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Veröffentlicht am 30.07.2021

Die Uhr tickt...

Dreieinhalb Stunden
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Achtung: eventuelle Spoiler.

Momentan bin ich auf dem Pfad, immer mehr historische Romane zu lesen und in der Vergangenheit zu stöbern. Deswegen konnte ich es mir auch definitiv nicht nehmen lassen, "Dreieinhalb ...

Achtung: eventuelle Spoiler.

Momentan bin ich auf dem Pfad, immer mehr historische Romane zu lesen und in der Vergangenheit zu stöbern. Deswegen konnte ich es mir auch definitiv nicht nehmen lassen, "Dreieinhalb Stunden" zu lesen - das geteilte Deutschland sowie die Wiedervereinigung sind Themen, die mich schon in der Schule begeistern konnten. Natürlich besitze ich schon ein historisches Grundwissen über den Mauerbau, aber trotzdem hat das Buch einen großen Mehrwert, finde ich. Man erlebt das Buch aus einer anderen, intimeren, privateren Perspektive, indem man viele Charaktere kennenlernt, die eine lebenswichtige Entscheidung treffen: Zurückkehren oder nicht?

Das Element der Zeit spielt hierbei, wie schon der Titel anklingen lässt, eine wichtige Rolle. Genau das gefällt mir auch an dieser Geschichte; dieser Druck, der vermittelt wird. Man steht vor einer wichtigen Entscheidungen, aber muss sich relativ schnell entscheiden. Das fördert natürlich die Spannung, was meiner Meinung nach gut herübergekommen ist im Buch. Es ist wirklich interessant, die einzelnen Hintergründe der Charaktere kennenzulernen, denn auch wenn sie alle verschieden sind, haben sie dennoch alle irgendeinen Bezug zum Westen, der sie verbindet. Demnach rätselt man natürlich mit, welche Entscheidungen getroffen werden, wie sie mit der Situation umgehen und was sie über den Westen (oder auch die DDR!) denken. Tatsächlich mochte ich die Band hierbei am liebsten; ich finde, dass sie sehr divers und abwechslungsreich konstruiert und mir persönlich auch (jedenfalls meistens) am sympathischsten gewesen sind. Ebenfalls sind ​vor allem die Prozesse des kritischen Hinterfragens; des Nachdenkens und Abwägens sehr kreativ und interessant gestaltet. Zusammen mit dem Zeitdruck ist dies wirklich ein gut konstruiertes Spannungsfeld.

Gleichzeitig hat sich hierbei leider ein Problem bei mir entwickelt: Die Vielfalt. Normalerweise würde ich das loben, aber ehrlich gesagt konnte ich nicht zu 100% in das Buch hineinfinden, weil ich zwischendurch wirklich Probleme hatte, die einzelnen Charaktere wieder ihrem Umfeld und ihrer Geschichte zuzuordnen. Besonders, wenn ich eine kurze Pause von dem Buch gemacht habe, hatte ich leider das Gefühl, dass ich zu sehr rausgekommen bin. Das finde ich echt schade; aber ich denke, dass das hauptsächlich eher an mir liegt - im weiteren Verlauf hat sich das zwar nämlich verbessert, aber für mich war das dennoch ein kleiner Dämpfer. Ich glaube, dass man im Film dieses Problem nicht hat, weil man dann direkt auch Personenbilder vor Augen hat - im Buch ist das leider aber etwas schwierig. Dennoch finde ich es an sich toll, dass wir mit solch einem vielfältigen Spektrum konfrontiert werden, weil man somit mehr Perspektiven, mehr Meinungen und mehr innere Konflikte erfährt, die im Endeffekt dafür sorgen, dass man ein besseres Bild (aus der Perspektive der Bevölkerung) über den Mauerbau erhält. Demnach kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen, wenn man sich für jenen historischen Abschnitt interessiert und gerne die konfliktreiche Entscheidungsfindung der Charaktere kennenlernen würde. Denn schließlich befassen wir uns mit einer Frage, die nicht leicht ist und das ganze Leben beeinflussen kann...Wie würdest du dich entscheiden?

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Veröffentlicht am 11.04.2021

Berauschende Gefühle und ein originelles Setting

Speed Me Up
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⇝ Vorsicht: eventuelle Spoiler.

𝐈𝐧𝐡𝐚𝐥𝐭 𝐮𝐧𝐝 𝐒𝐭𝐨𝐫𝐲𝐥𝐢𝐧𝐞
Wenn der Wind einem um die Ohren fliegt, das Adrenalin durch den gesamten Körper rast und man gedämpft die Jubelschreie von den Tribünen hört - das ...

