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Veröffentlicht am 06.04.2026

Viel gewollt, wenig gekommt.

We Who Will Die
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"Empire of Blood" - We who will die ist der Auftakt einer neuen Trilogie von Stacia Stark. Für mich war dies das erste Buch der Autorin, sodass ich keinerlei Erwartungen hatte. Die Bewerbung mit "Vampire ...

"Empire of Blood" - We who will die ist der Auftakt einer neuen Trilogie von Stacia Stark. Für mich war dies das erste Buch der Autorin, sodass ich keinerlei Erwartungen hatte. Die Bewerbung mit "Vampire Diaries meets Gladiator" empfand ich als super spannend, da ich römische Mythologie und die Serie "Vampire Diaries" tatsächlich sehr mag! Leider hat es mich aber überhaupt nicht abholen können. Plumper, zusammenhangsloser Schreibstil und ein fadenscheiniger Plot überwiegen hier.

Anzahl der Seiten: 624
Verlag: dtv Verlag
Preis: 26€
ISBN: 9783423285469

Klappentext

Das Leben im gefährlichen Dorn Distrikt ist für Arvelle und ihre jüngeren Brüder ein ständiger Überlebenskampf – und der fremde Vampir vor ihrer Haustür weiß genau, womit er sie erpressen kann. Als letzte Rettung für ihren schwer kranken Bruder, geht Arvelle einen magischen Schuldschwur mit einem schier unmöglichen Ziel ein: Sie soll den Imperator töten, einen uralten Vampir, den der Gott Umbros selbst erschaffen hat. Dafür muss sie zunächst die Auslese überleben – einen Arenawettkampf, in dem nur die Schnellsten, Stärksten und Tödlichsten bestehen, um für die imperiale Elitewache ausgewählt zu werden.

Meine Meinung

Grundsätzlich muss ich sagen, ist das Buch ein echter Hingucker. Die antik wirkenden Elemente auf dem Cover, das kräftige Lila, das mich an die Römer erinnert und dem schönen Buchschnitt ziehen den Blick auf sich. Die Haptik ist hervorhebenswert, da es raue Abschnitte aufweist, die sich wirklich spannend anfühlen. Von Außen ist es also eine 10/10.

Inhaltlich will ich nicht zu viel verraten. Arvelle lebt mir ihren Brüdern in einem ziemlichen Armenviertel. Sie kann sich die Medizin für ihren Bruder langsam nicht mehr leisten und muss schauen, wo sie diese her bekommt. Als dann ein Vampir kommt und sie erpresst, findet sie sich in der Arena wieder und kämpft um ihr Leben und einen Platz in der Garde des Imperators, um ihn zu töten. Natürlich ist dies nicht ganz so einfach und Arvelle überfallen die Schatten ihrer Vergangenheit schneller als sie selbst gedacht hätte.

Mir hat die Grundidee wirklich gut gefallen. Die Arenakämpfe haben mich sehr an die Tribute erinnert, nur jetzt in einem römischen Setting. Das hat mich angesprochen, weswegen ich das Buch gern lesen wollte. Schnell musste ich aber feststellen, dass das Buch einiges zu bieten hat, aber völlig unausgegoren ist.

Das Magiesystem, es gibt Sigillen, die verschiedene Farben und damit Stärken haben, wird nur rudimentär beschrieben. Ich konnte mri bis zum Ende nicht vorstellen, wie eine Sigielle aussieht oder wie genau damit die Kraft determiniert ist. Die Autorin führt dies überhaupt nicht aus. Man erfährt bruchstückhaft immer ein bisschen mehr, aber für mich nicht genug, um es ansatzweise logisch zu erklären.

Allgemein fällt auf, dass die Autorin wenig auf Beschreibungen und Erklärungen gibt. Arvelle wird überhaupt nur ganz ganz ganz wenig beschrieben. Ich musste mir ein Bild bei der Autorin ansehen, damit ich einigermaßen wusste, wie sie aussieht. Die Charaktere bleiben alle super gesichtslos und flach. Problematisch für mich ist dann, dass die Autorin super viele Charaktere "einführt" aka einfach Namen in die Runde wirft, als müsste man sie kennen und genauso schnell wieder umbringt. Ich habe mit kaum einer Figur mitgefiebert oder sie wirklich ins Herz geschlossen, was scahde ist, da das Potential da war.

