Profilbild von natalie7

natalie7

Lesejury Profi
offline

natalie7 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit natalie7 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.12.2024

Die dunklen Seiten des Internets

Was wir nicht kommen sahen
0

Worum geht's?
Ada war froh, dass es das Internet gab. So konnte sie vor der Realität entfliehen. Sie hat sich durchs Onlinezocken eine zweite Welt, mittels Account, aufgebaut, bei der ihr zahlreiche Follower ...

Worum geht's?
Ada war froh, dass es das Internet gab. So konnte sie vor der Realität entfliehen. Sie hat sich durchs Onlinezocken eine zweite Welt, mittels Account, aufgebaut, bei der ihr zahlreiche Follower beim Gamen zuschauten. Es war für sie ein wunderbarer Rückzugsort, bis sie auch dort von der Realität eingeholt wurde. Jenny, Adas Mutter, kann das Ausmaß dieser virtuellen Welt noch immer nicht fassen und sucht verzweifelt darin nach Antworten für Adas Schicksal.


Meine persönliche Meinung:
Da es ein Buch mit einem sehr heiklen Thema ist, finde ich es gut, dass die Autorin und der Verlag zu Beginn des Buches nochmal darauf hinweisen. Ebenso wertvoll ist es, dass im Buch alle enthaltenen Themen extra angeführt sind. So kann jeder nochmal auf Nummer sicher gehen, ob er die Geschichte psychisch zu lesen schafft. Passend dazu findet man Anlaufstellen, falls jemand Hilfe benötigt.

Das Buch beinhaltet unterschiedliche Kapitel, welche aus der Sicht von Ava ,den Eltern, Jenny und Dominik, und von anonymen Personen erzählt wird.
Die Autorin hat für das Buch die Sichtweise der dritten Person und einen einfachen, leicht lesbaren Schreibstil gewählt.

Die einzelnen Szenen werden mit ihrem Drumherum beschrieben. So bekommt man einen Einblick in das Leben der Familie und deren Umfeld.

Obwohl man schon durch den Klappentext weiß um was es ihn diesem Buch geht, hat Katharina Seck es geschafft, durch das Einfangen der elterlichen Instinkte, den Beginn der Geschichte mitreißend und emotional zu machen. Wie sagt man so schön? Die Luft ist zum Schneiden dick. Genau dieses Gefühl bringt die Autorin hier bereits zu Beginn zu Papier.

Ada, eine Außenseiterin, die gern in die virtuelle Welt des Internets mit ihrer Community floh, wenn es im echten Leben zu eng für sie wurde. Zu Beginn war ich der Meinung, dass Ada bei manchen Szenen überreagiert hat und unnötig ein Drama veranstaltet hat. Im Laufe der Geschichte wurden ihre Reaktionen dann stimmiger und glaubwürdiger.
Jenny, Adas Mutter, ist eine Person, die immer von einer inneren Unruhe angetrieben wird. So verkriecht sie sich nach dem Tod ihrer Tochter nicht, sondern fragt nach dem Warum. Sie wirkte die ganze Zeit auf mich total unzufrieden und mit der Welt überfordert.
Dominik, Adas Vater, unterstützt seine Frau voll und ganz im Alltag. Jedoch trauert er ganz anders als Jenny. Er trauert still und schluckt die Trauer hinunter. Er wird als Mann dargestellt, auf den man sich immer verlassen kann.

Die Autorin Katharina Seck bringt die Emotionen wunderbar zu Papier. Ich hatte das Gefühl, Mitten in der Geschichte zu stecken. In den einzelnen Szenen kommt die Trauer und der Umgang damit gut zur Geltung. Ebenso wird die Beziehung zwischen Jenny und Dominik immer wieder aufgegriffen und die Veränderung zwischen ihnen, durch die Trauer über ihre Tochter, sichtbar gemacht.

In der Mitte des Buches begann sich die Geschichte etwas wie ein Kaugummi in die Länge zu ziehen. Katharina Seck trieb hier nicht nur den Auslöser des Suizids von Ada heran, sondern füllte mir persönlich zu viele Lücken, um die Geschichte auszuweiten.

Am Ende des Buches waren die Emotionen nicht mehr ganz so stimmig für mich. Im einen Moment wird von Antriebslosigkeit und ausgelaugt sein geschrieben und im nächsten Satz folgt ein Witz und lachen. Die Gefühle haben sich für mich hier manchmal viel zu schnell abgelöst, waren zu sprunghaft und dadurch fehlte es an Authentizität.


Fazit:
Das Thema der Geschichte hat mir in ihrer Umsetzung gut gefallen. Die Autorin verfolgte stets einen roten Faden und die Zusammenhänge waren stimmig. Ich war mir zuerst unsicher, wie sehr mich das Buch belasten könnte und ob es zu nah an wahren Begebenheiten ist. Für mich persönlich ist jeder Thriller schlimmer. Also wenn man nicht gerade selbst einen Schicksalsschlag zu den im Buch erwähnten Themen erlitten hat, lässt es sich bestimmt gut lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.12.2024

Nette Geschichte

Widder Willi will aber!
0

Worum geht's?
Widder Willi lebt gemeinsam mit seiner Familie inmitten einer Schafherde. Er ist sehr widderwillig und möchte, dass alles nach seinem Kopf geht. Dabei geht einiges schief und er verärgert ...

Worum geht's?
Widder Willi lebt gemeinsam mit seiner Familie inmitten einer Schafherde. Er ist sehr widderwillig und möchte, dass alles nach seinem Kopf geht. Dabei geht einiges schief und er verärgert seine Familie. Bei einem neuerlichen Trotzanfall lernt er den Steinbock Hörnchen kennen, der ebenso "keinbock" hat. Gemeinsam lernen sie nun über ihren Schatten zu springen.


Meine persönliche Meinung:
Das Buch ist sehr schön illustriert und die Grafiken sind nicht mit Details überladen. Auch das Cover ist ansprechend gestaltet.

Anhand des Klappentextes hab ich mir jedoch einen anderen Inhalt erwartet. Das Buch wird als Buch für die Trotzphase/Autonomiephase beworben. Der Gedanke hinter der Geschichte ist sehr süß, genauso wie Willi Widder und sein Freund Hörnchen der Steinbock. Durch die Verbindung zu Hörnchen kommt jedoch mehr das Thema Freunde finden in den Vordergrund.

Sprachlich ist das Buch mit den Wortwitzen gut durchdacht. Jedoch aus meiner Ansicht, als Elementarpädagogin, eher ungeeignet für das angegebene Alter von 3 Jahren. Die Wortspiele brauchen viel Erklärung und somit ist das Sprachniveau eher für Kinder ab 6 Jahre. Wo dann hierbei das Thema der Trotzphase fehl am Platz ist, da diese bereits im angegebenen Alter von 3 Jahren ihren Mittelpunkt hat.


Fazit:
Die Geschichte an sich hat mir gut gefallen, jedoch hat mich der Klappentext etwas anderes erwarten lassen. Es kommt vielmehr das Thema Freundschaft in den Vordergrund als die Trotzphase. Ebenso ist es vom Sprachniveau weniger für Kinder ab 3 Jahren geeignet, sondern eher vor Vorschulkinder beziehungsweise für Kinder ab dem 6. Lebensjahr.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.12.2024

Ein Liebesroman, dem es an Dramen nicht fehlt

Kiss the Right Bride
0

Worum geht's?
June, Mitgründerin der Hochzeitsagentur Wedding Dreams, hat einen großen Auftrag an Land gezogen. Die Tochter des Bürgermeisters heiratet. Doch wie es so sein soll, macht ihr bei der Auslieferung ...

Worum geht's?
June, Mitgründerin der Hochzeitsagentur Wedding Dreams, hat einen großen Auftrag an Land gezogen. Die Tochter des Bürgermeisters heiratet. Doch wie es so sein soll, macht ihr bei der Auslieferung der Probetorte das Schicksal einen Strich durch die Rechnung. Sie läuft, mit der Torte in der Hand, mit ihrer schmerzlich vergessenen Jugendliebe zusammen und hat keine Ahnung, dass er der zükunftige Ehemann ihrer Auftraggeberin ist. Natürlich bleibt es nicht nur bei einer Begegnung und somit beginnt die hart aufgebaute Schutzmauer langsam zu wanken. Das Schicksal ist manchmal wirklich umungänglich.


