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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.08.2020

Schwächster Band der Reihe bisher

Der Knochengarten
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Ich habe mich lange auf die Veröffentlichung dieses Buches gefreut und es auch umgehend gelesen.

Leider muss ich sagen, dass ich enttäuscht wurde.
Tony sitzt im Gefängnis und hat an der Haupthandlung ...

Ich habe mich lange auf die Veröffentlichung dieses Buches gefreut und es auch umgehend gelesen.

Leider muss ich sagen, dass ich enttäuscht wurde.
Tony sitzt im Gefängnis und hat an der Haupthandlung kaum Anteil, die Geschichten über seinen Gefängnisalltag fand ich langweilig und der Storyline nicht zuträglich.

Auch Carol ist längst nicht wieder das was sie mal war, immerhin geht sie ihre Probleme an und scheint langsam wieder in die Spur zu kommen.
Die Haupthandlung, das bzw. die Verbrechen sind nicht im mindesten interessant und die Gedankenspiele des "Bösewichts" wirken konstruiert und passen irgendwie nicht in die Geschichte.

Das ganze Buch besteht aus vielen Handlungssträngen von denen man hofft, dass sie am Ende sinnvoll zusammengeführt werden, was leider nicht der Fall ist.

Nach der Lektüre des Buches habe ich mich gefragt was das jetzt sollte. Ich hoffe, es diente nur als Füllmaterial, um im nächsten Band wieder zur gewohnten Spannung mit Suchtfaktor zurückzukehren. Andernfalls sollte man darüber nachdenken die Serie lieber an dieser Stelle einzustellen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.08.2020

Unterhaltsam mit Tiefgang

Ein Mann der Kunst
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Der Erzähler berichtet aus der Ich-Perspektive von einer sogenannten Bildungsreise, die er gemeinsam mit einer Reihe von Mitgliedern eines Frankfurter Fördervereins in den Rheingau unternimmt. Ziel dieser ...

Der Erzähler berichtet aus der Ich-Perspektive von einer sogenannten Bildungsreise, die er gemeinsam mit einer Reihe von Mitgliedern eines Frankfurter Fördervereins in den Rheingau unternimmt. Ziel dieser Fahrt ist es, den zurückgezogen auf einer Burg lebenden Künstler KD Pratz kennenzulernen und ihm im Anschluss ggf. einen Teil des geplanten Anbaus eines Museums zu widmen.
Aufgrund der verschrobenen Art des Künstlers sowie der Eigenheiten der einzelnen Teilnehmer verläuft dieser Ausflug nicht wie geplant harmonisch.

Das Buch hat mich auf überraschende Weise angesprochen und berührt. Meine anfängliche Erwartung, eine amüsante Geschichte zu lesen, wurde von dieser feinfühligen und doch witzigen Erzählung bei weitem übertroffen.
Auf unterhaltsame Art und Weise und mit wenigen, aber klaren Worten, schafft es der Autor sehr prägnante und authentische Bilder der einzelnen Charaktere zu zeichnen.

Nichts ist wie erwartet: weder ist das Buch "nur" eine witzige Erzählung noch ist alles/jeder so einfach mit einem Stempel zu versehen, wie die Mitglieder der Reisegruppe (und der Leser selbst) das anfangs tun. Man taucht in den Kopf des Erzählers ein und erlebt im Laufe der Erzählung, wie sich dessen Einstellung ändert. Ebenso wird ein jeder in der Gruppe durch die direkte Art des Künstlers zum Nachdenken und Reflektieren des eigenen Denkens und Verhaltens bewegt. Auchh als Leser kann man sich diesem Prozess nicht entziehen.
Es werden viele gesellschaftskritische Themen angerissen und ein Einblick in eine Künstlerseele gewährt, über die ich auch nach Abschluss des Buches noch eine Weile nachdenken werde.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere