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Veröffentlicht am 08.11.2017

Rosenduft und Koriander

Rosenduft und Koriander
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Rosenduft und Koriander ist ein gefühlvolles Buch was sich gut zwischendurch lesen lässt.

Die Autorin hat einen tollen flüssigen Schreibstil. Ich habe mich schnell in die Geschichte eingefunden und habe ...

Rosenduft und Koriander ist ein gefühlvolles Buch was sich gut zwischendurch lesen lässt.

Die Autorin hat einen tollen flüssigen Schreibstil. Ich habe mich schnell in die Geschichte eingefunden und habe mit Verena als Hauptprotagonistin mitgefühlt. Auch wenn sie mir teilweise etwas naiv vorkam tat sie mir doch manchmal leid. Durch ihre unbeholfene Art war sie einem aber auch gleich sympathisch. Die Geschichte ist durchweg aus ihrer Sicht geschrieben. Wodurch man auch gleich einen intensiveren Bezug zu ihr hatte. Ihr Vorgeschichte berührt eine sehr und so kann man gut verstehen warum sie wie ein Mauerblümchen lebte.

Auch die anderen Charaktere waren sehr liebevoll beschrieben und auch sehr authentisch. Die Autorin hat sich bei jeder Person die Auftrat viel Mühe gegeben.

Was mir auch sehr gut gefallen hat sind die Beschreibungen von den Pflanzen, Kräutern und der Umgebung. Sie waren sehr bildlich und authentisch beschrieben so das sie vor dem inneren Auge zu leben erwachten. Aber nicht zu detailreich das es langweilig wurde.

Im ersten Teil des Buches wird viel über Verenas Leben mit ihrer Mutter und den Veränderungen durch ihren Tod geschildert. Dies rückt im zweiten Teil immer mehr in den Hintergrund und die Liebe zwischen Mark und Verena rückt in den Fokus. Dazu die ungewöhnliche Freundschaft zwischen Jonathan und Verena, die mir sehr gut gefiel. Er war wie ein väterlicher Freund für sie und hat sie immer wieder zurechtgestutzt.

Zwischendrin hatte das Buch auch seine längen die es mir erschwerten weiter zu lesen. Auch fand ich einige Handlungsweisen doch überstürzt und unrealistisch. Und im Gesamtpaket betrachtet fehlte mir immer was. Ich kann nicht genau sagen was, aber das bestimmte etwas war nicht da. Auch waren manche Handlungen zu konstruiert das es nicht sehr realistisch wirkte.

Wenn man nicht zu große Erwartungen an den Roman stellt hat man hier eine tolle Lektüre für zwischendurch in den Händen, bei der man auch gut abschalten und den Alltag vergessen kann.

Veröffentlicht am 06.11.2017

Eine alte Schuld

Eine alte Schuld
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Eine alte Schuld ist der zweite Cherringham Krimi in Romanlänge. Zuvor gab es etliche Kurzgeschichten, doch letztes Jahr wagte sich das Autorenduo an eine Romanlänge und haben jetzt noch einen nachgesetzt. ...

Eine alte Schuld ist der zweite Cherringham Krimi in Romanlänge. Zuvor gab es etliche Kurzgeschichten, doch letztes Jahr wagte sich das Autorenduo an eine Romanlänge und haben jetzt noch einen nachgesetzt. In ihrer gewohnten britischen leichten Art entführen die Autoren den Leser in die kleine idyllische Stadt Cherringham.

Obwohl die Geschichten sich immer um die Ermittler Jack und Sarah drehen kommt jeder gut in die Geschichte rein. Man muss die Vorgänger also nicht gelesen haben. Alle Geschichten sind in sich abgeschlossen und die Charaktere werden nochmal kurz umrissen. So lernt man alle wichtigen Personen nochmal kennen, aber so das es für Kenner der Reihe nicht langweilig wird.

Jack und Sarah sind ein gut aufeinander abgestimmtes Ermittlungsteam, das sehr sympathisch ist. Zudem scheint es zwischen den beiden zu knistern, was der Story noch zusätzlich etwas gemütliches verpasst.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht. Man findet durch die einfache Sprache, die kurzen Sätze und die eher kurzen Kapitel schnell in die Geschichte und in das Buch. Anfangs werden einem zwar viele Personen und verschiedene Handlungen vorgestellt, aber am Ende findet man zu allem einen Zusammenhang, wo man anfangs zweifelte das es da einen gibt. Spannung sucht man in diesem sehr gemütlichen Krimi eher vergeblich. Denn bis zum letzten drittel plätschert es eher so etwas hin. Gerade auch durch Schilderungen die für die Geschichte unerheblich sind. So ist es zum Beispiel mit einem Cricket Spiel das in allen Einzelheiten beschrieben wurde, was mich dann eher langweilte.

Die Ermittlungen von Jack und Sarah beinhalten zwei Fälle und das in der Woche des Volksfestes von Cherringham. Alle sind mit dem Fest beschäftigt als bei einer Ausgrabung eine Leiche ausgegraben wird. Der Tote muss schon seit 20 Jahren dort liegen. Dann verschwindet der Versicherungsagent der für das Volksfest verantwortlich ist spurlos. Jack und Sarah ermitteln und stellen fest das es unfassbar viele Geheimnisse gibt. Dazu kommen viele Verdächtige und immer wieder neue Puzzelteile die nicht recht zusammen passen wollen.

Es ist ein sehr gemütlicher, eher seichter Krimi der zu Schluss noch etwas an Fahrt aufnimmt. Irgendwie hatte diese englische Kleinstadt und wie Jack und Sarah ermitteln etwas von Miss Marple und ihren eher ungewöhnlichen Hobbydetektiv arbeiten. Aber genau das macht dieses Buch zu etwas besonderen. Es ist nicht überladen von Action und Blut sondern von Denkarbeit und gemütlicher Ermittlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Lesespaß
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 04.11.2017

Das italienische Mädchen

Das italienische Mädchen
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Das italienische Mädchen ist eines der ersten Werke von Lucinda Riley, was unter dem Pseudonym Lucinda Edmonds veröffentlicht wurde. Genau unter diesem Aspekt sollte man dieses Buch auch lesen. Denn man ...

Das italienische Mädchen ist eines der ersten Werke von Lucinda Riley, was unter dem Pseudonym Lucinda Edmonds veröffentlicht wurde. Genau unter diesem Aspekt sollte man dieses Buch auch lesen. Denn man merkt an den Protagonisten dass sie nicht so ausgereift sind wie die in späteren Werken.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht eben wie gewohnt von Lucinda Riley. Auch wenn es nicht so emotional geschrieben ist wie ihre anderen Werke habe ich mich schnell in die Geschichte eingefunden. Ihre Beschreibungen von Orten und Dingen ist sehr authentisch, man konnte sich den kleinen Ort in Italien, aber auch das Haus in England gut vorstellen. Auch die Situationen waren bildreich und bunt beschrieben.

Mich hat Italien und auch die Oper immer schon fasziniert und aus diesem Grund habe ich dieses Buch gelesen. Auch der Klapptext war sehr interessant, so wird hier das Leben von Rosanna geschildert. Sie ist erst 11 als sie ihre Leidenschaft zum Singen und zu einem ganz bestimmten Tenor entdeckt. Schon damals schwört sie sich mit dem großen Roberto Rossini zu singen und ihn irgendwann zu heiraten. Unterstützt von ihrem Bruder Luca beginnt sie eine Gesangsausbildung. 6 Jahre später trifft Rosanna wieder auf Roberto.

Leider muss ich sagen das mir die Charaktere überhaupt nicht sympathisch waren. Roberto war mir mit seinem ständigen Macho gehabe und seine Arroganz so unsympathisch und oberflächlich das es schon wehtat. Er war der typische Italiener der ein Star ist und Frauen sammelt wie Trophäen. Auch Rosanna war nicht besser. Sie war im gesamten Buch sehr naiv und blieb auch als erwachsene Frau sehr kindlich und dumm. Da hätte ich mir eine Entwicklung zum positiven gewünscht. Das sie mit ihrer krankhaften Liebe zu Roberto andere verletzte und selbst egoistisch wurde merkte sie leider erst zu spät.

Am Anfang war das Buch noch sehr authentisch mit dem kleinen Italienischen Ort in Neapel und dem Cafe von Rosannas Eltern. Als Rosanna nach Mailand geht und anfängt ihren Traum zu verwirklichen und Roberto immer mehr in den Fokus der Geschichte rückt facht alles etwas ab. Und trotzdem schafft die Autorin eine gewisse Spannung einzubauen, so dass ich das Buch nur schwer aus den Händen legen konnte.

Man sollte diesen Roman losgelöst von den Erwartungen eines Lucinda Riley Romans lesen. Dann ist er gar nicht mal so schlecht. Aber jeder der Lucinda Rileys späteren Werke kennt wird wohl nur enttäuscht sein.

Veröffentlicht am 20.10.2017

Ich bin der Schmerz

Ich bin der Schmerz
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Ich bin der Schmerz ist das dritte Buch der Ich bin… Reihe von Ethan Cross. Alle Bücher sind in sich abgeschlossen, sollten aber doch nach einander gelesen werden um sich nicht selbst zu Spoilern. Denn ...

Ich bin der Schmerz ist das dritte Buch der Ich bin… Reihe von Ethan Cross. Alle Bücher sind in sich abgeschlossen, sollten aber doch nach einander gelesen werden um sich nicht selbst zu Spoilern. Denn in jedem Buch wird etwas neues über den Hauptprotagonisten bekannt das im weiteren Verlauf wichtig sein kann.

Nachdem mir das zweite Buch nicht so gut gefallen hatte bin ich von der Story hier wieder begeistert. Das Buch ist ein richtiger Pageturner. Der Schreibstil ist flüssig und leicht, es ist spannend und die Seiten fliegen nur so dahin. Die Charaktere entwickelten sich weiter, was mir persönlich immer zusagt. In den anderen beiden Bändern war mir Marcus noch sehr unsympathisch was sich hier etwas legte. Der Leser bekommt Einblicke warum Francis Ackerman jr. zu dem geworden ist, was er ist. Zudem bekommt er doch sehr menschliche Züge verpasst und man lernt ihn verstehen und bekommt Mitleid mit ihm. Was seine Taten allerdings nicht weniger schrecklich macht.

Im ersten Teil des Buches geht es um den Anstifter der in Kansas sein Unwesen treibt. Was natürlich Marcus und die Shepherd Organisation auf den Plan ruft. Der Anstifter entführt ganze Familien um den Vater dazu zu zwingen einen Menschen zu töten. Nur wer dieses zu seinem Befriedigung tut bekommt seine Familie lebend zurück. Weigert sich jemand bekommt er seine Familie tot zurück. Schon bald ist Marcus klar wer hinter dem Anstifter steckt, und das nicht nur er in Lebensgefahr schwebt.

Im zweiten Teil des Buches ändert der Anstifter sein Handeln und es geht eher um eine Umerziehung seines Sohnes. Es wird zwar erklärt inwieweit die Handlungen zusammen passen, aber für mich war es wie ein Bruch im Buch selbst. Es war als ob man hier zwei Geschichten zu einer verwoben wollte, es aber an der Umsetzung etwas haperte. Anfangs war es etwas störend aber das legte sich mit der Zeit als man die Hintergründe erfuhr.

Was mich auch etwas an den Romanen von Ethan Cross stört sind diese vielen sehr übertriebenen Action Szenen die an die typischen Amerikanischen Action Filme erinnern. Oder die sehr detailreichen Beschreibungen der Waffen sind für mich persönlich auch nicht erforderlich. Da verliert der Autor sich in Details und Beschreibungen die für die Geschichte und die Spannung nicht erforderlich sind.

Alles in allem ein sehr gelungener Thriller der sich schnell und mit viel Spannung lesen lässt.

Veröffentlicht am 10.10.2017

Ich bin die Angst

Ich bin die Angst
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Ich bin die Angst ist der zweite Teil einer Reihe rund um die Shepherd Organisation. Nachdem ich Band 1 gelesen habe, freute ich mich eigentlich auf den zweiten Teil, muss aber sagen das mir dieser nicht ...

Ich bin die Angst ist der zweite Teil einer Reihe rund um die Shepherd Organisation. Nachdem ich Band 1 gelesen habe, freute ich mich eigentlich auf den zweiten Teil, muss aber sagen das mir dieser nicht so gut gefallen hat.

Der Schreibstil des Buches war wieder gewohnt leicht, die Kapitel fliegen nur so dahin. Es war wieder spannend und zum Teil wirklich eklig von den Beschreibungen. Was mich aber nicht so groß stört. Auch die 3 Handlungsstränge haben sich gut ineinander gefügt. So haben wir einmal die Sicht Marcus, der versucht den Anarchisten zu fangen. Dann den Anarchisten selbst der auf schreckliche Art und weise Frauen entführt und ermordet, der aber gleichzeitig ein liebender Ehemann und Vater ist. Und dann gibt es natürlich noch den Serienkiller Francis Ackerman jr der über alles Bescheid weiß was Marcus tut und ihm hilft, auch wenn Marcus das nicht will.

Die Geschichte an sich baut sich gut auf. Auch wenn man von Anfang an weiß wer der Anarchist ist bleibt es doch spannend bis zum Ende. Das Ende hat dann noch unerwartete Dinge für den Leser, was das Buch abrundet.

Was mich störte war das mir Marcus als Hauptprotagonist nicht sehr sympathisch war. Er war überheblich, wusste immer alles besser, handelte oft im Alleingang. Dann seine Ticks mit dem Nacken zu knacken oder immer wieder die Erwähnung mit seinen Kopfschmerzen. Von mir aus hätte er gut und gerne mal eins mehr auf die Nase bekommen können, um ihn in seine Schranken zu weisen.

Was mir auch etwas zu viel war die Sache mit der Sekte und dem Satanismus. Für mich persönlich war das alles sehr konstruiert und unwahrscheinlich. Das hätte man auch irgendwie anders Handhaben können, aber nun ist es so geschrieben worden und ich nehme es so hin. Zum Glück hielt es sich im großen und ganzen auch im Rahmen.

Als Fazit kann ich sagen das es ein Buch war was sich schnell und flüssig lesen lies. Was aber auch so einige Schwachstellen hat. Zu brutal geschildert, unsympathischer Protagonist, nervige Ticks und Sekte das ist am Ende bei mir hängen geblieben.