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Veröffentlicht am 26.09.2020

lahmer Auftakt mit flachen Charakteren

Midnight Chronicles - Schattenblick
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Eigentlich wollte ich das Buch nicht lesen, da mich Lauras Bücher allgemein nicht so begeistern konnten. Da es aber aus der Feder von Bianca ist und ich von ihr noch kein Buch gelesen habe, obwohl von ...

Eigentlich wollte ich das Buch nicht lesen, da mich Lauras Bücher allgemein nicht so begeistern konnten. Da es aber aus der Feder von Bianca ist und ich von ihr noch kein Buch gelesen habe, obwohl von ihren Büchern oft geschwärmt wird, habe ich mich dann doch dafür entschieden, dem Buch eine Chance zu geben. Die Grundidee fand ich spannend und die Aktion mit den Hunter-Zeichen hat mich dann überzeugt, mir den Auftakt zu bestellen. Hätte ich doch mal lieber auf mein Bauchgefühl gehört…

Anzahl der Seiten: 448
Verlag: LYX
Preis: 14,90€
ISBN: 978-3-7363-1277-7
Link zum Buch*

Er hat keine Vergangenheit. Sie keine Zukunft. Der Auftakt der Midnight Chronicles 449 entflohene Seelen. 449 Tage, um sie zurück in die Unterwelt zu schicken. Roxy weiß, dass ihre Mission so gut wie unmöglich ist. Dass sie jetzt auch noch ein Auge auf den mysteriösen Shaw haben soll, der von einem Geist besessen war und seitdem keinerlei Erinnerungen an seine Vergangenheit hat, passt ihr daher gar nicht. Vor allem weil das Kribbeln zwischen ihnen mit jedem Augenblick, den sie miteinander verbringen, heftiger wird. Und das ist nicht nur für Roxys Herz gefährlich – sondern auch für ihr Leben…

Das Cover ist, wie seit neustem fast alle Cover aus dem LYX Verlag, ziemlich nichtssagend. Dass es sich hier um ein Fantasybuch handelt, wird anhand des Covers nicht klar. Hier sollte eindeutig die New Adult-Schiene mit den pastelligen Covern weiter gefahren werden. Dabei ist es für mich mehr Fantasy als New Adult. Schade! Man hätte da viel mehr daraus machen können.

Leute, dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gelangweilt. Und es war genau wie ich befürchtet hatte und was ich bei Instagram schon ziemlich oft gelesen habe: Die Autorin quetscht so viele Fandom-Referenzen in dieses Buch, dass die Charaktere dadruch x-beliebige Figuren sind, die keinerlei Tiefe haben. Und mich persönlich stört das sehr. Warum muss man versuchen, alle Dinge, die gerade aktuell und cool sind, in ein Buch zu pressen? Dadurch wirken die Figuren einem nicht näher, ganz im Gegenteil. Versteht mich nicht falsch, manche Bezüge waren cool, aber insgesamt war es halt einfach zu viel.

Roxy ist eine freie Huntress, die nachts mit ihrem Partner, Finn, Geister und andere übrnatürliche Wesen jagdt und die Menschen vor ihnen beschützt. Es gibt verschiedene Hunter, z.B. die Blood Hunter, die blutsaugende Wesen riechen können oder die Magic Hunter, die mit Amuletten arbeiten. Die Grundidee fand ich wirklich cool und hätte mir gewünscht, dass auf die Wesen und die Huntergemeinschaft mehr eingegangen wird. Doch hier bleibt die Geschichte sehr oberflächlich.

Auch Shaw, den Roxy von einem Geist befreit, lernen wir recht früh in der Geschichte kennen. Er hat keinerlei Erinnerungen an sein früheres Leben und wird von Roxy und Finn mit in das uartier der Hunter genommen. Dort beginnt er dann seine Ausbildung zum Hunter, wovon wir aber auch nicht so viel mitbekommen, weil er nur damit beschäftigt ist, Roxy anzuschmachten, nach seiner Vergngenheit (erfolglos) zu suchen und mit Roxy und Finn auf die Jagd zu gehen. Er war mir etwas sympathischer als Roxy, da er durch seinen Humor wenigsten ein bisschen lustug war.

