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Veröffentlicht am 28.08.2020

Rezension

Celestial City - Akademie der Engel
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Es gabe eine Zeit, da war ich ganz vernarrt in Geschichten über Engel und habe jedes Buch dazu gelesen, das mir über den Weg gelaufen ist. Als ich von Celestial City gehört habe, was im Englischen sich ...

Es gabe eine Zeit, da war ich ganz vernarrt in Geschichten über Engel und habe jedes Buch dazu gelesen, das mir über den Weg gelaufen ist. Als ich von Celestial City gehört habe, was im Englischen sich mittlerweile auch einen Namen gemacht hat, wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen musste.

Die Geschichte spielt in Amerika, jedoch hat sich die Welt nach dem Sturz einiger Engel verändert. Manche Menschen haben dabei ausversehen Stücke von Engels- oder Dämonenmächte erhalten, welche sich aber erst mit dem 18. Lebensjahr offenbaren.

Ebenso ist Los Angelos in zwar Teile aufgeteilt - der utopischen Celestial City und der dystopischen Demon City, in der unsere Protagonistin Bri aufwächst. Brielle ist dadurch sehr tough geworden und hat sich einen guten Humor zugelegt. Als ihr jedoch bei ihrer Erwachungszeremonie schwarze Flügel wachsen, was es bisher noch nie gegeben hat, verändert sich ihr Leben schlagartig.

Ein Großteil der Story findet dadurch in der Akademie statt, in der Bri lernen soll, mit ihren Kräften umzugehen. Diese Idee fand ich sehr interessant, da durch die Grundidee eine Vorlage mit viel Potential bereit steht. Das Konzept von Internaten oder High Schools ist im Fantasygenre kein neues, doch fand ich es gut als Einführung in das Thema. Das Buch lies sich dadurch locker flüssig lesen und ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen, doch im Nachhinein betrachtet fand ich, dass man noch mehr hätte herausholen können. Irgendwann hat das klasssiche Teeny-Drama etwas Überhand genommen und das Ausschöpfen des Potentials in den Schatten gestellt.

Dies habe ich auch bei der Beziehung von Bri und Lincoln bemerkt. Es war zwar interessant zu verfolgen, jedoch auch nichts Neues, da es eine typische "Von Abneidung zur ersten Liebe"-Art ist. An manchen Stellen ist Lincolns Vergangenheit als Erklärung dafür angeklungen, doch ich hoffe, dass man in den folgenden Bänden dies noch etwas ausbauen und weiter ausführen wird.

Nichtsdestotrotz wurde schon einiges an Worldbuilding eingeführt - verschiedene Arten von Dämonen, besondere Arten an Waffen und Magie, unterschiedliche Auswirkungen der Engelskräfte und ein Krieg, der über allem schwebt, von dem man bisher aber noch nicht viel mitbekommen hat. Im ersten Jahr in der Akademie hat Bri schon etwas darüber gelernt, aber es wurde vieles halt nur angerissen, sodass ich auf noch mehr Tiefe in den Folgebänden hoffe - denn dieses Buch hat mein Interesse unheimlich geweckt und ich werde die Reihe weiterverfolgen.

Eine magische Akademie, Gut gegen Böse und eine klassische Lovestory - Alles bekannte Sachen in dem Genre, doch ich fühle, dass noch viel mehr folgen wird und ich kann es kaum erwarten, dass der Buchwelt noch mehr Tiefe hinzugefügt wird und man noch mehr den Kampf von Engeln und Dämonen eintauchen und man Bris Platz in dem Ganzen kennenlernen kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.07.2020

Abschiednehmen

Im Schatten des Drachen
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Wie auch schon der zweite Band setzt dieser direkt dort an, wo der Vorgänger aufgehört hat. Schon zu Beginn ist klar, dass sich die Situation zuspitzt und alles auf den Showdown hinausläuft. Der Gegenspieler ...

Wie auch schon der zweite Band setzt dieser direkt dort an, wo der Vorgänger aufgehört hat. Schon zu Beginn ist klar, dass sich die Situation zuspitzt und alles auf den Showdown hinausläuft. Der Gegenspieler Genno ist nun im Besitz der Schriftrollen und kurz davor, den Drachen zu beschwören und mit dem Wunsch die Welt ins Caos zu stürzen. Es liegt nun an Yumeko, Tatsumi und ihren Freunden genau dies - das scheinbar Unmögliche - zu verhindern.

