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Veröffentlicht am 21.07.2021

Rezension

The Witch Queen. Entfesselte Magie
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Arbeiten wir uns mal von außen nach innen. Die Gestaltung des Buchs wurde mit Liebe zum Detail gemacht: Das Cover ist matt und mit glänzenden Mustern versehen und der Buchschnitt passend zum Cover mit ...

Arbeiten wir uns mal von außen nach innen. Die Gestaltung des Buchs wurde mit Liebe zum Detail gemacht: Das Cover ist matt und mit glänzenden Mustern versehen und der Buchschnitt passend zum Cover mit roten, grauen und schwarzen Wirbeln versehen. Insgesamt macht es wirklich etwas her und ich bin fast traurig, dass man im Regal nur den Buchrücken sieht.

Der Einstieg in das Buch ist leicht, wenn auch ziemlich direkt. Man taucht sofort in Enjus Welt ab, in der sie sich am besten auskennt und die sie uns nach und nach zeigt. Sie ist nämlich die Königen der Hexen mit viel Macht und Knowhow, jedoch ist das den wenigsten bekannt. In Enjus Welt gibt es zahlreiche magische Völker wie Hexenmeister, Nekromanten, Walküren, Beasts oder Flusshexen.
Nach einem langen Arbeitstag stolpert Enju direkt in einen Tatort, wo ein Massenmord geschehen ist und grade sie wird nun deshalb verdächtigt. Die Zeit rinnt, denn sie muss nun ihre Unschuld beweisen und arbeitet dabei mit dem Anführer der Beasts, Kayneth, zusammen.
Die Handlung ist ziemlich flott, immer wenn Enju ihrem Ziel etwas näher kommt, geht etwas schief und es ergeben sich neue Probleme. Es hat mich etwas an eine Schnitzeljagd erinnert. Gleichzeitig bekommt man dadurch aber auch mehr von der Buchwelt gezeigt, die äußerst viel Potential hat und von der ich gerne noch mehr lesen würde.
Enju hat mir als Protagonistin von der ersten Seite an gefallen. Sie ist sehr authentisch und direkt, sodass sie sich auch vor schmutziger Arbeit nicht scheut. Obwohl sie die Hexenkönigin ist und jede Menge Macht hat, wirkt sie sehr bodenständig und ist ihren eigenen Werten treu.
Der Schreibstil ist zu perfekten maßen humorvoll, aber auch nicht zu überladen damit, sodass es noch ernstzunehmend aber amüsant ist. Ich hätte dieses Buch am liebsten in einer Sitzung gelesen.
Etwas überrascht hat es mich, dass dieses Buch eher in die NewAdult als die YoungAdult Sektion gehört, an manchen Stellen war es überraschend blutig oder sexuell.

Wie schon erwähnt, steckt in dieser Buchwelt einiges an Potential und man könnte sich durchaus eine Fortsetzung denken, obwohl dies ein abgeschlossener Einzelband ist. Grade zum Ende wurde die Geschichte etwas zu schnell für meinen Geschmack und man hätte den Höhepunkt noch etwas hinauszögern können bzw. mit einem Chliffhanger für eine Fortsetzung enden können.

Mit diesem Buch konnte ich wirklich schöne Lesestunden verbringen und wäre das alltägliche Leben nicht gewesen, hätte ich es am liebsten in einem durch gelesen. Es erwartet einen eine große Buchwelt mit jeder Menge Magie, Humor und Liebe, die man sich als Fantasy-Liebhaber auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Nicht unerwähnt soll natürlich die fantastische Buchgestaltung bleiben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.07.2021

Rezension

Rise of a Fairy King. Feenlicht
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Schon länger habe ich kein Urban-Fantasy gelesen, daher habe ich sehr darauf gefreut dieses Buch zu beginnen. Unsere Protagonistin Ann befindet sich nun im zweiten Semester ihres Soziologiestudiums, hat ...

Schon länger habe ich kein Urban-Fantasy gelesen, daher habe ich sehr darauf gefreut dieses Buch zu beginnen. Unsere Protagonistin Ann befindet sich nun im zweiten Semester ihres Soziologiestudiums, hat sich schon gut ins Uni-Leben eingefunden, jedoch Freunde unter ihren Kommilitonen hat sie noch nicht gefunden. Dabei ist sie oft gar nicht so alleine wie sie denkt.
Eine Fee namens Jonah verfolgt ihr Leben. Ich habe mittlerweile schon viele Bücher und somit auch Interpretationen von Feen/Elfen gelesen, jedoch ist mir solch eine noch nicht unter gekommen. Die Feen in diesem Buch ähneln von ihrer Funktion sehr Amor, denn sie selbst erhalten Energie, indem sie Menschen auf der Erde Freude schenken oder zur großen Liebe verhelfen.
Ich konnte mich schnell in der Handlung zurecht finden, denn der Schreibstil sorgt dafür, dass man die Kapitel gut nach einander weg lesen kann. Trotzdem entdeckt man im Laufe der Zeit, dass es viel Worldbuilding gibt und neben der Menschenwelt noch eine Feenwelt mit ihren eigenen Konflikten und Problemen gibt.
Da es nun aufgrund der Handlung viel um Gefühle und natürlich auch Liebe geht, ist der Schreibstil perfekt dafür ausgelegt und visualisiert die Gefühle der Figuren sehr gut. Dennoch fühlt sich die Handlung in anderen Teilen etwas flach und gehetzt an. Grade durch das gute Konstrukt der Welt würde sich noch mehr Handlung dort anbieten. Nichtdestotrotz habe ich dieses ebook wirklich sehr genossen, da man es gut zwischendurch lesen und schnell wieder eintauchen kann.
Dieses Buch ist in sich abgeschlossen und eignet sich perfekt für zwischendurch oder unterwegs. Ich habe Gefallen an der Autorin gefunden und werde nach weiteren Titel von ihr oder sogar einem weiteren abgeschlossenen Buch über diese Welt Ausschau halten. Denn es würde sich durchaus anbieten, von einer Nebenfigur diese noch weiter beleuchten zu lassen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.03.2021

Interessante Hintergrundinfos

Die Erfindung von Alice im Wunderland
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Schon lange bin ich ein großer Fan von Alice und habe nicht nur die englische Version mehrere Male gelesen und das Hörbuch gehört, sondern auch mit der Zeit viele Adaptionen dazu gelesen. Die Geschichte ...

Schon lange bin ich ein großer Fan von Alice und habe nicht nur die englische Version mehrere Male gelesen und das Hörbuch gehört, sondern auch mit der Zeit viele Adaptionen dazu gelesen. Die Geschichte von Alice hat viele Spuren bei uns hinterlassen, selbst in der Schule wurden bei mir Zitate auf Allgemeingültigkeit analysiert.
In diesem Buch geht es neben der Entstehensgeschichte auch um die Nachwirkungen des Werks, Biografien und Inspirationen von damaligen Kindergeschichten und Personen aus dem Umfeld von Caroll und der Namensgeberin der Geschichte - Alice Liddel.

Glücklicherweise liegen von dem Autor von Alice unzählige Briefe und Tagebücher vor, sodass viele Aspekte des Entstehensprozess nachvollzogen werden können. Es ist wortwörtlich ein Prozess über längere Zeit gewesen und war gar nicht dazu gedacht, veröffentlich zu werden, sondern richtete sich an Alice Lidell, einem Mädchen, welches neben anderen von Caroll auf Bootsfahrten eingeladen worden ist und währenddessen Geschichten erzählte. Es wird sehr umfangreich erklärt, welche Einflüsse und Ereignisse eine Rolle gespielt haben könnten und wieso. Dabei fällt direkt auf, dass das scheinbar Sinnlose in der Alice-Geschichte durchaus Bezüge zur Wirklichkeit hat - ob es nun Satirische Äußerungen, personifizierte Tiere sind, die Alice bekannt waren sind oder auch Insider-Witze zwischen dem Autor und Alice. Es gibt heutzutage so viele Theorien, was bestimmte Stellen bedeuten sollen, andere leugnen, dass es überhaupt einen Sinn ergibt. Hier wird jedoch versucht, es in Carolls Zeit und Umgebung einzuordnen und es macht überraschend viel Sinn.

Gefüttert wird das ganze von Fotografien (denn Caroll war auch ein begeisterter Fotograf) und colorierten Zeichnungen aus der Originalausgabe. Das Buch hat eine überdurchschnittliche Größe, etwa DIN A4 und ist sehr hochwertig gedruckt. Wenn man also die Geschichte von Alice liebt und mehr zu den Ursprüngen und Anspielungen erfahren möchte, ist dies eine sehr gute Anlaufstelle.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.02.2021

Rezension

Celestial City - Akademie der Engel
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Allzu lange mussten wir nicht auf diese Fortsetzung warten, sodass mir der Einstieg in die Reihe wieder gut gelungen ist. Der erste Schritt wäre geschafft - Die Protagonistin Brielle hat ihr Aufnahmejahr ...

Allzu lange mussten wir nicht auf diese Fortsetzung warten, sodass mir der Einstieg in die Reihe wieder gut gelungen ist. Der erste Schritt wäre geschafft - Die Protagonistin Brielle hat ihr Aufnahmejahr geschafft und befindet sich nun im zweiten Lehrjahr.

In diesem Band liegt der Fokus nicht nur auf der weiteren Ausbildung in der Akademie, sondern im Mittelpunkt steht ein von der Tainted Academy ausgerichteter Wettkampf, bei dem man 1 Millionen Dollar gewinnen kann - genug, um Brielles Mutter von ihrer Arbeit zu befreien und freizukaufen. Brielle hat sich zusammen mit ihrer Freundin in den Kopf gesetzt, diesen zu gewinnen und trainiert hart dafür.
Des weiteren wird sie nun auch gelegentlich als zukünftiges Mitglied der Engelsarmee in den Grenzgebieten eingesetzt, die zerstört worden sind. Da dies nicht ganz ungefährlich ist, erwartet einen einige spannende Szenen. Brielle lernt mit der Zeit ihre Gabe besser ein zusetzten, was ich sehr interessant mit zu verfolgen fand.

Insgesamt gesehen wird die Geschichte in dem gewohnten lockeren Schreibstil fortgeführt. Dies und die (leider etwas zu) kurze Länge machen es möglich, dieses Buch in wenigen Sitzungen durchzulesen. Ich war etwas überrascht, dass dieser Band mit unter 300 Seiten kürzer als der erste ausgefallen ist, sodass die Geschichte leider schon viel zu schnell geendet ist.

Wie schon vom letzten Band gewohnt, wird erst gegen Ende des Bandes die "Hauptstory" mit Luzifer und Brielles dunkler Gabe fortgeführt, sodass es noch einmal spannend wird und die Story mit einem großen Cliffhanger endet und uns gespannt auf den nächsten Band warten lässt, denn dort muss wird vermutlich unweigerlich dieser Handlungsschwerpunkt zu finden sein.
Etwas enttäuschend fand ich, dass dieser Anteil an diesem Handlungsstrang so klein ausfällt, denn diesen finde ich am interessantesten an dieser Reihe.


In diesem zweiten Band geht es zahtlos in der Geschichte um Brielle und ihren Gaben weiter. Es gibt einen neuen Handlungsschwerpunkt und erst gegen Ende erfährt man mehr zu dem angeteaserten Handlungsstrang mit Luzifer. Lediglich die reduzierte Länge und den kleinen Anteil an Kernstory habe ich zu bemängeln, blicke aber trotzdem schon gespannt auf den dritten Band, in dem es unweigerlich um den genannten Handlungsstrang gehen muss.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.12.2020

Nach langer Zeit wieder in die Spiegelwelt!

Reckless 4. Auf silberner Fährte
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Dieser neue Band, auf den wir alle lange gewartet haben, beginnt genau dort, wo die Geschichte zuvor geendet hat. Zur Sicherheit habe ich aber noch einmal vorher eine Zusammenfassung gelesen, da die vorherigen ...

Dieser neue Band, auf den wir alle lange gewartet haben, beginnt genau dort, wo die Geschichte zuvor geendet hat. Zur Sicherheit habe ich aber noch einmal vorher eine Zusammenfassung gelesen, da die vorherigen Bänder etwas sehr lange her waren. Sowohl auf Wikipedia als auch auf der Verlagsseite findet man eine Was-bisher-geschah.

Bisher hatte jeder Band einen Märchenschwerpunkt - in ersten waren es die deutschen Märchen, im zweiten dann französische und englische und zuletzt russische. Nun zieht es unsere Buchfiguren jedoch in den Fernen Osten und das Setting und die Märchen beziehen sich nun darauf. Ich bin zwar nicht auf ganz sicheren Terrain wie beispielsweise den deutschen Märchen, doch viele Sagen waren mir vertraut. Besonders Fuchs kann so sehr gut inszeniert werden, da ihre zweite Gestalt hervorgehoben werden kann. Sie ist schon immer meine Lieblingsfigur und daher war es mir sehr willkommen, dass sie so in ein noch besseres Licht gerückt wird.

Generell geht es in diesem Band sehr viel um Beziehungen - sowohl Jacob und Fuchs, als auch um Wills Beziehung zu Clara und Sechszehn. Bisher waren sie eher nebensächlich behandelt worden, denn das Abenteuer und die Sagen standen im Vordergrund. Doch nun wendet sich aufgrund einer Prophezeiung, die ich nicht näher beschreiben möchte, das Blatt und die Beziehungen werden mehr mit eingebunden. Es war zunächst gewöhnungsbedürftig, denn für meinen Geschmack ging der Kern der Reihe - das Abenteuer, die Jagd nach Schätzen und Märchen - etwas unter. Diesbezüglich fällt dieser Band also etwas aus der Reihe.

Dennoch ist die Geschichte wie gewohnt dynamisch - viele Handlungsorte und Erzählperspektiven werden geboten, alte Bekannte tauchen auf, neue Figuren werden eingeführt, die Jacob und Fuchs auf ihren Reisen in das neue Land kennenlernen. Es werden auch Fragen bezüglich Will und Jacobs Vergangenheit aufgeworfen und die Handlung nimmt einen sehr unerwarteten Lauf, denn die Autorin hat einige Überraschungen für uns parat.

Dabei erzählt sie diese Geschichte in einem gewohnt malerischen Erzählstil, der einfach nicht zu übertreffen ist. Trotzdem muss ich aber auch sagen, dass dieser Band schneller zu lesen war als die bisherigen. Ich hatte das Gefühl, dass die vorherigen etwas anspruchsvoller bezüglich der Erzählung und Handlung waren als dieser hier. Dafür hingegen kann man ihn in einem durchlesen und verschlingen, denn dadurch wird die Geschichte nicht weniger spannend.



Zwar unterscheidet sich dieser Band etwas von den bisherigen, denn der Fokus liegt viel mehr auf Beziehungen der Figuren - zurecht, wie sich beim Lesen herausstellen wird! Nichtsdestotrotz schenkt uns Cornelia Funke mit diesem Band wieder sehr schöne Stunden in der Spiegelwelt und überrascht mit neuen Figuren, wirbelt die Vergangenheit auf und führt neue spannende Handlungsstränge ein.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere