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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.09.2025

Ein berührendes Buch über Verlust, Hoffnung und Neuanfang

Eine Insel im Meer
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Eine Insel im Meer hat mich sehr berührt. Das Cover ist schlicht, aber stimmungsvoll und macht sofort neugierig. Erzählt wird von zwei Schwestern, die Ende der 30er-Jahre nach Schweden geschickt werden ...

Eine Insel im Meer hat mich sehr berührt. Das Cover ist schlicht, aber stimmungsvoll und macht sofort neugierig. Erzählt wird von zwei Schwestern, die Ende der 30er-Jahre nach Schweden geschickt werden – mehr verrate ich nicht, damit nichts gespoilert wird 😉.

Die Autorin bringt die Gefühle der Mädchen wunderbar rüber: Heimweh, Unsicherheit, aber auch kleine Hoffnungen. Der Schreibstil ist angenehm und klar, sodass man schnell in die Geschichte hineinfindet. Besonders Steffi mit ihren inneren Konflikten wirkt sehr authentisch.

Auch die ruhigeren Passagen passen gut zur Stimmung. Mir gefällt besonders, dass die Geschichte nicht nur historische Fakten erzählt, sondern die persönlichen Gefühle in den Vordergrund rückt. Insgesamt ist es ein einfühlsames Buch, das nachhallt – und das ich Jugendlichen wie Erwachsenen absolut empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Frauen, Politik und ein Hauch 70er-Jahre-Flair

Die Frau der Stunde
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Das Cover von Die Frau der Stunde gefällt mir sehr gut – elegant, etwas retro und genau passend zur politischen Atmosphäre der späten 70er Jahre. Schon nach den ersten Seiten war ich mitten drin: Musik, ...

Das Cover von Die Frau der Stunde gefällt mir sehr gut – elegant, etwas retro und genau passend zur politischen Atmosphäre der späten 70er Jahre. Schon nach den ersten Seiten war ich mitten drin: Musik, Bars in Brüssel, starke Dialoge – die Stimmung ist sofort greifbar.

Besonders spannend finde ich, wie Heike Specht Politik, Macht und das Private verwebt. Man merkt, dass sie sich mit historischen Hintergründen auskennt, trotzdem liest sich das Buch wie ein packender Roman, nicht wie ein Geschichtsbuch. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und mit genau dem richtigen Tempo – ich habe die Szenen klar vor Augen gehabt.

Die drei Hauptfiguren, Catharina, Suzanne und Azadeh, wirken sehr lebendig. Sie sind unterschiedlich, haben Ecken und Kanten, und gerade dadurch habe ich mich sofort für sie interessiert. Man spürt ihre Stärke, aber auch ihre Verletzlichkeit, was sie authentisch macht.

Ein atmosphärischer Roman mit starken Frauenfiguren, spannender Handlung und einem tollen Zeit Kolorit. Ich empfehle das Buch allen, die historische Geschichten mögen, aber Wert auf glaubwürdige Charaktere und gute Unterhaltung legen.

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Veröffentlicht am 19.09.2025

Schonungslos, offen und ehrlich

Amazonenbrüste
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Reyhan Sahin habe ich in meiner Jugend als Rapperin verfolgt – umso spannender war es für mich, sie nun in einem so persönlichen und ernsten Kontext zu erleben. In Amazonenbrüste schreibt sie schonungslos ...

Reyhan Sahin habe ich in meiner Jugend als Rapperin verfolgt – umso spannender war es für mich, sie nun in einem so persönlichen und ernsten Kontext zu erleben. In Amazonenbrüste schreibt sie schonungslos offen über ihre Brustkrebsdiagnose und den Weg durch Angst, Zweifel und Therapie. Gleich zu Beginn wird man unmittelbar in ihre Gefühlswelt hineingezogen – zwischen Panikattacken, schwarzem Humor und Momenten großer Verletzlichkeit. Der Schreibstil ist direkt, manchmal derb, oft sehr emotional, was die Lektüre eindringlich, aber nicht immer leicht macht.

Besonders berührt hat mich die Ehrlichkeit, mit der die Autorin auch Schwäche, Scham und Wut beschreibt. Dadurch entsteht ein authentisches Bild davon, wie es ist, mit einer solch existenziellen Krankheit zu leben. Manchmal wirkt der Ton allerdings etwas überladen oder bewusst provokant, was nicht jedem gefallen dürfte.

Inhaltlich überzeugt das Buch durch seine Mischung aus persönlicher Geschichte, feministischer Haltung und dem Willen, andere Betroffene sichtbar zu machen. Es zeigt, dass Krebs nicht nur eine medizinische Diagnose ist, sondern das ganze Leben und Umfeld verändert.

Insgesamt ist Amazonenbrüste kein „leichter“ Ratgeber, sondern ein intensiver Erfahrungsbericht, der aufrüttelt und bewegt. Wer bereit ist, sich auf die emotionale Wucht einzulassen, findet hier ein ehrliches, starkes und manchmal unbequemes Buch über Krankheit, Überleben und Selbstbehauptung.

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Veröffentlicht am 09.09.2025

Sehr düstere Fantasy

Zeitbrand: Genesis
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Das Cover von Zeitbrand: Genesis hat mich sofort angesprochen. Es wirkt düster und geheimnisvoll, was gut zur Atmosphäre der Geschichte passt und meine Neugier geweckt hat. Die Gestaltung vermittelt direkt, ...

Das Cover von Zeitbrand: Genesis hat mich sofort angesprochen. Es wirkt düster und geheimnisvoll, was gut zur Atmosphäre der Geschichte passt und meine Neugier geweckt hat. Die Gestaltung vermittelt direkt, dass es sich um ein actionreiches und intensives Fantasy-Abenteuer handelt. Außerdem ist der Farbschnitt wirklich schön.

Die Geschichte selbst spielt in einer Welt, die von starken Gegensätzen geprägt ist. Besonders gut hat mir gefallen, wie klar der Kontrast zwischen Arm und Reich herausgearbeitet wurde – diese gesellschaftliche Spannung gibt der Handlung Tiefe und macht sie glaubwürdig. Die Idee hinter der Story fand ich spannend, allerdings fiel es mir stellenweise schwer, der Handlung zu folgen. Das lag vor allem daran, dass die Kapitel zwischen sechs verschiedenen Charakteren wechseln. Dadurch bekommt man zwar viele unterschiedliche Perspektiven, gleichzeitig wird es aber leicht verwirrend.

Der Schreibstil war für mich sehr wechselhaft. In manchen Passagen war er leicht und verständlich, sodass sich die Seiten schnell lesen ließen. Besonders in den Kampfszenen haben mir die kurzen, prägnanten Sätze gefallen, die die Spannung perfekt eingefangen haben. In anderen Momenten hingegen wurden sehr lange, komplexe Sätze verwendet, die das Lesen erschwert und das Tempo der Handlung gebremst haben. Dieser Wechsel hat meinen Lesefluss immer wieder unterbrochen.

Mit den Figuren konnte ich leider nicht wirklich warm werden. Keiner der Protagonisten war mir besonders sympathisch, was es mir schwer machte, eine emotionale Bindung aufzubauen. Sehr interessant fand ich jedoch die Dynamik zwischen Rhea und ihrem Drachen – hier hätte ich mir gewünscht, dass diese Beziehung noch stärker in den Vordergrund gerückt wird, da sie viel Potenzial bietet.

Alles in allem konnte mich Zeitbrand: Genesis nicht vollständig überzeugen. Es bietet spannende Ideen, eine düstere, komplexe Welt und viel Action, war mir persönlich aber zu brutal und stellenweise zu unübersichtlich. Ich empfehle das Buch vor allem Leserinnen und Lesern, die düstere Fantasy mögen, kein Problem mit expliziten Kampfszenen haben und komplexe Erzählstrukturen schätzen. Wer hingegen sensibel auf Gewalt reagiert oder klare, leicht nachvollziehbare Handlungsstränge bevorzugt, wird möglicherweise weniger Freude daran haben.

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