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Veröffentlicht am 13.01.2023

Das Tal des Grauens

Das Tal des Grauens
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Sherlock Holmes und das Tal des Grauens von Arthur Conan Doyle ist ein klassischer Krimi der sich im ersten Teil recht gut lesen lässt. Danach wird es etwas langatmig und langweilig.

Sherlock Holmes ...

Sherlock Holmes und das Tal des Grauens von Arthur Conan Doyle ist ein klassischer Krimi der sich im ersten Teil recht gut lesen lässt. Danach wird es etwas langatmig und langweilig.

Sherlock Holmes und Doktor Watson werden gebeten bei einem Mordfall behilflich zu sein. Sie reisen nach Sussex, dort wurde ein Mann ermordet. Im wurde mit einer abgesägten amerikanischen Schrotflinte ins Gesicht geschossen. Somit ist die Identifizierung des Toten etwas schwer. Doch anhand eines Brandmahls wird er schnell als der Hausbesitzer Mr. Douglas identifiziert. Das Brandmahl weist ihn als Mitglied einer Freimaurer Loge aus. Warum musste er sterben? Sherlock Holmes beginnt zu ermitteln.

Obwohl dies schon ein älteres Werk ist konnte man das Buch recht gut und flüssig lesen. Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Der erste Teil befasst sich mit dem Mord und der Aufklärung durch Sherlock Holmes. Dieser war spannend und unterhaltsam. Der zweite Teil befasst sich mit der Vergangenheit des Ermordeten um die Tat zu erklären. Allerdings weiß der Leser bis dahin ja schon die Auflösung und ehrlich gesagt ist die Vorgeschichte extrem langatmig und langweilig. Hier wäre eine Kombination wie in heutigen Büchern mit zwei Handlungssträngen schöner gewesen.

Als Krimileser kommt man einfach nicht an Sherlock Holmes vorbei und auch wenn mich das Buch nicht ganz überzeugen konnte, war es doch zu Anfang ein Lesegenuss. Auch wenn man die Zeit bedenkt in der die Geschichten geschrieben wurden und wann sie spielen überzeugt die Finesse und die Ermittlungsarbeit. Doyle war mit seinen Büchern der Kriminalistik in Bezug auf Wissenschaft und andere Methoden der damaligen Polizeiarbeit weit voraus.

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Veröffentlicht am 11.01.2023

Das College

Das College
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Das College In der Nacht kommt der Tod von Ruth Ware verspricht nach Cover und Klapptext einen spannenden Thriller. Ich habe das ein oder andere Buch der Autorin schon gelesen und freute mich auf ihr neustes ...

Das College In der Nacht kommt der Tod von Ruth Ware verspricht nach Cover und Klapptext einen spannenden Thriller. Ich habe das ein oder andere Buch der Autorin schon gelesen und freute mich auf ihr neustes Werk. Leider konnte dieses mich aber nicht ganz überzeugen.

Das Setting verspricht Spannung und eine düstere Stimmung. Die Handlung ist aus der Sicht Hannahs geschildert und in zwei Zeitebenen aufgeteilt, in davor und danach. Vor 10 Jahren wird das IT Girl April in ihrem Studentenzimmer ermordet. Der vermeintliche Täter wird schnell gefasst. 10 Jahre später stirbt dieser im Gefängnis. Hannah war Aprils beste Freundin und die Kronzeugin. Doch jetzt 10 Jahre später hat sie Zweifel ob sie richtig gehandelt hat. Sie begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit und merkt zu spät das sie dabei selbst in Gefahr gerät.

Dank des flüssigen Schreibstils bin ich gut in die Geschichte rein gekommen und eigentlich hätte ich sie auch schnell lesen können. Allerdings habe ich zu Hannah keinen richtigen Draht gefunden und die Geschichte war auch nicht wirklich spannend. Hannah nervte mich teilweise etwas und ich konnte ihre Handlungen nicht wirklich nachvollziehen. Die anderen Protagonisten waren mir alle zu blass und nichtssagend.
Die Seiten und Handlungen plätscherten etwas vor sich hin. Der Anfang beginnt zwar recht spannend und fesselt auch, aber schon ab dem dritten Kapitel ist alles abgeflaut und zäh. Gegen Ende wird es zwar nochmal spannend, aber bis dahin hatte ich schon lange eine Vermutung die sich nur bestätigt hat. Ruth Ware versucht zwar mit Zweifel, Verwirrungen und einen locked room Mord den Leser zu fesseln und zum miträtseln zu animieren, aber ganz geschafft hat sie es bei mir nicht.

Es ist zwar ein nettes Buch, sticht aus der Masse aber nicht raus. Leider war es irgendwie nicht spannend oder rasant genug um als Thriller zu fungieren. Es war ein solider Krimi der aber noch Potential nach oben hat.

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Veröffentlicht am 04.01.2023

Das letzte, was du hörst

Das Letzte, was du hörst
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Das letzte, was du hörst von Andreas Winkelmann ist mein erstes Buch von dem Autor und ehrlich gesagt weiß ich nicht ob ich weitere Werke lesen oder hören werde. Ich habe viel gutes über das Buch gehört ...

Das letzte, was du hörst von Andreas Winkelmann ist mein erstes Buch von dem Autor und ehrlich gesagt weiß ich nicht ob ich weitere Werke lesen oder hören werde. Ich habe viel gutes über das Buch gehört und war so auf das Hörbuch gespannt. Leider konnte ich mich weder mit dem Sprecher noch mit der Story anfreunden.

Der Klapptext und das recht einfach gehaltene Cover haben mir zugesagt und ich dachte hiermit finde ich eine interessante und spannenden Story. Ein Podcast der von vielen gehört und gehört wird, am Ende aber den Tod bringt. Es werden mehrere Paare auf die gleiche Weise ermordet. Die Frauen hörten beim Sterben den bekannten Podcast von Marc Maria Hagen. Doch was der der Podcast mit den Morden zu tun?

Ich konnte mich schwer an die Stimme des Erzählers gewöhnen obwohl er einen tollen Job macht und auch mit seiner Stimme spielt. Für mich blieb es sehr distanziert und stellenweise zu langweilig und monoton und dann wieder zu gekünstelt und rasend. Die Story an sich brauchte auch ewig um an Fahrt aufzunehmen. Anfangs ist noch alles sehr verwirrend und undurchsichtig. Allerdings hat man ab der Mitte eine Ahnung wohin alles steuert. So war das Ende nicht überraschend für mich sondern eher vorhersehbar. Mir fehlte die Spannung die über das gesamte Buch nicht zu spüren war. Auch waren die Charaktere für mich sehr blass und nicht authentisch genug. Auch die Motive waren mir zu unrealistisch und die Auswahl der Opfer zu vorhersehbar und nichtssagend.

Leider eine recht fade Geschichte und für mich auch zu vorhersehbar und konstruiert.

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Veröffentlicht am 23.12.2022

Ein Schuss Whiskey

Ein Schuss Whiskey
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Ein Schuss Whiskey von Carsten Sebastian Henn ist der Abschluss seiner hochprozentigen kulinarischen Krimireihe. Nach Gin und Rum kam nun Whiskey. Alle Bücher sind eigenständige Geschichten und haben nichts ...

Ein Schuss Whiskey von Carsten Sebastian Henn ist der Abschluss seiner hochprozentigen kulinarischen Krimireihe. Nach Gin und Rum kam nun Whiskey. Alle Bücher sind eigenständige Geschichten und haben nichts miteinander zu tun. Nachdem mir „Der Gin des Lebens“ recht gut gefallen hat und ich auch schon einen anderen Roman des Autors gehört habe, freute ich mich auf diesen Kulinarischen Krimiausflug.

Leider hat mich das Buch nicht ganz gepackt. Ich fand es anfangs sehr verwirrend und zu konstruiert. Ich hatte das Gefühl, dass der Autor etwas in der Erzählung sprang. Am Ende löste sich dies zwar auf, aber es hat mich einiges an Willensstärke gekostet um das Buch zu lesen und am Ball zu bleiben.

