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Veröffentlicht am 11.11.2025

Eine unerwartete Lebensreise

Mr. Saitos reisendes Kino
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Zum Inhalt:
Tango und Schuhe bestimmen das Leben der temperamentvollen Argentinierin Fabiola, und so kam es, dass ihre Tochter Lita auf einer Tanzfläche 1927 gezeugt wurde. Fabiolas Verhalten führt dazu, ...

Zum Inhalt:
Tango und Schuhe bestimmen das Leben der temperamentvollen Argentinierin Fabiola, und so kam es, dass ihre Tochter Lita auf einer Tanzfläche 1927 gezeugt wurde. Fabiolas Verhalten führt dazu, dass beide ihre Heimat Buenos Aires fluchtartig verlassen müssen. Unterschlupf finden sie unfreiwillig auf Upper Puffin Island. Während Fabiola immer wieder aus dieser Inselgemeinschaft ausbrechen muss, hat Lita hier ihre Heimat gefunden. Mit dem Eintreffen von Mr. Saito und seinem Wanderkino eröffnen sich nach und nach für Lita und ihre beste Freundin Oona neue Welten und eine Zukunft.

Meine Meinung:
Titel, sowie Klapptext haben meine Neugier auf dieses Buch geweckt. Wurden meine Erwartungen erfüllt? Ja und Nein. Die Autorin bietet einen schönen Schreibstil, der flüssig zu lesen ist. Leider sind manchmal die Übergänge nicht immer gut gelungen und ich dachte, ich hätte etwas überlesen.
Während ich die Erzählung von der Zeugung Litas bis zu ihrem Leben auf Upper Puffin gelesen habe, konnte ich abtauchen in Litas und Oonas Welt. Manchmal passiert etwas Interessantes, manches Mal nicht. Nach einer gewissen Zeit plätschert es so vor sich hin. Selbst das Eintreffen von Mr. Saito bringt zunächst etwas Unruhe, geht aber dann in gewohnte Bahnen über. Hier hätte man ruhig etwas kürzen können. Doch nach gut zwei Dritteln des Buches eröffnete sich mir die Schönheit der Geschichte. Ich litt mit Lita und vergoss Tränen, ich entdeckte mit ihr und Oona die atemberaubende Schönheit, die Mr. Saito gesehen hat, ich machte mich zusammen mit den Beiden auf in die Großstadt und durfte sie auf dem Weg in ihre Zukunft begleiten. Stets ruhig im Hintergrund: Mr. Saito mit seinem Wanderkino und seinem behutsamen Erkennen und Fördern. Trotz mancher Länge fühlte ich mich gut unterhalten.

Fazit:
Eine ruhige Geschichte über den Zusammenhalt einer Gemeinschaft, die zur Familie wird.

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Veröffentlicht am 28.10.2025

Churchills Spionagefrauen

Wir dachten, das Leben kommt noch
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Zum Inhalt:
Die BBC-Moderatorin berichtet in ihrer Sendung „Woman‘s Hour“ von vergessenen und unbekannten Frauen, die Konventionen durchbrochen und Grenzen gesprengt haben. Nun soll sie ein Buch schreiben ...

Zum Inhalt:
Die BBC-Moderatorin berichtet in ihrer Sendung „Woman‘s Hour“ von vergessenen und unbekannten Frauen, die Konventionen durchbrochen und Grenzen gesprengt haben. Nun soll sie ein Buch schreiben über Frauen, die im 2. Weltkrieg für die Special Operations Executive in Frankreich als Spioninnen tätig waren. Gleichzeitig erhält Pat Conway ein Schreiben, in dem sie um ihre Mithilfe gebeten wird, da man diese Frauen mit dem Buch würdigen will und ihre Schwester als herausragende Agentin galt. Aber nicht nur ihre Schwester Simone war dort im Einsatz, sondern sie selbst auch. Aufgewühlt muss sich Pat ihrer Vergangenheit stellen. Ob sie dadurch das Leben findet, auf das sie immer noch wartet?

Meine Meinung:
Elisabeth Sandmann erzählt eine fiktionale Geschichte über den tatsächlichen Einsatz englischer Frauen der Special Operations Executive während des 2. Weltkriegs in Frankreich und gibt somit diesen mutigen Frauen ein Gesicht. Bisher hatte ich von dem Einsatz der Frauen nichts gehört. Im Mittelpunkt steht Pat, die sich ihrer Vergangenheit stellen muss. Durch Rückblenden konnte ich von ihrem gefährlichen Einsatz und von der Eifersucht auf ihre Schwester erfahren und was es mit einer roten Weste auf sich hat. Schuldgefühle und Geheimhaltung schränken sie in ihrem Leben nach dem Krieg ein. Interessanterweise erfährt auch Gwen, dass ihre Großmutter zu der Zeit in Paris lebte und Kontakte pflegte. Gegenwart und Vergangenheit werden beide gleichermaßen detailliert präsentiert und gut zusammengefügt.
Zu den Protagonistinnen konnte ich durch die etwas nüchterne Erzählweise leider keine richtige Beziehung aufbauen, doch Pats Gefühle, vor allem ihre Verletzlichkeit, waren für mich gut nachvollziehbar. Teilweise empfand ich das Drumherum mit einigen Nebenprotagonisten als langatmig und das nahm dem Ganzen die Spannung. Letztendlich war die Story interessant und informativ, denn ich lese gerne über starke Frauen, die in Vergessenheit geraten sind.

Fazit:
Wer sich für Agentinnen im 2. Weltkrieg interessiert, wird hier ein neues Kapitel der Geschichte erfahren.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Hilfreiche Tipps zur Nachlassregelung

Der große Erbschaftsratgeber
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Niemand beschäftigt sich gerne mit seinem eigenen Tod, doch wie schnell kann alles vorbei sein und dann? Streit ums Erbe, wer erhält was?

Von Vorüberlegungen für die richtige Vermögensnachfolge bis zur ...

Niemand beschäftigt sich gerne mit seinem eigenen Tod, doch wie schnell kann alles vorbei sein und dann? Streit ums Erbe, wer erhält was?

Von Vorüberlegungen für die richtige Vermögensnachfolge bis zur Erbschafts- und Schenkungssteuer ist alles gut beschrieben. Dieses Buch ist für mich gerade jetzt aufgrund eines Todesfalles in der Familie besonders interessant. Denn ich kann nachlesen, was auf mich zukommt, und jetzt schon die richtigen Überlegungen als Erblasser anstellen. Wie gestalte ich mein Testament und welche möglichen Formen gibt es? Musterformulare kann man sich herunterladen und in Ruhe durcharbeiten, um später bei seinem Testament nichts zu vergessen. Erben und Vererben ist nicht einfach und es gibt dabei viel zu beachten, um sein Erbe in die gewünschten Hände zu geben.
H. Bretzinger hat in diesem Buch gesetzliche und wirtschaftliche Gestaltungsmöglichkeiten umfangreich und verständlich aufgezeigt. Da ich dieses Buch bisher als E-Book besitze, werde ich es mir allerdings noch als Buch kaufen, damit ich mich intensiver damit beschäftigen kann und um einzelne Passagen schneller nachzulesen.

Fazit:
Empfehlenswerter wichtiger Ratgeber zur Nachlassregelung

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 10.09.2025

Hilfreiche Tipps zur Nachlassregelung

Der große Erbschaftsratgeber
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Niemand beschäftigt sich gerne mit seinem eigenen Tod, doch wie schnell kann alles vorbei sein und dann? Streit ums Erbe, wer erhält was?

Von Vorüberlegungen für die richtige Vermögensnachfolge bis zur ...

Niemand beschäftigt sich gerne mit seinem eigenen Tod, doch wie schnell kann alles vorbei sein und dann? Streit ums Erbe, wer erhält was?

Von Vorüberlegungen für die richtige Vermögensnachfolge bis zur Erbschafts- und Schenkungssteuer ist alles gut beschrieben. Dieses Buch ist für mich gerade jetzt aufgrund eines Todesfalles in der Familie besonders interessant. Denn ich kann nachlesen, was auf mich zukommt, und jetzt schon die richtigen Überlegungen als Erblasser anstellen. Wie gestalte ich mein Testament und welche möglichen Formen gibt es? Musterformulare kann man sich herunterladen und in Ruhe durcharbeiten, um später bei seinem Testament nichts zu vergessen. Erben und Vererben ist nicht einfach und es gibt dabei viel zu beachten, um sein Erbe in die gewünschten Hände zu geben.
H. Bretzinger hat in diesem Buch gesetzliche und wirtschaftliche Gestaltungsmöglichkeiten umfangreich und verständlich aufgezeigt. Da ich dieses Buch bisher als E-Book besitze, werde ich es mir allerdings noch als Buch kaufen, damit ich mich intensiver damit beschäftigen kann und um einzelne Passagen schneller nachzulesen.

Fazit:
Empfehlenswerter wichtiger Ratgeber zur Nachlassregelung

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  • Handlung
Veröffentlicht am 10.09.2025

Dramatische Vergangenheit

Die Verlorene
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Zum Inhalt:
Laura fühlte sich, anders als ihre Mutter Ellen, mit ihrer Großmutter Änne verbunden.
Doch ihre Großmutter hat nie viel aus ihrer Vergangenheit erzählt, einzig das sie auf dem Pappelhof in ...

Zum Inhalt:
Laura fühlte sich, anders als ihre Mutter Ellen, mit ihrer Großmutter Änne verbunden.
Doch ihre Großmutter hat nie viel aus ihrer Vergangenheit erzählt, einzig das sie auf dem Pappelhof in Schlesien aufgewachsen ist. Beim Ordnen ihres Nachlasses finden Laura und Ellen ein halbes Bild, auf dessen Rückseite der Name Louise steht, die Frau auf dem Foto sieht ihrer Großmutter sehr ähnlich. Lauras Neugier ist geweckt und sie möchte mehr über den Pappelhof in Schlesien und das Leben ihrer Großmutter wissen. Sie begibt sich auf Spurensuche und findet eine tragische Familiengeschichte, die alles infrage stellt.

Meine Meinung:
Gegenwart und Rückblenden wechseln sich ab. Die Abschnitte sind jedoch nicht gesondert gekennzeichnet oder haben einen größeren Absatz und zunächst dachte ich manchmal, da passt jetzt aber was nicht zusammen, daran musste ich mich zunächst erst gewöhnen.
Der Schreibstil ist bildgewaltig, vor allem was die Beschreibung des Pappelhofes angeht und auch die Geschehnisse auf dem Hof, während und nach dem Krieg. Das Leben war nicht einfach, trotzdem hat die Familie zusammengehalten und ihre Angestellten sowie Zwangsarbeiter gut behandelt. Natürlich gab es auch damals schon ein großes Geheimnis und dies führte auch zu einer Katastrophe mit ungeahnten Folgen.
Die Geschichte ist geprägt von Kriegsgeschehen, Heimatverlust, Traumata und Identitätsfindung, dementsprechend begleitete mich eine melancholische Stimmung, die sich durch das ganze Buch zog. Lauras Neugier und die Suche nach ihrer Herkunft konnte ich nachempfinden und die Vergangenheit auf dem Pappelhof war für mich spannend und bewegend, doch leider fand ich zu den Protagonistinnen keinen richtigen Draht.
Die Auflösung zum Schluss hat mich teilweise überrascht und erschüttert, ungeachtet dessen, konnte ich nicht ganz verstehen, weshalb das Verhältnis zwischen Ellen und Änne in ihrer neuen Heimat nicht besser war. Letztendlich hat mich die Geschichte zwar gut unterhalten aber nicht ganz abgeholt.

Fazit:
Ein Generationenroman mit dramatischen Geheimnissen, der mich bedauerlicherweise nicht ganz abgeholt hat.

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