Profilbild von merlin78

merlin78

Lesejury Star
offline

merlin78 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit merlin78 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.12.2019

Ein Lesevergnügen für Jung und Junggebliebene!

Der verrückte Erfinderschuppen
0

Kaum haben Fred, Tilda und Walter ihr letztes Abenteuer überstanden, da stehen schon die nächsten Überraschungen an. Nachdem durch ihren Turbo-Dünger der Schuppen zerstört worden ist, wollen sie nun ihren ...

Kaum haben Fred, Tilda und Walter ihr letztes Abenteuer überstanden, da stehen schon die nächsten Überraschungen an. Nachdem durch ihren Turbo-Dünger der Schuppen zerstört worden ist, wollen sie nun ihren Treffpunkt renovieren. Schnell ist für das nötige Material gesorgt, doch dann passiert es! Walters Hemd wird mit Farbe überschüttet. Was nun helfen könnte, wäre ein Mittel, dass die Flecken einfach verschwinden lassen könnte. Damit ist der Grundstein für die nächste Erfindung gelegt. Sie müssen einfach ein Ruckzuck-Weg-Spray erfinden.

Das fünfte Abenteuer aus der Feder von Autorin Lena Hach bringt die drei Erfinder ganz schön ins Schwitzen. Glücklicherweise wird die Geschichte durch die herrlichen schwarz-weiß-Bilder von Daniela Kulot illustriert, weshalb alles gleich noch viel aufregender und authentischer erscheint.

In dieser Kinderbuchreihe kann jedes Werk für sich allein gelesen werden. Doch viel schöner ist es, wenn der junge Leser mit den drei Helden der Geschichte zusammen die chronologische Reihenfolge erlebt. So wird das Leseerlebnis gleich viel schöner und der Leser kann sich ganz auf die Abenteuer und die Entwicklung der Charaktere einlassen.

Natürlich dreht sich hier auch wieder alles um Fred, Tilda und Walters verrückte Erfindungen. Und erneut läuft nicht alles ganz so nach Plan, wie sie es sich vorgestellt haben. Nachdem der Turbo-Dünger im vorherigen Teil den Garten von Tildas Oma in einen Urwalt verwandelt hat, wurde ihr Schuppen zerstört. Nun müssen sie diesen renovieren, um weiterhin einen geheimen Treffpunkt zu haben. Doch auch dabei kommt es wieder zu einer Beinah-Katastrophe. Doch Fred, Tilda und Walter wären keine waschechten Erfinder, wenn sie diese nicht in den Griff bekommen würden.

Durch die hervorragenden Karikaturen, die die Erzählung perfekt ergänzen, fällt es dem jungen Leser sehr leicht, sich auf die Geschichte einzulassen. Und auch erwachsene Leser und Eltern werden beim Schmökern durchaus ihre Freude erleben, denn Lena Hach verfügt über einen wunderbaren Erzählstil, der einfach zum Weiterlesen verführt. Sie spielt mit den Worten und bringt durch ihre Ideen die Welt um die kleinen Erfinder regelrecht zum Erblühen.

Große Lesefreude für Jung & Junggebliebene!

Mein persönliches Fazit:
Diese Buchreihe ist nicht nur etwas für Kinder, auch Junggebliebene können hier ein wahres Abenteuer erleben und sich auf die Erzählung von Lena Hach einlassen. Begleitet durch die hervorragenden Illustrationen von Daniela Kulot wirkt dieses Buch fesselnd, einladend und mitreißend. Auch ohne Vorkenntnisse der ersten Bände fällt es leicht, sich hier auf die Handlung einzulassen, die sowohl lustig als auch aufregend ist. Ich freue mich schon sehr auf die nächsten Erfindungen, die mich bestimmt ebenfalls begeistern werden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.12.2019

Ein wunderbares Leseerlebnis

Der verrückte Erfinderschuppen
0

Bei Fred, Tilda und Walter wird es nie langweilig. So auch jetzt nicht, denn Tildas Oma braucht ganz dringend die Hilfe der Erfinder. Sie will beim Wettbewerb des Kleingartenvereins gewinnen, weiß aber ...

Bei Fred, Tilda und Walter wird es nie langweilig. So auch jetzt nicht, denn Tildas Oma braucht ganz dringend die Hilfe der Erfinder. Sie will beim Wettbewerb des Kleingartenvereins gewinnen, weiß aber nicht, wie sie das bewerkstelligen soll. Zum Glück kennen sich die drei Freunde mit Erfindungen aus und so erfinden sie ganz einfach einen Turbo-Dünger. So hat Tildas Oma die Chance, gegen die fiesen Klose-Brüder zu gewinnen. Doch irgendwie läuft dann doch alles etwas aus dem Ruder.

„Der Turbo-Dünger“ ist inzwischen der vierte Teil der Reihe „Der verrückte Erfinderschuppen“ aus der Feder von Schriftstellerin Lena Hach, ideal kombiniert durch die Illustrationen von Daniela Kulot.

Diese Kinderbuchreihe ist schon etwas ganz Besonderes, denn sie bietet sowohl Ideenreichtum als auch das wunderbare Gefühl des Zusammenhalts. Lena Hachs Erzählung über die drei kleinen Erfinder ist nicht nur humorvoll und inspirierend, sondern auch liebenswert und herzlich. Gerade die jüngsten Leser können sich hier herrlich in die Erlebniswelt hineinversetzen und sich ganz auf das neuste Abenteuer einlassen.

Natürlich erzählt auch hier wieder Fred von ihren Erlebnissen. Seine Gedanken und Worte bilden den roten Faden in der Handlung. Er ist ein unglaublich liebenswerter junger Mann, der sich die Welt gerne so verdreht, wie er sie haben möchte. Auch wenn es manchmal etwas knifflig wird. Dabei ist er aber ein guter Junge, der für seine Freunde und seine Mutter durchs Feuer gehen würde. Und auch Tildas Oma gehört dazu, weshalb es für ihn eine Freude ist, den Kleingarten aufzupeppen.

Durch die großartigen Bilder der Illustratorin fällt es hier den Kindern sehr leicht, sich auf die Geschehnisse einzulassen und sich die Geschichte bildlich vorzustellen. Da das Buch mit über 160 Seiten nicht kurz ist, benötigt der junge Leser durchaus etwas Durchhaltevermögen, doch das wird durch die zahlreichen Bilder und eine witzige Geschichte wunderbar ermöglicht.

Auch dieser Band verleitet zum Schmunzeln, zum Lachen und zum Nachdenken….

Mein persönliches Fazit:
Ich habe bereits die ersten drei Bände gelesen, deshalb kenne ich die Protagonisten des Werks inzwischen recht gut. Nicht nur Tilda, Fred und Walter sind mir inzwischen vertraut, auch die Brüder Klose sind mir ein Begriff, da sie in jedem Teil eine kleine Rolle spielen. Das macht auch den Reiz und den Witz dieser Reihe aus, denn es erfordert nur wenig Neuerungen, auf die sich der Leser hier einlassen muss. Trotzdem wirkt jeder Teil anders und die Ideen der Autorin faszinieren mich jedes Mal aufs Neue. Es ist unglaublich spannend mitzuerleben, wie die drei Kinder ihre geplanten Erfindungen in die Tat umsetzen. Hinzu kommen diese lustigen Wendungen, mit denen kaum einer zuvor gerechnet hat. Das macht das Werk erstrecht interessant und lesenswert. Deshalb gibt es von mir natürlich auch für den vierten Band die vollste Leseempfehlung. Aber Achtung! Nicht nur für Kinder bietet das Buch hohen Unterhaltungswert!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.12.2019

Ideale Kombination aus Erzählung und Illustration

Der verrückte Erfinderschuppen
0

„Der verrückte Erfinderschuppen“ geht nun schon in die dritte Runde. Mit „Der Hitzefrei-Regler“ hat Lena Hach eine neue Erfindung kreiert, die Fred, Walter und Tilda zu einem neuen Abenteuer animiert.

Die ...

„Der verrückte Erfinderschuppen“ geht nun schon in die dritte Runde. Mit „Der Hitzefrei-Regler“ hat Lena Hach eine neue Erfindung kreiert, die Fred, Walter und Tilda zu einem neuen Abenteuer animiert.

Die Sommerferien sind vorbei und die drei Freunde müssen nun leider zurück in die Schule. Doch dann haben sie viel zu wenig Zeit für ihre verrückten Erfindungen. Als sie herausfinden, dass die Schul-Hausmeisterin jeden Tag um genau 10 Uhr vormittags die Temperatur kontrolliert und es ab 25° C Hitzefrei gibt, steht für sie sofort fest, dass sie genau das haben möchten. Einziges Problem, sie müssen das Thermometer überlisten. Doch Fred, Tilda und Walter wären keine Erfinder, wenn ihnen dazu keine Lösung einfallen würde. Nur was sie damit noch verändern, konnten sie im Vorfeld nicht erahnen.

Durch die fantastischen Illustrationen von Daniela Kulot hat der junge Leser hier die Möglichkeit, neben den schriftlichen Texten die aufregende Handlung auch bildlich mit zu erleben. Da die Abbildungen absolut passend zu der Erzählung gefertigt worden sind, vervollständigen sie die Geschichte ideal.
Zusätzlich wird diese hinreißende Kinderbucherzählung durch eine verrückte Idee, drei sympathische Kinder und eine packende Geschichte herrlich aufgepeppt. Lena Hachs Plan, aus dem Hitzefrei-Regler etwas ganz Besonderes zu machen, ist ihr rundum gelungen.

Da dieser Band eine in sich abgeschlossene Handlung bietet und der junge Leser durch die einfühlsamen und leicht verständlichen Worte der Autorin einfach in die Geschichte hineinkatapultiert wird, ist es sehr angenehm, der Handlung zu folgen. Durch die wunderbare Mischung aus Wort und Bild wirkt alles realistisch und für die Kleinen absolut nachvollziehbar.

Schön ist es auch zu lesen, dass die Autorin durch ihre Kinderbücher immer auch eine gute Botschaft vermitteln möchte. Deshalb hinterlässt das Buch nach dem Beenden einen positiven und zufriedenen Eindruck. Es entsteht die Möglichkeit, sich noch einmal mit den guten Aktionen der drei Kinder auseinanderzusetzen und fordert die Jüngsten auf, über gewisse Handlungen nachzudenken.

Ein ideales Kinderbuch – das auch Erwachsene begeistert!

Mein persönliches Fazit:
Nachdem ich bereits die ersten zwei Bände gelesen habe, musste ich einfach auch dieses Buch lesen. Ich bin ein weiteres Mal richtig mitgerissen, denn die drei Helden der Geschichte haben mich ganz und gar erreicht. Ihre witzigen Ideen, kombiniert mit den wirklich lustigen Ergebnissen, haben mich zum Lachen gebracht. Zusätzlich musste ich doch ab und an die Erlebnisse auch von der erwachsenen Seite aus betrachten, die mir gezeigt haben, wie viele liebenswerte Eigenschaften von Fred, Tilda und Walter ausgehen. Natürlich sind es Kids, doch sie haben das Herz eindeutig am rechten Fleck.
Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band und kann hier nur meine größte Leseempfehlung aussprechen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.12.2019

Romantisch, herzlich und absolut zu empfehlen!

Maybe this Christmas - Und dann war es so viel mehr
0

Emma Callaway und Asher Westmore sind schon seit Jahren beste Freunde. Beste Freunde mit gewissen Vorzügen. Solange Asher als Eishockeystar unterwegs ist, sieht sie ihn nur selten, doch wenn er nach Glenwood ...

Emma Callaway und Asher Westmore sind schon seit Jahren beste Freunde. Beste Freunde mit gewissen Vorzügen. Solange Asher als Eishockeystar unterwegs ist, sieht sie ihn nur selten, doch wenn er nach Glenwood Falls kommt, freut sich Emma umso mehr auf den Mann, in den sie heimlich verliebt ist. Doch das darf sie ihm nie verraten, denn dann würde er sofort ihre Freundschaft beenden. Zumindest glaubt sie das.

Als Asher durch einen Unfall für kurze Zeit aus der Bahn geworfen wird, muss er sich länger in der Heimatstadt aufhalten und so kommen sich die beiden plötzlich noch näher. Aber was steht bei Asher an erster Stelle? Noch immer das Eishockeyspiel oder haben sich seine persönlichen Prioritäten etwas verschoben?