⇝ Vorsicht: eventuelle Spoiler.

𝐈𝐧𝐡𝐚𝐥𝐭 𝐮𝐧𝐝 𝐒𝐭𝐨𝐫𝐲𝐥𝐢𝐧𝐞
Wenn der Wind einem um die Ohren fliegt, das Adrenalin durch den gesamten Körper rast und man gedämpft die Jubelschreie von den Tribünen hört - das ist der Moment, den Brooke liebt. Supercross ist ihr Leben; etwas, das sie glücklich macht und tagtäglich beflügelt. Als sie dann während eines Rennens nach einer langen Zeit auf ihren ehemaligen besten Freund Matt trifft, beginnt nicht nur ihr Herz bei dem Gedanke an das nächste Rennen zu klopfen, sondern auch der Gedanke an ihn bringt Gefühle in ihr hervor. Was passiert, wenn sie sich aber nicht bereit dafür fühlt und sich erneut von ihm entfernt? Er aber der Einzige ist, der ihr bei negativen Schlagzeilen über sie helfen kann? Die Geschichte von Brooke und Matt ist besonders, vor allem wenn man die Thematik des Buches betrachtet: Supercross. Ein Sport, zu dem ich weder Berührungspunkte habe, noch irgendwelche Kenntnisse darüber besitze. Dementsprechend musste ich mich erst einmal in die Story einfinden und versuchen zu verstehen, warum diese Sportart so besonders für Brooke ist. Diese originelle Idee, die in der Geschichte eine konstante und wichtige Rolle einnimmt, ist für mich ein absolutes Highlight des Werkes. Man lernt ein Umfeld kennen, das einem nicht nur selbst recht unbekannt ist, sondern in dessen Männerdomäne sich eine junge und starke Frau gegen viele andere Mitstreiter behaupten muss. Besonders dies hat mich wirklich sehr gecatcht! Doch nicht nur der Supercross an sich steht im Vordergrund, sondern auch die Beziehung zwischen Matt und Brooke. Denn diese verläuft nicht immer geradlinig, sondern ist von Hoch- und Tiefpunkten, viel Drama und einer guten Portion Humor und Romantik geprägt. Der Spannungsbogen wird meiner Meinung nach recht gut aufgebaut, auch wenn ich hierbei leider kritisieren muss, dass durch den recht informationsreichen Klappentext schon viel vorgegriffen wird. Dadurch ging leider die Spannung etwas verloren, weil man wusste, was noch passieren wird - der WOW-Effekt ist nicht so ganz bei mir angekommen. Ich hätte mir gewünscht, dass der Klappentext hierbei nicht allzu viel verraten würde, sondern eher etwas allgemeiner gehalten wäre. Dennoch kann ich sagen, dass mir das Buch gut gefallen hat! Die Geschichte ist, besonders in Bezug auf Supercross, sehr originell und durch viele sympathische Charaktere bestückt. Besonders hervorzuheben ist Brookes Durchsetzungsfähigkeit in einer Männerdomäne, in der sie mit vielen Vorurteilen und belächelnden Kommentaren zu kämpfen hat. Die Thematik des Buches hat mir dahingehend gut gefallen, weswegen ich euch das Buch wirklich empfehlen kann. Die Geschichte von Brooke und Matt ist wirklich lesenswert und ich bin sehr gespannt, ob ihr gegen Ende hin Brookes Leidenschaft für den Supercross nachvollziehen könnt.

𝐒𝐩𝐫𝐚𝐜𝐡𝐬𝐭𝐢𝐥
Das Buch ist das erste, das ich von der Autorin gelesen habe. Ich empfinde den Schreibstil als sehr angenehm und locker flockig. Man kommt an sich leicht in die Geschichte hinein, wobei mich besonders der Prolog gecatcht hat. Die Autorin schafft es, dass man durch ihre Ausdrucksweise die Leidenschaft und das Feuer, das Brooke ausmacht, wirklich hautnah fühlt. Man fiebert mit Brooke bei ihren Rennen mit, versucht ihre Perspektive zu verstehen und fühlt sich berauscht, wenn das Ergebnis eines Rennens feststeht. Ich weiß nicht, ob es an mir persönlich und an einer kleiner Leseflaute lag, aber teilweise kamen mir gewisse Szenen während des Lesens etwas zäh vor, weswegen ich die Geschichte nicht in einem Rutsch gelesen habe. Das ist wirklich aber absolut subjektiv und hat nicht einmal unbedingt etwas mit dem Schreibstil an sich zu tun, sondern mit den Charakteren - genauer gesagt mit Brooke. Dies fasse ich gleich im nächsten Punkt auf, weswegen ich nochmals betonen möchte, dass ich den Schreibstil der Autorin sehr mag und es besonders toll finde, dass sie Brookes Leidenschaft für den Sport so eindrucksvoll und emotional herüberbringt.