Der Einstieg in die Geschichte gelang mir nur teilweise gut. Ich hatte zwar noch vieles im Kopf, besonders die Figuren sind mir gut erhalten geblieben, doch einige wichtige Punkte bezüglich der Story sind mir entglitten, sodass ich erst wieder im Verlauf der Geschichte daran erinnert werden musste.

Ebenso werden auch viele offen gehaltene Fragen geklärt, darunter auch Yumekos wahre Herkunft, die schließlich den Kreis der Geschichte harmonisch vervollständigt. Im nun letzten Buch bemerkt man ihre Veränderung nun endgültig. Im ersten Band hat mich sehr gestört, dass sie so naiv und unwissend dargestellt worden ist, dass es schon fast unglaubwürdig ist. Nun hingegen denkt und handelt sie völlig anders und es ist schön, ihre Entwicklung so gut nachvollziehen zu können.

Wie auch in den vergangenen Bänden ist die Gruppe immer in Bewegung und dadurch treffen sie auch regelmäßig auf Gefahren, sodass der Weg zum Ziel nicht eintönig wird. Dieses mal geht es zum Mondclan. Obwohl der Weg zum Ende eigentlich gradlinig erscheint, werden trotzdem Pläne verworfen und die Geschichte nimmt oft einen anderen Verlauf.
Besonders das Ende hätte ich mir so nicht vorgestellt. Ich sehe es mit einem lachenden und einem weinenden Auge - es geschah viel trauriges und dennoch gab es größtenteils ein emotionales Happy End, wenn auch ein unerwartetes. Ich kann immer noch nicht glauben, dass diese Reihe nun ein Ende gefunden hat und es keine weiteren Bände mehr geben wird.

Insgesamt gesehen ist es ein würdiger und gelungener Abschluss für diese besondere Reihe. Es gab viele starke Momente und Wendungen, die ich niemals erahnt hätte. Die Figuren sind mir emotional sehr nahe gekommen, sodass mir dieser Abschied nun wirklich schwer fällt. Trotzdem muss ich auch zugeben, dass ich zu Beginn etwas Schwierigkeiten hatte, mich wieder in die Geschichte hineinzufinden, sodass ich leider einen Stern abziehen muss.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.07.2020

Rezension

Ein Kleid aus Seide und Sternen (Ein Kleid aus Seide und Sternen 1)
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Wenn mich nicht schon das Cover überzeugt hätte, hätte ich spätestens bei dem Klappentext zu diesem Buch gegriffen und es nie bereut.

Maia besitzt als Tochter eines Nähers ein talentiertes Händchen für ...

Wenn mich nicht schon das Cover überzeugt hätte, hätte ich spätestens bei dem Klappentext zu diesem Buch gegriffen und es nie bereut.

Maia besitzt als Tochter eines Nähers ein talentiertes Händchen für Nadel und Faden. Als zwei ihrer Brüder im Krieg sterben, ihr dritter schwer verwundet und ihr Vater krank wird, liegt es an ihr für ihre Familie zu sorgen. In ihrer kleinen Heimatstadt fällt es ihr schwer, sodass der kaiserliche Näherwettbewerb gerade richtig kommt. Sie muss sich jedoch ähnlich wie Mulan als Junge ausgeben, da das Schneidern Männern in diesem Reich überlassen ist.

In vielerlei Hinsicht ähnelt sie Mulan, nicht nur in dem Fakt, dass sie sich als Junge ausgibt. Ihre Waffe der Wahl ist die Schneiderschere und nicht das Schwert, dennoch zeigt sie wahre Särke als Buchfigur. Dabei ist sie weiterhin ehrlich und bleibt sich selbst treu - sie hat zwar eine scheinbar magische Schere von ihrer Großmutter, weigert sich aber wehement sie im Wettberweb einzusetzten, weil sie es nicht übers Herz bringt zu betrügen. Still lässt sie die Schikanen und Tücken ihrer Gegner über sich ergehen. Als Protagonistin und Ich-Erzählerin ist sie mir direkt ans Herz gewachsen. Sie und der malerische und flüssige Schreibstil der Autorin trugen dazu bei, dass ich das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen konnte.

Spätestens mit Edan, dem Hofmagier kommt die Magie in die Geschichte. Maia glaubt zunächst nicht wirklich an Magie, muss aber bald feststellen, dass sie hinter jeder Ecke lauert. Sie muss sich nicht nur vor ihren Konkurrenten in Acht nehmen, sondern auch vor Edan, der ihr Geheimnis zu durchschauen scheint.

Die Buchwelt hat mich besonders fazsiniert an diesem Buch. Es ranken sich Legenden um Magie, Orte und Objekte und tauchen immer wieder in der Geschichte auf. Maia muss sich ab einen bestimmten Zeitpunkt auf eine abenteuerliche Reise quer durchs Kaierreich machen, um drei göttliche Kleider aus einer Legende zu nähen. Doch es gibt reichlich magische Mächte, die ihr ihre Aufgabe noch um einiges erschweren...

Das Buch endet nur halbwegs abgeschlossen - Das Ende wird an einigen Punkten offen gehalten und bietet perfekte Anknüpfpunkte für den zweiten Teil der Dilogie, den ich jetzt schon sehnlich herbeisehen.

Mehr als nur einen einfache Schneiderin - Maia zeigt wahre Stärke als Protagonistin und weckt sofort Sympathie, denn sie behauptet sich gekonnt in der von Männern dominierten Szene des Schneiderns. Mit „Ein Kleid aus Seide und Sternen“ begibt man sich auf ein magisch spannendes Abenteuer, welches im alten China spielt und neben Magie und Liebe noch jede Menge Überraschungen parat hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2020

Wie Heimkehren!

Muse of Nightmares - Das Geheimnis des Träumers
1

Spannend endete der erste Teil damit, dass Sarai in den Armen von Lazlo gestorben ist, nun körperlos ist und Lazlo sich selbst als Götterbrut entpuppt. Es war ein ziemlicher Chliffhanger, sodass ich es ...

Spannend endete der erste Teil damit, dass Sarai in den Armen von Lazlo gestorben ist, nun körperlos ist und Lazlo sich selbst als Götterbrut entpuppt. Es war ein ziemlicher Chliffhanger, sodass ich es gar nicht erwarten konnte, nun diese Fortsetzung zu beginnen.

Gleich zu beginn wurde ein neuer Handlungsstrang hinzugefügt, den man zunächst nur schlecht einordnen konnte. Es wurde zwei neue Figure - die Geschwister Kora und Nova - eingeführt und parallel ihr Handlungsstrang erzählt. Auch wenn man es noch nicht erahnen kann, werden sie eine wichtige Rolle spielen und viel zur Aufklärung des Hintergrunds der eigentlichen Story hinzufügen. Dies ist mal wieder ein perfektes Beispiel dafür, dass die Autorin wie eine Weberin gekonnte Handlungsfäden zusammenführen kann, vor Ideen nur so strotzt und immer eine Überraschung parat hat.

Lazlo selbst befindet sich nun endlich selbst in der Zitardelle der Götterkinder und so können noch viel mehr Einblicke in das Leben der Kinder gewonnen werden, diesmal aus seiner Sicht. Der Wechsel zwischen seiner, Sarais und die von Kora/Nova geschah dabei ganz flüssig und natürlich. Im Laufe des Buchs lernte man insbesondere von Minna, dem verhassten kleinen Mädchen, eine ganz andere Seite kennen und man macht verblüffende Entdeckungen bezüglich ihres Handelns - wieder einmal eine gekonnte Wendung von der Autorin.

Viele Dinge, die man im ersten Band als gegeben hingenommen hat, wurden noch einmal aufgearbeitet oder sie entpuppten sich als völlig anders. Es wurden zwar einige Fäden zusammengeführt und Fragen geklärt, doch es bleibt noch einiges für den abschließenden Band überig, sodass das Potential weiterhin sehr hoch sein sollte.

Das Buch konnte mich wieder einmal mit einem sehr malerischen und detaillierten Schreibstil und einer komplexen, verwobenen Story von sich überzeugen. Die Seiten flogen nur dahin und am Ende des Buches musste ich leider erneut feststellen, dass ähnlich wie bei der Aufteilung des ursprünglich ersten Teils, nun auch hier bei der ersten Hälfte des zweiten Teils die Geschichte abrupt endete. Die zweite Hälfte des Buchs wird zwar zeitnah erscheinen und man erhält auch durch eine Leseprobe einen kleinen Einblick, jedoch wurde durch die Aufteilung erneut der Spannungsbogen gestört.


Auch wenn durch die Aufteilung der englischen Bände dieser Band zu einem plötzlichen Ende kam, wurden sehr viele Fragen in diesem Band geklärt und noch viel mehr aufgeworfen, die es in dem finalen Band zu klären gibt. Laini Taylor hat mich trotz ihrem gewohnt hohen Niveau nicht enttäuscht und eine wunderbare Fortsetzung verfasst, die mich einige Stunden in dem Buch hat schwelgen lassen.

  • Cover
  • Geschichte
  • Atmosphäre
  • Erzählstil
  • Figuren
Veröffentlicht am 15.12.2019

Rezension

Strange the Dreamer - Ein Traum von Liebe
1

Da der ursprüchlich erste Band im Deutschen in zwei Teile aufgeteilt ist, nahm die Geschichte im letzten Buch gerade erst an Fahrt auf und geht hier nun nahtlos ineinander über.

Endlich hat Lazlos Reise ...

Da der ursprüchlich erste Band im Deutschen in zwei Teile aufgeteilt ist, nahm die Geschichte im letzten Buch gerade erst an Fahrt auf und geht hier nun nahtlos ineinander über.

Endlich hat Lazlos Reise ein Ende und er ist mit Eril-Fane und den anderen in Weep angekommen, vieles ist so wie er es sich vorgestellt hat und doch ist einiges nicht ganz so magisch wie erhofft. Die Bewohner von Weep sind ebenso eigen und er versucht sie zu verstehen zu leren. Parallel dazu befindet sich Sari, die Halbgöttin, immer noch mit ihren Geschwistern in der Zitardelle über Weep. Schon im letzten Band ist sie ihm einmal in Lazlos Traum begegnet, doch bei ihm scheint ihre Gabe anders zu wirken: Er kann sie im Gegensatz zu den anderen Menschen offenbar wahrnehmen, wenn sie in seine Träume schlüpft. Auch seine Herkunft und Wirkung auf das Göttermetall ist noch ein Rätsel. Woran das liegt und was es mit den beiden macht, wird in diesem Teil nun weiter ausgeführt.
Ebenso erfährt man noch mehr zu der Vorgeschichte der Halbgötter und was sich damals ereignet hat.

Dennoch stehen Lazlos Träume im Vordergrund dieses Buchs und kombiniert mit dem fantasievollen Schreibstil der Autorin kann eine perfekte Atmosphäre erschaffen werden. Es ist wirklich interessant, wie sie die passenden Formulierungen trifft, um dem Leser das entsprechende Lesegefühl zu geben.

Im ersten Band hatte ich immer das Gefühl, dass es zu lange dauert, bis die richtige Geschichte beginnt, was nun im zweiten Teil nun nicht mehr der Fall ist. Ich würde jedem empfehlen, die beiden getrennten Bände zeitnah, wenn nicht direkt hintereinander zu lesen, um eine passende Spannungskurve zu erfahren. Nichtsdestotrotz habe ich wieder sehr schnell in die Geschichte hineingefunden.

Gerade zum Ende hin häufen sich nur die Ereignisse so, sodass das Buch viel zu schnell zu Ende war. Laini Taylor ist sehr gewagt bei der Wahl des Geschichtsverlauf und von den Plottwist zum Schluss hätte ich nicht gedacht, dass sie ihn wählt.

Dennoch muss ich auch einen negativen Aspekt erwähnen. Es hat sehr lange gedauert, bis ich Lazlos und Saris Beziehung etwas abgewinnen konnte. Ich kann nicht genau beschreiben, was mich daran gestört hat, denn im genauen Analysieren bin ich auch auf keine Erklärung dafür gekommen. Daher muss ich leider ein Sternchen von der Wertung abziehen.

Der zweite Teil des ersten Bands knüpft nahtlos am ersten an, sodass es sich empfielt, sie direkt hintereinander zu lesen. Die Geschichte kommt in Fahrt, nachdem Lazlo endlich in Weep angekommen ist und die Stadt, sowie das Geheimnis um die Götterkinder entdeckt. Viele Rätsel werden gelöst und neue kommen auf. Besonders das Ende des Buchs hat mir sehr angetan und lässt mich durch seinen Chliffhanger nun gespannt auf das nächste Jahr warten, bis der nächste Band erscheint.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere