Neue Chancen
Die Bibliothek der zweiten ChancenZum Inhalt:
Charlotte arbeitet voller Leidenschaft in der Stadtbibliothek in Köln. Hier hat sie auch ihren Mann kennen und lieben gelernt, der ihr vorher in Paris begegnet ist. Leider ist Cedric vor fünf ...
Zum Inhalt:
Charlotte arbeitet voller Leidenschaft in der Stadtbibliothek in Köln. Hier hat sie auch ihren Mann kennen und lieben gelernt, der ihr vorher in Paris begegnet ist. Leider ist Cedric vor fünf Jahren verstorben und sie trauert noch immer um ihre große Liebe. Als ihre beiden Töchter das Haus verlassen, findet Charlotte Briefe von Cedric auf dem Dachboden, die er ihr als Vermächtnis hinterlassen hat.
In Paris lernt sie die junge Lisa kennen, die sich mit einem Buch-Verlag selbständig gemacht hat und gleichzeitig um ihre berufliche Existenz kämpft und an die Liebe ihres Verlobten zweifelt.
Werden die beiden Frauen ihr Glück finden?
Meine Meinung:
Das Cover ist schön gestaltet und bei einem Titel, der erahnen lässt, dass Bücher auch eine Rolle spielen, bin ich immer zu haben. Der Schreibstil der Autorin Marie Adams ist flüssig und warmherzig. Präsentiert wird eine Geschichte, die zwar von Trauerbewältigung, Liebeskummer, Existenzkampf, aber auch von Mut, Neubeginn und Offenheit erzählt und trotz allem eine leichte Harmonie ausstrahlt, leider fehlte mir ein leichter Spannungsbogen.
Die Protagonistinnen sind charmant, doch fehlt es ihnen an Selbstbewusstsein und sie haben mit Ihren Ängsten und Gefühlen zu kämpfen.
Charlotte ist meiner Meinung nach in ihrer Trauer gefangen, was ich allerdings sehr gut nachvollziehen und gefühlsmäßig verstehen kann. Trotzdem meistert sie ihr alltägliches Leben und die Erziehung ihrer Töchter mit Bravour und hegt einen unerfüllten Traum. Die Idee mit Cedrics Briefen fand ich gelungen und sie kamen genau zum richtigen Zeitpunkt.
Lisa hatte ich zunächst als starke Persönlichkeit erwartet, aber sie ist auch mit Selbstzweifeln behaftet. Natürlich ist es nicht einfach den Sprung in die Selbständigkeit zu meistern und der Anfang geht einher mit vielen Entbehrungen, da hätte ich mir mehr Unterstützung von Marten gewünscht und sein Verhalten hat mich geärgert.
Beide Frauen plagen nun also ihre Selbstzweifel und dies wird mir manchmal zu oft in ihren Gedanken präsentiert. Aber ist es in der Realität nicht oft auch so?
Zwischen Charlotte und Lisa entwickelt sich trotz Altersunterschied eine tiefe Freundschaft, in der sie sich Weiterentwickeln wie ein Schmetterling in der Metamorphose und klar erkennen lässt, dass das Leben immer wieder neue Chancen bietet, wenn man es nur zulässt.
Fazit:
Ein schöner Frauenroman, der Zwischendurch für kurzweilige Lesestunden sorgt.