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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.01.2023

Großartig erzählt

Galatea
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In Ovids Mythos hat Pygmalion eine Frau aus Elfenbein erschaffen und sich in sie verliebt. Er bittet die Göttin Venus, sie zum Leben zu erwecken. Madeline Miller spinnt die Geschichte Galateas als Pygmalions ...

In Ovids Mythos hat Pygmalion eine Frau aus Elfenbein erschaffen und sich in sie verliebt. Er bittet die Göttin Venus, sie zum Leben zu erwecken. Madeline Miller spinnt die Geschichte Galateas als Pygmalions Gefangene in ihrem gleichnamigen Büchlein weiter und gibt ihr so eine Stimme und einen eigenen Willen.

Die großartig erzählte Kurzgeschichte wird durch wunderschöne Illustrationen ergänzt und abgerundet.

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Veröffentlicht am 28.11.2022

Eine großartige Biographie

Der Geigenbauer
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Edvard Hoem erzählt die Geschichte seines Vorfahren Lars Olsen Hoem. Dieser wächst im späten 18. Jahrhundert in Norwegen auf. Nach einem Streit mit seinem Bruder Pe, verlässt er seine Heimat und nimmt ...

Edvard Hoem erzählt die Geschichte seines Vorfahren Lars Olsen Hoem. Dieser wächst im späten 18. Jahrhundert in Norwegen auf. Nach einem Streit mit seinem Bruder Pe, verlässt er seine Heimat und nimmt als Matrose an der Seeschlacht um Kopenhagen teil. Er gerät in Gefangenschaft und lernt einen Geigenbauer kennen und weckt in ihm das Interesse an dieser Handwerkskunst. Schließlich lässt er sich mit seiner Frau Gunhild als Geigenbauer nieder.

Hoem fängt die Atmosphäre der damaligen harten Zeit hervorragend ein und beschreibt die Widrigkeiten und schweren Lebensumstände überzeugend. Sein Erzählstil ist nüchtern und sachlich, trotzdem füllt er die Informationen, die er über seinen Vorfahren zusammengetragen hat geschickt mit Leben und flicht von Zeit zu Zeit eigene Kommentare in die Geschichte ein.

Eine großartige Biographie und ein tolles Lesevergnügen!

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Veröffentlicht am 28.11.2022

Langatmig und langweilig

Beethovens Geliebte
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Babette Koch wächst gemeinsam mit Ludwig van Beethoven auf. Ihre Mutter, Wirtin eines Wirtshauses, das von der gehobenen Gesellschaft frequentiert wird, wünscht sich für sie eine gute Partie, am liebsten ...

Babette Koch wächst gemeinsam mit Ludwig van Beethoven auf. Ihre Mutter, Wirtin eines Wirtshauses, das von der gehobenen Gesellschaft frequentiert wird, wünscht sich für sie eine gute Partie, am liebsten einen Fürsten zum Mann. Aber für Babette kommt nur Beethoven in Frage.

Babette wird als fortschrittliche Frau mit eigenem Kopf beschrieben. Ihre Fixierung auf Beethoven und ihre Ablehnung aller anderen Männer unterstreicht dies. Der ganze Roman dreht sich nur darum, wie sie Beethoven für sich gewinnen möchte. Dadurch empfinde ich die Geschichte als langatmig und langweilig. Leider vermag mich die Autorin auch nicht ins 18. Jahrhundert zu versetzen, sie beschreibt zwar die Umstände der damaligen Zeit, kann aber die Atmosphäre für mich nicht einfangen.

Die Geschichte ist gut recherchiert und bietet einiges an Informationen über Beethoven, die mir bisher unbekannt waren. Trotzdem kann sie mich einfach nicht fesseln.

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Veröffentlicht am 19.11.2022

Liebesgeschichte und historischer Roman

Salz und Schokolade (Die Halloren-Saga 1)
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Irene wächst als Tochter des Schokoladenfabrikanten Friedrich Mendel in Halle an der Saale auf. Sie ist begeistert von der Pralinenproduktion und arbeitet im Familienunternehmen mit. Doch die Zeiten ändern ...

Irene wächst als Tochter des Schokoladenfabrikanten Friedrich Mendel in Halle an der Saale auf. Sie ist begeistert von der Pralinenproduktion und arbeitet im Familienunternehmen mit. Doch die Zeiten ändern sich und die russischen Besatzer und die SED beherrschen auch schon in den 1950er Jahren das tägliche Leben.

Amelia Martin beschreibt das Schicksal von Irene und ihrer Familie, das untrennbar mit der Geschichte der Hallensischen Schokoladenfabrik verbunden ist, mitreißend und spannend. Sie hat die Umstände der damaligen Zeit authentisch eingefangen. Die beklemmende Atmosphäre, die durch die Übergriffe der russischen Soldaten und die Überwachung durch die Partei entsteht, beschreibt sie plastisch und überzeugend.

Der Titel ist wenig einfallsreich, beschreibt aber, was Halle in der damaligen Zeit ausgemacht hat - Salz und Schokolade.

Der erste Teil der Familiensaga ist Liebesgeschichte und historischer Roman zugleich und lässt auf eine packende Fortsetzung hoffen.

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Veröffentlicht am 08.11.2022

Kraftvoll und bilderreich

Simón
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Im Jahr 1992 ist Simón acht Jahre alt, er wächst in einer Bar am Stadtrand von Barcelona auf. Sein engster Freund und Vertrauter, seine Bezugsperson ist sein zehn Jahre älterer Cousin Rico. Als dieser ...

Im Jahr 1992 ist Simón acht Jahre alt, er wächst in einer Bar am Stadtrand von Barcelona auf. Sein engster Freund und Vertrauter, seine Bezugsperson ist sein zehn Jahre älterer Cousin Rico. Als dieser im Sommer plötzlich verschwindet, begibt sich Simón auf die Suche, bei der wir ihn bis ins Jahr 2o18 begleiten.

Miqui Otero ist mit "Simón" ein dichter, atmosphärischer Roman gelungen, der Simóns Erwachsenwerden in einfachen Verhältnissen beschreibt, aber auch eine Hommage an die (Bücher-)Stadt Barcelona ist. Die leise, trotzdem kraftvolle, bilderreiche Sprache erzeugt eine ganz besondere Stimmung und Ruhe. Anfangs fiel mir der Zugang etwas schwer, aber umso mehr ich mich auf die Geschichte einließ, umso mehr Freude hatte ich daran.

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