Meine persönliche Meinung:
Das Cover hat mich sofort angesprochen. Es hat eine sehr magische und romantische Wirkung. Die Spitzen und zartrosa Blüten spiegeln den Hochzeitstraum eines jeden Mädchens wider.

Die Kapitel beginnen immer mit einem kleinen Ausschnitt in die Vergangenheit. Manchmal werden auch ganze Kapitel in der Vergangenheit erzählt. Diese Einblicke sind ein wichtiger Bestandteil fürs Verständnis der Geschichte. Diese Zeitsprünge wurden gut gelöst, indem die Vergangenheit und Gegenwart jeweils in einer anderen Schriftart aufs Papier gebracht wurde.

Das Buch lässt sich schnell und einfach lesen. Daniela Hartig hat für ihren Liebesroman einen einfachen Sprachstil gewählt. So kann man voll und ganz in die Geschichte von June und Ryder tauchen und stolpert nicht über irgendwelche komplizierten Wörter.

June und Ryder sind sehr sympathische Charaktere und für das Liebesdrama passend gewählt. Sie scheinen sich wirklich gut zu kennen und oftmals gleich zu handeln. Trotz der vielen Szenen mit den beiden Figuren, da sie die Hauptcharaktere sind und somit die Geschichte erzählen, fehlte mir ein tieferer Zugang zu ihnen.

Die Handlungen sind nicht zu detailliert beschrieben. Man hat die Möglichkeit sich die Szenen mit der eigenen Fantasie auszumalen. Das soll jedoch nicht heißen, dass die Geschichte oberflächlich ist. Sie lässt einfach nur mehr Spielraum für seine eigenen Vorstellungen und verfolgt strikt einen roten Faden. Als Leserin hatte ich dadurch nicht das Gefühl, dass die Autorin zu überflüssigen Lückenfüllern gegriffen hat, um die Geschichte in die Länge ziehen zu können.


Fazit:
Die Autorin Daniela Hartig hat mit dieser Geschichte das ganz große Drama eingefangen und uns eine wunderbare Liebesgeschichte hinterlassen. Auch wenn es mir ein wenig an der Tiefe der Charaktere gefehlt hat, hab ich die Geschichte von June und Ryder verschlungen. Hierbei geht es vielmehr um Gefühle und Emotionen und nicht um spicy Szenen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.11.2024

Töchter der Wölfe

The Wilderness of Girls
0

Worum geht's?
Rhi, ist ein Teenager, der plötzlich der Boden unter den Füßen weggerissen wird und vor einem Neuanfang, ohne vertraute Personen, steht. Bei ihrem Neuanfang entdeckt sie im Wald vier wilde, ...

Worum geht's?
Rhi, ist ein Teenager, der plötzlich der Boden unter den Füßen weggerissen wird und vor einem Neuanfang, ohne vertraute Personen, steht. Bei ihrem Neuanfang entdeckt sie im Wald vier wilde, verwahrloste Mädchen, deren Geschichte sie in einen Bann zieht. Die Hintergründe, um die Geschichte der Mädchen, ziehen sie nicht nur magisch an, sondern bringen sie auch emotional und psychisch Aufgrund ihrer eigenen Erlebnisse an ihre Grenzen.


Meine persönliche Meinung:
Die Autorin schildert zu Beginn des Buches alle Themen, die in der Geschichte thematisiert werden. Ich finde diese Warnung sehr wichtig, da man sich so noch überlegen kann, ob man das Buch emotional und psychisch zu lesen schafft.

Den Anfang des Buches, vor Kapitel 1, finde ich persönlich etwas überflüssig, da der Klappentext bereits alles aussagt. Vorallem wird in diesem Vorkapitel alles doppelt wiederholt.

Rhi, ein Mädchen, das bei Vater und Stiefmutter aufwächst und neben dem Verlangen nach den Grundbedürfnissen immer wieder ihr Verlangen nach Zärtlichkeit verdrängt.
Obwohl im Buch immer wieder viele Details über die einzelnen Figuren preisgegeben werden, hat es die Autorin leider nicht geschafft, mir diese näher zu bringen. Die Hauptprotagonistin, sowie die anderen Figuren, scheinen für mich irgendwie unerreichbar zu sein und daher nicht greifbar genug.

Madeline Claire Franklin verwendet einen einfachen Sprachstil, der sich über das gesamte Buch hinweg flüssig lesen lässt. Dieser ist passend für ein Jugendbuch gewählt.
Ebenso beschreibt sie die Umgebungen sehr genau, um eine innere Vorstellung davon zu bekommen.

Die Autorin hat Kapitel mit einer Zwischengeschichte eingebaut, um den Hintergrund des Entstehens der wilden Mädchen zu kennen.

Leider wurde ein Kapitel unterbrochen und dann wurde in der Geschichte weiter vorne angesetzt. Auch wenn es sich dabei nur um wenig verlorenen Inhalt handelt, finde ich, dass dieser fehlte. Beim Lesen war ich dadurch kurzzeitig etwas verwirrt.

Die beinhaltete Thematik und der Grundgedanke der Geschichte wäre sehr spannend. Leider schafft es die Autorin nicht, dies auch so auf Papier zu bringen. Es gibt sehr viele Lückenfüller, die das Lesen für mich sehr mühsam gemacht haben.


Fazit:
Es muss beachtet werden, dass es das Debüt der Autorin ist. Die Idee der Geschichte ist großartig. Leider hat Madeline Claire Franklin für mich persönlich zu wenig aus dem Potenzial der Geschichte gemacht. Es fehlte mir an Tiefe und Spannung und hat mich somit nicht vollständig erreicht. Es wäre mir damals als Leseneuling im Teenageralter, genau die Zielgruppe des Buches, bereits zu wenig gewesen um mit Interesse am Buch zu bleiben.
Da die Thematik des Buches für Jugendliche sehr aufwühlend sein kann, wäre auf jeden Fall zu empfehlen, das Buch nachzubesprechen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.11.2024

Die Magie des Lebens

Ein Funke nur, ein kleines Licht - Eine Geschichte über Liebe und Mut
0

Worum geht's?
Mäuserich wird durch die Weisheit seines Großvaters liebevoll und achtsam durchs Leben geleitet. Er sieht nicht nur sich, sondern auch andere und deren Not. Mit der Geschichte wird der Lauf ...

Worum geht's?
Mäuserich wird durch die Weisheit seines Großvaters liebevoll und achtsam durchs Leben geleitet. Er sieht nicht nur sich, sondern auch andere und deren Not. Mit der Geschichte wird der Lauf des Lebens aus der Sicht von Mäusen beschrieben und bekommt durch Großvaters Worte etwas magisches.


Meine persönliche Meinung:
Das Cover ist passend zum Buchtitel gewählt. Es ist eher dunkel gehalten, mit ein wenig Sternenlicht. Dies macht es sehr ansprechend und wirkt ein wenig magisch, so wie die Geschichte auch ist.
Die Illustrationen der einzelnen Seiten sind immer passend zum Text gewählt. Sie sind sehr detailiert gehalten, jedoch nicht überladen gestaltet.

Der Sprachstil ist in gereimter Form und somit braucht es schon ein gewisses kognitives Verständnis der Kinder um dem Text folgen zu können.

Im Buch werden sehr viele wichtige Themen aufgegriffen, die im gesellschaftlichen Miteinander immer wieder auf einen stoßen. Es geht um Liebe und Mut, aber auch um Zusammenhalt, Teilen und Abschied nehmen.

Das Ende hat mir sehr gut gefallen, da es einem vermittelt, dass jede Geschichte von vorne beginnt.


Fazit:
Aufgrund der gereimten Sprache würde ich das Buch eher für Kinder im letzten Kindergartenjahr empfehlen oder auch gern früher, wenn die Kinder sprachlich auf einem guten Niveau sind.
Mich hat die Geschichte vom Mäuserich sehr berührt und sie sollte Aufgrund des Endes umbedingt mit den Kindern aufarbeitet werden.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema