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Veröffentlicht am 29.04.2020

Grandiose Fortsetzung einer fantastischen Reihe!

Vengeful - Die Rache ist mein
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Marcella Riggins schwört Rache. Nie hätte sie es geglaubt, doch ihr Mann Marcus hat sie tatsächlich umgebracht. Doch kurz vor ihrem Tod hatte sie nur einen Gedanken… Sie will ihn töten. Nun ist sie wieder ...

Marcella Riggins schwört Rache. Nie hätte sie es geglaubt, doch ihr Mann Marcus hat sie tatsächlich umgebracht. Doch kurz vor ihrem Tod hatte sie nur einen Gedanken… Sie will ihn töten. Nun ist sie wieder zurück und als EO (ExtraOrdinärer) mächtiger als jemals zuvor.

Schnell gerät Marcella in den Fokus einer neuen Organisation, die sich mit der Neutralisation von EOs auseinandersetzt. Dort verweilt im Moment auch Eli Ever, der nicht sterben kann. Im Augenblick wird er gezwungen, mit der Organisation zusammen zu arbeiten, doch Eli strebt nach wesentlich mehr.

Unterdessen hat Victor ein ganz anderes Problem, was alles von ihm abverlangt. Sydney und Mitch sind nach wie vor an seiner Seite, doch auch sie können ihm nicht helfen. Wird er etwas finden oder findet die Organisation EON ihn zu vor?

„Vengeful - Die Rache ist mein“ ist nach dem Auftakt „Vicious – Das Böse in uns“ der zweite Teil der Bestsellerserie aus der Feder von V.E. Schwab. Die Autorin hat bereits im ersten Teil gezeigt, dass sie es meisterhaft versteht, durch geschickt verschachtelte Elemente den Leser an die Geschichte zu bannen. Im zweiten Teil geht es nun mit Eli und Victor in die nächste Runde.

Vorweg möchte ich anmerken, dass es von großen Vorteil ist, den ersten Band „Vicious“ vor dem Lesen des zweiten Teils zu kennen. Andernfalls könnten Hintergrundinformationen fehlen, die dann zu Logikproblemen führen könnten. Doch wer den Auftakt kennt, kann sich hier auf einen grandiosen zweiten Band freuen.

Wie im ersten Band wird auch dieser Teil wieder durch eine äußerst verschachtelte und ständig wechselnde Zeitchronologie erzählt. Obwohl die Geschichte praktisch gleich nach dem Ende von „Vicious“ ansetzt, macht die Autorin einen herrlichen Zeitsprung, der absolut in die Handlung passt und zu keinem Verlust führt. Vielmehr wird die Epoche zwischen den beiden Haupthandlungen ideal eingefangen und glaubwürdig widergegeben.

Erneut stehen Victor und Eli im Mittelpunkt der Geschichte. Nachdem Eli glaubt, er hätte Victor getötet, muss er sich nun mit seiner Gefangenschaft auseinandersetzen. Leider ist das für ihn gerade zu Beginn weniger schön, denn schnell wird er zu einem großen Experiment. Während dieser Zeit entwickelt der Leser schon fast Mitleid mit dem ehemaligen Serienkiller, der keine Probleme damit hat, unschuldige Eos zu töten.

Victor hingegen muss sich mit seinem zweiten Tod auseinandersetzen. Nachdem Sydney ihn erneut zum Leben erweckt hat, scheint ein Fehler aufgetreten zu sein. Denn immer häufiger stirbt er, ehe er sich wieder erholt. Die Abstände und die Dauer seiner Tode steigern sich von Mal zu Mal. Ihm läuft die Zeit davon und er muss sich auf die Suche nach einer Lösung machen.

Sydney und Mitch sind weiterhin an Victors Seite. Doch dieses Mal hat Sydney ein Geheimnis. Dieses verbirgt sie wunderbar vor ihren beiden Mitstreitern, bis es am Ende fast zu spät sein könnte. Außerdem lernt sie die neue Protagonistin June kennen, die ein hinreißendes Talent besitzt. Marcella ist die nächste wichtige Figur in diesem Stück, die alle Charaktere an einen Ort versammelt. Sie besitzt die Macht, doch wird sie letztlich auch gewinnen? Ein Wettkampf zwischen den EOs und der Organisation EON beginnt.