Roxy muss 499 Gesiter fangen, sonst muss sie sterben und in die Unterwelt gehen, aus der die Gesiter durch einen Fehler ihrerseits entkommen sind. Das halbe Buch dreh sich darum, ob sie es schaffen wird oder nicht und wie wenig Zeit ihr noch bleibt. Dabei wird die Handlung so spannungsarm erzählt, dass ich mich teilweise zwingen musste, weiterzulesen. Es war einfach öde und immer wieder gleich.

Für mich blieben die Charaktere einfach auf der Strecke. Roxy war mir unsympathisch und viel zu oebrflächlich gestaltet. Shaw ist auch kein wirklicher Sympathiträger, aber ihn konnte ich mehr nachvollziehen. Warden war der einzige Charakter, der durch seine Art wenigstens ein bisschen interessant gewirkt hat.

Ansonsten waren mir die Charaktere soooo egal. Zwischenzeitlich habe ich mich gefragt, ob die 499 Tage, die Roxy Zeit zum einfangen hat, bald vorbei sind, damit es endlich endet. So sehr hat es sich gezogen. Dabei hätte die Geschichte so viel mehr Potential gehabt! Die ganzen Wesen, die die Hunter und Huntress jagen, hätten viel mehr gestaltet werden können und einen viel größeren Part einnehmen können. Schade!

Die Beziehung zwischen Roxy und Shaw war für mich auch nur ein laues Flämmchen. Da hätte mehr passieren können, so ist es auch nur ein ödes hin und her bis zum geht nicht mehr.

Die Grundidee hätte viel besser umgesetzt werden können. Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen. Er wird durch die Gedankengänge von Shaw und Roxy dominiert. Ich hätte mir mehr Dialoge gewünscht.

Für mich war dieser Auftakt nichts halbes und nichts ganzes. Viel zu oberflächliche Charaktere, die umbedingt 100 Referenzen auf anderen Fandoms etc. haben müssen und dadurch keine Tiefe gewinnen. Die Grundidee war spannend, aber an der Umsetzung haperte es gewaltig. Das Buch zieht sich wie Kaugummi. Nur wenige Charaktere, wie Finn, Warden oder Maxwell, haben die Geschichte einigermaßen interessant gestaltet. Ich kann den Hype um diese Reihe nicht nachvollziehen! 2,5 Bücher für diesen lahmen Auftakt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.09.2020

Absolute Liebe - authentische Charaktere, spannende Wendungen, komplexe Figurenkonstellationen

Chain of Gold
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Das lange Warten hat ein Ende. Endlich dürfen wir wieder in die Welt der Schattenjäger eintauchen. Diesmal aber einige Jahre (oder eher ca. ein Jahrhundert) vor Clarys und Jace Auftreten. Wir erfahren ...

Das lange Warten hat ein Ende. Endlich dürfen wir wieder in die Welt der Schattenjäger eintauchen. Diesmal aber einige Jahre (oder eher ca. ein Jahrhundert) vor Clarys und Jace Auftreten. Wir erfahren endlich mehr über James Herondale und über Cordelia Castairs, deren berühmtes Schwert, Cortana, wir schon aus den Abenteuern von Emma Castairs und Julian Blackthron kennen. Ich habe mich sehr auf den Band gefreut, auch wenn ich etwas skeptisch war, ob ich das alte London mögen würde.

Doch meine Sorgen waren völlig unbegründet. Habe ich die jungen Gesellen James, Matthew, Christopher und Thomas schon in dem Sammelband der Schattenjägerakademie und im Sammelband rund um den Schattenmarkt kennenlernen dürfen, sind sie mir hier nun noch mehr ans Herz gewachsen. Daraus lässt sich auch erkennen, dass dieses Universum unglaublich komplex und toll zu lesen ist! Wobei man diesen Band auch unabhängig von der ganzen Reihe lesen kann, dabei würde man aber viel verpassen. Offiziell ist „Chain of Gold“ der erste Band ihrer „Die letzten Stunden“-Trilogie – ein Spin-Off der „Clockwork“-Reihe.

Das Cover ist schön gestaltet. Man erkennt Cordelia Castairs und ihr berühmtes Schwert Cortana, das alle Materialien durchtrennt. Sie ist mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Alastair erst nach London gekommen. Viele Jahre reiste sie mit ihrer Familie durch die Welt, doch damit ist nach den neusten Entwicklungen innerhalb ihrer Familie Schluss. Ihre Familie versucht nun, in London sich ein Leben aufzubauen. Dort lebt auch ihre zukünftige Parabatai, Lucie.

Ich mochte Cordelia sehr gerne. Sie ist eine starke, mutige und selbstbewusste, junge Protagonistin. Mit ihrem feuerroten Haar und ihrer dunklen Hautfarbe, die ihre persischen Wurzeln wiederspiegeln soll, ist sie nicht nur sehr schön, sondern auch ein toller Charakter, der Diversität ins alte London bringt. Ich fand es auch richtig gut, wie die Traditionen und Zwänge dargestellt wurden, die junge Frauen Anfang des 20. Jahrhunderts ertragen mussten. Das hat die ganze Geschichte noch authentischer und glaubhafter gestaltet.

Auch James und seine Freunde Matthew, Thomas und Christopher waren richtig schön authentisch und damit nachvollziehbar und liebenswürdig gestaltet. Ich mochte alle von Anfang an. Jeder ist ein individueller Charakter, die im Zusammenspiel einfach so ein tolles, heimeliges Gefühl ausstrahlen, dass man sie einfach nur mögen kann. Besonders James mit seinen goldenen Augen und seinem Erbe, sowie Christopher, der irgendwie immer von Explosionen angezogen wird, haben es mir sehr angetan.

Trotz der Vielzahl an Protagonisten konnte ich mit jeder der Figuren super mitfiebern! Ich mochte wirklich alle (ok, Grace und Charles nicht wirklich). Anna, Lucie, James, Thomas, Christopher, Cordelia, Matthew, sogar Alastair! Die Figuren sind so toll ausgestaltet und diesmal auch sehr divers, sodass eine spannende Mischung entsteht. Super war auch, dass hier LGBT-Charaktere involviert und als etwas ganz normales dargestellt wurden. Natürlich wurden auch die damit einhergehenden Probleme in der damaligen Zeit beschrieben, aber trotzdem wurde präsent, dass es auch damals schon verschiedene Sexualitäten gab und das finde ich toll!

Auch alte Charaktere wie Will, Tessa, Magnus Bane oder Hypatia Vex, Malcom Fade und Ragnor Fell waren wieder dabei. Dadurch fühlt sich das Lesen immer ein bisschen nach ’nach Hause‘ kommen an. Einfach richtig toll! Das verstrickte Liebesnetz, das sich hier bildet, ist wirklich interessant und mal etwas ganz anderes. Viel komplexer als diese typischen Junge-Mädchen-Junge-Entwicklungen, sodass man auch hier gespannt wartet, wie es wohl weitergehen mag.

Mich hat das Buch von seiner ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Die kompletten 700 Seiten waren für mich durchweg spannend. Cassandra Clare weiß einfach, wie man spannende und authentische Charaktere schreibt. Die Erläuterung Londons und die vielen Beschreibungen lass das Geschehen vor den Augen der Leser
innen wahr werden. Ich habe mitgefiebert und mich durchweg unterhalten gefühlt.

Wann geht es weiter?! Ich kann es kaum erwarten. Das Ende war ja mal soooo gut und fesselnd. Für mich, eines der besten Bücher von Cassandra. Es zieht sich nicht, die Charaktere sind fantastisch und die Zeit wird super dargestellt. Ich bin einfach gefesselt und begeistert. Absolute Empfehlung. Sogar fast besser als Jace und Clarys Geschichte. Ich kann euch in diesem Zusammenhang auch nur die Sammelbände zur Schattenjägerakademie und dem Schattenmarkt empfehlen. Da treffen wir teilweise auch noch einmal auf die Charaktere. Die sind auch super geschrieben!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.09.2020

Ein absolutes Meisterwerk

Muse of Nightmares - Das Erwachen der Träumerin
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Ahhhh, endlich ist der Abschlussband der „Strange the Dreamer“-Reihe da. - So lange musste ich diesmal zwar nicht warten, aber trotzdem habe ich mich sehr gefreut, endlich dieses Schmuckstück in den Händen ...

Ahhhh, endlich ist der Abschlussband der „Strange the Dreamer“-Reihe da. - So lange musste ich diesmal zwar nicht warten, aber trotzdem habe ich mich sehr gefreut, endlich dieses Schmuckstück in den Händen halten zu dürfen. Nun erfahren wir, wie Lazlo und Sarai Weep retten wollen und wie sich die Geschichte mit Minya weiterentwickelt. Ich bin sooo gespannt.

