings berechtigte Zweifel an seiner Schuld. Als Groding wenige Stunden nach der ersten Vernehmung tot aufgefunden wird, wirkt dies auf den ersten Blick erstmal wie ein Schuldeingeständnis. Nur Trempe hat weiterhin ein komisches Gefühl bei der Sache.
Zeitgleich ereignen sich merkwürdige Dinge: Von Wetten auf der Pferderennbahn die unerklärlich sind bis zu Aktienkursen die grundlos in die Höhe schießen und genauso schnell wieder abfallen. Hängen diese Ereignise zusammen?
Und warum ist van Bloom so penibel und umsichtig?
Das Buch ist sehr spannend gut und flüssig zu lesen. Die Geschichte verbindet interessante Themen wie z.B. Aktien-, und Wirtschaftsbetrug und ist einfallsreich verstrickt. Ich kam sehr gut zurecht auch wenn ab und an die Perspektive gewechselt wurde. Die Figur Joshua Trempe ist gut ausgearbeitet auch wenn Sie alle Klischees erfüllt die ein Hauptkommissar haben muss. Alles im allen hatte ich durchweg das Gefühl das der Autor gut recherchiert hat.
Der 1. Fall von Joshua Trempe hat mir sehr gut gefallen und ich werde auch den 2. Teil lesen.