V.E. Schwab hat einen herrlichen Erzählstil. Durch ihre Leichtigkeit und die ständig brodelnde Spannung wird die Geschichte auf ein ganz neues Niveau gehoben. Dieses Werk bietet so viel Dramatik und Aufregung, dass der Leser gar nicht anders kann, als weiter zu lesen. So lebendig und bildlich, dass die Handlung praktisch hautnah vollzogen wird. Es fällt auch ganz leicht, sich die Charaktere vorzustellen und zu ihnen eine Verbindung aufzubauen. Obwohl es hier kein Gut und Böse gibt, baut der Leser schnell Sympathiewerte auf, die für zusätzliche Pluspunkte sorgen.

Grandiose Fortsetzung einer fantastischen Reihe!

Mein persönliches Fazit:
Selten habe ich eine Reihe gelesen, die so perfekt aufgebaut und inszeniert worden ist. Hier geht einfach das Gesamtkonzept ideal auf. Die Protagonisten sind facettenreich und voller Ausdruck, die Handlung ist gut durchdacht und baut sich nachvollziehbar auf, die fantasievollen Ideen sind so glaubwürdig, dass die Erzählung durchweg glaubwürdig erscheint.

Natürlich liegt im zweiten Band nicht mehr der Fokus auf dem Kennenlernen zwischen Eli und Victor, trotzdem lernen wir Elis Jugend besser kennen. Es wird eine neue Protagonistin eingeführt, die für Hoffnung, Verwirrung und Dramatik sorgt. Das Ganze vollendet in einem packendem Finale, das sogar genug Luft für einen dritten Band lässt, bleibt bei mir in großartiger Erinnerung.

Da mich das Werk und auch der Vorgänger absolut überzeugt haben, kann ich dieser Reihe einfach nur meine größte Leseempfehlung aussprechen. Nicht nur für Fantasy-Freunde ein Lesegenuss. Auch Leser, die auf einen gut durchdachten Thriller stehen, kommen hier ganz auf ihre Kosten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.04.2020

Eine rundum gelungene Geschichte!

Bad. Irish. Mine.
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Eigentlich sollte es bloß ein One-Night-Stand werden, doch das Schicksal hatte andere Pläne für Eva und Deaglan geschmiedet, denn nach einer unvergesslichen Nacht wird Eva Opfer eines Überfalls. Deaglan ...

Eigentlich sollte es bloß ein One-Night-Stand werden, doch das Schicksal hatte andere Pläne für Eva und Deaglan geschmiedet, denn nach einer unvergesslichen Nacht wird Eva Opfer eines Überfalls. Deaglan ist sich sicher, dass dieser Überfall etwas mit ihm zu tun hat. Fortan steht Eva unter seinem Schutz und dem seiner Freunde von VUR. Ganz langsam kommen sich Eva und Deaglan dabei näher, denn auf einmal wird aus dem Einmaligen etwas viel Tieferes, etwas Emotionaleres. Bis plötzlich ein Unglück über sie hineinbricht und alles verändern könnte.

Aus der Feder von Nashoda Rose entspringt die Idee zu „Bad. Irish. Mine.“ einem Roman, der sich mit der smarten Krankenschwester Eva und dem mysteriösen, irischen Deaglan beschäftigt.

Vorweg möchte ich anmerken, dass dieses Buch an keine Reihe gebunden ist. Trotz allem wäre es schön, wenn wir auch die anderen Geschichten zu den Mitgliedern von VUR kennenlernen könnten, doch leider sind diese in Deutschland noch nicht erschienen. Vielleicht holt der Verlag das noch nach? Wünschen können wir es auf jeden Fall, denn dieses Buch hat mein Interesse daran auf jeden Fall geweckt.

Nashoda Rose hat einen herrlichen Erzählstil, denn sie versprüht durch ihre Worte und Ausdrücke eine wunderbar lebendige und mitreißende Atmosphäre. Alles wirkt bildlich, ergreifend und emotional. Sie verbindet eine sehr leidenschaftliche Romanze mit einer brutalen und besitzergreifenden Hintergrundgeschichte, die für ordentlich Spannung und Dynamik sorgt. Ihre Protagonisten sind vielschichtig und authentisch. Sie bleiben innerhalb ihrer gesetzten Facetten und formen ideal die Figuren, die sie darstellen wollen, aus. Alles passt und ist stimmig auf die Handlung abgepasst.

Die Hauptfigur in dieser Geschichte ist Eva. Der größte Teil der Handlung wird aus ihrer Sicht beschrieben, wobei es dem Leser ganz leicht fällt, sich auf ihre Gedanken und Gefühle einzulassen. Sie hat etwas schreckliches durchlebt, was sie nachhaltig geprägt hat. Ihr Exfreund hat sie misshandelt und verprügelt, weshalb sie heute noch stark darunter leidet. Auch wenn Deaglan das exakte Gegenteil ihres Exfreunds ist, fällt es ihr anfänglich schwer, die Schutzmauern sinken zu lasen. Doch Deaglan ist ein Beschützer, ein Alphatier, wie es im Buche steht. Er würde für Eva durch die Hölle gehen, weshalb er von Beginn an ein sympathischer und liebenswerter Mensch ist. Obwohl er nicht immer nur gute Eigenschaften hat, so bringt er für Eva alles auf, was in seiner Macht steht. Er will sie glücklich machen, was den Leser erfreut und zum Weiterlesen verführt.

Gelungene Geschichte, die süchtig macht!

Mein persönliches Fazit:
Diese Geschichte hat mich eiskalt erwischt. Ich bin so glücklich, dass ich mich für dieses Buch entschieden habe, denn ich habe dieses Werk innerhalb weniger Stunden praktisch inhaliert. Es ist grandios und atemberaubend. Diese wunderbare Mischung aus leidenschaftlichen Augenblicken, brutalen Szenen und romantischen Gesten macht aus dieser Erzählung etwas ganz Besonderes. Eva und Deaglan sind ein tolles Paar, was mich perfekt unterhalten hat.

Ich habe mich natürlich im Internet über die Autorin informiert und weiß, dass sie bereits über Connor, Kai und Deck Romane geschrieben hat. Leider sind diese nicht in Deutschland veröffentlicht worden. Vielleicht bekommen wir dazu aber doch noch irgendwann die Gelegenheit, denn diese Geschichten haben definitiv Potenzial zur Suchtgefahr. Doch wer bis dahin nicht warten kann, sollte sich auf jeden Fall die „Crushed-Reihe“ genehmigen, die bereits bei LYX erschienen ist. Von mir gibt es für „Bad. Irish. Mine.“ auf jeden Fall eine große Leseempfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.04.2020

Bester Teil der ganzen Reihe!

Mad about the Medic
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Luca Bianco weiß, dass die Frauen seinem Charme erliegen. Damit geht er offensiv um. Er genießt sein lockeres und leichtes Leben. Doch nun, kurz vor einer wichtigen Herz-OP seiner Mutter, wird ihm etwas ...

Luca Bianco weiß, dass die Frauen seinem Charme erliegen. Damit geht er offensiv um. Er genießt sein lockeres und leichtes Leben. Doch nun, kurz vor einer wichtigen Herz-OP seiner Mutter, wird ihm etwas bewusst. Er möchte, dass seine Mom ohne Sorgen um ihn die Operation übersteht und das geht nur, wenn sie weiß, dass er gut versorgt ist. Deshalb bittet er seine Highschool-Hass-Liebe Lauren Hunt seine Verlobte zu spielen.

Lauren weiß von Beginn an, dass es eine ganz schlechte Idee ist, Lucas Verlobte zu spielen. Zu sehr hassen sie sich. Alles ist ein Wettstreit zwischen ihnen. Doch auf der anderen Seite könnte er ihr auch bei einem großen Problem in der Firma helfen. Deshalb nimmt sie sein Angebot an, ohne zu ahnen, welche Konsequenzen das angebliche Versprechen auslösen wird.

„Mad about the Medic“ ist der dritte und finale Band der Saving-Chicago-Reihe. Das Autorenduo Piper Rayne hat bereits mit ihren ersten beiden Bänden bewiesen, dass sie es herrlichen verstehen, mit den Gefühlen ihrer Protagonisten und Leser zu spielen. Hier wird nun eine weitere Darbietung zum Besten gegeben, die unter die Haut geht und zum Weiterlesen verführt.

Nachdem wir in den ersten beiden Bänden bereits Mauro und Maddie, sowie Cristian und Vanessa haben erleben dürfen, gibt es nun das große Liebesabenteuer von Luca und Lauren.
Abwechselnd werden ihre Erlebnisse aus der jeweiligen Sicht präsentiert, weshalb es ganz leichtfällt, sich beide Personen lebendig und authentisch vorzustellen.