Von Autorin Jennifer Snow sind bereits die ersten Bände zur „Colorado-Ice-Reihe“ erschienen. Zuvor haben Ashers drei Geschwister die Liebe ihres Lebens gefunden. Nun ist das Nesthäkchen an der Reihe, sich in seine beste Freundin zu verlieben.

Zuvor möchte ich anmerken, dass es sich hier zwar um den vierten Band der Reihe handelt, er allerdings vollkommen losgelöst gelesen werden kann, weil die Geschichte jeweils eine in sich abgeschlossene Handlung beinhalten. Schöner ist es allerdings, alle vier Lovestorys miterleben zu können.

Hier dreht sie alles um Emma und Asher. Die beiden kennen sich schon lange und vor sechs Jahren hat sich ihre Freundschaft zu etwas Besonderem verändert. Immer wenn sie sich treffen, verbringen sie auch gerne die Nächte miteinander, allerdings ohne das gefährliche Wort der Beziehung. Denn offiziell sind sie beide Single und nur gute Freunde. Auch vor der Familie halten sie diese Nähe geheim.

Emma ist schon lange in Asher verliebt und würde ihm am liebsten ihre Liebe gestehen. Doch dazu fehlt ihr einfach der Mut. Als nun Asher langfristig in Glenwood Falls bleiben muss, sieht sie ihre Chance gekommen, ihm doch noch näher zu kommen. Doch das gestaltet sich recht schwierig. Dabei ist sie eine äußerst sympathische und absolut loyale Person. Sie würde den NHL-Star niemals hintergehen oder verraten.

Asher liebt das Eishockeyspiel und würde für die Chance aufs Eis zu kommen, nahezu alles riskieren. Deshalb nimmt er auch Schmerzen und eine ernsthafte Verletzung in Kauf. Doch das hält ihn nicht ab, weiterhin an seinen großen Traum vom 1000. Spiel zu träumen, das kurz bevorsteht. In Emma sieht er seine beste Freundin, die er vergöttert. Obwohl er nicht weiß, dass Emma mehr für ihn empfindet, kann er sich ihr nicht entziehen und will unterbewusst auch mehr. Doch als ihn endlich die Erkenntnis trifft, scheint es fast zu spät.

Der Hauptaugenmerk ist hier tatsächlich auf die Romanze zwischen den beiden Protagonisten gerichtet. Zunächst wird auch noch auf Ashers Leidenschaft eingegangen und es wird die starke Verletzung beschrieben, doch eigentlich ist das alles eher nebensächlich. Es geht hier um die großen Gefühle, die Verarbeitung von alten Verlusten und Zukunftssorgen.

Mein persönliches Fazit:

Nachdem ich die anderen Bände verschlungen habe, musste ich einfach wissen, wie es nun mit Asher und Emma weitergehen würde. Und ich bin begeistert, denn diese Geschichte ist so hinreißend, romantisch und emotional, so dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Die Gefühle der beiden sind wunderbar eingefangen worden und die beiden Protagonisten haben mich richtig in ihren Bann gezogen. Jennifer Snow versteht es einfach fantastisch, ihren Charakteren Leben einzuhauchen und sie zu etwas ganz Besonderem heranreifen zu lassen. Schon nach wenigen Seiten war ich von Emma und Ashers Liebe mitgerissen und musste einfach wissen, wie es weitergehen würde. Zusätzlich hat mich auch die Familiendynamik der Westmores ergriffen, was für mich das Werk vervollständigt hat. Hier geht das Gesamtkonzept absolut auf: eine tragisch, romantische Liebe, zwei wunderbare, facettenreiche Charaktere und eine grandiose Kulisse! Deshalb kann ich einfach nur meine größte Leseempfehlung aussprechen. Aber Achtung! Hier besteht eindeutig Suchtgefahr!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.12.2019

Absolut überzeugend!

Der Ermittler
0

1996: Die USA haben Kenntnis davon erhalten, dass in Hamburg ein großer Deal bei den islamistischen Terroristen erfolgen soll. Hundert Millionen Dollar stehen im Raum. Doch niemand weiß, um was es tatsächlich ...

1996: Die USA haben Kenntnis davon erhalten, dass in Hamburg ein großer Deal bei den islamistischen Terroristen erfolgen soll. Hundert Millionen Dollar stehen im Raum. Doch niemand weiß, um was es tatsächlich geht. Deshalb wird ein Spezialtrupp der besten Ermittler des Landes zusammengestellt. Unter ihnen natürlich auch Jack Reacher, den besten Mann, den das U.S. Army zu bieten hat. Und Reacher ist nicht allein, er bringt seine beste Ermittlerin mit, Sergeant Frances Neagley. Gemeinsam reisen sie nach Hamburg und nehmen dort die Fahndung nach dem Kurier auf, ohne zu ahnen, nach was sie wirklich suchen.

„Der Ermittler“ ist der 21. Band der Jack-Reacher-Reihe und beschäftigt sich mit einer Geschichte aus der aktiven Zeit des Helden. Zeitlich gesehen wagt sich Lee Child damit an einen gewaltigen Sprung, weshalb sich die Erzählung ganz anders anfühlt und den Leser in eine andere Epoche entführt.

Jack Reacher ist dem kundigen Leser bereits ein Begriff. Für gewöhnlich erleben wir den smarten, hinterwäldlerischen Ex-Militärpolizisten eher für sich allein, unterwegs auf den Straßen Amerikas, wohin ihn auch immer die nächste Reise führt. Doch hier erleben wir einen ganz anderen Einblick in Reachers Geschichte, denn die Handlung erzählt einen Teil seiner aktiven Dienstzeit.

Reacher ist gerade wegen einer sehr guten Arbeit im Nahen Osten ausgezeichnet worden, als er bereits den nächsten Auftrag erhält. Auf seine Sergeant Neagley kann er sich hundertprozentig verlassen, weshalb sie ihn auch auf seiner Reise nach Hamburg begleitet. Gemeinsam nehmen sie die Suche nach dem Unbekannten auf und treffen dabei auf etliche Probleme. Trotzdem wird deutlich, wie clever Reacher ist und mit wieviel Leichtigkeit es ihm gelingt, hinter die Kulissen der Verbrecher zu schauen. Er ist ihnen stets auf den Fersen und der Leser kann sich wunderbar in die Erzählung einfinden.

Da Lee Child ein großes Spektrum an Ideen anspricht, wirkt die Erzählung fulminant und dramatisch. Bis kurz vorm Schluss bleibt der Spannungsbogen extrem hoch, weil die Suche sich als sehr schwierig und kompliziert erweist. Viele Gruppen spielen hier eine Rolle, weshalb die Handlung einige Ansätze hat, die sich erst zum Schluss in einem schlüssigen Finale bündeln.

Ein klasse Roman, mich hat Jack Reacher ein weiteres Mal überzeugt!

Mein persönliches Fazit:
Zu Beginn ist es mir nicht ganz so leicht gefallen, in die Handlung hineinzufinden. Für mich gibt es immer zwei Arten von Werken, die vor 2000 und nach 2000. Werke vor 2000 unterscheiden sich durch die technischen Errungenschaften des neuen Jahrtausends, weshalb ich mich anfangs nur schwer in die Szenerie hineinversetzen konnte. Keine Handys, kein Internet. Alles läuft per Telefon, Fax oder Kurier. Wesentlich komplizierter als in den neueren Werken. Doch davon abgesehen ist es sehr interessant gewesen, einmal einen jüngeren Jack Reacher zu erleben. Er ist schlau, witzig, stark und sehr präsent. Auch privat ist er viel lockerer, was ihn sympathisch macht. Trotzdem ist er schon der gleiche Typ, der sich gerne prügelt und vor keiner Auseinandersetzung flüchtet. Er weiß um seine Ausstrahlung und lässt sich nur bedingt in die Schranken weisen.

Da Lee Child einen sehr angenehmen Erzählstil hat, und es ideal versteht, mit Bildern und Emotionen zu arbeiten, ist es ein Vergnügen, der neusten Idee zu folgen. Dieses Buch hat mich erneut begeistert, weshalb ich es gerne jedem empfehlen kann. Auch ohne Vorkenntnisse aus den ehemaligen Büchern ist es einfach, Zugang zur Geschichte zu finden, denn sie beinhaltet eine in sich abgeschlossene Handlung. Ich selbst freue mich schon auf das nächste Jack-Reacher-Abenteuer.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere