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Veröffentlicht am 17.04.2025

Definitiv „Kein großer Fehler“

Der große Fehler
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Das Cover und der Einband hat mich wie bei allen Diogenes Büchern direkt begeistert. Ich mag die Schlichtheit des Designs und das es auch ohne großes Schnickschnack Aufmerksamkeit erregen kann.

"Der große ...

Das Cover und der Einband hat mich wie bei allen Diogenes Büchern direkt begeistert. Ich mag die Schlichtheit des Designs und das es auch ohne großes Schnickschnack Aufmerksamkeit erregen kann.

"Der große Fehler" von Jonathan Lee hatte mich mit seinem Klappentext direkt gecatcht. Als ich jedoch das Buch zuhause liegen hatte, hatte ich so meine Mühen damit. Der Schreibstil des Autors ist ein sehr besonderer und hat mich einiges an Anstrengung gekostet. Er schreibt sehr bildhaft und anschaulich, jedoch war es an der ein oder anderen Stelle mühsam der Geschichte zu folgen. Nach einigen Kapiteln habe ich letzten Endes doch in einen guten Lesefluss gefunden und die Erzählung um Andrew Green konnte mich fesseln. Was mich begeistert hat, waren die Kapitelnamen, die nach den Eingängen des Central Parks, für den Green verantwortlich war, benannt sind.

Bisher wusste ich absolut nicht über den Namen Green, der als "Vater des Großraums New York" bekannt wurde. Das Buch von Jonathan Lee gibt einen tollen Einblick in das Leben und Wirken des Mannes, der für Viele auch heute noch bekannte Bauten im Big Apple verantwortlich ist. Seine Kindheit und auch sein Leben im jungen Erwachsenenalter haben mich stark mitgenommen. Eigentlich sollte das Buch als Aufklärung des Mordes an Ihm dienen, doch diese Tat gerät im Buch zur Nebensache (was ich als nicht schlimm empfinde) und zeigt uns so viel mehr über diesen Menschen!

Mir hat der Roman sehr gut gefallen und dem Autor ist es mit seinem Buch gelungen, mir ein großes Stück Weltgeschichte näher zu bringen, auf seine Art und Weise. Den vorher war mir dieser Mann und sein Wirken nicht mal annähernd bekannt. Der Titel "Der große Fehler" ist interessant gewählt, den es ist definitiv kein Fehler zu dieser Lektüre zu greifen!

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Fehlender Spannungsbogen

Tiefes, dunkles Blau
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Der erste Fall für Rosa Zambrano - eine wunderbar warmherzige Ermittlerin, die auch eine begeisterte Gärtnerin und Köchin ist und die beste Begleiterin, um Zürich zu entdecken.

Kurz nachdem Seepolizistin ...

Der erste Fall für Rosa Zambrano - eine wunderbar warmherzige Ermittlerin, die auch eine begeisterte Gärtnerin und Köchin ist und die beste Begleiterin, um Zürich zu entdecken.

Kurz nachdem Seepolizistin Rosa Zambrano in einer Kinderwunschpraxis am Zürichsee Eizellen einfrieren lässt, wird Ihr Arzt tot aufgefunden. Wem stand dr. Jansen, der nebenbei ein erfolgreicher Biotech-Unternehmer war, im Weg?

Die Protagonistin empfand ich als sehr angenehme Person und ich bin Ihr gerne durch das Buch gefolgt. Der Krimi war gut recherchiert und ausgearbeitet. Man hat viele Einblicke auf das schöne Zürich bekommen, zudem sehr viele interessante Informationen über die Genforschung. Jedoch hat mir an dem ganzen die Spannung gefehlt. Man hat etwas über den Mord gelesen, dann kamen wieder sehr viele andere Aspekte die, so gar nichts mit den Ermittlungen oder den Mord an sich zu tun hatten und alles in allem fehlte mir hier die Spannungskurve und auch das Mitfiebern, wer den nun verantwortlich war.

Die Geschichte hatte seinen Reiz, hat ein gemütliches Ambiente vermittelt, aber zu hundertprozent gefesselt hat es mich leider nicht.

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Lovely Lady

Real Easy
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Freemont, Illinois, 1999: Das Lovely Lady ist ein Stripclub, aus dem zwei der Tänzerinnen verschwinden. Die erste wird schon bald ermordet aufgefunden, die Zweite erst ein paar Wochen später. - So ungefähr ...

Freemont, Illinois, 1999: Das Lovely Lady ist ein Stripclub, aus dem zwei der Tänzerinnen verschwinden. Die erste wird schon bald ermordet aufgefunden, die Zweite erst ein paar Wochen später. - So ungefähr lautet der Klappentext und deutet direkt auf einen spannenden Thriller hin. Das Cover ist relativ schlicht gehalten und die Gräser lassen vielleicht auf den Fundort der Leichen schließen, aber direkt etwas herausinterpretieren kann man dadurch nicht.