Luca ist kein schlechter Kerl. Als jüngster Spross der Bianco-Familie ist er es gewohnt, dass er einfach so in den Tag hineinlebt. Doch als es seiner Mutter schlecht geht, ist er auch der Erste, der bereit ist, alles für sie zu geben. Zu Lauren hat er eine komplizierte Geschichte. Schließlich kennt er sie schon seit der Highschool, als sie mit seinem besten Freund zusammen war. Angeblich konnte er sie damals nicht ausstehen. Vielleicht aber doch?
Lauren Hunt ist sportlich, optimistisch und eine Kämpferin. Verlieren gibt es nicht. Deshalb liebt sie es auch, mit Luca einen ständigen Wettkampf zu bestreiten. Genauso mag sie es, verbal mit ihm aneinander zu geraten. Früher hat sie ihn gehasst, doch inzwischen geht ihre Verbindung tiefer. Könnte es sein, dass sie doch mehr für ihn empfindet?

Die Handlung setzt praktisch direkt am Ende des letzten Bandes ein. Doch es gibt noch eine kurze Rückblende, um den dramatischen Auftritt beim Abendessen der Familie Bianco zu erklären. Wer also die Vorgeschichte nicht kennt, kann hier ohne Probleme reinfinden, denn dieses Buch beinhaltet eine in sich abgeschlossene Handlung. Trotzdem ist es schöner, auch die anderen Stories kennenzulernen.

Piper Rayne verleiht durch eine lebendige und gefühlsbetonte Erzählweise einen herrlich, mitreißenden Touch, der einfach zum Verschlingen verführt. Die Gefühle von Luca und Lauren sind zu jeder Zeit präsent und ihre Charaktere sind sympathisch und realistisch. Es fällt leicht, sich auf ihre Erlebnisse einzulassen und Lauren und Luca ganz ins Herz zu schließen.

Bester Teil der ganzen Reihe!

Mein persönliches Fazit:
Dadurch, dass die beiden Protagonisten so herrlich streitsüchtig sind, wird der Erzählung eine wunderbare Atmosphäre verliehen. Luca und Lauren sind zwei Personen, die ich mir schnell vorstellen konnte und deren Schicksale mir nahgegangen sind. Schon nach wenigen Seiten war ich von ihrer Geschichte ganz eingenommen, weshalb ich das Buch auch nicht eine Sekunde an die Seite legen konnte. Ein wahrer Page-Turner, der mir noch besser als die beiden ersten Bände gefallen hat. Vielleicht lag es an der Chemie zwischen den beiden Akteuren, vielleicht an der besonderen Stimmung. In jedem Fall ist es ein Werk, dass ich bedenkenlos weiterempfehlen kann und das ich bestimmt noch einmal lesen werde.
Glücklicherweise soll demnächst eine neue Trilogie über die New Yorker-Cousins von den Biancos erscheinen. Ich bin schon sehr gespannt, was dann mit Enzo und seinen Brüdern geschehen wird.

  • Cover
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Veröffentlicht am 04.04.2020

Ein emotionales Chaos, das unter die Haut geht!

All Saints High - Die Prinzessin
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Daria Followhill hat eigentlich alles, was sie sich wünscht. Sie ist reich, sieht wunderschön aus und wird von allen geachtet. Doch um die Liebe zu ihrer Mutter zurück zu gewinnen, würde sie alles tun. ...

Daria Followhill hat eigentlich alles, was sie sich wünscht. Sie ist reich, sieht wunderschön aus und wird von allen geachtet. Doch um die Liebe zu ihrer Mutter zurück zu gewinnen, würde sie alles tun. Darunter auch das Leben ihrer Konkurrentin Silvia Scully zu zerstören. Nun, vier Jahre später, muss sich Daria erneut ihren Taten stellen, denn ihre Mutter nimmt nun auch Silvias Zwillingsbruder Penn unter ihre Fittiche. Darias Eltern wollen sich um seine Zukunft kümmern, nach dem dieser von seinem Stiefvater vor die Tür gesetzt worden ist. Doch Daria und Penn verbindet eine Erinnerung, die alles zerstören könnte. Zeitgleich können sie kaum die Finger von einander lassen. Kann das ein gutes Ende nehmen?

Aus der Feder von L.J. Shen entspringt der Auftaktband zur neuen „All Saints High“ Reihe, die sich nun mit den Kindern der ehemaligen Helden aus der „Sinners-of-Saint“ Reihe beschäftigt. In diesem Teil lernt der Leser Daria, die Tochter von Jamie und Melody kennen.

Schon vor Beginn des Werks wird darauf hingewiesen, dass diese Geschichte eine Menge gewalttätiger Szenen beinhalten wird. Wer sich also auf diese Erzählung einlassen möchte, sollte sich gewiss sein, dass hier nicht mit Ausdrücken, Bezeichnungen und Darstellungen gespart wird. Vielmehr legt die Schriftstellerin den Finger genau in die Wunde und lässt ihre Protagonisten buchstäblich durch die Hölle gehen.

Daria ist die Hauptfigur in dieser Geschichte. Zu Beginn wird sie als vierzehnjähriges Mädchen beschrieben, dass bereits unter Silvia leidet. Sie hasst diese sehr, denn Melody verhätschelt Silvia regelrecht. Deshalb wagt sie einen Schritt, der ihr auf immer nachlasten könnte. Trotz dieser hässlichen Szene ist Daria eigentlich ein Sympathieträger, denn ihre Beweggründe sind für den Leser absolut nachvollziehbar. Sie ist ein Mädchen, das sich von ihrer Mutter vernachlässigt und hintenangestellt fühlt. Sie ist eifersüchtig, obwohl sie augenscheinlich doch alles hat. Diese Wut lässt sie innerlich reifen und explodiert, als Daria fast volljährig ist.

An Darias Seite steht Penn, der das junge Mädchen regelmäßig aus der Reserve lockt. Obwohl er eigentlich die Finger von Daria lassen sollte, zieht es ihn immer wieder zu ihr. Dabei weiß er genau, dass das nicht gut enden kann. Trotzdem ist er ein liebenswerter junger Mann, der versucht, das Richtige zu tun. Aber wird es ihm auch gelingen?

Die Handlung ist etwas überspitzt und sehr dramatisch beschrieben worden. Doch das passt zu der Atmosphäre, die nur so voller Gefühle aufgeladen ist. Egal ob Wut, Hass, Begierde oder einfach Liebe. Alle Emotionen kommen hervorragend zu Geltung und lassen das Werk lebendig und authentisch erscheinen. Die Geschichte bietet eine wunderbare Mischung aus großem Drama und hinreißender Romanze.

Ein emotionales Chaos, das unter die Haut geht!

Mein persönliches Fazit:
Ich bin ein großer Fan von L.J. Shen, weshalb ich dieses Werk auch unbedingt lesen musste. Ich bin erneut absolut begeistert, denn auch dieses Buch hat mich wieder emotional mitgenommen und zu Hundertprozent erreicht.
Die Geschichte selbst ist zwar brutal und stellenweise vulgär, doch das stört hier überhaupt nicht. Viel eher liegt der Fokus auf der schwierigen Beziehung zwischen Daria und Melody, weshalb mich diese Erzählung auch so berührt hat. Die Mutter-Tochter Problematik ist so verzwickt, was der ausschlaggebende Grund für Darias Verhalten gewesen ist. Ich habe die dramatischen Szenen hautnah miterleben können und habe mich Stück für Stück immer mehr in Daria und Penn verliebt. Sie sind ein tolles Paar, was einfach etwas Glück im Leben verdient hat.

Da ich das Werk innerhalb weniger Stunden verschlungen habe, kann ich einfach nur meine größte Leseempfehlung aussprechen. Auch Leser ohne Vorkenntnisse aus der anderen Reihe kann hier bedenkenlos einsteigen, weshalb es sich auch für Neulinge bestens eignet. Für mich schon jetzt ein Highlight des Jahres, dem hoffentlich noch weitere Romane von L.J. Shen folgen werden.

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Veröffentlicht am 31.03.2020

Ein Auftakt mit Schwächen

Outliers - Gefährliche Bestimmung. Die Suche
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Vor vier Monaten ist Wylies Mutter gestorben und seither zieht sich die 16-jährige immer mehr zurück. Inzwischen wird sie zu Hause unterrichtet und setzt kaum einen Fuß vor die Tür. Auch ihre Freundschaft ...

Vor vier Monaten ist Wylies Mutter gestorben und seither zieht sich die 16-jährige immer mehr zurück. Inzwischen wird sie zu Hause unterrichtet und setzt kaum einen Fuß vor die Tür. Auch ihre Freundschaft zu Cassie hat sehr darunter gelitten. Eigentlich hat sie keinen Kontakt mehr zu ihrer Mitschülerin. Doch eines abends taucht plötzlich Cassies Mom bei ihnen zu Hause auf und bittet um Hilfe. Kurz darauf bekommt Wylie eine SMS von der Freundin, in der sie sie bittet, zu ihr zu kommen, ohne jemanden Bescheid zu geben. Einzig Cassies Freund Jasper, der allgemein als Bad Boy verschrien ist, soll sie begleiten. Ohne zu ahnen, in welcher Gefahr Cassie steckt, macht sich Wylie gemeinsam mit Jasper auf den Weg…

„Outliers – Die Suche“ bildet den Auftakt zu einer Jugendbuch-Trilogie aus der Feder von Kimberly McCreight. In diesem Band lernt der Leser langsam die Hauptperson Wylie kennen und nimmt mit ihr gemeinsam die Suche nach ihrer ehemaligen besten Freundin auf.

Natürlich steht Wylie im Mittelpunkt dieser Reihe. Sie ist 16 Jahre alt, vollkommen verschüchtert und verängstigt. Sie traut sich nicht mehr aus dem Haus, lebt mit ihrem Zwillingsbruder Gideon und ihrem Vater ein ruhiges und bescheidenes Leben. Seit dem Tod ihrer Mutter ist ihre Welt komplett aus den Fugen geraten. Dabei ist sie schon immer sehr sensibel gewesen und seit frühster Kindheit in psychologischer Behandlung. Erst durch Cassies Verschwinden wird sie mutiger und muss bei der Suche über sich hinauswachsen.

Aber Wylie spielt nicht die einzige wichtige Rolle in der Reihe. Cassie ist ihre beste Freundin und benötigt ihre Hilfe. Diese ist allerdings von einem ganz anderen Schlag. Wesentlich selbstbewusster hat sie regelmäßig Streit mit ihrer Mutter und geht ungern einer Konfrontation aus dem Weg. Seit ein paar Monaten ist sie mit Jasper zusammen, doch in letzter Zeit läuft es nicht mehr besonders gut bei ihnen.

Jasper ist vordergründig ein Bad Boy, doch nach und nach lernt der Leser den recht sympathischen jungen Mann immer mehr kennen. Obwohl er ahnt, dass Cassie ihn betrogen hat, ist er bereit, ihr zur Hilfe zu kommen. Gemeinsam mit Wylie macht er sich auf den Weg und zeigt dabei ein paar Stärken, die niemand vermutet hätte.

Die Handlung selbst beginnt sehr langsam an Fahrt aufzunehmen. Die ersten Seiten plätschern ein wenig dahin, doch dann wird allmählich die Tragweite der Geschichte deutlicher und es fällt leichter, sich in die Erzählung hineinfallen zu lassen. Kimberly McCreight verwendet dabei eine sehr farbenfrohe und bildliche Erzählweise. Es ist einfach, sich die Begebenheiten vorzustellen und mit Wylie und ihren Freunden mit zu fiebern.

Ein Auftakt mit Schwächen, der aber die Neugierde weckt…

Mein persönliches Fazit:
Mir fällt es schwer, das Buch zu kategorisieren. Es ist kein wirklicher Fantasy-Roman, auch kein einfaches Jugendbuch. Vielleicht passt es eher in die Thriller-Sparte. Jedenfalls habe ich lange gebraucht, um überhaupt in die Handlung hineinzufinden und einen flüssigen Lesefluss zu entwickeln. Erst nach über 150 Seiten hat es angefangen, interessant zu werden. Vorher dümpelt es so vor sich hin und ich habe mich oft gefragt, wann es denn nun endlich losgehen würde.

Doch dann wird es doch noch spannend und aufregend. Mit einem Mal steckt Wylie in einem großen Durcheinander fest, dessen Ausgang ungewiss ist. Natürlich habe ich ein paar Stellen gefunden, die mir wenig logisch erschienen sind, doch das lasse ich einmal unter dem Motto "künstlerischer Freiheit" unter den Tisch fallen. Denn davon mal abgesehen, hat die Handlung dann doch noch einen gewissen Suchtfaktor ausgelöst, der den Wunsch nach mehr weckt. Zumindest möchte ich nach dem kleinen Cliffhanger am Ende gerne wissen, wie es weitergehen wird.

Also alles in allem ein interessantes Werk, das durchaus etwas früher hätte durchstarten können. So kann ich leider nicht die volle Punktzahl geben, denn wenn ich nicht im Vorfeld so viele positive Kritiken gelesen hätte, würde das Buch vermutlich nach Abbruch in meinem Regal verstauben. Aber am besten macht ihr euch selbst ein Bild von der Handlung.

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