Der Schreibstil lässt sich gut lesen, ist aber nicht besonders flüssig. Die Handlungen springen sehr schnell hin und her. Die Zusammenhänge werden nicht wirklich deutlich, alles geschieht zu plötzlich aus der Luft gegriffen. Hier hätten Handlungsstränge mehr verknüpft werden müssen und ausführlicher beschrieben werden sollen. Die ganze Handlung ist einerseits sehr vorhersehbar (Love Intrest) und plump (Spice Szenen), anderseits dann auf einmal sehr "überraschend", weil plötzlich auftauchend und vorher nicht angebahnt.

Auffällig ist auch, dass die Autorin gefühlt jedes magische Gimmick in ihr Werk einbauen wollte. Dadurch wirkt es einfach überladen und unrund. Ich hätte mir gewünscht, dass mehr Zeit und Liebe in den Hauptcharakter Arvelle gesteckt wird, sodass wir eine starke Protagonistin bekommen, die für sich einsteht und einfach bisschen badass ist. Stattdessen haben wir eine Protagonistin, die super naiv und dumm agiert, in jede dumme/gefährliche Situation einfach reinrennt und sich nur von den männlichen Charakteren "retten" lässt. Das empfinde ich als nicht besonders passend.

Fazit

Für mich ist das Buch eine Enttäuschung gewesen. Ich habe mir eine starke Protagonistin gewünscht, die sich auch in schwierigen Situation nicht unterbekommen lässt. Tatsächlich habe ich eine naive Protagonistin kennengelernt, die in der Vergangenheit hängt und sich an alte Strukturen klammert. Spannenden Impulse (Rorrick/Arvelle) wurden überhaupt nicht gut genutzt, verstrichen in diesem Chaos. Es ist brutal und für mich tatsächlich auch einigen Stellen zu viel des Guten. Die Idee hatte viel Potential, das leider nicht genutzt wurde. Schade!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.02.2026

Nett für Zwischendurch

Wicked Souls (Bd. 1)
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"Wicked Souls" ist der neue Band aus der Feder von Tina Köpke, der sich rund um Lyn dreht, die Schwester von Kat aus Hunting Souls. Wir verfolgen Lyn auf die magische Akademie nach London, wo sie verzweifelt ...

"Wicked Souls" ist der neue Band aus der Feder von Tina Köpke, der sich rund um Lyn dreht, die Schwester von Kat aus Hunting Souls. Wir verfolgen Lyn auf die magische Akademie nach London, wo sie verzweifelt versucht, sich von ihrem Fluch zu befreien. Diese Dilogie ist zwar ein Neuanfang, aber trotzdem bin ich der Meinung, man sollte Hunting Souls vorher gelesen haben, damit man alles ausreichend versteht und die Verweise auf die andere Reihe versteht.

Anzahl der Seiten: 432
Verlag: Coppenrath Verlag GmbH & Co. KG
Preis: 22,00€
ISBN: 978-3649650560

Klappentext

Endlich! Lyn darf ihre Ausbildung am renommierten Institut für Moderne Magie beginnen. Es wäre alles perfekt, gäbe es da nicht diesen verflixten Fluch: Sobald Lyns Herz für jemanden höherschlägt, bricht großes Chaos über sie herein. Und nur "der wahren Liebe erster Kuss" kann sie erlösen. Doch die wahre Liebe zu finden, ist verflucht schwierig. Besonders, wenn es an der Schule auch noch Zwillinge gibt, die auf sehr unterschiedliche Weise Gefühle in Lyn wecken. Und als wäre das noch nicht genug, ereignen sich mysteriöse Einbrüche am Institut – auch in der Auffangstation für magische Wesen, die Lyn so am Herzen liegt.

Meine Meinung

Das Cover passt perfekt zur vorherigen Reihe, auch wenn es durch das Pink sich deutlich hervorhebt. Das ist auch perfekt, weil Lyn so ganz anders ist als Kat, weswegen diese verspielte Gestaltung super treffend ist. Der Farbschnitt ist super gewählt und matcht mit dem Cover.

Lyn war mir im vorherigen Band schon sehr sympthisch. Jetzt begibt sie sich auf ein neues Abenteuer und möchte in London die magische Akademie besuchen, um ihre Fähigkeiten zu schulen. Leider wurde sie kurz vorher vrflucht, sodass sie dringend ihre große Liebe finden muss, damit sie endlich die peinlichen Momente vermeiden kann, die mit dem Fluch einhergehen.