Die Autorin Marie Rutkoski hat mit der Beschreibung des Etablissements bei mir punkten können, da man meiner Meinung nach einen sehr guten Einblick in den Stripclub und die dortige Atmosphäre bekommen hat. Das Buch ist aus den Unterschiedlichsten Perspektiven erzählt, was es zum einen sehr interessant und abwechslungsreich macht, zum anderen aber auch zu informationsreich und langatmig. Einige dieser Personenperspektiven hätte man ruhig rauslassen können, da Sie kleine "Zusatzgeschichten" mit sich gebracht haben, die mit der Storieline nichts zu tun hatten und im Endeffekt nur von der Hauptgeschichte abgelenkt haben.

Am Anfang habe ich mich aufgrund der vielen Perspektiven etwas schwer getan in das Geschehen einzufinden, weswegen ich das Buch tatsächlich dreimal wieder weggelegt hatte, bevor mich der Lesefluss mitgerissen hat. Als ich diesen endlich gefunden hatte, wurde die Spannung immer intensiver und ich wollte das Buch bis zum Ende überhaupt nicht mehr aus den Händen legen. Bis zum Schluss gibt die Autorin nur wenige Hinweise auf den Täter und ich bin sehr lange im Dunkeln getappt. Durch das Einbeziehen der vielen Persönlichkeiten hat Rutkoski es geschafft, mehrere Tatverdächtige zu präsentieren, ohne eine genaue Vermutung. Umso Überraschter war ich, als mir am Schluss das Licht aufging und mir klar wurde, wer es war.

Alles in allem finde ich "Real Easy" richtig gelungen, ob ich es wirklich als Thriller bezeichnen würde, kann ich nicht genau sagen. Einen Stern muss ich jedoch abziehen, da es mir nicht leicht viel in die Geschichte reinzukommen und die vielen Personen (ich wiederhole mich) einfach abgelenkt haben. Insgesamt kann dennoch eine klare Leseempfehlung aussprechen!

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Fehlgeschlagenes Zeugenschutzprogramm

Die andere Schwester
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Nachdem ich den ersten Band "Der andere Sohn" innerhalb eines Tages verschlungen hatte, habe ich mich sehr auf die Fortsetzung gefreut. "Die andere Schwester" ist der zweite Band des Autorenduos aus Schweden. ...

Nachdem ich den ersten Band "Der andere Sohn" innerhalb eines Tages verschlungen hatte, habe ich mich sehr auf die Fortsetzung gefreut. "Die andere Schwester" ist der zweite Band des Autorenduos aus Schweden. Es dreht sich alles um den Ermittler John Adderly, der sich im Zeugenschutzprogramm in Schweden befindet, nachdem er in einem Undercoverauftrag des FBI's in ein Nigerianisches Drogenkartell eingeschleust wurde.
Doch leider funktioniert das Programm nicht wie gewünscht und der Agent, der nun als Frederik Adamsson als Ermittler im Schwedischen Karlstad arbeitet, muss sich schon bald mit seinen Verfolgern auseinander setzen. Zudem soll er den Mord an einer berühmten Persönlichkeit aufklären. Im Laufe der Ermittlungen trifft er auf die Schwester der Toten, die genau wie der Ermittler selbst einiges zu verbergen hat.
Die Story nimmt im laufe der Zeit immer mehr an Fahrt auf, wird aber irgendwann in meinen Augen vorhersehbar und verliert dadurch an Spannung. Den Schreibstil des Buches fand ich Klasse und auch alles rund um die Figur des John Adderly, jedoch konnte mich die Fortsetzung nicht so stark überzeugen wie der Auftakt. Jedoch ist es in meinen Augen auf jeden Fall eine Empfehlung wert und ich hoffe, dass es auch hier einen weiteren Band geben wird!

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Rebellion der Extraklasse

Das Land, von dem wir träumen
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Das Land, von dem wir Träumen“ von Anna Thaler behandelt ein für mich sehr interessantes Thema. Es spielt in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg, in dem Südtirol zur Italienischen Regierung zugehörig wurde ...

Das Land, von dem wir Träumen“ von Anna Thaler behandelt ein für mich sehr interessantes Thema. Es spielt in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg, in dem Südtirol zur Italienischen Regierung zugehörig wurde und für die dort lebende Bevölkerung ein komplett anderes Zeitalter angebrochen ist.

Franziska ist eigentlich Lehrerin, doch darf sie nicht unterrichten, da Sie kein Italienisch, sondern nur Deutsch spricht und die Deutsche Sprache durch die Italienische Regierung verboten wurde. Heimlich gründet sie eine Katakombenschule in der Sie die Kinder der umliegenden Dörfer in der Deutschen Sprache und der Südtiroler Kultur unterrichtet.

Die Autorin hat den Roman nach wahren Begebenheiten erschaffen und er liest sich so flüssig! Ich habe das Buch fasziniert an einem Abend durchgelesen. Die Fakten über den Krieg und die Zeit danach sind total interessant und auch die Persönliche Geschichte der Franziska bringt dieses eher „trockene“ Thema dem Leser sehr gut nahe.

Für mich eine ganz große Leseempfehlung und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung!

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