Platzhalter für Profilbild

maggiem

Lesejury Star
offline

maggiem ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit maggiem über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2025

Eine Hommage an Agnes von Habsburg und Ungarn

Ein geschwind listig Wib
0

Der Buchtitel „ein geschwind listig Wib“ mit der mittelhochdeutschen Schreibweise und dem Kirchenfenster der Heiligen Clara (nicht von Agnes) hat meine Aufmerksamkeit sofort bekommen. Ich kannte die Autorin ...

Der Buchtitel „ein geschwind listig Wib“ mit der mittelhochdeutschen Schreibweise und dem Kirchenfenster der Heiligen Clara (nicht von Agnes) hat meine Aufmerksamkeit sofort bekommen. Ich kannte die Autorin vorher nicht. Die Leseprobe hat mich begeistert und so war ich froh, dass ich das Buch bei einer Verlosung von lovelybooks gewonnen habe. Als ich das Buch in den Händen hielt, war mein erster Eindruck sofort sehr positiv und dieser Eindruck blieb auch bis zum Ende des Buches. Die optische Aufmachung (Buchcover, die vordere Buchinnenseite enthält eine historische Karte vom Habsburger Reich zum Zeitpunkt von Agnes, Struktur mit Aufteilung in 4 Teile sowie Nennung der Jahreszahlen und des jeweiligen Ortes) und das Bonusmaterial (Personenverzeichnis, Ortsverzeichnis, Worterklärungen, Abbildungen, Zeittafel, der 'Agnesenmantel' und das Nachwort der Autorin) hat mich begeistert. Vor allem anhand des Bonusmaterials habe ich das Herzblut der Autorin gespürt. Besonders hervorheben möchte ich noch die visuelle Trennung der Kapiteln in Zwischenabschnitte mit einem Abbild des heraldischen Adlers, das mir sehr gefiel.
Ich konnte mir alle Protagonisten richtig gut vorstellen und meine uneingeschränkte Sympathie galt hierbei Agnes, die eine starke Persönlichkeit war. Der zweite Erzählstrang wird aus der Perspektive des einfachen Salzhändler(gehilfen) Lajos erzählt, der die Wahrnehmung der Bevölkerung zu den politischen Ereignissen beschreibt. Die Verknüpfung von beiden Erzählsträngen fand ich sehr gelungen, vor allem weil der Schwerpunkt auf dem ersten Erzählstrang mit Agnes von Ungarn lag.
Ich fühlte mich direkt in die damalige Zeit versetzt. Dies lag unter anderem auch an den historischen Bezeichnungen (z.B. die Stadt 'Ofen' statt 'Buda'). Da lateinische Formulierungen anschließend erläutert wurden, blieb mein Lesefluss weiterhin flüssig. Meine Lesegeschwindigkeit an sich war aufgrund der vielen interessanten Informationen, die in den Seiten gepackt wurden, im Vergleich zu sonstigen „leichten“ historischen Romanen, automatisch etwas langsamer, was mich jetzt aber absolut nicht störte.
Fazit:
Es ist eine sehr empfehlenswerte niveauvolle Romanbiographie über Agnes von Ungarn

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.03.2025

London Bridge is falling down

Die Brücke von London
0

Der erste Eindruck des Buchs „Die Brücke von London“ von Julius Arth war sehr positiv. Das Cover ist typisch für einen historischen Roman und gefällt mir sehr gut. Man sieht im Vordergrund die Hauptprotagonisten ...

Der erste Eindruck des Buchs „Die Brücke von London“ von Julius Arth war sehr positiv. Das Cover ist typisch für einen historischen Roman und gefällt mir sehr gut. Man sieht im Vordergrund die Hauptprotagonisten Juliana und Alder, die entsprechend der damaligen Zeit gekleidet sind sowie im Hintergrund das historische London.
Aufgrund der in der hinteren Buchinnenseite dargestellten Londoner Brücke konnte ich mir diese sehr gut vorstellen. Ich bin immer über diese zusätzlichen Boni sehr angetan. Leider fehlt in diesem Buch ein Nachwort mit einer historischen Information über diese Londoner Brücke. Des Weiteren habe ich einen historischer Stadtplan von London vermisst. Ich genieße es immer, wenn ich die Laufwege der Protagonisten gedanklich mitgehen kann.
Die Überschriften der angenehm kurzen Kapiteln sind mit einer Jahreszahl und Ortsnamen versehen, so dass ich beide Zeitebenen mühelos folgen konnte. Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen. Die bildhafte Sprache hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.
Ich fand die Hauptprotagonistin Juliana authentisch und habe mit ihr mitgelitten. Auch Alder und Oliver waren mir von Beginn an sympathisch.
Es zieht sich ein beständiger Spannungsbogen durch das gesamte Buch. Ich fühlte mich auch die ganze Zeit mitten im Geschehen und habe mit den Hauptprotagonisten mitgefühlt. Am Ende des Buches blieben allerdings noch Fragen offen.
Fazit:
Da ich das Buch ganz gerne gelesen habe, kann ich es weiterempfehlen

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.03.2025

Ludwig der Fromme und sein Familienkampf

Das Erbe der Karolinger
6

Anhand des Buchtitels erkannte ich sofort, dass es sich um einen historischen Roman handelt. Das vor allem in schwarz gehaltene Buchcover sieht außergewöhnlich aus und sprach mich direkt an. Erst auf den ...