Das Buch ist auf mehreren Ebenen geschrieben. Zum einen ist da die Seite von Janus der gerade eine Schreibblockade hat und auf der Suche nach Ideen und einer Kneipentour einen Mord beobachtet. Am nächsten Morgen gibt es keine Notiz in den Medien dazu und es gibt keine Leiche. Janus begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit. Dann gibt es die Drunken Poets Society eine Gruppe junger Literatur und Whiskey Liebhaber die irgendwie mit dem Mord zu tun haben. Und zu guter Letzt gibt es auch Einblicke des Mörders. Zwischen dem Kriminalfall gibt es auch immer wieder Einblicke in die Whiskey Herstellung, Lagerung und alle wichtigen Details zu diesem guten Tröpfchen.

Spannend war das Buch nicht wirklich, am Ende war es mir auch zu konstruiert und es fehlte mir der rote Faden. Was mir als Whiskeytrinkerin gut gefallen hat waren die Einblicke in die Geschichte des irischen Whiskeys, aber auch die Herstellung usw. Am Ende gibt es auch ein paar interessante Rezepte im Zusammenhang mit Whiskey.

Für mich ist es eine Mischung aus Sachbuch und Krimi. Doch wer hier einen spannenden und interessanten Krimi erwartet könnte enttäuscht werden.

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Veröffentlicht am 23.12.2022

Viele Erben verderben das Sterben

Viele Erben verderben das Sterben (Ein Pippa-Bolle-Krimi 8)
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Viele Erben verderben das Sterben von Auerbach und Auerbach ist der achte Teil einer Reihe. Ich habe die ersten fünf Pippa Bolle Bänder gelesen und die Reihe dann aus den Augen verloren. Daher freute ich ...

Viele Erben verderben das Sterben von Auerbach und Auerbach ist der achte Teil einer Reihe. Ich habe die ersten fünf Pippa Bolle Bänder gelesen und die Reihe dann aus den Augen verloren. Daher freute ich mich als ich den achten Teil fand und ihn lesen konnte. Allerdings fand ich diesen Teil nicht unbedingt gut, aber auch nicht ganz schlecht. Man kann das Buch lesen aber auch gut wieder zur Seite legen. Was ich an der Reihe mag ist, dass sich die Bücher alle separat lesen lassen. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl das mir etwas aus den anderen Teilen fehlt oder dass dies ein Buch aus einer Reihe sein muss. Wenn man es nicht weiß fällt einem das auch gar nicht auf.
Pippa reist für ihre Freundin und Ex-Schwägerin nach Venedig um auf dessen blinde Tochter Mara aufzupassen. Doch am Canal Corto ist sich nicht jeder grün und es kommt nicht nur zu einem Erbschaftstreit sondern auch zu Missgunst, Zweifel und Mord. Mitten drin steckt Pippa die versucht alles zu richten und sich nebenbei um ihre Nichte zu kümmern und dessen Sorgen zu ergründen.
Ich muss gestehen, dass mich die Geschichte anfangs etwas verwirrte und ich mich damit schwer tat. Das lag weniger ab dem Schreibstil. Denn dieser ist locker, leicht und flüssig. Es waren mir einfach zu viele Namen und auch die Handlungen waren für mich oft nicht realistisch und zogen sich enorm in die Länge. Pippa wurde mir immer viel zu einfach in alles mit eingeweiht konnte aber das ganze große nicht erkennen. Gegen Ende nahm das Buch dann etwas an Fahrt zu und ein paar Dinge überschlagen sich. Aber zu dem Zeitpunkt hatte ich schon eine Ahnung in welche Richtung es gehen würde.
Auch wenn mich dieser Teil nicht überzeugen konnte würde ich die mit fehlenden Teile vielleicht noch nachholen.
Man kann das Buch als einen humorvollen Cosy Krimi mit sympathischen aber auch recht skurrilen Charakteren und mit wenig Spannung beschreiben.

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