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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2025

Leicht und ermutigend

Wiedersehen mit mir selbst zwischen Pizza und Aperol
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Das kleine Hardcoverbuch ist schön aufgemacht. Das Cover in fröhlichen Farben, der VW-Bus, Blumen und das Meer lassen eine leichte Urlaubslektüre erwarten. Die Kapitel sind kurz und beginnen mit einem ...



Das kleine Hardcoverbuch ist schön aufgemacht. Das Cover in fröhlichen Farben, der VW-Bus, Blumen und das Meer lassen eine leichte Urlaubslektüre erwarten. Die Kapitel sind kurz und beginnen mit einem ganzseitigen Bild im naiven Stil, das Urlaub, Italien, Landschaft zeigt. Der Klappentext lässt skurrile Abenteuer erwarten. Ganz so skurril ist die Geschichte um Eva nicht, aber es ist schön erzählt. Eva ist frisch getrennt, ohne Job und hat den klapprigen Bus Berta von ihrem Onkel geerbt. Erst mal ist sie gar nicht begeistert, alleine zu reisen, aber sie macht sich damit auf zu ihrer italienischen Familie. Und beschließt, die Reise nach Positano zu machen, die ihr Onkel offenbar geplant hatte. Unterwegs macht sie einen Stop und spielt unerwartet in einem Theaterstück mit. Sie wird immer mutiger und merkt, das man sich ruhig mal was trauen kann. Und tatsächlich findet sie das mutige Mädchen, das sie einmal war, noch immer in sich. Am Ende jedes Kapitels steht eine kleine Affirmation, die man sich auf jeden Fall merken kann.

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Veröffentlicht am 18.02.2025

Too much

Schmerz
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Ich mag isländische Krimis, aber dieser hier hat mich nicht umgehauen. Das Cover und der Farbschnitt ist ein richtiger Hinkucker. Dora hatte sich im Polizeidienst eine schwere Kopfverletzung zugezogen ...



Ich mag isländische Krimis, aber dieser hier hat mich nicht umgehauen. Das Cover und der Farbschnitt ist ein richtiger Hinkucker. Dora hatte sich im Polizeidienst eine schwere Kopfverletzung zugezogen und ist absolut noch nicht diensttauglich. Rado ist Einwanderer und hat sich eine gute Position erarbeitet. Dann verschwindet bei einer Klassenfahrt Morgan. Ein Junge, der eigentlich ein Mädchen ist. Merkwürdigerweise ist die gesamte isländische Polizei mit der Vorbereitung einer Razzia gegen das organisierte Verbrechen beschäftigt. Nur Dora und Rado sind verfügbar und suchen erst mal nach dem Schüler. Dann mischt sich alles: Transgenderschüler, Hirnverletzung, Tablettenabhängigkeit, Organisiertes Verbrechen, Korruption in der Polizei, psychische Erkrankungen....Rados Vater wird verhaftet und es ist unglaubwürdig, dass Rado gar nichts von seinen Machenschaften mitbekommen haben soll. Mir war das zu viel und zu konstruiert. Schade.

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Alleinerziehend im Plattenbau

Achtzehnter Stock
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Das Cover passt sehr gut zum Buch und zum Titel. Wanda und ihre kleine Tochter Karlie leben im 18.Stock eines versifften Plattenbau, wo der Aufzug kaputt oder voller Sperrmüll steht, wo lauter verkrachte ...



