Eine Frau geht beharrlich ihren Weg
Es könnte so einfach sein
„Es könnte so einfach“ wurde geschrieben von Carla Grosch und Volker Jarck (Pseudonym Anne Handorf).
In dem Roman geht es um die Höhen und Tiefen im Leben der Protagonistin Vera. Vera ist Schriftstellerin.
Die ...
„Es könnte so einfach“ wurde geschrieben von Carla Grosch und Volker Jarck (Pseudonym Anne Handorf).
In dem Roman geht es um die Höhen und Tiefen im Leben der Protagonistin Vera. Vera ist Schriftstellerin.
Die Geschichte hat zwei Zeitebenen. Wir erfahren in Rückblicken, wie es Vera in der männerdominierten Buchbranche erging. In den 70er Jahre durften zum Beispiel ihre Bücher nur unter einem männlichen Pseudonym veröffentlicht werden. Eine Frau als Autorin war undenkbar.
Die andere Zeitebene spielt um 2005. Eine Frau wird zum ersten Mal Kanzlerin. Dieses Ereignis wird mehrmals im Buch hervorgehoben. Wahrscheinlich haben die Autoren das Jahr 2005 als zweite Zeitebene gewählt, um die Bedeutsamkeit hervorzuheben: Endlich ändert sich etwas. Auch eine Frau hat das Zeug und wird gesehen!
Die Geschichte um Vera, die beharrlich ihren Weg geht, ist gut geschrieben. Sie ist selbstbewusst und schaffte es in der männerdominierten Buchbranche Fuß zu fassen. Vera führt seit Jahrzehnten eine glückliche und gleichberechtigte Ehe. Die Figur „Leo“, ihren Ehemann, finde ich allerdings etwas lasch dargestellt. Er kommt für mich als Pantoffelheld rüber. Die kleinen und großen Familiendramen sind etwas vorhersehbar.
Die eingestreuten Textpassagen, die zeigen, wie Vera an ihrem letzten großen Roman arbeitet, fand ich nach einiger Zeit störend. Ich habe sie dann nur noch überflogen.