Anhand des Buchtitels erkannte ich sofort, dass es sich um einen historischen Roman handelt. Das vor allem in schwarz gehaltene Buchcover sieht außergewöhnlich aus und sprach mich direkt an. Erst auf den zweiten Blick habe ich den Mond und die Mondfinsternis, die Kaiser Ludwig, der Fromme kurz vor seinem Unfall im Jahr 817 gesehen hat, erkannt. Dieses als Zeichen Gottes interpretierend, regelt er seine Nachfolgerschaft und ernennt seinen ältesten Sohn Lothar zum Mitkaiser. Der Roman endet im Jahr 840 mit dem Tod von Ludwig dem Frommen.
Mein erster Eindruck des Buches war sehr positiv und dieser Eindruck blieb bis zum Ende des Buches. Die optische Aufmachung (Buchcover, Buchinnenseiten mit historischer Karte von Europa zum Zeitpunkt von Ludwig des Frommen, Struktur mit Aufteilung in 5 Teile sowie Nennung der Jahreszahlen) gefällt mir sehr gut. Das vorhandene Nachwort mit weiteren historischen Informationen fand ich super.
Die Hauptprotagonisten wurden glaubhaft beschrieben. So galt meine uneingeschränkte Sympathie dem Kaiserpaar Ludwig und seiner zweiten Ehefrau Judith. Beide gehen sehr respekt- und liebevoll miteinander um. Judith ist mir mit ihrer selbstlosen Art dabei besonders ans Herzen gewachsen. Auch Judiths Schwester Emma hatte meine uneingeschränkte Sympathie. Ich hatte mich für sie gefreut, dass sie und Ludwig (der Jüngere), ebenfalls Sohn aus erster Ehe von Kaiser Ludwig aus Liebe geheiratet haben. Ludwigs weitere Söhne aus erster Ehe, vor allem sein ältester Sohn Lothar wurde mir durch seine unbeherrschte, brutale und respektlose Art immer unsympathischer. Pippins Verhalten konnte ich nachvollziehen.
Es zieht sich ein beständiger Spannungsbogen durch das gesamte Buch. Die Seiten fliegen nur so dahin und ich habe jede einzelne Seite der 816 Seiten genossen. Ich fühlte mich auch die ganze Zeit mitten im Geschehen und habe mit den Hauptprotagonisten mitgefühlt oder war über deren Verhalten verärgert.
Fazit:
Absolute Kauf- und Leseempfehlung

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 09.02.2025

Elisabeth schwimmt sich frei

Blumen im Schuh
0

Ich kannte bisher von der Autorin Annette Spratte nur historische Romane, die mir alle sehr gut gefallen haben. Daher war ich ganz gespannt, wie mir nun dieses Buch „Blumen im Schuh“ gefallen würde. Mein ...

Ich kannte bisher von der Autorin Annette Spratte nur historische Romane, die mir alle sehr gut gefallen haben. Daher war ich ganz gespannt, wie mir nun dieses Buch „Blumen im Schuh“ gefallen würde. Mein erster Eindruck war gleich sehr positiv. Mir gefällt das Buchcover mit dem Bauernhof und dem dazugehörigen idyllischen Garten sehr gut. Dieser positive Eindruck setzte sich dann fort, als ich mit dem Lesen begann. So war ich bereits ab der ersten Seite mitten in der Geschichte drin und habe mit der Ich-Erzählerin gefühlt, gelitten und gelacht. Mir war auch ihre Schwägerin Anja sofort sehr sympathisch, da diese so selbstlos hilfsbereit war.
Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin in diesem Buch sehr empathisch ihre eigene Lebenserfahrung mit einfließen ließ. Somit diente mir diese Geschichte nicht nur als Unterhaltung, sondern gleichzeitig auch als Denkanstoß.
Fazit:
Es ist ein interessantes, vielschichtiges Buch, das ich sehr gerne gelesen habe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.01.2025

Charlotte trifft Friedrich Schiller

Die Gabe der Sattlerin
0

Der Autor Ralf H. Dorweiler schafft es mit diesem historischen Roman den heute bekannten Friedrich Schiller, sein Schauspiel 'die Räuber', das weltbekannte Gestüt Marbach, den realen Räuberhauptmann Hannikel ...

Der Autor Ralf H. Dorweiler schafft es mit diesem historischen Roman den heute bekannten Friedrich Schiller, sein Schauspiel 'die Räuber', das weltbekannte Gestüt Marbach, den realen Räuberhauptmann Hannikel mit seiner Bande raffiniert und auf eine sehr unterhaltsame Weise in die fiktive Geschichte um die Sattlerin Charlotte einzubinden. Nebenbei lernen wir auch den Herzog Carl Eugen von Württemberg kennen. Dieses Buch hat mich vor allem auch deshalb interessiert, da ich zuvor von diesem Autor das Buch 'die Mission des Goldwäschers' gelesen hatte. Dort wurde Wolfgang von Goethe und die Suche nach dem Nibelungenschatz in die fiktive Handlung eingeflochten. Wie gewohnt ist der Schreibstil des Autors flüssig und einfach zu lesen. Manche Ereignisse konnte ich vorab erahnen, einige Wendungen kamen überraschend und auch das Ende überraschte mich.
Fazit:
Von mir eine Kaufempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere