Eine sommerliche Liebesgeschichte
Kein Sommer ohne AugustEigentlich bin ich nicht die typische Zielgruppe für Liebesromane, dennoch klang die Geschichte von „Kein Sommer ohne August“ so vielversprechend, dass ich dem Buch eine Chance geben wollte. Und was soll ...
Eigentlich bin ich nicht die typische Zielgruppe für Liebesromane, dennoch klang die Geschichte von „Kein Sommer ohne August“ so vielversprechend, dass ich dem Buch eine Chance geben wollte. Und was soll ich sagen? Es ist ein gefühlvoller Sommerroman, der für einige schöne und entspannte Lesestunden sorgt.
Im Mittelpunkt stehen Charlie und August, die seit Kindheitstagen eng befreundet waren, jedoch seit zehn Jahren keinen Kontakt mehr haben. Dass zwischen ihnen etwas vorgefallen ist, wird von Beginn an angedeutet und sorgt für einen gelungenen Spannungsbogen. Charlie hat damals Hals über Kopf ihre Heimat verlassen und ist nach New York geflohen. Natürlich möchte ich als Leserin unbedingt erfahren, was passiert ist. Dieser Teil der Geschichte wird sehr gut erzählt.
Nach zehn Jahren kehrt Charlie zurück in ihre Heimat, nachdem sie Mollys Buchhandlung geerbt hat. Molly ist Augusts Großmutter und ihre Buchhandlung wurde für Charlie und August ein Zufluchtsort.
Molly als Figur hat mit sehr gefallen. Sie ist warmherzig, mitfühlend und besitzt die besondere Gabe, das Beste in anderen Menschen zu erkennen. Ihre Buchhandlung wird zu einem Wohlfühlort, den man sich mit der gemütlichen Leseecke und den vielen Büchern wunderbar vorstellen kann.
Generell hat mir das Setting gefallen. Die gemeinsame Liebe von Charlie und August zu Büchern war für mich sogar einer der schönsten Aspekte des Romans und hat mich mehr angesprochen als die eigentliche Liebesgeschichte.
Die Lovestory selbst ist nett erzählt und folgt dem beliebten Friends-to-Lovers-Motiv. Allerdings war vieles recht vorhersehbar. Vor allem August wirkte auf mich stellenweise etwas überzogen. Seine bedingungslose Liebe zu Charlie erschien fast zu perfekt. Ähnlich ging es mir mit seiner Ex-Partnerin June, die sich außergewöhnlich selbstlos darüber freut, dass August am Ende mit seiner Kindheitsfreundin zusammenfindet. Das wirkte auf mich nicht ganz glaubwürdig.
Zudem hatte die Handlung zwischendurch einige Längen. Charlie und August standen sich gefühlt ständig selbst im Weg, wodurch sich manche Passagen gezogen haben.
Wer gefühlvolle Sommerromane, Friends-to-Lovers-Geschichten und Geschichten rund um Buchhandlungen liebt, wird mit diesem Roman vermutlich viel Freude haben. Manchmal braucht es einfach Geschichten, die das Herz wärmen und mit sommerlichem Setting bezaubern.