Profilbild von mirisbuecherstuebchen

mirisbuecherstuebchen

Lesejury Star
offline

mirisbuecherstuebchen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit mirisbuecherstuebchen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.11.2022

Rezension

Book of Night
0

Es braucht nicht viel, mich zu überzeugen ein Buch zu lesen, wenn es von Holly Black geschrieben wurde. Schon seit dem englischen Release war ich neugierig auf das Buch und ich bin wirklich froh, dass ...

Es braucht nicht viel, mich zu überzeugen ein Buch zu lesen, wenn es von Holly Black geschrieben wurde. Schon seit dem englischen Release war ich neugierig auf das Buch und ich bin wirklich froh, dass das Originalcover und Originaltitel übernommen wurde, denn es ist wirklich ein Schmuckstück im Regal.

Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht Charlie Hall, eine Junge Frau, die versucht sich und ihre Schwester mit einem Barkeeper-Job über Wasser zu halten. In ihrer Vergangenheit hat sie einige fragwürdige Dinge getan, um an Geld zu kommen und sich einen Namen zu machen, doch gehört dies eigentlich der Vergangenheit an. Als jedoch ein neues Jobangebot und alte Bekannte auftauchen, holt sie ihre Vergangenheit schneller ein, als sie gedacht hätte.

Die Buchwelt ist wirklich unglaublich, ich fand sie von Anfang an faszinierend. Sie wirkt durch und durch düster und man bekommt fast ein reales Bild von den schmutzigen Stadtecken, den schmierigen Gästen in der Bar und den Kriminellen nachts auf der Straße. Dies spiegelt sich auf perfekt in der Sprache der Figuren wieder. Sie sprechen und handeln genauso, wie man sich jemanden vorstellen wurde, der dort aufgewachsen ist oder längere Zeit dort gelebt hat.
Es ist das perfekte Urban-Fantasy, denn im Grunde ist es dieselbe Welt, in der wir leben, jedoch führten einige magische Entdeckungen dazu, dass für die Bevölkerung belebte Schatten zur Normalheit zählen. So gibt es zum Beispiel Kartenlesen über Zoom und zahlreiche Foren zu Gloamisten - Menschen, die es geschafft haben, ihren Schatten zu beleben oder zu modifizieren.

Nach und nach findet man heraus, was genau dahinter steckt. Anfangs wirkt es alles recht komplex, schon in den ersten Kapiteln sind Begriffe wie Gloamist oder Hierophanten vorhanden und erst recht spät bekommt man eine gute Vorstellung von der Schattenmagie. Mit der Zeit kommen auch einige Nebenfiguren zusammen, die alle auf irgendeine Art den neuen Auftrag integriert sind, sodass man schnell den Überblick verlieren kann. Es lohnt sich aber definitiv, sich etwas mehr Zeit für dieses Buch zu nehmen und immer aktiv mitdenken, um richtig in die Welt abtauchen zu können. Manchmal hat die Autorin auch bewusst falsche Fährten für die Leser gelegt, um sie später zu überraschen. Es ist also kein Buch für Zwischendurch, das man einfach so in wenigen Sitzungen lesen kann.

Gerade die letzten 50-80 Seiten waren besonders spannend, denn es gab viele Plottwists und Auflösungen. Trotzdem gab es einen fiesen Chliffhanger und es wurde schon etwas angeteasert, worum es im nächsten Band gehen soll. Ich kann es kaum erwarten, den nächsten Band zu lesen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.11.2022

Rezension

Die magische Krone von Lyoness (Lyoness 1)
0

Schon seit Ankündigung dieses Buchs war ist sehr gespannt und ich konnte es kaum erwarten zu lesen.
Es handelt sich hier um den ersten Teil der Prequel-Dilogie zur Pan-Trilogie.

Im Mittelpunkt der Geschichte ...

Schon seit Ankündigung dieses Buchs war ist sehr gespannt und ich konnte es kaum erwarten zu lesen.
Es handelt sich hier um den ersten Teil der Prequel-Dilogie zur Pan-Trilogie.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Sara, die aus der Ich-Perspektive erzählt. Wie auch die anderen Bewohner Lyoness, die magische Fähigkeiten haben, muss sie sich verdeckt halten, denn die Druide, die die Macht über die Insel haben, verboten jegliche Magie. Zusammen mit ihren Freunden schafft sie es jedoch das Blatt zu wenden. Doch welche Ereignisse sie damit ausgelöst hat, konnte keiner ahnen.

Das Buch startet ziemlich abrupt, man wird förmlich in eine neue Buchwelt und in Kampfszenen geworfen. Auch wenn es dadurch sehr reizvoll war weiterzulesen, brauchte ich etwas länger um in die Geschichte hineinzufinden.

Die Autorin hat einen sehr flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil und schafft es dennoch Tiefe in die Buchwelt und die Figuren zu bringen. Schon bald lernt man Lyoness und all ihre Besonderheiten besser kennen. Ich habe das Buch in wenigen Tagen durchgelesen, denn ich konnte es ließ sich so leicht lesen und teilweise könnte ich es auch nicht aus den Händen legen.

Das Buch endet mit einer abrupten Wendung und einem Cliffhanger. Doch mir ist noch nicht klarer geworden, wie dieser Prequel mit der Pan-Trilogie verknüpft sein soll. Dies wird bestimmt im nächsten Teil aufgeklärt, jedoch hätte ich es schöner gefunden, wenn es schon ein Vorshadowing oder passenden Epilog gegeben hätte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.05.2022

Einzigartiger Fantasyroman

Gladiator's Love. Vom Feuer gezeichnet
0

Als ich den Klappentext gelesen habe, konnte ich den Erscheinungstermin kaum erwarten. Die Figuren und das Setting klangen vielversprechend und als Einzelband konnte ich es perfekt zwischendurch lesen.

Im ...

Als ich den Klappentext gelesen habe, konnte ich den Erscheinungstermin kaum erwarten. Die Figuren und das Setting klangen vielversprechend und als Einzelband konnte ich es perfekt zwischendurch lesen.

Im Mittelpunkt der Handlung steht Aeryn, eine Vantyr, welche vor einigen Jahren aus ihrer Heimat entführt und als Gladiatorin versklavt worden ist. Sie stellt sich sehr geschickt an und schnell wird sie bekannt, nichtsdestotrotz bleibt sie eine Sklavin. Für ihre Freiheit würde sie alles riskieren, doch dann lernt sie Cato kennen, ein Leibwächter eines Arenabetreibers.

Aeryn ist eine einzigartige Protagonistin. Sie wirkt nicht nur tough, sondern handelt auch so. In der Arena gehört sie zu den Besten. Trotz ihres Talents hasst sie die Kämpfe und wünscht sie sich nichts lieber als ihre Freiheit. Wenn sie etwas wirklich will, ist sie bereit es sich zu nehmen oder alles zu opfern, was nötig ist. Selbst ihr Leben.
Die Arenenkämpfe werden nicht verharmlost, jeder Gegner ist anders und bedarf einer anderen Strategie. Es ist äußerst aufregend Aeryns Gedanken und Strategien dabei nachzuverfolgen. Brütende Hitze und erbarmungslose Gegner machen es ihr schwer, denn jeder würde nur zu gerne die Chance haben, den Zuschauerliebling zu besiegen und sich selbst einen Namen zu machen.

Ebenso werden einige Kapitel aus Catos Sicht erzählt. Er ist das komplette Gegenteil von Aeryn: ruhig, sanft und auch oft nervös. Es war sehr erfrischend und abwechslungsreich.

Das Setting hat mich vom ersten Kapitel an gepackt. Die Buchwelt ist sehr authentisch und erinnert an die Zeit des Alten Roms. Die Landschaft, die Städte, die Kleidung und das Essen. Hinzu kommt eine Priese an Fantasy: Die Vantyr. Vantyr beherrschen Elementarmagie und werden außerhalb ihrer Insel als exotisch und barbarisch gesehen. Sie haben viele missverstandene Traditionen und Redensarten. Es finden regelmäßig Raubzüge auf ihrer Insel statt, da sie als besonders kostbar angesehen werden. Sobald sie jedoch ein Brandzeichen tragen, wird ihre Magie versiegelt. Gelegentlich bricht sie jedoch aus und die Vantyr sind nicht mehr Herr ihrer selbst. Ungünstig, wenn es gerade mitten in einem Arenenkampf passiert...

Und auch der Schreibstil ist markellos. Ich konnte das Buch an einem Wochenende durchlesen und habe jede Seite genossen.
Der Roman ist ein Einzelband und lässt sich perfekt zwischendurch lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.01.2022

Wunderbares Märchen-Retelling

Cursed Rose. Das Herz der Zauberin
0

Der Impress Verlag hat mich noch nie mit einem Märchen-Retelling enttäuscht, doch diese Nacherzählung von "Die Schöne und das Biest" war für mich besonders fesselnd.
Die Geschichte ist nur recht wage an ...

Der Impress Verlag hat mich noch nie mit einem Märchen-Retelling enttäuscht, doch diese Nacherzählung von "Die Schöne und das Biest" war für mich besonders fesselnd.
Die Geschichte ist nur recht wage an das Original-Märchen angelehnt. Das Gerüst ist identisch, jedoch kommen viele weitere Elemente hinzu.

Unsere Protagonistin Lynn ist eine der besten Diebinnen der Gilde der Schwarzen Feder und hat einen neuen Auftrag erhalten: Sie soll eine magische Rose aus einem vermeidlich verlassenen Anwesen stehlen, denn magische Gegenstände sind in ihrer Welt rar geworden. Dass ihre Raubzug gerade von einem Biest vereitelt wird, hat sie nicht erwartet. Schnell muss sie feststellen, dass in der mittlerweile magielosen Welt doch noch mehr Magie steckt als sie dachte und gerade sie der Schlüssel zur Wiederherstellung der verlorenen Magie ist.

Die Geschichte wird sowohl von Lynns Perspektive erzählt als auch aus der Sicht des Biest Narviks. Lynn ist völlig anders als die Belle mit der man rechnet. Anstatt ihre Zeit mit Bücherlesen zu verbringen, dient sie einer Diebes-Gilde und hat ein großes Talent fürs Stehlen und Blutmagie, sie ist viel mehr eine Kämpferin als eine Prinzessin. Ihr größter Wunsch ist es jedoch sich von dieser Gilde loszusagen, was sich äußerst schwierig gestaltet. Ihre leichte Charakterveränderung im Vergleich zum Original und ihre Fähigkeit für Magie machen das Buch umso interessanter.
Ebenso interessant ist das Biest und seine Vorgeschichte. Auch hier wurde einiges abgeändert und man kann seine Geschichte ganz von neuem entdecken.

Lynn und Narvik mögen ganz unterschiedliche Motivationen haben, aber mit der Zeit wachsen sie doch zusammen. Besonders die Dialoge zwischen den beiden sind kurzweilig. Auf ihrer Reise nimmt ihre Geschichte außerdem einen ganz anderen Verlauf als man ihm vom Original kennt...

Der Schreibstill fängt die Atmosphäre der Welt wunderbar ein. Ich konnte die Geschichte sehr flüssig lesen und war äußerst gefesselt, sodass ich es kaum zur Seite legen konnte. Lediglich die ersten beiden Kapitel waren etwas holprig für mich.
Ich kann es kaum erwarten, in der Zukunft noch mehr von der Autorin lesen zu können!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.11.2021

Schöne Märchenadaptation

Frozen Queen. Das Lied des Winters
0

Ich habe schon einige Bücher von Jennifer Alice Jager gelesen und jedes einzelne konnte mich bisher begeistern. Langsam beginnt bei mir die Weihnachtsstimmung, daher konnte ich mir ihr neuste Märchenadaptation ...

Ich habe schon einige Bücher von Jennifer Alice Jager gelesen und jedes einzelne konnte mich bisher begeistern. Langsam beginnt bei mir die Weihnachtsstimmung, daher konnte ich mir ihr neuste Märchenadaptation von Die Schneekönigin nicht entgehen lassen.

Man wird in dem ersten Kapitel förmlich in die Geschichte hineingeworfen. Mann lernt Malin kennen, welche als versucht als Magd über die Runden zu kommen. Die Geschichte spielt in Arvendar, eine, Land das im ewigen Schnee versinkt und von einer ebenso kaltherzigen Königin beherrscht wird. Alles ist trist und Musik, sowie Tanz wurden verboten. Wer sich der Musik hingibt, wird vom Achatkrieger heimgesucht, welcher daraufhin das Gedächtnis löscht.
Unserer Protagonistin Malin ist genau das passiert. Sie weiß nicht, ob sie Familie hat, wo sie her kommt oder wie ihr bisheriges Leben aussah. Sie verschlagt es zufällig zum Schloss der Königin, wo sie eine Stelle findet und nach und nach das Geheimnis um die Königin, den Achatkrieger und den ewigen Frost lüftet.

Diese Märchenadaptation war genau die Art von Buch, die ich gerade brauchte. Es hat unheimlich Spaß gemacht, Malin auf ihrem Weg zu begleiten und Arvendar besser kennenzulernen. Gerade wenn das Wetter nun kälter und die Tage dunkler werden, ist es das perfekte Buch, um vor Kamin oder unter Decken zu lesen. Um ehrlich zu sein habe ich es geradezu verschlungen und es innerhalb von etwas weniger als zwei Tagen beendet.

Der Erzählstil ist wir gewohnt magisch, gefühlvoll und locker geschrieben. Man bekommt ein sehr gutes Bild von der Welt und den Gefühlen der Protagonistin. Nach und nach werden Geheimnisse aufgedeckt, sodass sich schließlich ein großes Gesamtbild ergibt.

Das Buch ist taktisch sehr gut aufgebaut, nach etwas einem Drittel ist ein großer Cut und es springt in der Zeit zurück, um dann hinterher gekonnt auf eine Höhepunkt und Auflösung hinauszulaufen. Dieser Cut, sowie auch der abrupte Beginn empfand ich gar nicht als störend, sondern es passte wirklich zu der Storyline.


Jennifer Alice Jager hat eine wundervolle Märchenadaptation geliefert, die perfekt zur Jahreszeit passt und ihren bisherigen Werken ebenbürtig ist. Wer die Autorin kennt und liebt, sollte auf jeden Fall zu diesem Buch greifen und jeder der sie noch kennenlernen will, wird nach diesem Buch sicherlich direkt danach zu einem weiteren Buch von ihr greifen wollen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere