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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.07.2023

Schwacher Nachfolger

Heart of Fire
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Persönlich bin ich - nach dem Lesen des ersten Teiles - an das Buch rangegangen mit der Erwartung auf spannende Ereignisse, und auch dem Glauben, dass es nun mehr um den Fantasy-Aspekt des Buches gehen ...

Persönlich bin ich - nach dem Lesen des ersten Teiles - an das Buch rangegangen mit der Erwartung auf spannende Ereignisse, und auch dem Glauben, dass es nun mehr um den Fantasy-Aspekt des Buches gehen wird. Dem war allerdings nicht so: Der Fantasy-Teil kam nur am Rande vor, und insgesamt ging es eher nur um die Romanze der Protagonisten, welche sehr in die Länge gezogen war. Zudem kamen mir manche - im romantischen Kontext getroffene - Aussagen viel zu übertrieben rüber. Insgesamt hätte man das Buch für mich um 70% kürzen können, es wirkte so, als hätten die Autorinnen sich, beim Schreiben, etwas in der Handlung verloren.

Es gab aber auch Dinge, die positiv hervorstachen, so war auch hier wieder der Schreibstil beider Autorinnen überzeugend, fesselnd und gefühlsbetont. Das hat allerdings nicht gereicht, um den Rest auszugleichen, weshalb ich dem Buch 2,5 von 5 Sternen gebe.

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Veröffentlicht am 30.04.2023

Mir fiel es selten so schwer in ein Buch reinzukommen

Silent Scream – Wie lange kannst du schweigen?
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Vorab erst einmal; die Bewertungen, zu diesem Buch sind ziemlich gut. Das kann ich auch in sofern nachvollziehen, dass die Idee für den Krimi, und auch die Geschichte rund um die Mordserie sehr gut ausgearbeitet ...

Vorab erst einmal; die Bewertungen, zu diesem Buch sind ziemlich gut. Das kann ich auch in sofern nachvollziehen, dass die Idee für den Krimi, und auch die Geschichte rund um die Mordserie sehr gut ausgearbeitet ist. Jedoch bringt das nicht viel, wenn man erst bis Seite 300 lesen muss um wirklich in die Geschichte einzutauchen und mit zu bangen.

Um das etwas genauer zu erläutern; persönlich konnte ich bis zum Ende hin zur Protagonistin (der Ermittlerin) keine Beziehung aufbauen. Die Autorin hat wohl den Plan gehabt eine taffe Ermittlerin darzustellen. Damit wurde meiner Meinung nach jedoch etwas übertrieben, und diese extreme „ich mach mein Ding und lass mir nichts gefallen„ Einstellung hat bei mir bewirkt, dass die Protagonistin auf mich arrogant und ich-bezogen gewirkt hat.

Zudem hat mich der Schreibstil teils etwas gestört. Aussagen, wie; „Das interessiert mich nicht die Bohne!“
haben sehr ulkig, sowie kleinkindlich gewirkt und passten einfach nicht zu einer erwachsenen Ermittlerin. Es hat dann auch die Spannung aus der Situation genommen, was schade war.

Ein weiterer Aspekt ist meines Erachtens nach die Liebe der Protagonistin zu Motorrädern, und verstehen Sie mich hier nicht falsch, ich habe nichts dagegen, wenn jemand über etwas leidenschaftlich ist, jedoch fand ich dass es hier zu viel des Guten war. Sätze, wie
„Die Ninja zu fahren war wie das Zureiten eines temperamentvollen Pferdes. Es ging um Kontrolle, die Zähmung eines Rebellen“, waren meines Erachtens nach viel zu übertrieben. Man muss ja auch bedenken, dass nicht jeder diese Begeisterung teilt, weshalb das dann in einem Rahmen gehalten werden sollte, der auch für Leser*innen, die sich dafür nicht interessieren ok ist. Das war hier meines Erachtens nach überhaupt nicht der Fall.

Nun dies war jetzt sehr viel negatives, und wie man meiner Bewertung schon entnehmen kann hat das für mich auch überwogen. Jedoch ist die Autorin, und das möchte ich klar sagen, absolut nicht schlecht. Wie zu Beginn erwähnt ist das Buch erst gegen Seite 300 wirklich interessant geworden, aber dann auch richtig! Die wirklich spannungsgeladen Szenen waren super gut geschrieben und am Ende mochte ich die Protagonistin dann doch, allerdings ist das etwas, dass nicht erst im letzten Kapitel der Fall sein sollte.

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Veröffentlicht am 10.04.2023

Nicht schlecht, aber auch noch lange nicht gut

Blue Seoul Nights
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Das Buch ist nicht schlecht geschrieben; die Autorin hat einen guten Schreibstil und der Text lässt sich flüssig lesen. Mich persönlich hat das Buch jedoch absolut nicht gepackt und eher gelangweilt, weshalb ...

Das Buch ist nicht schlecht geschrieben; die Autorin hat einen guten Schreibstil und der Text lässt sich flüssig lesen. Mich persönlich hat das Buch jedoch absolut nicht gepackt und eher gelangweilt, weshalb ich es, kurz vor Seite 400, abgebrochen habe.

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Veröffentlicht am 22.05.2024

Naja

Rahel Varnhagen
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Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich allgemein nicht so viele Lebensgeschichten lese, da ich meist Probleme habe den Zugang zur Person, über die berichtet wird, zu finden. Ein solches Problem hatte ich ...

Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich allgemein nicht so viele Lebensgeschichten lese, da ich meist Probleme habe den Zugang zur Person, über die berichtet wird, zu finden. Ein solches Problem hatte ich auch hier: Die Erzählung war für meinen Geschmack zum Teil zu distanziert. Darüberhinaus nutzte Arendt an einigen Stellen Zitate Varnhagens, die zwar charakterisierend für Rahel waren, jedoch wurden diese häufig sehr schlecht in den Text eingegliedert: So wechselte dann plötzlich die Erzählperspektive des Er-/Sie-Erzählers zum Ich-Erzähler, was beim Lesen anstrengend war und dieses eher holprig gestaltet hat.

Inhaltlich fand ich das Buch mittelmäßig: Einige Aussagen waren sehr inspirierend und bewegend, gleichzeitig gab es aber auch Stellen, wo ich mir einen anderen inhaltlichen Fokus gewünscht hätte.

Zusammenfassend würde ich sagen, dass die Lebensgeschichte von Rahel definitiv Gehör verdient, jedoch empfehle ich nicht unbedingt dieses Buch dafür. Ich denke, dass es da andere gibt, die beim Lesen angenehmer sind und bessere Schwerpunkte haben.

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Veröffentlicht am 14.04.2024

DIE AUTORIN…

Die Kanzlerin
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Das Buch ist sehr gut recherchiert und man merkt, dass sich die Autorin intensiv mit dem Thema beschäftigt hat. Dabei wurden sowohl Interviews mit Merkel, als auch Experten-Meinungen, von bspw. Politikwissenschaftlern, ...

Das Buch ist sehr gut recherchiert und man merkt, dass sich die Autorin intensiv mit dem Thema beschäftigt hat. Dabei wurden sowohl Interviews mit Merkel, als auch Experten-Meinungen, von bspw. Politikwissenschaftlern, mit eingebracht. An sich konnte dieser Ansatz eine gewisse Mehrperspektivität erzeugen. Dies ist dann allerdings nur mittelmäßig ausgeschöpft worden: So konnte man nämlich im ganzen Werk unterschwellig die Meinung der Autorin rauslesen, was an gewissen Kommentaren und Wortwahlen recht gut zuerkennen war. Dies hat dem Ganzen eine Unprofessionalität verliehen, was ich bei einem solchen Buch als ziemlich unangebracht empfunden habe.

Darüberhinaus gab es teilweise Stellen, wo die Autorin wohl Möchtegern-philosophisch sein wollte: Wenn man das so nennen möchte. Beispielsweise hat sie den Wortlaut „einen Fehler machen“ als eine bewusste Fehlentscheidung, die man trotz besseren Wissen trifft, definiert. Einen Irrtum stellt sie dabei als ein Versehen dar, und trennt die Worte von der Bedeutung her deutlich voneinander. Dies mag zwar ein schönes Ausschmücken des Ganzen sein, ist aber - im Hinblick auf die Duden Definitionen beider Wörter, besonders im Bezug auf den Begriff „Fehler“ - unsinniges Gerede.

Demnach haben wir hier ein gut recherchiertes Buch, das leider einige Darstellungsprobleme hat, welche das Ganze ziemlich runter ziehen. Es ist aber immer noch ein netter Rückblick mit interessanten Informationen, die einen die ganze Regierungszeit mit Merkel noch einmal vor Augen führen.

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