Das Cover passt sehr gut zum Buch und zum Titel. Wanda und ihre kleine Tochter Karlie leben im 18.Stock eines versifften Plattenbau, wo der Aufzug kaputt oder voller Sperrmüll steht, wo lauter verkrachte Existenzen und alleinerziehende Frauen in einer halbwegs guten Multikultigemeinschaft zusammen leben. Das Geld ist immer knapp, aber Wanda träumt weiter von einer Filmkarriere und Hollywood. Als sich endlich die lang erwartete Chance bietet, wird Karlie krank und Wanda zerfetzt sich zwischen dem Versuch, eine gute, präsente Mama zu sein und ihrer Karriere zu folgen. Ein neuer Mann taucht auf und kurz sieht es aus, als hätte Wanda Glück auf der ganzen Linie. Aber nein! Die Probleme, Sorgen und Nöte werden immer mehr und der Verlust der Wohnung droht.
Das Buch ist rasant und gut zu lesen, allerdings auch etwas unrealistisch und Karlie kommt mir zu kurz sie läuft einfach so nebenbei und man erfährt kaum etwas über die Gefühlswelt der Kleinen. Bin etwas zwiegespalten, ob ich es empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 25.11.2024

Herzerwärmend

Neun Tage Wunder
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Das Cover, farbenfroh gestaltet, zeigt vermutlich Annika und Ben, beim Spaziergang zuhause in Glückstadt. Die beiden leben mit Bens Tochter Lena sehr harmonisch zusammen und Annika, Anni gerufen, findet, ...



Das Cover, farbenfroh gestaltet, zeigt vermutlich Annika und Ben, beim Spaziergang zuhause in Glückstadt. Die beiden leben mit Bens Tochter Lena sehr harmonisch zusammen und Annika, Anni gerufen, findet, dass sie ein Glückskind ist und sehr viel Glück hat. Bis sie eines Tages auf einem Plakat ein Foto von Lukas sieht. Lukas, mit dem sie vor 10 Jahren eine wunderbare Liebesgeschichte hatte - und die dann ganz plötzlich endete. Anni istso schockiert, es trifft sie mitten ins Herz und ab jetzt sie alles anders. Sie fällt zurück in die Vergangenheit, hat plötzlich Geheimnisse vor Ben und auch Ben macht jetzt sein eigenes Ding als Schriftsteller, ohne zu wissen, wer der Ideengeber zu seinem neuen Roman ist. Dieser Erzählstrang wirkt etwas konstruiert, aber der Rest des Buches gefällt mir sehr gut. Abwechselnd wird erzählt aus der Sicht von Ben und Anni. Die Kapitel der neun Tage mit Anni und Lukas sind chronologisch eingefügt. Es wird immer spannender, warum diese grosse Liebe ein so plötzliches Ende fand. Sehr, sehr berührend und herzerwärmend.

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Veröffentlicht am 10.11.2024

Verstörend

Wenn nachts die Kampfhunde spazieren gehen
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Verstörend

Der ungewöhnliche Titel hat mich neugierig gemacht. Wenn ich auch nach der Lektüre nicht nachvollziehen kann, woher er kommt und worauf er sich bezieht. In einer Szene werden nachts zwei Kampfhunde ...

Verstörend

Der ungewöhnliche Titel hat mich neugierig gemacht. Wenn ich auch nach der Lektüre nicht nachvollziehen kann, woher er kommt und worauf er sich bezieht. In einer Szene werden nachts zwei Kampfhunde spazieren geführt, aber wo ist der Bezug zur Geschichte? Den Klappentext fand ich, selbst Mutter von Töchtern, herausfordernd. Und so war auch das Buch. Er hat mich herausgefordert und mehrmals wollte ich aufhören. Die Mutter Regina ist so selbstgerecht, kompromisslos, verletzende, bestimmend, einfach unangenehm. Ständig jammert sie verpassten Chancen hinterher und kritisiert an ihren Töchtern und ihrem Mann herum. Es kommt wirklich kaum mal etwas Positives von ihr. Die beiden Töchter, Wanda und Antonia, entwickeln sich sehr unterschiedlich und Wanda versucht auf ihre Art mit der dauernden Kritik klar zu kommen. Sie entwickelt eine Essstörung. Die Schwestern haben auch miteinander eine schwierige Kommunikation. Wir begleiten die drei Frauen über viele Jahrzehnte - und als Regina schließlich stirbt, bin ich erleichtert, dass Wanda und Antonia jetzt frei sind und ich das Buch weglegen kann.

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