Kaum ist sie im Institut angekommen, lernt sie nicht nur neue Freunde (oder zum ersten Mal Freunde?) kennen, sondern auch die Zwilinge Sebastian und Gabriel. Leider redet sie sich sehr schnell ein, dass Sebastian des Problems Lösung ist. Für mich war das aber schon direkt zu Beginn irgendwie sehr erzwungen. Es gab keinerlei Indizien, dass irgendwie Lyn und Sebastian eine angenehme Chemie hätten.

Gabriel dagegen hatte mit Lyn eine spezielle Chemie, die sich auch während des gesamten Buches weiter entwickelte und versärkte. Für mich persönlich war er recht schnell Endgame, sodass ich mich zwischenzeitlich gefragt habe, warum das alles so offensichtlich ist. Man sollte bedenken, dass die Bücher für ein junges Publikum geschrieben wurde, weswegen es für diese vielleicht nicht so offensichtlich ist.

Insgesamt muss man aber sagen, dass die Handlung im Buch wirklich sehr offensichlich war, was als nächstes alles passieren würde. Ich wusste direkt immer, was folgen wird, was dem Buch ein bisschen Spannung genommen hat. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass es zwischenzeitlich sehr schnell die Zeit verfolg, in dem nichts passierte und dann wusste man direkt, was passieren würde. Das fand ich ein bisschen schade.

Lyn selbst ist ein süßer, sympathischer Charakter, der eine schwere Zeit hinter sich hat. Das merkt man richtig sehr. Viele Szenen spiegeln dies auch wider. Ich mochte sie die ganze Zeit und habe ihre Geschichte schnell verfolgt. Die Geschichte fliegt aufgrund des angenehmen Schreibstils auch nur so an einem vorbei. Ich mochte die Wiedersehen mit bekannten Figuren ungemein! Ich mochte auf die Idee mit der Wesenskunde und den Fabelwesen, die darin beschrieben wurden. Allgemein war das magische Institut ein interessanter Ansatz und gut beschrieben.

Fazit

Für mich persönlich war es ein schönes Buch für Zwischendruch. Es fehlt ein bisschen an Tiefe und Spannung, da man die Handlung rund um den Fluch und die Einbrüche recht schnell lösen konnte. Den Cliffhanger am Ende empfand ich als richtig richtig unnötig. Das hätte man deutlich besser abschließen können und im nächsten Band "neu" starten lassen. So war es überhaupt nicht gut. Trotzdem hat es mich gut unterhalten können, weswegen ich das Buch vor allem jüngeren Lesenden empfehlen kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.11.2025

Toughe Heldin hat ihre Psycho-Hubbys unter Kontrolle

Bonds of Hercules
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"Bonds of Hercules" ist der zweite Band der Dark-Romantasy-Trilogie aus der Feder von Jasmine Mas. Nachdem mich der erste band rund um Alexis und ihre Ankunft in der Götterwelt aufgrund ihres Humors absolut ...

"Bonds of Hercules" ist der zweite Band der Dark-Romantasy-Trilogie aus der Feder von Jasmine Mas. Nachdem mich der erste band rund um Alexis und ihre Ankunft in der Götterwelt aufgrund ihres Humors absolut fesseln konnte, war ich umso mehr auf den zweiten band gespannt. Diese setzt unmittelbar an den vorherigen Handlungsstrang an und knüpft an Alexis ihre

Anzahl der Seiten: 604
Verlag: FISCHER Tor
Preis: 25,00€
ISBN: 978-3596712441

Klappentext:

Alexis hat sich in Sparta den Ruf einer unbarmherzigen, gefährlichen Kriegerin erworben. Das verlockt nicht wenige Männer, ihr Glück bei Alexis zu versuchen.
Kharon und Augustus, die beiden düsteren Götter der Unterwelt geben sich jede Mühe ihr zu gefallen. Doch auch Alexis attraktive Mentoren Achilles und Patro sind sich auf einmal sicher, dass sie und Alexis füreinander bestimmt sind. Es sieht so aus, als müsste zwischen den Göttern wählen - aber ist das wirklich eine gute Idee?

Meine Meinung

Das Cover kommt diesmal in einem dunklen, leicht glänzend-matten Umschlag daher, auf dem goldene Rosen deutlich hervorgehoben sind. Damit passt es zum ersten Band, wobei hier die Haptik des Umschlags verändert wurde. Das merkt man deutlich. Ansonsten finde ich das Cover passend zum ersten Band und deutet schon auf eine eher düstere Stimmung hin, die einem eventuell im Band erwarten könnte. Überraschend wäre es auf jeden Fall nach dem ersten Band nicht.

Der erste Band eins hat mich mit Alexis trockenem Humor und ihrer sarkastischen Ader überzeugen können. Ich habe ihre Aussagen und Gedankengänge sehr gefeiert und geliebt. Die beiden bzw. eigentlich alle vier Männer dagegen waren richtig toxisch und absolut nicht mögenswert. Einfach nur toxische und unsympathische Typen waren das. Ich habe mich nur aufgrund des Humors überhaupt dafür entschieden, die Reihe weiter zu verfolgen, da ich die Männer und ihre Handlungen wirklich nicht mochte.

Achtung Spoiler:

Was soll ich sagen? Die Herren haben eine 180°-Drehung hingelegt. Sie sind noch immer keine Green-Flags, aber im Vergleich zum ersten Band wirklich Schoßhündchen geworden, deren Handlungen man auf einmal nachvollziehen und verstehen kann. Aber fangen wir beim Anfang an.

Nachdem Alexis in die Ehe mit ihren beiden Psycho-Ehemännern K(h)aron und Augustus gedrängt wurd, versteckt sie sich erst einmal bei ihren Eltern, Hades und Persephone. Leider kann sie nicht ewig dort bleiben, sondern muss zu den anderen chthonischen Erben zurück, da ja noch ein fröhliches, gemeinsames "Gemetzel" im Kolosseum ansteht. Außerdem ist sie für die Jagd auf Titanen mitverantwortlich. Gleich zu Beginn macht sie ihren beiden liebreizenden Männern klar, dass sie nicht so einfach vergessen wird, was gewesen ist.

Das hat mir persönlich sehr gut gefallen. Alexi tritt als starke, selbstbewusste Frau auf, die endlich die arroganten Männer in ihrer Umgebung in ihre Schranken verweist. Das hat mir im ersten Band ein bisschen gefehlt. Hier lässt sie sich nicht mehr Rumschubsen, sondern zieht klare Grenzen. Und zur Überraschung von wahrscheinlich aller: Die Herren akzeptieren sie! Augustus mehr als Kharon, aber trotzdem. Die beiden geben sich wirklich Mühe, was mich sehr positiv überraschte. Wir bekommen auch Einblicke in die Vergangeheit von Augustus, Kharon, Patros und Achilles, wodurch sie authentischer und nachvollziehbarer werden. Zumindest einige von ihnen.

Wer mir im ganzen Buch negativ aufgstoßen ist, ist Patros. Nicht nur im Umgang mit Alexis, sondern sein ganzes Verhalten und sein Auftreten. Aufgrund seiner Vergangenheit versteht man einige seiner Handlungen vielleicht besser, sie rechtfertigt aber nichts davon. Er wurde mir zunehmend richtig unsympathisch und abstoßend. Mochte ich gar nicht. Zum Glück erkennt das Alexis auch sehr schnell und zeigt ihm, wo der Hammer hängt.

Die Handlung ist spannend, auch wenn mir manchmal ein klares Ziel gefehlt hat. Erst steht Ceres im Mittelpunkt, dann die Titanenjagd, in der Alexis richtig krass auftrumpft und dann diese "Show"-Kämpfe im Kolosseum. Gerade die Kämpfe hatten irgendwann etwas Redundantes, was ich nicht gebraucht hätte. Trotzdem habe ich Alexis gern verfolgt. Einige Wendungen waren zwar vorhersehbar, haben mich aber trotzdem begeistert. Der Schreibstil ist sehr locker und flüssig zu lesen, die wechselnden Perspektiven machen es spannender. Ich habe ein bisschen Alexis Humor vermisst. An einigen Stellen schimmert er noch imemr durch, jedoch nicht mehr so stark wie im ersten Band. Hier geht es ihr aber (zum Glück) auch nicht mehr so beschissen wie im ersten Band.

Für mich persönlich waren die Begleiter, wie Fluffy und vor allem Poco absolute Highlights in diesem Band. Augustus Umgang mit seinem Begleiter war mehr als herzallerliebst. Habe ich absolut geliebt! Auch die eher "dümmlichen" Höllenhunde und Nyx haben mir sehr gut gefallen.

Das Ende lässt einige offene Fragen und Spekulationen offen. Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird und werde den nächsten Band auf jeden Fall auch lesen. Dafür habe ich Alexis und ihre Psycho-Männer mittlerweile doch zu sehr ins Herz geschlossen.

Fazit

Ein spannender zweiter Band, der vor allem in der Charakterentwicklung große Sprünge hinlegt. Die Handlung ist bis kurz vor Ende spannend und rasant. Alexis zeigt der Welt endlich, was sie alles kann und lässt sich nicht mehr alles gefallen. Für mich ist sie sehr selbstbewusst und stark geworden. Ich mochte den Schreibstil wieder sehr gern. Man fliegt förmlich durch die Seiten. Ein starker zweiter Band, der gern noch witziger hätte sein können.

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Weihnachten meets Halloween in einer fantastischen RomCom!

The Nightmare Before Kissmas
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Das Buch „The Nightmare before Kissmas“ von Sara Raasch aus dem Bramble Verlag hat mich aufgrund der Hintergrundgeschichte sofort angesprochen. Weihnachten meets Halloween: Was könnte es Genialeres geben? ...

Das Buch „The Nightmare before Kissmas“ von Sara Raasch aus dem Bramble Verlag hat mich aufgrund der Hintergrundgeschichte sofort angesprochen. Weihnachten meets Halloween: Was könnte es Genialeres geben? Ich liebe Weihnachten schon immer sehr und Halloween habe ich die letzten Jahre auch schätzen gelernt, weswegen mich dieses Buch sofort angesprochen hat. Wir verfolgen den Weihnachtsprinzen Nicholas, der den Halloweenprinzen Hex kennlernt. Das Zusammentreffen der beiden verläuft anders als erwartet, woraus sich eine spannende Geschichte entwickelt.

Anzahl der Seiten: 384
Verlag: Bramble Verlag
Preis: 16,00€
ISBN:978-3426566909

Klappentext

Coal ist zwar der Prinz von Weihnachten, aber würde dieses Jahr lieber darauf verzichten. Grund dafür ist sein Vater Santa Claus, der aus ihm seine neueste PR-Kampagne machen will: Coal soll seine beste Freundin Iris, die Prinzessin von Ostern, heiraten, um eine Allianz zwischen den Feiertagen zu bilden.

Als ein Konkurrent im Kampf um die Hand der Prinzessin auftaucht, trifft Coal auf ein bekanntes Gesicht: Hex, der gutaussehende und charmante Prinz von Halloween. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr fühlen sich die zwei Prinzen zueinander hingezogen. Aber die Pläne des Weihnachtsmannes zu durchkreuzen und sich in den größten Rivalen von Weihnachten zu verlieben wäre eine Katastrophe … oder etwa nicht?

Meine Meinung

Das Cover empfinde ich als sehr gelungen. Man sieht Nicholas als Weihnachtsprinzen und Hex als Halloweenprinzen abgebildet. Das Cover hat eine angenehme Haptik, weswegen man es sehr gern in der Hand hält. Die Symbole sind passend zu Weihnachten und Halloween abgestimmt, sodass man hier die Liebe zum Detail sieht. Auch den Wortwitz mit Kissmas empfinde ich als ganz lustig.

Wir starten unmittelbar in die Handlung hinein und verfolgen Coal, auch Weihnachtsprinz Nicholas, wie er ganz großen Mist baut. Man wird direkt in die Welt der Feiertage hineingeworfen, was ich persönlich als sehr spannend empfand. Da es sich um eine RomCom handelt, wird nicht ganz so viel Zeit in das Wordlbuidling investiert. Für mich persönlich war es aber ausreichend. Ich habe gern versucht, mir diese Welt, in der die Feiertage Adelshäusern gleichgesetzt sind, die ihren Freudetank füllen wollen, vorzustellen. Ich mochte die Idee da wirklich sehr gern. Wahrscheinlich auch, weil die Feiertage so liebevoll beschrieben waren. Vor allem die Weihnachtszeit, da die Haupthandlung am Weihnachtspalast stattfindet. Diese Idee hätte noch mehr ausformuliert werden können, mit noch mehr Feiertagen. Ich hoffe, da kommen noch mehrere Bände!

Der Weihnachtsprinz ist ein interessanter Charakter. Zu Beginn scheint es so als könnte Nicholas nicht viel mehr als Streiche spielen und nichts Ernst nehmen. Mit Fortschreiten der Handlung merkt man aber schon, dass er eine gewisse Tiefe hat. Diese wird besonders im Umgang mit seinem Vater deutlich, der mir doch deutlich Präsident Snow-Vibes gegeben hat. Die Personenentwicklung von Nicholas steht auf jeden Fall mit im Vordergrund. Für mich hätte er schneller selbst aktiv werden können und weniger in seinem Kopf leben können.

Hex als Halloweenprinz empfand ich als sehr niedlich. Er wirkt im Vergleich mit Coal doch eher unsicher und jung. Das war erfrischend neu. Er hat auch an einigen Päckchen zu knabbern. Fraglich bleibt für mich dann aber immer noch, wer jetzt Grumpy und wer Sunshine ist? Das wird für mich nicht genau sichtlich.

Ich habe die beiden sehr gern verfolgt, sei es nun bei der Schlittenfahren, beim Eislaufen oder einfach bei alltäglichen Handlungen. Zwischenzeitlich empfand ich es als etwas langatmig, da Coal mehr redet/nachdenkt als das wirklich Handlung passiert. Ein bisschen mehr Action hätte es gern sein dürfen.

Die Szenen zwischen den beiden Jungs sind von großem Consens geprägt. Kommunikation ist da super wichtig. Das kennen wir ja so nicht aus jedem Buch. Deswegen hat es mich super gefreut, dass hier auch so viel Wert drauf gelegt wird.

Der Schreibstil lässt sich locker und flüssig lesen. Ich habe die Wortwitze nicht immer verstanden, die gemacht wurden. Vielleicht liegt es daran, dass bei der Übersetzung ja immer ein bisschen verloren geht. Für mich erschien es manchmal etwas sehr gezwungen, wie die Witze rüberkamen. Dadurch war es recht plump. Auch die ersten Annäherungen von Hex und Coal waren dadurch nicht so emotional. Grundsätzlich ist es aber ganz witzig und lässt sich angenehm lesen. Super für die Feiertage.

Ich mochte die Chat-Gestaltungen sehr gern. Das hat die Handlung super aufgelockert. Für Mich waren auch die kleinen Kapitelgestaltungen sehr gelungen. Hat mir richtig gut gefallen! Auch die Verweise auf Taylor Swift, die Eiskönigin und andere bekannte Pop-Elemente empfand ich als passend.

Meine Meinung

Die queere RomCom hatte für mich großes Potential, da ich die Idee mit den Feiertagen als Adelshäuser als spannend und innovativ empfunden habe. Die Charaktere sind liebeswürdig, aber irgendwie auch einfach gehalten. Für mich hätte das Ende noch deutlich mehr ausformuliert und dargestellt werden müssen, damit ich vollständig zufrieden bin. Hier waren mir zu viele Leerstellen. An der ein oder anderen Stelle wäre es sicherlich auch besser gewesen, wenn man in der Übersetzung auch auf englische Begriffe zurückgegriffen hätte. Nichtsdestotrotz handelt es sich hierbei um eine süße Feiertagslektüre, die man gut Zwischendurch lesen kann. Der nächste Band wird dann Kris in den Fokus nehmen.

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Veröffentlicht am 14.10.2025

Starke Protagonistin in einer männerdominierten Welt.

Blood and Steel
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Blood and Steel" von Helen Scheuerer aus dem Bramble Verlag hat mich aufgrund der Enemies-to-Lovers-Thematik angesprochen. Ich liebe dieses Trope! Als ich im Klappentext dann gelesen habe, dass eine Frau ...

Blood and Steel" von Helen Scheuerer aus dem Bramble Verlag hat mich aufgrund der Enemies-to-Lovers-Thematik angesprochen. Ich liebe dieses Trope! Als ich im Klappentext dann gelesen habe, dass eine Frau sich gegen die, zugegebenermaßen ziemlich dummen, Regeln auflehnt, wusste ich, dass ich das Buch lesen möchte. Starke Protagonistinnen sind das, was wir brauchen und Thea ist genau das.

Anzahl der Seiten: 561
Verlag: Bramble Verlag
Preis: 18,00€
ISBN: 978-3426566862

Klappentext

Nachdem ihr Tod geweissagt wurde, bleiben Althea Zoltaire nur noch drei Jahre, um zu werden, wovon sie immer geträumt hat: eine legendäre Kriegerin. Mit allen Mitteln kämpft Althea um ihren Platz in der Elitegilde, die die fünf Königreiche beschützt.

Das brutale Training und die Schikanen der anderen Rekruten enden für Althea beinahe tödlich – aber noch gefährlicher sind ihre widerstreitenden Gefühle für den ruhmreichen Schwertmeister Wilder Hawthorne, der zähneknirschend ihren Aufpasser spielen muss. Während Althea sich auf die lebensgefährliche Aufnahmeprüfung vorbereitet, werden überall um sie herum Intrigen gesponnen. Gleichzeitig zieht über den Königreichen eine dunkle Bedrohung auf, die ihren Traum zerstören könnte, bevor er überhaupt beginnt …

Meine Meinung

Das Cover mit Schwert und Schild ist super passend zu Theas Wunsch, Schwertmeisterin zu werden. Das Hauptthema wird also perfekt aufgegriffen. Die leuchtend rote Farbe sticht einem richtig in die Augen. Passend dazu ist der rote Farbschnitt, der das Cover wieder aufgreift. Es wirkt sehr dominierend.

Thea hat schon, seit sie denken kann, den Wunsch, Schwertmeisterin zu werden. In ihrer Welt ist dies aber nicht einfach möglich, da aufgrund einer Prophezeiung, Frauen verboten wurde, Waffen zu nutzen. Ironisch, da die ersten Schwertmeister Frauen waren. Thea selbst spürt aber den Ruf des Kampfes und der Schwerter in ihrem Blut und möchte deswegen unbedingt Schwertmeisterin werden. Sie ist während des gesamten Buches eine starke Protagonistin, die sich durchboxt und ihrem Traum nachstrebt. Dabei vergisst sie zwar manchmal ihr Umfeld, meint es aber nicht böse. Ich mochte ihre Willensstärke und ihr Durchsetzungsvermögen sehr.

Auch die Nebencharaktere wie Wren, Kipp und Cal haben mir sehr gut gefallen. Ich mochte ihre Arte und Weise mit Althea zu arbeiten und zu agieren. Jeder hat auf seine Art Thea unterstützt. Das war wirklich faszinierend und hat die Geschichte vorangetrieben.

Allgemein hat mich die Handlung überzeugen können. Ich mochte die Wendungen und Plottwists sehr. Die Geheimnisse, die unterschwellig brodeln und mit jeder Seite mehr offenbart werden. Das war super spannend! Ich habe es geliebt, mit Thea und Wilder tiefer in die Welt einzutauchen und Thea verstehen zu lernen.

Wilder, der berüchtigte Schwertmeister, ist Theas Begleiter, als sie sich auf den Weg zum König macht, um ihr Anliegen anzusprechen. Ab dann treffen die beiden immer wieder aufeinander und man merkt, dass es zwischen den beiden richtig knistert. Der Slow Burn ist wirklich slow, aber auch nachvollziehbar. Wilder und Thea haben eine unvergleichbare Chemie miteinander. Die hat mir wirklich sehr gefallen.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen. Ich bin nahezu durch die Seiten geflogen, so gut und spannend war es. Durch die kleinen Abschnitte mit Wilders Perspektive konnten wir auch ihn besser nachvollziehen. Diese Erzählwechsel mochte ich echt sehr gern.

Mein Fazit

Das Buch ist ein gelungener Auftakt, der mit spannenden Wendungen und einem Geheimnis überzeugen kann. Für mich hat es sich zwischenzeitlich etwas gezogen und ein paar Ereignisse waren vorhersehbar. Trotzdem habe ich das Buch sehr genossen und das Ende hat mich mit einigen Fragen zurückgelassen, die ich gern aufgeklärt haben möchte. Deswegen freue ich mich auf den nächsten Band, der ja schon im November erscheint. Kann euch das Buch nur ans Herz legen, wenn ihr Fantasy mit SlowBurn und eine starke Charakterin liebt.

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