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Veröffentlicht am 05.10.2019

Rezension

King of Scars
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Ich habe mich schon sehr lange auf die neue Dilogie von Leigh Bardugo gefreut, die zeitlich nach ihren bisherigen Reihen rund um das Grischaverse angesetzt ist und viele Charaktere aus verschiedenen Büchern ...

Ich habe mich schon sehr lange auf die neue Dilogie von Leigh Bardugo gefreut, die zeitlich nach ihren bisherigen Reihen rund um das Grischaverse angesetzt ist und viele Charaktere aus verschiedenen Büchern aufgreift und vereint.

Vorab lässt sich sagen, dass man das Buch durchaus unabhängig von den bisherigen lesen könnte, doch es empfiehlt sich wirklich, zunächst die anderen zu lesen, da viele Geschehnisse darauf aufbauen und nur so verstanden werden können. Sowieso lässt sich die Grischa-Triologie und die Krähen-Dilogie von vorngerein empfehlen und sie sollten nicht nur die nötige Basis für die Reihe schaffen, sondern bringen auch so jede Menge schöne Lesestunden.

In dieser Dilogie geht es um Nikolai, einem Nebencharakter aus der Grischa-Tilogie, welcher seit jeher einer meiner Lieblinge war und nun noch mehr ins Rampenlicht gerückt wird. Am Ende der Trilogie ist zwar das eigentliche Problem gelost, doch Nikolai ist noch unbeschadet davon gekommen. Er ist von dunkler Magie erfüllt worden und nachts wird er von einem inneren Ungeheuer übermannt und ist nicht mehr er selbst. Nicht zu vergessen, dass er als Zar von Ravka unter den Augen aller steht, versucht, das Land wieder aufzubauen und eine passende Heiratsallianz finden muss. Hilfe, um ein Geheimnis zu vertuschen, bekommt er dabei von Zoya, ebenfalls einen bekannten Charakter. Parallel dazu läuft ein weiterer Handlungsstrang mit Nina von Das Lied der Krähen, welche gedrohte Grischa in Sicherheit bringen soll und noch eine eigene Sache zu erledigen hat.

Den Einstieg in diese neue Reihe habe ich gut gefunden, zumal ich die Ausgangssituation noch gut in Erinnerung hatte. Aber auch so wurde man nicht völlig in die Geschichte hineingeworfen. Da es im Grunde zwei Handlungsstränge gibt, die nur etwas miteinander zutun haben, gibt es viel Abwechslung. Besonders wenn man die Figuren schon kennt, kann man sich schnell in ihre Situation hineinfinden und freut sich jedes Mal, wenn sie auftauchen. Aber nicht nur alte, sondern auch einige neue Figuren werden eingeführt wie zum Beispiel Isaak, ein Soldat, der in die Rolle von Nikolai schlüpfen soll, solange er mit Zoya durch die Gegend reist.
Nichtsdestotrotz ist Nikolai immer noch die klare Hauptfigur, genauso schlagfertig und ironisch wie man es von ihm erwartet. Viele witzige Dialoge und Sprüche sind die Folge.

Wie man es auch schon von den bisherigen Büchern kennt, wird von der Autorin die Figuren und das Worldbuilding groß geschrieben. Mittlerweile hat die Welt eine unfassbare Tiefe erhalten und mit diesem Buch wird sie noch einmal ausgebaut, indem altbekannte Mythen, die man nie hinterfragt hat, wiederaufgegriffen und völlig neu augezogen werden.

Dennoch muss ich sagen, dass es sehr lange dauert hat, bis die Geschichte wirklich ins Rollen gekommen ist. Ich konnte zwar konstant weiterlesen, doch kam erst ab einem bestimmten Punkt die nötige Spannung auf. Das Finale hingegen ließ einen sprachlos zurück - ein mieser Chliffhanger mit einem unerwarteten Wendung, wie man es von der Autorin erwarten würde. Das lässt alle Leser nun sehnsüchtig das Finale der Dilogie erwarten.

Insgesamt kann ich diese neue Dilogie allen Grishaverse-Fans empfehlen und allen, die es noch werden wollen, raten zunächst die vorherigen Reihen zu lesen, um dieses Buch völlig genießen zu können. Es gibt viele geliebte Figuren, aber auch einige neue. Mehrere Handlungsstränge, alte Mythen von Ravka und seinen Heiligen und plötzliche Wendungen. Leider hat mich die Spannung erst relativ spät packen können, sodass ich einen Punkt abziehen muss.

Veröffentlicht am 30.09.2019

Eine meiner Lieblingsautorinnen

Strange the Dreamer - Der Junge, der träumte
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Eine weitere Reihe von einer meiner liebsten Autorinnen. Ich habe bereits die Zwischen den Welten - Reihe von ihr gelesen und geliebt, sodass ich mich umso mehr darüber gefreut habe, dass nun auch ihre ...

Eine weitere Reihe von einer meiner liebsten Autorinnen. Ich habe bereits die Zwischen den Welten - Reihe von ihr gelesen und geliebt, sodass ich mich umso mehr darüber gefreut habe, dass nun auch ihre neuste Reihe übersetzt wurde.

Wie man es von der Autorin kennt, bedient sie sich abstrakten und ungewöhnlichen Themen für ihre Geschichten. Anstatt Fantasygeschichten über Vampire oder Gestaltwandler zu schreiben, wählt sie lieber Wünsche, Chimären oder wie in diesem Fall Träume und mysteriöse Städte.
In Strange the Dreamer ist der Held Lazlos Strange, ein Waisenjunge, der bei Mönchen aufgewachsen ist und sein Leben in einer Bibliothek verbracht hat. Seinen Studien widmet er einer mysteriösen Stadt aus Sagen, vor einigen Jahren ist zudem der wahre Name in allen Gedächtnissen verschwunden und niemand außer Lazlo scheint es bemerkt zu haben. Fabelwesen, Magie und wertvolle Güter soll es dort geben. Als eines Tages herauskommt, dass es die magische Stadt Weep wirklich gibt, der Kontakt nur vor Jahrhunderten abgebrochen ist und eine Gruppe eine Gesandschaft dorthin begleiten will, schließt Lazlos sich an. Denn wer wäre besser geeignet als Lazlo, der Weep sein ganzes bisheriges Leben gewidmet hat?

Lazlo war mir als Figur direkt sympathisch. Irgendwie schaffte es die Autorin dabei auch immer, den Leser genau die Gefühle empfinden zu lassen, die die Figuren gerade fühlen, sodass man sich sehr gut in ihre Lage versetzten kann.
Generell ist der Schreibstil zum Dahinschwelgen. Die Autorin ist sehr gekonnt darin, eine fiktive Welt aufzubauen un ihr Leben und Magie zu verleihen. Nicht nur die Figuren und ihre Gefühle werden gut vermittelt, sondern auch Details des Setting und eine allgemein schöne Lesestimmung, wie man es selten sieht. Rätsel, Geschichten und Fabeln. Es passt also perfekt zu einem Fantasybuch über eine magische Stadt.
Ab einem bestimmten Zeitsprung wird die Handlung um einen weiteren Handlungsstrang erweitert, von einer Figur, über die ich noch nicht allzu viel verraten möchte. Lass nur so viel gesagt sein, dass die Geschichte von einer ganz anderen Seite beleuchtet wird und beide Handlungen zunächst völlig seperiert ablaufen, bis sie relativ spät Verbindungspunkte aufweisen.

Die Handlung diesen Bandes beschäftigt sich hauptsächlich mit der Reise nach Weep, sodass das wahre Abenteuer in dem nächsten Band noch auf einen wartet. Allgemein war ich zwar begeistert von der Handlung und ich war auch immer neugierig darauf, weiterzulesen, doch einen wirklichen Höhepunkt gibt es in meinen Augen noch nicht, auch bricht die Handlung zum Schluss sehr abrupt ab, irgendetwas fehlt. Die Begründung liegt wahrscheinlich darin, dass der erste Band des Zweiteilers bei der Übersetzung vermutlich noch einmal aufgeteilt worden ist und die Spannungskurve sich also über die ersten beiden deutschen Bücher erstreckt. Ich bin nur zu gespannt, wie es weitergehen mag, doch zum Glück lässt die zweite Hälfte nicht lange auf sich warten.

FAZIT

Laini Taylor hat mich wieder einmal nicht enttäuscht, sondern sich wieder selbst übertroffen! Mit diesem Auftakt entführt sie einen in eine liebevoll gestaltete und aufregende Fantasywelt. Einen besseren Schreibstil oder Worldbuilding könnte ich mir nicht vorstellen. Leider fehlte mir nur eine passende Spannungskurve bzw. Höhepunkt, was aber wohl an dem Splitten in zwei einzelne Bände liegt.

Veröffentlicht am 27.09.2019

Eine neue Reihe der Autorin!

Im Schatten des Fuchses
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Ich habe bisher schon einige Reihen von Julie Kagawa gelesen - Die Plötzlich Fee/Prinz Reihe, Talon und die Unsterblich-Trilogie, sodass mir die Autorin und ihr Schreibstil sehr vertraut ist. Umso begeisteter ...

Ich habe bisher schon einige Reihen von Julie Kagawa gelesen - Die Plötzlich Fee/Prinz Reihe, Talon und die Unsterblich-Trilogie, sodass mir die Autorin und ihr Schreibstil sehr vertraut ist. Umso begeisteter war ich, als eine neue Reihe angekündigt worden ist und diese ein für die Autorin bisher ungewöhnliches Thema hat, nämlich die japanische Mythologie und Kultur.

In diesem Buch gibt es zwei erzählende Hauptfiguren - Tatsumi und Yumeko, die verschiedener nicht sein könnten. Yumeko ist in einem Kloster bei Mönchen aufgewachsen und hat somit keine Ahnung von den Leben außerhalb und sie ist sehr leichtgläubig und naiv. Als das Kloster von Dämonen angegriffen wird, kann sie als einzige fliehen und trifft direkt auf Tatsumi, dem Dämonenjäger des Schattenclans, welcher dort eine Mission hat, nämlich das erste Stück der Drachenschriftrolle zu finden. Yumeko kann den gefühlskalten, distiplinierten Samurai dazu überreden, sie zum nächsten Tempel zu bringen, denn der dortige Meister weiß, wo das zweite Stück ist. Was Tatsumi nicht weiß, ist, dass Yumeko die erste Schriftrolle bei sich führt und eine gestaltwandelnde Halb-Kitsune (Fuchs) ist, etwas, dass Tatsumi ohne Weiteres normlerweise töten würde.

Wie bereits erwähnt ist Yumeko sehr weltfremd aufgewachsen und eine weite Reise quer durchs Land ist für sie etwas völlig Neues. Tatsumi hingegen ist ein Einzelgänger, denn auch er hat ein Geheimnis. In seiner Waffe befindet sich ein Dämon, der ihm zwar besondere Fähigkeiten verleiht, aber auch seine Seele übernehmen kann, wenn er menschliche Emotionen so wie Wut zeigt. Im Laufe des Abenteuers wird die Gruppe noch um einen Dritten erweitert - Okame, den ehemaliger Samurai mit viel Sarkasmus und einem Hang zu Glücksspielen, der als Sidekick fungiert. Insgesamt ist es also eine ausgewogene Gruppe mit vielen verschiedenen Persönlichkeiten.

Insgesamt hat mich die Struktur der Handlung sehr an die bisherigen Bücher der Autorin erinnert. Ich habe bei ihren Romanen immer den Eindruck, dass die Figuren sich stets auf einer großen Reise mit vielen prägnanten Zwischenstationen und Gegnern befinden. So kam es mir auch hier vor, wenn auch es ein schönes vertrautes Gefühl war und das Setting ein völlig anderes. Die japanisch geprägte Welt umfasst neben spezifischen mythologischen und übernatürlichen Gestalten auch die Sitten der Kultur, sowie viele Begriffe, die aber hintem im Glossar erklärt werden. Auch eine farbige Landkarte ist abgedruckt. Es ist also eine schöne Mischung als bekannter Struktur mit neuen Inhalten und Setting.

Zu dem Schreib- und Erzählstil lässt sich sagen, dass ich es sehr flüssig lesen konnte. Es wurde kontinuierlich Spannung aufgebaut und ich hatte beim Lesen kein Tiefpunkt, an dem ich das Buch zur Seite legen musste. Der Schreibstil ähnelt dem der vorherigen Büchern der Autorin und wer ihn kennt, wird mir zustimmen, dass er sowohl flüssig als auch spannend ist.

Den einzigen negativen Punkt sehe ich bei dem Charakter von Yumeko. Die Figuren leben zwar von ihren Kontrasten, dennoch fand ich es bei ihr manchmal etwas überspitzt. In vielen Situationen war sie mir einfach zu weichlich und naiv, nicht einmal Sarkasmus hört sie raus, auch wirklich verteidigen kann sie sich nicht. Im Laufe der Geschichte kann man zwar erahnen, dass sie mit dem Abenteuer wächst, doch ich denke, die wirkliche Wandlung wird sie erst in den Folgebänden erleben, sodass ich über diesen negativen Aspekt im Angesicht der überwiegenden guten hinwegsehen kann.

Insgesamt betrachtet kann ich dieses Buch nur loben und jedem Fan der Autorin, sowie allen, die es noch werden wollen ans Herz legen. Es hat eine ähnliche Struktur wie die bisherigen Bücher der Autorin, stellt aber ein völlig anderes Thema und Mythologie ins Zentrum - das Japanische. Die Figuren ergänzen sich in ihren Charakterzügen, auch wenn sie mir an manchen Stellen etwas überspitzt vorkamen.

Veröffentlicht am 22.09.2019

Rezension

Kingdoms of Smoke – Die Verschwörung von Brigant
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Ein neuer Fantasy-Auftakt ist auf dem Markt erschienen und ich habe es mir nicht nehmen lassen, mir selbst davon ein Bild zu machen! Die Autorin war für mich bisher unbekannt, doch ich habe schon viel ...

Ein neuer Fantasy-Auftakt ist auf dem Markt erschienen und ich habe es mir nicht nehmen lassen, mir selbst davon ein Bild zu machen! Die Autorin war für mich bisher unbekannt, doch ich habe schon viel aus dem englischsprachigem Raum von diesem Buch gehört, was mich neugierig gemacht hat.

Handlungsort ist eine fiktive Welt, wo verschiedene Handlungsstränge aufeinander treffen. Im Laufe der Zeit lernt man als Leser fünf Figuren und ihre Vorgeschichte und Leben näher kennen, jedoch steht zunächst jede für sich alleine und man kann nur erahnen, was sie miteinander zu tun haben werden. Mit der Zeit verweben sie sich ganz natürlich miteinander, bis man das Kerngeschehen erfassen kann. Insgesamt sind die Handlungsstränge und ihre Zielführung sehr gut von der Autorin durchdacht und gesetzt worden, sodass man der Handlung sehr gut folgen kann.

Die Figuren haben alle ihre ganz besondere Note und Charakterzüge und ich für alle Sympathie entwickeln können in Laufe der Geschichte.
Catherine, die Prinzessin - Ambrose, ihr Leibgardist, der insgeheim in sie verliebt ist - March, ein Diener des Königs mit einer Mission - Edyon, der Dieb mit einer Vergangenheit und Tash, die junge Dämonenjägerin.
Alle leben ihr eigenes Leben, sodass man einen schönen Querschnitt der vielfältigen Welt bekommt und doch den Zusammenhand erfassen kann. Zentraler Dreh- und Wendepunkt ist hierbei der mysteriöse Dämonenrauch und eine Verschwörung im Königreich, wozu ich nicht mehr Worte verlieren möchte.

In der Geschichte wechseln sich natürliche und fiktive Handlungselemente ab. Das Magischste ist natürlich der Dämonenrauch samt der dazugehörigen Parallelwelt, aber es gibt auch den königlichen Hof mit seinen Intrigien, den man normalerweise oft im High Fantasy antriff oder das mittelalterartige Setting.

Der Erzählstil ist sehr angenehm und die Sprünge zwischen den einzelnen Handlungssträngen geschieht auch nicht zu abrubt und man kann sich durch die passenden Kapitelüberschriften immer ganz gut orientieren. Daher konnte ich das Buch relativ schnell lesen und der Geschichte auch immer gut folgen.

Trotz des guten Konzepts der verschiedenen Handlungsstränge muss ich auch etwas bemängeln. Duch die Vielzahl an Hauptfiguren und ihrer Lebenswelten dauerte es einige Zeit, bis die Handlung ins Rollen gebracht werden konnte und auch erste Überschneidungen der Stränge mussten erst einmal vorbereitet werden. Man konnte in dieser Zeit zwar die Figuren selbst ganz gut kennenlernen, doch fehlte es in meinen Augen zunächst an Handlung, was später aber wieder wett gemacht wird.

Ich finde das Konzept der fünf verschiedene Handlungsstränge, die auf eine große Kernhandlung abzielen sehr gut umgesetzt und spannend zu lesen. Jede Figur wird gut herausgearbeitet und trägt dazu bei, ein Gefühl von der Welt zu bekommen, die ebenfalls komplex aufgebaut worden ist. Trotzdem dauerte es zunächst etwas, bis die Handlung ins Rollen kam.

Veröffentlicht am 05.09.2019

Rezension

One True Queen, Band 1: Von Sternen gekrönt
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In Lyasskye ist nichts, wie es scheint. Vermeidlich friedliche Wesen können die gefährlichsten sein, die freundlichsten Menschen die hinterhältigsten, die traumhaftesten Chancen nur eine Falle... In diese ...

In Lyasskye ist nichts, wie es scheint. Vermeidlich friedliche Wesen können die gefährlichsten sein, die freundlichsten Menschen die hinterhältigsten, die traumhaftesten Chancen nur eine Falle... In diese Welt findet sich Mailin urplötzlich wieder, von einer Sekunde auf die nächste. Magie gibt es dort noch und es scheint eine Parallelwelt zu sein, in der regelmäßig junge Mädchen wie sie auftauchen und dazu auserkoren sind, Königin zu werden. Denn die Königinnen sterben dort alle jung.

Direkt zu Beginn, nachdem man Mailins Leben kennengelernt hat, findet man sich in einer ratselhaften Welt wieder, die hinter jeder Ecke Überraschungen bereit hält. Das Setting, welches in dieser Welt sehr weitläufig und sorgfältig modelliert ist, läd zum Schmokern ein. Ich habe allein schon wegen dem Setting weiterlesen wollen, um die Welt näher kennenzulernen. Sie steht im starken Kontrast zu Mailins normalen Leben. Dort arbeitet ihre Mutter sehr viel, um sie und ihre Schwester Vivi über Wasser zu halten, zumal Vivi sich nun über sieben Jahre im Wachkoma befindet und Pflegepersonal bezahlt werden muss. Doch Mailin bringt viel Stärke mit, um sowohl sowohl dort, als auch in der mysteriösen Welt Lyaskye durchzuschlagen.

Schnell trift sie auf einem zunächst namenlosen Fremden - einem gekonnten Lügner und Dieb, wie es zunächst scheint. Er findet sie in einem mit Ungeheuern bestückten Wald und ist zunächst ihre einzige Möglichkeit, sich in der fremden Welt zurecht zu finden. Und im Laufe der Zeit findet man heraus, wo er noch überall mitmischt und seine Finger im Spiel hat.

Diese beiden Figuren und noch weitere bestimmen die Haupthandlung. Ich persönlich fand Mailin als Protagonistin sehr angenehm, sie hinterfragt Dinge, ist tough und stark. Dennoch hat sie in meinen Augen nichts, was sie erinnerungswürdig macht, denn sie wirkt wie ein klassischer YA-Charakter und ich werde sie vermutlich nicht besonders lange in Erinnerung haben.
Das der Fremde voller Geheimnisse sein muss, ist wohl klassisch, wenn auch neugierdeerweckend. Es gibt so einige Twists, die auch seiner Hintergrundgeschichte basieren.

Der Handlunsverlauf ist ambivalent - einiges kam überraschend, anderes hingegen war mir schon Beginn an klar. Darunter zählt auch die obligatorische Liebesgeschichte, die zunächst zwar hinausgezögert wurde, dann aber für meinen Geschmack viel zu schnell zu "unsterblicher Liebe" umgeschwungen ist. Dennoch kann ich insgesamt sagen, dass die Story spannend, magisch und handlungsreich ist, auch wenn sie ein paar Schwächen aufweist, die man auf den Klischee-Effekt schieben kann.

One True Queen bietet eine Buchwelt zum Eintauchen und Schmökern. Sie ist schön ausgearbeitet und voller Überraschunge, sodass der Lesefluss nie versiegt. Die Charaktere sind zwar angenehm, jedoch stechen sie nicht hervor und wirken eher blass, sodass ich einen Stern abziehen muss. Die Story bietet sowohl zu Erwartendes, als auch reichlich Überraschungen und Plottwist, sowie einen fiesen Cliffhanger am Ende, der einen den nächsten Band entgegenfiebern lässt.