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Veröffentlicht am 15.09.2016

Die Macht des Zweifels

Die Macht des Zweifels
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Bisher habe ich noch nichts von Jodi Picoult gelesen gehabt, habe aber immer gutes von ihr gehört. Als mir dann das Buch „Die Macht des Zweifels“ in die Hände fiel, habe ich es sofort mitgenommen und gelesen. ...

Bisher habe ich noch nichts von Jodi Picoult gelesen gehabt, habe aber immer gutes von ihr gehört. Als mir dann das Buch „Die Macht des Zweifels“ in die Hände fiel, habe ich es sofort mitgenommen und gelesen. Ich muss sagen ich bin begeistert. Bis auf ein paar längere Stellen die den Prozess betreffen war das Buch wirklich toll. Dies ist kein Buch was man mal eben so nebenbei lesen kann. Es hat wirklich Tiefgang. Es bringt einem zum Lachen und zum Weinen, aber vor allem zum Nachdenken.

Nina Frost ist Staatsanwältin, sie ist gut in ihrem Job und sie liebt ihn. Sie verhandelt Fälle in denen es um Kanzelmissbrauch geht. Doch plötzlich bricht ihre Welt zusammen. Ihr Sohn Nathaniel spricht nicht mehr. Bei den verschiedensten Untersuchungen kommt raus dass der 5 jährige Junge sexuell missbraucht wurde. Als raus kommt wer der Täter ist kommt es bei dem Prozess zu einem tödlichen Vorfall.

Jodi Picoult schafft es einem zu fesseln. Man leidet mit den Personen mit, man entwickelt eine Empathie mit jedem einzelnen Protagonisten. Was ich sehr schön fand ist das die Autorin einen nicht richtig oder falsch vorlegt. Sie lässt den Leser selbst entscheiden. Die Tat wird nicht heruntergespielt, es finden keine Schuldzuweisungen statt, jeder kann sich selbst ein Bild der Selbstjustiz machen. Ich glaube auch, dass sich niemand ein Urteil darüber erlauben kann, wenn er nicht selbst in so einer Situation steckt.

Bis auf ein paar Details (das auf und ab der Beziehung; die zu geringe Betreuung von Nathaniel; zulange Ausfrührungen bei Gericht) die mich am Buch letztendlich gestört haben, bin ich begeistert. Jodi Picoult ist eine Autorin die ich mir merken werde. Dies war bestimmt nicht mein letztes Buch von ihr.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Die Mütter-Mafia und Friends

Die Mütter-Mafia und Friends
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Dieses Buch enthält 15 Kurzgeschichten von 15 verschiedenen Autoren. Diese drehen sich um die lieben Kleinen, die Familie und andere Katastrophen. Natürlich werden diese Geschichten am Ende auch immer ...

Dieses Buch enthält 15 Kurzgeschichten von 15 verschiedenen Autoren. Diese drehen sich um die lieben Kleinen, die Familie und andere Katastrophen. Natürlich werden diese Geschichten am Ende auch immer von der Mütter-Mafia kommentiert und das in alter, bekannter Manier.

Obwohl das Buch von verschiedenen Autoren geschrieben wurde hat man das Gefühl ein gut lesbares Buch für zwischendurch in den Händen zu halten. Da die Geschichten dadurch auch nicht allzu lang sind kann man immer mal zwischendurch eine lesen. Gerade für mich war dies ganz angenehm, da ich immer mehrere Bücher gleichzeitig lese. Dazu passt dieses Buch super. Denn immer wenn ich mal was leichtes Lustiges lesen wollte habe ich zu dem Buch gegriffen. Am besten fand ich die Kommentare am Ende jeder Geschichte von der Mütter- Mafia. Diese haben jeder Geschichte nochmal etwas Besonderes gegeben.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Die Päpstin

Die Päpstin
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Das Buch hat sich leicht und flüssig lesen lassen. Die Autorin hat hier sehr schön Fakten mit Fiktion vermischt. Über das Leben von Johanna ist nicht viel bekannt und in den Jahrhunderten wurde viel unternommen ...

Das Buch hat sich leicht und flüssig lesen lassen. Die Autorin hat hier sehr schön Fakten mit Fiktion vermischt. Über das Leben von Johanna ist nicht viel bekannt und in den Jahrhunderten wurde viel unternommen um ihr Dasein und ihre Rolle als Papst zu dementieren und auszulöschen. Doch geschafft wurde es nicht. Auch das Nachwort geht darauf ein und hat noch viele interessante Zusatz Informationen.

Johanna ist die Tochter eines englischen Dorf Priesters der nichts von ihr hält. Johanna hat ein reges Interesse an Wissenschaft und Sprache. Durch einen Zufall bekommt sie die Möglichkeit an einer Schule unterrichtet zu werden. Später geht sie als Mann verkleidet ins Kloster nach Fulda. Dort bekommt sie eine heilkundliche Ausbildung. Dies ist ihr von nutzen als sie nach Rom geht. Denn dort wird sie der Leibarzt vom Papst. Dabei soll es aber nicht bleiben. Doch Johanna hat oft Zweifel am Glauben und weiß nicht so recht weiter. Dazu kommt ihre liebe zu dem Markgraf Gerold. Will sie alles für ihn aufgeben und als Frau leben oder soll sie weiter als Mann verkleidet leben mit der Angst entdeckt zu werden?

Wer historische Romane gerne liest wird bei diesem Buch auf seine kosten kommen. Aus meiner Sicht hätte man allerdings einige stellen kürzer fassen können. Diese haben manchmal den Lesefluss gestoppt und waren etwas langweilig.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Die Rosenzüchterin

Die Rosenzüchterin
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Die Rosenzüchterin von Charlotte Link lässt sich schlecht in irgendein Genre festlegen. Es ist ein spannungsgeladener Roman der etwas von einem historischen Roman, einen Krimi und etwas psychologisches. ...

Die Rosenzüchterin von Charlotte Link lässt sich schlecht in irgendein Genre festlegen. Es ist ein spannungsgeladener Roman der etwas von einem historischen Roman, einen Krimi und etwas psychologisches. In diesem Roman werden 4 Geschichten erzählt die am Ende aber doch zueinander gehören.

Franca Palmer ist Lehrerin die in ihrem Beruf gescheitert ist und unter Panikattacken leidet. Zudem kommt hinzu das Franca keine glückliche Ehe führt und mit allem über fordert scheint. Sie ist am Ende von allem. Kurz entschlossen reist sie auf die Kanalinsel Guernsey um sich dort über einiges klar zu werden. Dort lebt sie im Haus von Beatrice und Helene. Diese beiden alten Damen leben seit dem Krieg zusammen in dem Haus von Beatrice. Doch zwischen den Frauen scheint nicht eine intensive Freundschaft zu bestehen. Franca freundet sich mit beiden an und bekommt bald einen Einblick in das Leben der beiden wie es in der Zeit des 2 Weltkrieges war und warum sich die beiden nie trennten. Dieses zusammenleben ist geprägt von Hass und Abneigung und scheint eher einer Zwangsgemeinschaft.

Die Rosenzüchterin ist fesselnd, abgründig und überaus raffiniert geschrieben. Man hat hier einen gewohnten Charlotte Link Roman der einen von der ersten Seite an in sein Bann zieht und bis zum Ende so bleibt. Ich hatte nie das Gefühl das Buch aus den Händen legen zu müssen. Ganz im Gegenteil, es viel mir schwer das Buch weg zulegen. Der Schreibstil ist flüssig und leicht und auch durch die verschiedensten Rückblenden wurde das Buch erst richtig abwechslungsreich und spannend.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Die Töchter des Pflanzenjägers

Die Töchter des Pflanzenjägers
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Das war mit Abstand eines der schlechteren Bücher die ich je gelesen habe. Normalerweise lese ich gerne mal historische Romane und Romane die in Neuseeland spielen, aber dieses Buch war wirklich schrecklich. ...

Das war mit Abstand eines der schlechteren Bücher die ich je gelesen habe. Normalerweise lese ich gerne mal historische Romane und Romane die in Neuseeland spielen, aber dieses Buch war wirklich schrecklich. Der Schreibstil war schleppend und zäh. Die Idee der Geschichte ist zwar sehr schön aber die Umsetzung ist wirklich grässlich. Der Autor hängt sich an kleinen nicht notwendigen Details auf die den Lesefluss mindert. Zudem deutet er Geheimnisse an die am Ende offen bleiben oder gar nicht mehr zur Sprache kommen.

Bremen 1854 der Pfanzenjäger Gottfried Wilhelm Hegenberg reist mit seinen erwachsenen Töchtern nach Neuseeland um sich dort auf die Suche nach einer seltenen Orchideenart zu machen. Seine Töchter Maria und Katharina durchqueren mit ihm und einer kleinen Auswahl von ortskundigen den Busch. Was Hegenberg nicht ahnt ist das seine Töchter einen ungeahnten Freiheitsdrang haben und er alle in Gefahr bringt mit seiner sturren und despotischen Art. Schon bald geht es bei der Expedition um Leben und Tod...

Wie gesagt von der Idee her schön, aber die Umsetzung ist mehr als schlecht. Ich habe mich eher durch das Buch gequält als alles andere.