Profilbild von marielu

marielu

Lesejury Star
offline

marielu ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit marielu über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.02.2025

Den Berserkern auf der Spur

Racheritual
0

Zum Inhalt:
Baxter Kincaid hat seinen Dienst bei der Polizei quittiert, um mit seinen eigenen Methoden zu ermitteln und arbeitet gelegentlich als Berater für das San Francisco Police Department. Als Opfer ...

Zum Inhalt:
Baxter Kincaid hat seinen Dienst bei der Polizei quittiert, um mit seinen eigenen Methoden zu ermitteln und arbeitet gelegentlich als Berater für das San Francisco Police Department. Als Opfer auftauchen, die nordische Runen auf der Stirn eingeritzt haben, übernimmt Baxter die Ermittlungen, denn dies hat er schon einmal erlebt, doch den Ravenkiller hat er vor zehn Jahren hinter Gitter gebracht. Doch wer tötet nun erneut?

Meine Meinung:
Ethan Cross wurde mit seiner Ackerman-Reihe gehypt, diese Bücher habe ich noch nicht gelesen.
Ich freute mich darauf, dass eine neue Reihe beginnt, und das Cover sowie die Beschreibung haben mich magisch angezogen.
Der flüssige Schreibstil und die kurzen Kapitel sorgen für ein zügiges Lesen.
Gegliedert ist das Buch in 3 Teile. Im ersten Teil agiert Baxter Kincaid noch als Polizist, der auf der Suche nach einigen Ritualmorden auf Steinar Hagen und seinen Berserkern stößt.
Im zweiten Teil, neun Jahre später, scheint es neue Beweise im Fall des Ravenkillers zu geben und die Chancen stehen gut das Hagen entlassen wird. Unfreiwillig wird Baxter dazu gebracht zusammen mit der FBI Agentin Isadora erneut die Spur der Berserker aufzunehmen. Durchaus interessant ist die Weiterentwicklung der Protagonisten, die ich im 1. Teil kennengelernt habe. Aufgewachsen und integriert in die nordische Mythologie ihres Vaters haben die drei unterschiedlichen Kinder des Ravenkillers ihren Weg gemacht.
Cross baut mit seinen unterschiedlichen Blickwinkeln eine gelungene Story auf, so konnte ich nicht nur Baxter, Isadora, den Mörder u.a. näher in ihren Gedanken und Gefühlen kennenlernen und der Blick auf die nordische Mhytologie und die blutigen grausamen Morde tun ihr Übriges. Dennoch hatte das Buch für mich keine konstante Spannung und wirkte teilweise langatmig.
Nach dem Hype um die Ackerman Reihe hatte ich hier hohe Erwartungen, die sich leider nicht erfüllt haben.

Fazit:
Ethan Cross legt hier einen soliden 1. Teil einer neuen Reihe vor, der mich letztendlich nicht überzeugen konnte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.02.2025

Der Teufel steckt im Detail

Nimms nicht persönlich
0

Zum Inhalt:
Lutes Partnerin will die Firma an einen großen Schweizer Investor verkaufen. Die jedoch stellt eine Bedingung, Lutes gesamte Abteilung muss vorher wegrationalisiert werden. Lute soll seine ...

Zum Inhalt:
Lutes Partnerin will die Firma an einen großen Schweizer Investor verkaufen. Die jedoch stellt eine Bedingung, Lutes gesamte Abteilung muss vorher wegrationalisiert werden. Lute soll seine loyalen Mitarbeiter dazu bewegen, selbst zu kündigen. Da er aber zu sensibel ist, dies zu tun, heuert er einfach Lombard an, um die wichtigen Personalgespräche zu führen. Tatsächlich schafft es Lombard, dass ein Mitarbeiter nach dem anderen verschwindet. Doch wie? Dies kommt Lute etwas komisch vor. Möchte er überhaupt so genau wissen, was da vor sich geht?

Meine Meinung:
Das Cover mit dem Schaf lässt zunächst einen humorvollen Roman vermuten und hat meine Neugier geweckt.
Der Roman mit seinen 272 Seiten ist aufgrund seines flüssigen Schreibstils flott zu lesen.
Zunächst war ich interessiert, wie Lute seine Misere, die sich ja anscheinend öfter in Firmen abspielt, löst. Mit dem Auftauchen von Lombard und seiner gezielten Frage, ob Lute sich absolut sicher ist, dass er die Gesprächsverhandlungen führen soll, ahnte ich schon, dass sich dies auf einer nicht üblichen Ebene abspielen wird. Was dann allerdings kam, na ja, ehrlich gesagt, konnte ich damit nichts anfangen. Ich habe zwar bis zum Schluss gelesen, doch ich frage mich immer noch, was Tom Hofland mit diesem Buch letztendlich bezweckte, denn richtig gut unterhalten fühlte ich mich nicht, zu sehr hat mir die Art, wie Lombard die Menschen verschwinden lässt, irritiert. Es wird sicher Leser geben, die an diesem Buch ihre Freude haben, mich konnte es leider nicht für sich gewinnen, vielleicht, weil es so gar nicht meinen Lesegeschmack getroffen hat.
Lieber Tom Hofland nimms nicht persönlich.

Fazit:
Bizarrer Roman über die Wegrationalisierung von Mitarbeiten. Konnte mich leider nicht für sich gewinnen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.01.2025

Dunkle Geheimnisse

Das Mörderarchiv: Der Tod, der am Dienstag kommt
0

Zum Inhalt:
Annie hat nun ihr Erbe im beschaulichen Castle Knoll angetreten und hadert noch mit ihrer Schreibblockade. Bei einem Spaziergang trifft sie auf die berüchtigte Wahrsagerin Peony Lane, die ihr ...

Zum Inhalt:
Annie hat nun ihr Erbe im beschaulichen Castle Knoll angetreten und hadert noch mit ihrer Schreibblockade. Bei einem Spaziergang trifft sie auf die berüchtigte Wahrsagerin Peony Lane, die ihr zuraunt, dass jemand Olivia Gravesdown umgebracht hat. Kurz darauf wird tatsächlich eine Leiche gefunden. Peony Lane liegt erstochen mit einem antiken Dolch, der mit Annies Fingerabdrücken nur so übersät ist, ausgerechnet in Annies Gewächshaus. Annie bleibt nichts anderes übrig, um in Tante Francs Mörderarchiv zu recherchieren, was mit Olivia Gravesdown passiert ist und wer ein Interesse daran hat, ihr den Mord an Peony in die Schuhe zu schieben.

Meine Meinung:
Das Cover passt hervorragend zu dem Vorgänger und lässt schon erahnen, dass sich das Geschehen im englischen Königreich abspielt.
Der Schreibstil von Kristen Perrin liest sich flüssig und setzt auf eine unterschwellige Spannung. Ihre bildhafte Beschreibung lässt mich mitten in den Ort Castle Knoll eintauchen und gibt mir das Gefühl, als würde ich Annie, wie eine Freundin, auf ihren Recherchen begleiten. Susann Rehlein hat wieder eine tolle Übersetzung abgeliefert.
Annie habe ich bereits im ersten Teil in mein Herz geschlossen, da sie Mitgefühl zeigt und auch an ihre Mitmenschen denkt. Die anderen Protagonisten wurden in ihrer Wesensart ebenfalls realistisch und facettenreich dargestellt, und man kennt einige bereits aus dem Vorgängerbuch. Hat einst ihre Tante Francis Gravesdown Tagebücher gefüllt und über die Bewohner von Catle Knoll Akten angelegt, so kann Annie diese jetzt für ihre Ermittlungen nutzen. Die Rückblenden in die Tagebücher sind genauso interessant wie das Studieren der angelegten Akten und Annies Ermittlungen. Die Neugier hat mich gepackt, und die Autorin verbindet harmonisch und mörderisch gut Vergangenheit und Gegenwart.
Stück für Stück nähert man sich der Wahrheit um den Tod von Olivia Gravesdown, einem dunklen Geheimnis der Familie und gleichzeitig der Aufklärung des Mordes an Peony Lane, dabei hat man nicht immer die Richtigen in Verdacht. Kristin Perrin hat mich mit der Fortsetzung des Mörderarchivs wieder gut unterhalten und ich hoffe sehr, dass noch weitere Akten und Tagebücher von Frances geöffnet werden müssen.

Fazit:
Ein Krimi für schöne Lesestunden. Kurzweilig, humorvoll, spannend und interessant

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.01.2025

Spannende Unterhaltung

The Twenty
0

Zum Inhalt:
DCI Adam Bishop wird direkt aus seiner Lieblingskneipe zu einem Leichenfund beordert. Doch hier gibt es nicht nur eine Leiche, sondern gleich fünf. Auffällig ist, dass die Toten anscheinend ...

Zum Inhalt:
DCI Adam Bishop wird direkt aus seiner Lieblingskneipe zu einem Leichenfund beordert. Doch hier gibt es nicht nur eine Leiche, sondern gleich fünf. Auffällig ist, dass die Toten anscheinend durchnummeriert wurden. Zählt der Killer von zwanzig herunter? Es gilt schnell zu ermitteln, bevor es noch weitere Morde gibt. Dr. Romilly Cole fällt eine Verbindung zu einem dreißig Jahre zurückliegenden Fall auf, doch der Täter von damals sitzt im Gefängnis. Handelt es sich um einen Nachahmungstäter oder hat doch der Täter von einst seine Hände im Spiel?

Meine Meinung:
Das Cover hat das gewisse Etwas um Neugier zu erzeugen und Spannung zu versprechen und ich wurde nicht enttäuscht.
Der Start beginnt sofort mit dem Auffinden der Leichen. Zunächst geht es noch etwas gemächlich zu, doch das täuscht. Je mehr Seiten ich gelesen habe, umso mehr hat mich das Buch in seinen Bann gezogen und ich konnte es nicht aus der Hand legen. Für schwache Nerven ist die Story mit Sicherheit nichts.
Ausgeklügelt geht der Mörder vor und ist der Polizei immer zwei Schritte voraus, dabei spart die Autorin nicht mit überraschenden Wendungen. Die Protagonisten punkten durch ihre Ecken und Kanten, allerdings kann ich keinen Protagonisten benennen, der mich komplett für sich gewinnen konnte.
Erzählt wird in der Gegenwart und in Rückblenden, dabei wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und gewinnt somit immer mehr an Spannung, die zum Ende hin noch einmal kräftig anzieht.
Obwohl der 1. Teil, anscheinend noch nicht übersetzt sein soll, kommen mir jedoch die Rückblenden vor allem aus Romillys Vergangenheit mit ihrem Vater sehr bekannt vor. Sam Hollands Thriller hat mich gut unterhalten und ich bin sehr gespannt mit welchen Thrillern uns die Autorin weiterhin spannende Lesestunden beschert.

Fazit:
Für Thriller Fans, die starke Nerven haben, absolut lesenswert

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.01.2025

Keine leichte Lektüre

Unmöglicher Abschied
0

Zum Inhalt:
Mitten in ihrer eigenen depressiven Phase erhält Gyeongha von ihrer Freundin Inseon einen Hilferuf. Sie soll so schnell wie möglich zu ihr ins Krankenhaus von Seoul kommen, da sie dringend ...

Zum Inhalt:
Mitten in ihrer eigenen depressiven Phase erhält Gyeongha von ihrer Freundin Inseon einen Hilferuf. Sie soll so schnell wie möglich zu ihr ins Krankenhaus von Seoul kommen, da sie dringend ihrer Hilfe bedarf. Gyeongha eilt zu ihrer Freundin und erfährt, dass sie sich umgehend auf die Insel Jeju begeben muss, um Inseons kleinen weißen Vogel zu füttern, damit er nicht stirbt. Gyeongha macht sich sofort auf den Weg, der durch einen gewaltigen Schneesturm nicht nur beschwerlich, sondern auch in Inseons Haus zum Kampf ums Überleben wird.

Meine Meinung:
Bildgewaltig, poetisch und düster erzählt die Autorin Han Kang von der Freundschaft zweier Frauen, die traumatische Ereignisse ihrer Familien in der lange verdrängten Geschichte Koreas und vor allem der Insel Jeju zu verarbeiten haben. Die Geschichte zeigt, dass erschütternde Ereignisse in der Vergangenheit noch stark in das Leben der nachfolgenden Generationen eingreift. Während Geyeongha im Haus von Inseon um ihr Überleben kämpft, schweift sie in Gedanken, Träumen, Fantasien und ihren Erinnerungen ab, zu den Erzählungen und Gesprächen, teilweise auf spiritueller Ebene mit Inseon, die nach dem Verbleib ihres Onkels, wie einst ihre Mutter, forscht. Schonungslos wird der Leser mit den grausamen Details zu den Massakern 1948 an Teilen der Inselbevölkerung durch die Regierung konfrontiert.
Das hin- und herspringen in den unterschiedlichen Zeitebenen und Orten mitten in der Erzählung hat mich leider oft verwirrt und ich musste mehrmals zurückblättern, um den roten Faden nicht zu verlieren. Durchgehend ist eine Melancholie zu spüren, die während des Lesens unerwartet auch auf mich übersprang, trotzdem konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen.

Fazit:
Keine leichte Lektüre, die mir mit ihrer Melancholie und erschütternden Tatsachen in Erinnerung bleibt

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere