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Veröffentlicht am 23.11.2025

Die Kraft der Freundschaft und des Neubeginns

Lass uns noch bleiben
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"Lass uns noch bleiben" von Saskia Luka ist ein ruhiger, unaufgeregter Roman über die Kraft der Freundschaft und des Neubeginns. Mich hat das Buch leider nicht überzeugt. Die Handlung war nicht ...


"Lass uns noch bleiben" von Saskia Luka ist ein ruhiger, unaufgeregter Roman über die Kraft der Freundschaft und des Neubeginns. Mich hat das Buch leider nicht überzeugt. Die Handlung war nicht sonderlich spektakulär und wird bei mir nicht lange nachhallen.

Der Anfang des Romans beginnt so vielversprechend. Anna hat einen wundervollen Pflanzenladen und lebt ein isoliertes Leben in Berlin. Der einzige tägliche Kontakt besteht zu Henning. Henning besitzt ein Bücher-Antiquariat in Annas Nachbarschaft. Beide Figuren wirken authentisch und ich kann ihre Verlorenheit in der Welt nachvollziehen. Auch die Atmosphäre in dem Pflanzenladen und dem Antiquariat ist wundervoll beschrieben.

Die Handlung nimmt dann aber kaum Fahrt auf. Der Leser erfährt, dass Anna ihrer Freundin Vinka hinterhertrauert. Eines Tages taucht der lebensbejahende Bar-Besitzer Alex auf und langsam kommt Anna immer mehr aus ihrem Schneckenhaus heraus und macht sich auf die Suche nach Vinka. Anna findet langsam wieder zurück ins Leben.

Die Geschichte hat mich gelangweilt. Ich kann auch die Melancholie, die Anna durch den Verlust Vinkas umgibt, nicht ganz nachvollziehen. Anna kannte Vinka nicht lang. Sie weiß nicht einmal ihren Nachnamen. Generell wussten sie nicht viel voneinander. Die Trauer um Vinka finde ich hier einfach unrealistisch.

Trotz der Kürze des Romans (190 Seiten) waren mir manche Abschnitte zu langatmig. Das Ende war vorhersehbar und mir persönlich zu kitschig.

Saskia Luka setzt vor allem auf Stimmungen. Hier gelingt ihr eine einfühlsame Erzählweise und überzeugt durch eine bildhafte Sprache. Folgenden metaphorischen Vergleich finde ich besonders gelungen:

"Der zahme Vogel singt von Freiheit, der wilde Vogel fliegt." (S.97)


Oder auch diese Stelle im Buch fand ich wunderschön:


"Wusstest du, dass es Pflanzen gibt, die nur an einem ganz bestimmten Ort wachsen, unter ganz speziellen Bedingungen? (...) In einem bestimmten Gebirge zum Beispiel. Egal wie weit der Wind die Samen trägt, sie wachsen ausschließlich dort. Manchmal denke ich, ich bin so eine Pflanze. Ich versuche zu wachsen, aber am falschen Ort." (S. 138)

Die bildhafte, präzise und poetische Sprache finde ich wirklich gelungen. Hier schafft Saskia Luka es, Stimmungen und Momente für einen kurzen Moment lebendig wirken zu lassen.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Ein Jahreshighlight

Der Schlaf der Anderen
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"Der Schlaf der Anderen" von Tamar Noort gehört zu einen meiner gelesenen Bücher-Highlights in diesem Jahr.

Es ist ein berührender Roman zweier Frauen, die langsam eine Freundschaft aufbauen. Sina und ...


"Der Schlaf der Anderen" von Tamar Noort gehört zu einen meiner gelesenen Bücher-Highlights in diesem Jahr.

Es ist ein berührender Roman zweier Frauen, die langsam eine Freundschaft aufbauen. Sina und Janis lernen sich im Schlaflabor kennen. Sina leidet unter Schlaflosigkeit und Janis arbeitet im Schlaflabor.

Janis lebt ein total zurückgezogenes Leben, während Sina als junge Mutter und Lehrerin immer mehr an ihre Grenzen kommt. Es entsteht eine Verbindung zwischen ihnen. Beide Leben fangen an, sich langsam zu ändern. Es zeigt, wie zwei Menschen, die beide an einem Wendepunkt angekommen sind und allein nicht weiterkommen, sich gegenseitig ein Stück weiterbringen können.
Besonders gefallen hat mir, wie Noort herausgearbeitet hat, dass die Begegenung und der Austausch mit anderen viel bewirken und verändern kann, um wieder zu sich selbst zu finden.

Überzeugt haben mich vor allem die herausgearbeiteten Frauenfiguren. Sina und Janis kommen authentisch rüber, ihre menschlichen Probleme sind nachvollziehbar.

Noorts Roman ist kein "lauter" Roman. Die Geschichte lebt von den Zwischentönen und von Reflektionen. Das meiste passiert zwischen den Zeilen und weniger in der Handlung.

Der Roman ist vor allem für Leserinnen und Leser geeignet, die Geschichten über zwischenmenschliche Beziehungen, Lebensumbrüche, Veränderung und menschliches Miteinander mögen.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Der Jubiläumsband - chaotisch und witzig

Gregs Tagebuch 20 - Bock auf Party?
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Dies ist nun bereits der 20. Band aus der beliebten Comicroman-Reihe. Jeff Kinney setzt auch hier auf altbewährte Erfolgsgaranten. Wie auch in allen anderen Bänden der Reihe, geht es auch hier um das tägliche ...

Dies ist nun bereits der 20. Band aus der beliebten Comicroman-Reihe. Jeff Kinney setzt auch hier auf altbewährte Erfolgsgaranten. Wie auch in allen anderen Bänden der Reihe, geht es auch hier um das tägliche Chaos und die vielen Missgeschicke, die Greg Heffley erlebt. Diese sorgen natürlich für viele Lacher.

Ich denke "Gregs Tagebuch" ist unter anderem so beliebt, weil sich Kinder gut in Gregs Lebenswelt hineinversetzen können. Diese Mischung aus Selbstüberschätzung und peinlicher Realität ist einfach so gut nachvollziehbar.

Die Geschichte wird wie gewohnt aus Gregs Sicht als Tagebucheintrag erzählt, ergänzt durch kleine lustige, oft selbstironische Comicbilder, die seine Erlebnisse noch anschaulicher und witziger machen.

Was mir persönlich besonders gut gefällt ist, dass sich Greg charakterlich weiterentwickelt. Er ist und bleibt zwar ein wenig tollpatschig und erlebt zahlreiche Missgeschicke und peinliche Momente. Aber auffallend ist, dass er nun über seine eigenen Unsicherheiten und Ängste nachdenkt. Mit einer Portion Humor werden typische Teenagerprobleme, Freundschaft und Selbstakzeptanz in den Blick genommen.

Insgesamt ist es ein gelungener Band für alle Fans dieser Reihe. Es gibt keine großen Überraschungen, aber das ist auch nicht nötig. Greg wird auch mit diesen Band wieder viele Kinder zum Lachen bringen.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Frausein und Körperlichkeit

Wie die Gorillas
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Der Coming-of-Age-Roman enthält kurzweilige Episoden dreier Freundinnen, die gemeinsam erwachsen werden. Zentrale Themen sind die Solidarität und Freundschaft der Freundinnen und die gesellschaftlichen ...

Der Coming-of-Age-Roman enthält kurzweilige Episoden dreier Freundinnen, die gemeinsam erwachsen werden. Zentrale Themen sind die Solidarität und Freundschaft der Freundinnen und die gesellschaftlichen Erwartungen, denen sie als junge Frauen ausgesetzt sind, die zu einer großen Belastung werden.

In 32 Episoden erzählt Esther Becker von unterschiedlichen körperlichen Erfahrungen. Die drei Mädchen wollen herausfinden, wer sie sind, wie sie aussehen wollen bzw. sollen und wie sie sich als Mädchen verhalten zu haben. Die Scham und der Leistungsdruck, die auf den jungen Mädchen lastet, wird fragementarisch angedeuet und lässt mir als Leserin Raum zum Nachdenken.

Esther Becker gelingt mit "Wie die Gorillas" ein authentischer gesellschaftskritischer Roman, der sich mit Selbstoptimierung, Körperlichkeit und dem Druck, perfekt sein zu wollen, auseinandersetzt. Der wiederkehrende Satz "Was machst du, wenn deine Kinder Frauen werden?" bringt die Frage nach Verantwortung und Generationenwechsel auf den Punkt, legt die Mechanismen unserer Gesellschaft offen und übt damit eine subtile Kritik an Körpernormen und Rollenbildern.

Der schmale Gegenwartsroman (154 Seiten) lässt nicht viel Raum für eine vielschichtige Figurenausarbeitung und tiefe Dialoge. Dies ist meiner Meinung nach auch nicht nötig, da die thematische Tiefe im vielschichtigen Bild von "Frauwerden" liegt und eine ganze Generation junger Frauen sichtbar macht.

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Ein actionreiches Abenteuer

Robin the Hood – Wie klaut man eine Stadt?
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Wow! War das ein temporeiches Abenteuer! Mein Sohn ist begeistert und war ab der ersten Seite voll und ganz dabei. Bis zur letzten Seite ist das Buch actiongeladen und enthält viele überraschende Wendungen, ...

Wow! War das ein temporeiches Abenteuer! Mein Sohn ist begeistert und war ab der ersten Seite voll und ganz dabei. Bis zur letzten Seite ist das Buch actiongeladen und enthält viele überraschende Wendungen, mit denen man als Leser vorher nicht gerechnet hat. Das macht das Buch spannend. Mein Sohn konnte kaum das Buch aus der Hand legen.

Der Protagonist des Buches Robin Kappe stammt aus einer Diebesfamilie. Schon seine Oma hat Banken überfallen und sitzt nun für 30 Jahre im Gefängnis. Das mag sich jetzt erst einmal merkwürdig anhören, aber Rüdiger Bertram schreibt so witzig und überspitzt, dass man dies als Leser sofort akzeptiert und Robin und seine Oma einfach gern haben muss. Man fiebert richtig mit Robin mit. Außerdem klaut er nicht für sich, sondern gibt es den Armen. Er hat insgeheim also ein gutes Herz.

Robin erhält eines Tages einen besonderen Auftrag, den er mit der Superagentin Mary ausführen soll: Sie sollen eine ganze Stadt klauen! Viele Abenteuer müssen beide bestehen.

Rüdiger Bertram hat ein Gespür für Situationskomik. Und so vermischt sich dies mit der actionreichen Handlung.

Gut finde ich die Figurenzeichnung. Trotz ihrer "Superkräfte" werden Robin und Mary menschlich mit Schwächen dargestellt und das macht sie sympathisch. Die Dialoge zwischen beiden sind meist frech und witzig.

Eingefügt sind immer wieder kleine Comics, die das Gelesene unterstreichen und oftmals superlustig sind. Besonders für Lesemuffel und unegübte Leser ist dies zusätzlich eine Auflockerung.

Das Buch ist für Kinder geeignet, die Abenteuergeschichten und spannende Geschichten lieben. Es gibt definitiv keine langweiligen Passagen, weil unentwegt etwas Neues und meist Actionreiches passiert. Ideal also für Kinder ab 10 Jahren, die rasante Action, Geheimagentengeschichten und außergewöhnliche Missionen lieben.

Wir fiebern dem zweiten Band dieser neuen Actionbuchreihe entgegen.

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