Anzahl der Seiten: 368
Verlag: One Verlag
Preis: 15,00€
ISBN: 978-3-8466-0101-3
Link zum Buch*

Gerade noch war Lazlo der unscheinbare Bibliothekar aus Zosma, der von der vergessenen Stadt Weep träumte. Jetzt hängen die Hoffnungen all ihrer Bewohner an ihm, und Lazlo steht vor einer unmöglichen Entscheidung: Entweder er rettet die Liebe seines Lebens – oder Weep. Sein Gegner ist unberechenbar, und ohne die Hilfe von Sarai kann er ihn nicht bezwingen. Doch ist ihre Liebe stark genug, um alle Hindernisse zu überwinden und Weep endlich zu befreien?

Wie auch schon „Strange the Dreamer“ wurde auch „Muse of Nightmares“ in zwei Teile geteilt. D.h. „Muse of Nightmares: Das Erwachen der Träumerin“ sollte man keinesfalls lesen, wenn man „Muse of Nightmares: Das Geheimnis des Träumers“ nicht gelesen hat. Die beiden Bücher gehören zusammen und wurden im Original auch zusammen veröffentlicht. Deswegen muss man beide Bücher gemeinsam als ein Buch betrachten, dann ergibt es mehr Sinn.

Wie auch schon der Band vorher, gefällt mir das Cover hier nicht so gut. Das Silber ist mir persönlich zu dominant, aber ich finde es toll, dass „Irrlicht“ einen Platz auf dem Cover bekommen hat. Genau wie in „Muse of Nightmares: Das Geheimnis des Träumers“ spielt der Astral von Kora eine wichtige Rolle. Fand ich sehr passend!

Und Leute… diese Geschichte… ein Traum! Ich liebe einfach alles an ihr! Wirklich alles. Und das pasiert sehr selten. Selbst Minya fand ich in diesem Buch viel besser. Endlich hat man ihre komplexe Psyche verstanden. Nun konnte ich mich auch in sie hineinversetzen und mit ihr mitfühlen. Das hätte ich niemals erwartet und allein damit hat Laini Taylor mich schon gefesselt.

Dann die sanfte Beziehung, die sich zwischen dem Alchemisten Nero und dem Tizerkan Ruza entwickelt! Ahhhh, ich liebe es! So großartig, zauberhaft und wahnsinng schön beschrieben, sodass man auch hier die Entwicklung der Charaktere mitverfolgen konnte.

Lazlo und Sarai sind immernoch ein wunderschönes und absolut passendes Paar. Ich fand die Entwicklung, die die beiden durchgemacht haben, sehr gut geschildert. Darin überzeugt Laini Taylor einfach. Ihre Charaktere sind so lebensecht und gut ausdifferenziert, dass man glauben könnte, sie würden wirklich leben.

Besonders habe ich mich auch über Eril-Fane gefreut. Er tat mir schon immer irgendwie leid und hier in dem Buch passiert viel. Viel schlimmes, aber auch etwas Gutes. Ich will nicht mehr verraten, aber es ist einfach grandios!

Laini Taylor überzeugt nicht nur durch ihre Charaktere, sondern auch durch die Welt, die sie erschaffen hat. Ihr Worldbuilding ist einfach überragend und faszinierend. Besonders die Erklärung der Welten & Melize fand ich super gut durchdacht. Und dann hat sie einfach mal einen Grundstein für eine neue Reihe gelegt, von der ich jetzt schon weiß, dass ich sie brauchen und vergöttern werde! Und der Querverweis lässt auf die Verschmelzung mit Karous Geschichte hoffen.

Kora und Nova treten auch in diesem Buch wieder mit in den Mittelpunkt. Man erfährt noch einmal so viel mehr über das Leben der beiden und vor allem über die verschwundenen Götterkinder. Wir lernen sogar noch ein paar mehr Götterkinder kennen. Feral, Ruby, Sparrow sind aber auch wieder dabei. Und das schöne ist, dass auch sie über sich hinauswachsen und eine tolle Entwicklung zeigen. Das fand ich super schön!

Durch Lainis besonderen Schreibstil, der viel durch Metaphern und Sinnbildern lebt, ist dieses Buch etwas ganz besonderes. Ich persönlich bin nur so durch die Seiten geflogen und war traurig, als es schon vorbei war. Aber vielleicht ist es das ja gar nicht? Immerhin deutet der letzte Satz kein vollständiges Ende an.

Laini Taylor ist für mich die Taylor Swift der Fantasy Romane. Bildreich mit versteckten Hinweisen verzaubert sie ihre Leser und entführt sie in ein magisches Abenteuer in die sagenumwobene Stadt Weep. Ein absoluter Muss für jeden Fantasyfan!

Lest dieses Buch. Lest diese Reihe – Verliebt euch in die Charaktere und die Stadt Weep, die endlich ihren Namen bekommen hat. Das Ende ist ein Anfang von etwas noch Größerem. Ich kann es gar nicht erwarten. Absolute Liebe für diese Charaktere, die Welt und Laini Taylors Schreibstil! Eines meiner absoluten Highlights dieses Jahr!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.09.2020

Ein Meisterwerk

Red Rising: Das dunkle Zeitalter - Teil 2
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Endlich ist der neue Teil von „Red Rising: Das Dunkle Zeitalter Teil 2“ auch bei mir eingezogen. Ich fand das Ende des gesplitteten ersten Teils zwar nicht als sooo spannend, aber da ich eine Vermutung ...

Endlich ist der neue Teil von „Red Rising: Das Dunkle Zeitalter Teil 2“ auch bei mir eingezogen. Ich fand das Ende des gesplitteten ersten Teils zwar nicht als sooo spannend, aber da ich eine Vermutung oder besser gesagt Hoffnung hatte, wollte ich natürlich wissen, wie es weiter geht und ob ich Recht habe. 🙂

Anzahl der Seiten: 530
Verlag: Cross Cult
Preis: 14,00€
ISBN: 978-3966580373
Link zum Buch*

Zehn Jahre lang war Darrow das Gesicht der Revolution gegen die farbenbasierte Weltengesellschaft. Nun ist er von der Republik, die er selbst gegründet hat, zum Gesetzlosen erklärt worden und führt auf eigene Faust Krieg auf dem Merkur, um Eos Traum doch noch zu verwirklichen. Doch ist er, der überall Tod und Verwüstung hinterlässt, wirklich noch der Held, der einst die Ketten sprengte? Oder wird sich eine neue Legende erheben und seinen Platz einnehmen?

Dieses Cover gefällt mir von der gesamten Reihe tatsächlich am Besten. Ich mag den schwarzen Hintergrund mit der goldenen Schrift richtig sehr. Es sieht super edel aus und hat mich sofort angesprochen. Mit seinen über 500 Seiten ist es auch ein ordentlicher Brocken, sodass ich es verstehe, wieso der Verlag den Originalband gesplittet hat. Eine gute und richtige Entscheidung.

Nun aber zum Inhalt: Alter, was habe ich da eigentlich gelesen? Das war meine Reaktion am Ende des Buches. What the hell! In diesem Buch passiert so viel, ich könnte nicht mal alles aufzählen, selbst wenn ich es wöllte. So viele Dinge gesehen hier, mit denen ich niemals gerechnet hätte. Hochkomplex und mega überraschend trafen mich die Ereignise. Man hatte auch eine Verschnaufpause bis einem wieder das Herz gebrochen, rausgerissen und zusammengesetzt wurde bevor der Spaß von vorne losging.

Dieses Buch ist komplex. Also wirklich komplex. Selsbt wenn man aufmerksam liest, wird man nicht alle Details auf den ersten blick erkennen. Und man wird auch keine Hinweise auf diverse Ereignisse finden. Die gibt es nämlich nciht. Der Autor trifft uns unererwartet wie eine Abrissbirne.

Und es war soooo gut! Nachdem ich im vorherigen Band ein bisschen verstört war, hat dieser Band es nicht wirklich besser gemacht, geschweige denn war er weniger blutig und grausam, wahrscheinlich war er sogar noch grausamer, aber er hat für mich Sinn ergeben. Die ganzen Handlungstränge, die über die vielen Bände hinweg aufgebaut wurden, laufen am Ende der Handlung zusammen und warten auf ihren großen Showdown im nächsten Band.

Nicht alle Handlungsstränge haben mir gefallen. Natürlich bin ich treue Anhängerin des SChnitters, aber trotzdem sehe ich die Probleme und die Belastung, die auf Darrow ein prasseln. Trotzdem ich er für mich immernoch ein Charakter, der mich fasziniert. Ich bin froh, dass das Ende so kam, wie es gekommen ist. Hier hat sich auch meine Ahnung als richtig erwiesen.

Die Gewalt ist hier härter und die Ereignisse sind viel schohnungsloser als man es aus den vorherigen Bänden kennt. Ich musste so oft das buch erstmal zuklappen und Luft holen, bevor ich weiter lesen konnte. So oft hat mir Pierce Brown das Herz gebrochen!

Wie es nach Revolutionen oft der Fall ist, müssen sich die Helden nun mit dieser Gewalt auseinandersetzen. Ein Frieden ist ihm (noch?) nicht vergönnt. Die Gefahr lauert nicht nur außerhalb der eigenen Reihen, sondern auch im Innern. Faszinierend wurde hier die Belastung der Anführer durch ihre Entscheidungen gezeigt.

Ein bisschen enttäuscht bin ich von der Entwicklung des Erben au Lune. Für ihn hatte ich mir irgendwie mehr gewünscht als das er einer dieser Goldenen wird. Ich hatte gehofft, dass Cassius ihn zu mehr erzogen hat. Mal sehen, was sich da im nächsten Band tun wird. Ich hoffe, er entscheidet sich noch um.

In diesem Band sterben soooo viele geliebte Charaktere. Kaum hat man einen Charakter neu liebgewonnen, tötet Pierce ihn auch schon wieder. Und es sind auch ein paar sehr überraschende Tote dabei, mit denen ich nie gerechnet hätte! Ich bin auch sehr gespannt, wie es mit dem „Allvater“ weitergehen wird. Er und seine freakigen kleinen Monster sind ja mal super gruselig.

Pierce Brown setzt auf eine ausgeklügelte Handlung mit vielen überraschenden Ereignissen. Selten habe ich ein so komplexes Science Fiction Buch gelesen, wie hier. Ich liebe Darrow und seine Familie noch immer und kann es kaum erwarten, endlich zu erfahren, wie es weitergehen wird. Ich hoffe ja immernoch auf ein gutes Ende!

Ein Buch, dass mich in Stücke gerissen und wieder zusammen gestezt hat, nur um mich wieder qualvoll sterben zu lassen. Gewalt, Grausamkeit und ein sehr dystopisches Feeling runden dieses Science-Fiction-Meisterwerk ab. Mich überzeugt die komplexe Handlung, die mich von der ersten Seite an fesseln konnte. Ich bin gesapnnt, wie es enden wird! Hoffentlich erscheint die Fortsetzung nicht erst in 2 Jahren oder so. Ich bin schon soooo gespannt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.09.2020

Klischeehaft, vorhersehbar, enttäuschend.

Very First Time
3

Nachdem ich „V is for Virgin“ gelesen und geliebt habe, wollte ich „Very first time“ von Cameron Lund unbedingt lesen. Ich war sehr neugierig, wie hier die Thematik der Jungfräulichkeit dargestellt wird. ...

Nachdem ich „V is for Virgin“ gelesen und geliebt habe, wollte ich „Very first time“ von Cameron Lund unbedingt lesen. Ich war sehr neugierig, wie hier die Thematik der Jungfräulichkeit dargestellt wird. Ich hatte mir einen Roman erhofft, in dem junge Menschen empowert werden, für sich einzustehen oder den richtigen Moment für sich abzuwarten, aber tja… das war nicht das, was ich bekommen habe.
Achtung, diese Rezension kann Spoiler enthalten!


Das Cover mit den kleinen Herzen ist wirklich hübsch. Auch die Innengestaltung mit den Steckbriefen im Umschlag und den kleinen Herzchen neben der Kapitelzahl gefällt mir gut.

Der Einsteig ins Buch hat mir wirklich gut gefallen. Kylee scheint eher der „Beste-Kumpel“-Typ zu sein, sodass sie ziemlich cool und taff rüberkommt. Das hat mir sehr gut gefallen. Im Umgang mit ihren echten Freunden, wie Andrew (ihrem besten Freund) & Hannah (ihrer besten Freundin), ist sie das auch wirklich. Sie beendet derzeit die Highschool und wird danach auf ein College in Kalifornin gehen, sodass sie ihr ganzes Leben noch vor sich hat.

Trotzdem dreht sich jeder Gedanken von ihr um ihre Jungfräulichkeit und wie sie diese am besten so schnell wie möglich los wird. Zusätzlich reden ihr ihre anderen „Freundinnen“ auch noch ein, dass sie unerfahren nicht ans College gehen kann. Dort wird sie ja niemand ernst nehmen, sobald rauskommt, dass sie noch Jungfrau ist. So eine dämliche Einstellung. Und dann kommt der Oberknaller: Kylee glaubt das auch noch.

Also es tut mir leid, aber ein 18-Jähriges Mädchen, dass sich einreden lässt, dass sie keine Jungfrau mehr sein darf, weil sie dann nicht ernst genommen wird, ist 1. sehr klischeehaft, 2. absolut unglaubwürdig, da man mit 18 Jahren sehr wohl schon selbst denken und vor allem Dinge kritisch hinterfragen kann und 3. ein absolut falsches Bild, was hier von der Autorin gezeichnet wird.

Zusätzlich kommt dann auch noch ein super heißer College-Student namens Dean mit ins Spiel. Ihn lernt sie bei ihrem Nebenjob kennen und verknallt sich Hals über Kopf in ihn. Das er sie nahezu ständig bedrängt und auch zum Sex drängt, ist voll ok. Absolutes No-Go. Am Anfang fand ich den guten Dean noch ganz nett und süß, leider hat er sich immer mehr zum Arschloch entwickelt.

Ich persönlich finde, dass man schnell merkt, dass Kylee noch nicht bereit für Sex ist und vor allem ihr erstes Mal nicht mit irgendjemanden haben möchte. Dadurch rückt Andrew immer mehr in den Mittelpunkt. Vorhersehbarerweise möchte sie dann mit ihm, ihrem besten Freund, ihr erstes Mal haben, damit sie dann bei Dean schon „geübt“ ist und sich nicht blamiert. Nicht nur, dass es quasi Betrug wäre, nein, sie nutzt Andrew dabei eigentlich schamlos aus.

Dabei fand ich die Beziehung zwischen Andrew und Kylee wirklich süß! Sie sind einfach beste Freunde, wie sie im Buche stehen. Ich mochte die Filmreferenzen, mit denen die beiden sich gegenseitig aufziehen und die geteilten Erinnerungen, die immer wieder aufkommen. Das gibt einen richtig tolle Wohlfühlmomente!

Leider verhalten sich alle Beteiligten aber keinesfalls wie 18 Jahre. Und ganz sicher, spielt bei den meisten Personen nach dem Highschoolabschluss nicht ihre Jungfräulichkeit eine zentrale Rolle. Ich meine, sie zieht alleine nach Kalifornien, obwohl sie bisher nur das Gegenteil, Prescot, kennt! Ich glaube, da hat man einige andere Dinge im Kopf. Für mich nicht nachvollziehbar und unrealistisch.

Das Buch ist außerdem sehr vorhersehbar. Gleich am Anfang wird außerdem eine ihrer Freundinnen recht schnell als „Schlampe“ von jemanden im geheimen bezeichnet, nachdem sie mit einem ihrer Mitschüler, Chase, geschlafen hat. Dieses Slut-Shaming war sooo nervig und vor allem wusste man nach nicht mal der Hälfte des Buches, wer es ist. Auch das Ende des Buches war jetzt nicht sehr überraschend. Schade!

Insgesamt bin ich von dem Buch sehr enttäuscht. Außer dem Schreibstil und der Beziehung zwischen Andrew und Kylee kann ich dem Buch nichts gutes abgewinnen. Slut-Shaming, übertiebenes Getue, kindisches Verhalten und eine mehr als schlechte Darstellung von Jungfrauen konnten mich nicht unterhalten. Sehr schade!

Dieses Buch ist voller Klischees. So viel kann sich niemand Gedanken über seine Jungfräulichkeit machen, wie hier dargestellt wird. Nichts anderes zählt, hauptsache man wird sie schnell los. Dabei wird gleichzeitig vermittelt, dass Typen nichts von Jungfrauen wollen und sie nur ausnutzen. Ich finde es sehr schade, was hier für ein Bild gezeichnet wird. Ziemlich schnell wird außerdem klar, wie die Geschichte voranschreitet und was das Ende sein wird. Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Nur dank des Schreibstils und Andrew kann ich die 2 Punkte vergeben. Schade!

  • Cover
  • Gefühl
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Handlung