𝐂𝐡𝐚𝐫𝐚𝐤𝐭𝐞𝐫𝐞
Wie ich schon oben betont habe, ist das Buch von sympathischen Charakteren geprägt. Matt und Brooke stehen hierbei als Hauptfiguren im Vordergrund, wobei ich eine etwas unterschiedliche Meinung zu ihnen habe. Fangen wir mit Brooke an: Allgemein ist sie mir eigentlich recht sympathisch und ich kann mich in gewissen Punkten gut mit ihr identifizieren. Ich mag ihre Leidenschaft, ihr Feuer und auch irgendwo ihre Impulsivität. Meiner Meinung nach machen sie diese Eigenschaften zu einer starken, jungen Frau, die sich gut zu wehren weiß und sich erfolgreich gegen ihre anderen Mitstreiter durchsetzen kann. Dennoch kann ich ihre Handlungen teilweise nicht nachvollziehen; ich finde ihre Reaktionen öfters mal etwas übertrieben und kann nicht verstehen, warum sie so handelt und denkt. An gewissen Punkten wirkt sie etwas too much auf mich, was meine Sympathie für sie in diesen Momenten etwas gedämpft hat. Dennoch bewundere ich ihren mutigen Charakter und ihre Durchsetzungsfähigkeit - besonders in Hinblick auf ihre Vergangenheit kann ich ihren etwas harschen Charakter irgendwo auch nachvollziehen. Matt hingegen ist mir seit Beginn durchweg sympathisch und ich mag ihn und seinen Charakter sehr. Ich habe sehr mit ihm mitgefühlt und finde seine Reaktionen im Vergleich nachvollziehbar und authentisch. Er ist irgendwie ein kleiner Wohlfühl-Charakter und ich bin wirklich stolz auf das, was er erreicht. Des Weiteren finde ich es toll, dass sowohl Matt als auch Brooke recht rund und komplex dargestellt werden, auch wenn Matt neben ihr etwas blass erscheint. Man erkennt jedoch bei beiden Charakteren einen Tiefgang, der besonders bei Brookes background story gut integriert wird. Auch die Nebencharaktere wirken hierbei nicht fehl am Platz und besitzen sinnvolle und interessante Rollen für den Verlauf der Geschichte. Besonders auf Eric bin ich sehr neugierig geworden - ein Glück, dass er im zweiten Teil der Reihe den Protagonisten spielen wird. Ich bin gespannt auf den nächsten Band der Reihe und freue mich darauf, Matt und Brooke eventuell wiederzusehen und gleichzeitig auch Eric näher kennenzulernen.

Danke an vorablesen für das Bereitstellen des Buches!

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Veröffentlicht am 11.03.2021

Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil!

Meeresglühen (Bd. 1)
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Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Es ist sehr spannend und macht einen wirklich neugierig, mehr über die mystische Welt und ihre Bewohner zu erfahren. Die Mischung aus Humor, Mystik, Spannung und ...

Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Es ist sehr spannend und macht einen wirklich neugierig, mehr über die mystische Welt und ihre Bewohner zu erfahren. Die Mischung aus Humor, Mystik, Spannung und Romantik fügt sich perfekt in die Handlung ein und wird an den richtigen Stellen verwendet. Die Autorin verwendet liebevolle, kleine Details und bringt Szenen ein, die das Buch perfekt abrunden und vervollständigen. Man lernt einiges über die mystische Welt kennen und staunt nicht schlecht darüber, wie anders sie zu unserer Welt doch erscheint. Obwohl ich anfangs Probleme dabei hatte, mir diese Welt vorzustellen, wurde dies durch einige Szenen- und Ortsbeschreibungen super gelöst.
Kleiner Kritikpunkt: an manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass mehr Emotionen und Gefühle durch detailliertere Handlungsbeschreibungen aufgebaut werden - leider ist dort nicht immer der Funke ganz bei mir übergesprungen, wie beispielsweise (KLEINER SPOILER) bei der Szene des Verrats - die Leser werden wissen, welche Stelle ich meine. Dennoch hat mich das Buch super neugierig zurückgelassen und vor allem das Ende sorgt dafür, dass ich sehnlichst auf Band 2 warten werde - wie sollen wir das nur bis zum Herbst überstehen?

Das Buch lässt sich weiterhin leicht, locker und einfach lesen. Man kommt schnell und nahtlos in die Geschichte hinein und wird ohne Probleme durch sie geleitet. Besonders hervorzuheben ist, dass es sprachliche Stilunterschiede zwischen den Charakteren gibt und diese passend eingesetzt werden. Die thematisch und individuell angepassten Ausdrucksweisen verdeutlichen, dass die Protagonisten aus verschiedenen Welten stammen und sehr unterschiedliche Lebensweisen aufweisen. Das führt dazu, dass die Dialoge sehr authentisch wirken und man sich besonders mit Ellas jugendlichen und humorvollen Worten gut identifizieren kann. Anfangs fand ich die Art, wie ihre inneren Gedankengänge dargestellt werden, etwas gewöhnungsbedürftig und befremdlich - dies wird etwas anders angegangen als in anderen Büchern, finde ich. Dennoch ist dies im Endeffekt recht erfrischend und bringt einen öfters mal zum Schmunzeln.

Die Protagonistin Ella wirkt sehr sympathisch und bodenständig. Sie ist jung, mutig und voller Tatendrang, auch wenn ihr dies manchmal dann doch zum Verhängnis wird. Ich hoffe, dass wir im zweiten Teil etwas mehr über ihre persönlichen und tiefgründigen Hintergründe erfahren werden und vielleicht auch andere Charakter wie ihre Mutter eine größere Rolle erhalten. Das fände ich wirklich interessant, da dies bisher noch nicht so stark im ersten Band präsent ist. Ebenfalls finde ich ihren Umgang und ihre Reaktionen während des Kennenlernens der mystischen Welt sehr interessant - ich glaube, ich hätte niemals so locker bleiben und die Situation so gut handhaben können wie sie. & wenn wir schon von der mystischen Welt sprechen: ihr Setting und ihre Bewohner sind super gestaltet! Aris und Som sind tolle Charaktere, die zwar unterschiedlicher nicht sein könnten, aber beide ihren eigenen Charme haben. Besonders Aris ist so ein liebenswerter Charakter, der mir zwar leicht verpeilt, aber dennoch stark vorkommt. Er hat mich nicht nur einmal zum Schmunzeln gebracht und besonders während seiner Zeit in Cornwall beschert er den Lesern viele lustige Momente. Ich hoffe, dass wir auch von ihm mehr Tiefe sehen und eine größere Entwicklung erleben werden im zweiten Teil. Die Beziehung von Ella und Aris hingegen ist in einem gesunden Maß konstruiert - nicht allzu kitschig, aber dennoch romantisch. Es ist schön, sie auf ihrem Weg zu begleiten und zu sehen, wie sie sich immer näher kommen und Gefühle füreinander entwickeln.

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Veröffentlicht am 05.02.2021

Verstehe den Hype nicht ganz

Kiss Me Once - Kiss The Bodyguard, Band 1 (SPIEGEL-Bestseller, Prickelnde New-Adult-Romance)
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𝐈𝐧𝐡𝐚𝐥𝐭 𝐮𝐧𝐝 𝐒𝐭𝐨𝐫𝐲𝐥𝐢𝐧𝐞
Vorweg muss ich sagen, dass die Storyline für mich sehr großes Potenzial hat. Ich lese gerne University-Romane und finde es zudem interessant, dass der männliche Protagonist Ryan die ...

𝐈𝐧𝐡𝐚𝐥𝐭 𝐮𝐧𝐝 𝐒𝐭𝐨𝐫𝐲𝐥𝐢𝐧𝐞
Vorweg muss ich sagen, dass die Storyline für mich sehr großes Potenzial hat. Ich lese gerne University-Romane und finde es zudem interessant, dass der männliche Protagonist Ryan die Funktion des Bodyguards einnimmt - ist mal etwas anderes als die stereotypische Nachbar-Schwärmerei. Diese Thematik ist auch durchweg im Buch vorhanden, was ich gut und wichtig finde. Ich habe das Buch gerne gelesen, aber ein großer Kritikpunkt ist, dass ich mich einfach nicht so emotional in die Geschichte hineinversetzen kann. Es ist humorvoll gestaltet, ja, aber an den meisten Stellen können mich die romantischen Szenen dann leider doch nicht ins Schwärmen bringen und abholen. Es ist definitiv eine schöne Geschichte, aber wirklich fesseln kann es mich leider nicht so ganz.

𝐒𝐩𝐫𝐚𝐜𝐡𝐬𝐭𝐢𝐥
Der Sprachstil ist schön flüssig, es ist humorvoll gestaltet und die Grammatik und Rechtschreibung ist top. Die Autorin leitet uns mit ihrem Stil gut durch das Buch und hat sich an authentischen und modernen Ausdrücken orientiert. Somit: gut lesbar und schön geschrieben.

𝐂𝐡𝐚𝐫𝐚𝐤𝐭𝐞𝐫𝐞
Bei dem Buch gibt es Charaktere, mit denen ich mich super identifizieren kann, während ich mit anderen Figuren leider nicht so ganz warm werde, wie ich es gerne würde. Die weibliche Protagonistin Ivy bringt mich zum Schwanken: einerseits mag ich ihr fröhliches und erfrischendes Gemüt, andererseits bin ich teilweise wirklich etwas genervt von ihrer Naivität und ihrem leichtsinnigen Verhalten. Ryan hingegen mag ich sehr und ich finde besonders seine Hintergrundgeschichte gelungen - das ist die nötige Tiefe, die ich bei Charakteren suche, auch wenn dies teilweise nicht ganz so hervorsticht. Ein besonders großer Fan bin ich von den Nebencharakteren Jeff und Alex. Sie haben ihre eigene kleine Story entwickelt - viele könnte das stören, ich mag das, weil das Buch dann dynamischer wirkt.

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Veröffentlicht am 05.02.2021

Geschichte mit vergeudeten Potenzial

Starters
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𝐈𝐧𝐡𝐚𝐥𝐭 𝐮𝐧𝐝 𝐒𝐭𝐨𝐫𝐲𝐥𝐢𝐧𝐞
Ein riesiger Pluspunkt ist die interessante Idee des Buches. Die technische Entwicklung, dass Jugendliche zum Vorteil der Alten ihren Körper verkaufen können, ist ein Ansatz mit ...

𝐈𝐧𝐡𝐚𝐥𝐭 𝐮𝐧𝐝 𝐒𝐭𝐨𝐫𝐲𝐥𝐢𝐧𝐞
Ein riesiger Pluspunkt ist die interessante Idee des Buches. Die technische Entwicklung, dass Jugendliche zum Vorteil der Alten ihren Körper verkaufen können, ist ein Ansatz mit viel Potenzial. Dies wird leider nicht ausreichend ausgeschöpft. Mir persönlich fehlen detaillierte Hintergrundinformationen zu dem Krieg, der Infektion und der Spaltung zwischen den Generationen. Ich habe das Gefühl, dass man als Leser einfach in diese zerstörte Welt hineingeworfen wird, ohne dass allzu viel erfährt. Manche Handlungsstränge verwirren mich, andere hingegen überraschen mich positiv. Es gibt Wendungen und Entdeckungen, mit denen ich tatsächlich nicht gerechnet habe. Allgemein gesehen ist das Buch mit spannenden Thematiken wie Macht und Egoismus des Individuums bestückt, die mich schließlich auch neugierig gemacht und zum Fertiglesen bewegt haben. Dennoch kann mich das Buch und das Ende leider nicht überzeugen, den zweiten Band zu lesen.

𝐒𝐩𝐫𝐚𝐜𝐡𝐬𝐭𝐢𝐥
Obwohl die Ausdrucksweise meines Erachtens nach einen gewissen distanzierten, sterilen und teils emotionslosen Charakter aufweist, schafft es die Autorin dennoch, die düstere Stimmung damit zu unterstreichen. Der Roman lässt sich flüssig und einfach lesen, indem komplexe Syntaxstrukturen vermieden und knappe Szenenbeschreibungen verwendet werden.

𝐂𝐡𝐚𝐫𝐚𝐤𝐭𝐞𝐫𝐞
Bei einigen Charakteren kann ich leider keine extreme Entwicklung erkennen. Die Protagonistin Callie ist mir an sich sympathisch, aber sie wird mir etwas zu oberflächlich und emotionslos dargestellt. Das wird aber auch durch den recht knappen Sprachstil gefördert, denn dieser lässt keinen Platz für tiefgründige Emotionen und Gedanken. Dennoch verstehe ich ihre Handlungen und mag ihren Sturkopf und Willen. Zu anderen Charakteren finde ich keinen starken Draht und frage mich bei manchen, was für eine Rolle sie eigentlich spielen sollen, auch wenn sie oft sympathisch, aber flach gestaltet sind.

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