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Veröffentlicht am 14.07.2020

Wer hat dieses Buch geschrieben?

Hope Again
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Ich mochte die ersten drei Teile der Again-Reihe sehr gerne. Umso enttäuschter bin ich jetzt von "Hope again" Ich muss sagen ich bin von Mona Kasten viel besseres gewohnt.
Die Protagonistin Everly lernt ...

Ich mochte die ersten drei Teile der Again-Reihe sehr gerne. Umso enttäuschter bin ich jetzt von "Hope again" Ich muss sagen ich bin von Mona Kasten viel besseres gewohnt.
Die Protagonistin Everly lernt man in "Trust again" schon kennen. Im zweiten Band hat sie mir trotz ihrer kleinen Rolle (oder gerade deshalb) zugesagt, was sich mit dem vierten Band schlagartig geändert hat.
Everly ist naiv, selbstsüchtig, wehleidig und verhält sich für ihre ca. 20 Jahre sehr unreif. Ich dachte mir ein paar mal, dass sie sich eher wie eine pubertierende Fünfzehnjährige benimmt, die zum ersten Mal für jemanden schwärmt. Außerdem könnte ich ihr keine Charaktereigenschaft zuschreiben. Sie, genauso wie Nolan, blieb für mich platt. Sie war schwach, hilflos und bekam einfach den Mund nicht auf. Nicht einmal ihrer Mutter gegenüber. Jedes harsche Wort hat sie tief verletzt. Egal wer es gesagt hat.
Sie fällt etwa zwei-, dreimal in eine Art depressive Starre, in denen sie nicht isst, trinkt, duscht oder sich überhaupt weiter vom Bett entfernt als die Distanz zum Badezimmer. Schuld daran ist entweder Streit mit ihrer Mom oder Nolan. Ich hätte mir hier wirklich gewünscht, dass sie über ihren Schatten springt und ihr Leben selbst in die Hand nimmt.
Sie möchte ihr Leben nicht von anderen Menschen abhängig machen, um nicht verletzt zu werden, doch genau das ist es, was sie tut. Sie wehrt sich nicht einmal gegen die Gefühle, was ich von jedem anderen in ihrer Situation erwarten würde. Sie lässt sich außerdem viel zu schnell auf Differenzen ein, und nimmt sich selbst zu wichtig, sie verschwendet nicht einmal den Gedanken daran, dass momentan jemand anderes im Mittelpunkt steht.
Nolan war in Ordnung aber wie gesagt blieb auch er sehr flach und benahm sich ebenfalls nicht dem Alter angemessen. Irgendwann habe ich die Augen verdreht und mich gefragt "wie alt seid ihr eigentlich?"
Der Schreibstil war gut, aber meine sonst so heißgeliebten Dialoge waren hier holprig, mit vielen Wiederholungen. Es schien als würden die Protagonisten nur etwas sagen, damit eben etwas gesagt ist.
SPOILER:
Everly jammert ständig, wie weh es doch täte, dass "ihre große Liebe sie verlassen hätte", dabei hat sie ihn doch verlassen. Versteht jemand die Logik?
SPOILER ENDE
Auch die Handlungen der Charaktere waren nicht nachzuvollziehen oder blieben blass.
Als Nolan Everly sein schmerzhaftes Geheimnis anvertraut (kein Spoiler, steht im Klappentext) ist ihre Reaktion völlig Fehl am Platz. Ich meine, hallo? schon mal von Taktgefühl gehört? Außerdem gibt sie ihm die Schuld daran, dass es nicht funktioniert, und er gibt ihr auch noch recht. What?
Die einzige Person, die bei Everly wirklich im Vordergrund steht ist sie selbst. Ständig ein Ich, Ich, Ich und zu Beginn als noch gar nicht zwischen den Protagonisten gelaufen ist, Nolan, Nolan, Nolan. Aber ein wirkliches Interesse für ihn war nicht zu erkennen. Es ging immer nur um ihre Probleme, die sie sich ein Stück weit auch wirklich gesucht hat.
Ich habe die letzten sechzig Seiten, nur noch überflogen (was ich sonst NIE mache) weil Everly in jedem zweiten Satz wieder irgendeinen Mist von sich gegeben hat. Sie hat mich mit jedem Gedankengang immer aggressiver gemacht, und ich habe meine Dosis von Everly nun wirklich überschritten. Sehr schade.
Den einen Stern gibt es für die gut gelungenen Nebencharaktere (Blake, Dawn, Katie, Zev, Spencer, Scott, etc.).
Ich werde trotzdem den letzten Teil lesen, weil Blake hier wirklich gut gelungen ist.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.07.2020

Mein erstes Young Adult Buch

I Knew U Were Trouble
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Ich habe das Buch in der Buchhandlung gesehen, das Cover hat meine Aufmerksamkeit erregt und musste es einfach mitnehmen. Der Klappentext klang so vielversprechend und ich habe mich mit diesem Buch vor ...

Ich habe das Buch in der Buchhandlung gesehen, das Cover hat meine Aufmerksamkeit erregt und musste es einfach mitnehmen. Der Klappentext klang so vielversprechend und ich habe mich mit diesem Buch vor drei Jahren das erste Mal auf die New Adult Schiene gewagt. Ich konnte ja nicht ahnen, dass der Klappentext nicht hält was er verspricht. Ja, ich dachte "Buch zum Sommerferien überbrücken". NEIN. Der Klappentext versprach zu wenig! Ich habe dieses Buch innerhalb eines Tages verschlungen.
Zu der Zeit war ich der Protagonistin Frankie sehr ähnlich, was ich aber erst im Nachhinein gemerkt habe.
Alle Protagonisten sind super ausgearbeitet und mir schnell ans Herz gewachsen, selbst die Anti-Charakter hatten einen Funken Gutes in sich.
Der Schreibstil ist so flüssig dass man hindurch schwimmen könnte und praktisch keine Pause machen kann.
Die Story ist kein Klischee, egal was man anfangs denkt.
Die ganze Geschichte wandelt sich immer wieder so um, dass das vermutete Ende vollkommen verschoben wird.
Ich kann das Buch jedem ans Herz legen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.07.2020

SPOILER

Too Late
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Ich habe von Colleen Hoover schon die Bücher von Will & Layken gelesen und fand sie toll. Dafür hat mich "Too late" maßlos enttäuscht.
Die Story an sich wäre großartig gewesen, deshalb habe ich das Buch ...

Ich habe von Colleen Hoover schon die Bücher von Will & Layken gelesen und fand sie toll. Dafür hat mich "Too late" maßlos enttäuscht.
Die Story an sich wäre großartig gewesen, deshalb habe ich das Buch überhaupt gekauft, nur leider haben es einem die vielen Logikfehler und die unsympathischen Charaktere schwer gemacht. Ich hatte immer wieder das Bedürfnis mir das Buch gegen den Kopf zu hauen.
Die Logikfehler: Bei so einem Buch darf es die nicht geben! In ein paar Situationen wären die Charaktere einfach gekillt worden, hätte das eine falsche Person mitbekommen. Undercovercops darf so etwas nicht passieren! Beispiele für Logikfehler folgen...
Die Charaktere: Der einzig interessante Charakter ist hier Asa.Obwohl ich Ryan alias Dalton auch mochte. Er hat zumindest seinen Job nicht aus den Augen verloren. Sloan wird als 'stark' bezeichnet, dabei ist sie das genaue Gegenteil. Sie ist nachgiebig, unfreundlich und unterwürfig, lässt sich regelmäßig von ihrem Freund vergewaltigen und behauptet ständig sie würde ihn lieben. Überhaupt wechselt sie von starken Charakterzügen über total dumm bis ab-in-die-Klapse. Genauso Carter. Mir war beinahe jeder Charakter unsympathisch und er war der mieseste Undercovercop, von dem ich jemals gehört habe. Wenn jedes Polizeirevier SO EINEN irgendwo einschleust, dann gnade uns Gott. Leute, ehrlich, er schreibt seinem Kollegen, der im Haus bei der Zielperson ist eine Nachricht mit "Ich schau mal kurz beim Revier vorbei". Bin ich da die Einzige, bei der da die Alarmglocken klingeln? Außerdem sollte er seinen Undercover-Namen drauf haben und sich nicht ausversehen selbst Luke nennen. Davon abgesehen, lässt er sich quasi nur von seinen Gefühlen leiten. Er hat Sex mit Sloan in seinem Auto VOR dem Haus in dem ihr Freund wohnt, der zufällig auch Zielperson und Drogenbaron ist. HALLO??? Carter lässt sich im Haus viel zu oft in der Nähe von Sloan sehen, was dem eifersüchtigen Asa anscheinend gar nicht auffällt? Bitte!
Es wirkt auch ein paar Mal so, als wollte die Autorin dieses Buch mit unnötigen Sexszenen füllen. Auf jeder Seite wird mindestens einmal geflucht, aus Asas sicht schon mal in jedem vierten Satz.
Was auch sehr irritierend war, ist die Aufteilung von Epilog, Hauptteil etc. Statt das zu machen wie man es normalerweise macht, gibt es da einen Epilog vom Epilog. Aber daran will ich diese schlechte Bewertung nicht fest machen.
Der Schreibstil und die Idee (nicht die Umsetzung) für die Story sind der einzige Grund weshalb ich nicht abgebrochen habe.
Leider ein Griff ins Klo. CH kann das besser!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere