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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.07.2025

Eine Prinzessin, ein sterbendes Dorf und eine Reise ins Ungewisse!

Daughter of Ruin. Götterblut
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Daughter of Ruin entführt uns in ein spannendes Setting aus nordischer Mythologie und moderner Welt. Die Geschichte beginnt direkt mitreißend: Freya, Tochter der Gottestöterin, lebt in einem kleinen Wikingerdorf, ...

Daughter of Ruin entführt uns in ein spannendes Setting aus nordischer Mythologie und moderner Welt. Die Geschichte beginnt direkt mitreißend: Freya, Tochter der Gottestöterin, lebt in einem kleinen Wikingerdorf, das vom sogenannten Gletscherfieber bedroht wird. Um ihre Heimat zu retten, bricht sie auf eine gefährliche Reise auf – und wird dabei von ihrer Vergangenheit eingeholt.

Die Kapitel sind kurz, es passiert ständig etwas, und man fliegt förmlich durch die Seiten. Ein Plottwist jagt den nächsten, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

Da es ein Einzelband ist, bleibt natürlich nicht so viel Raum für ausführliche Charakterentwicklungen, aber ich konnte trotzdem mitfühlen und fand die Beziehungen zwischen den Figuren glaubwürdig und berührend.

Die Welt ist atmosphärisch beschrieben, und der Bezug zur nordischen Mythologie ist wirklich gut umgesetzt – weder zu überladen noch zu oberflächlich. Wer Lust auf eine mystische Romantasy-Geschichte zum Miträtseln hat, ist hier genau richtig.

4 von 5 Sternen – spannend, bildhaft und emotional!

  • Einzelne Kategorien
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.07.2025

Wenn Träume gefährlich werden

Glory of Broken Dreams (Devil's Dance 1)
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Schon das Cover von Glory of Broken Dreams verzaubert: träumerisch, mystisch und farblich perfekt auf die Geschichte abgestimmt. Es spiegelt die Atmosphäre des Romans wider, der von Anfang an einen Hauch ...

Schon das Cover von Glory of Broken Dreams verzaubert: träumerisch, mystisch und farblich perfekt auf die Geschichte abgestimmt. Es spiegelt die Atmosphäre des Romans wider, der von Anfang an einen Hauch von Magie und Gefahr versprüht.

Im Mittelpunkt steht Charlotte – oder Charlie –, die davon träumt, als Varietétänzerin im renommierten Hotel Lichtenstein zu arbeiten. Doch dieses Hotel ist kein gewöhnlicher Ort: Es soll eine geheimnisvolle Magie bergen, die Träume wahr werden lässt. Charlie wirkt zunächst entschlossen und stark, doch je länger sie im Hotel verweilt, desto mehr beginnt ihre Fassade zu bröckeln.

Hier trifft sie auf Willem, einen undurchschaubaren jungen Mann, der boxt und ein dunkles Geheimnis mit sich trägt. Seine Mission, seinen verschwundenen Bruder zu finden, macht ihn geheimnisvoll und schwer greifbar. Stück für Stück kommen sich Charlie und Willem näher – und dennoch bleibt stets die Frage: Wem kann man in diesem Ort trauen?

Denn hinter den schillernden Fassaden des Hotels lauert eine düstere Bedrohung. Mysteriöse und gefährliche Ereignisse häufen sich, Menschen verschwinden spurlos, Angestellte sind gefangen, weil das Kündigen fatale Konsequenzen hätte. Es scheint fast, als hätte das Hotel ein eigenes Bewusstsein …

Ruby Brauns Schreibstil ist gewohnt flüssig, bildhaft und packend. Die Spannung steigert sich kontinuierlich bis zum Ende, und man fiebert mit den Charakteren mit. Sowohl Charlie als auch Willem sind facettenreich gestaltet, und auch Nebenfiguren wie Charlies Schwester Wanda bleiben im Gedächtnis – von ihr würde man gern noch mehr lesen.

Als Auftakt einer Dilogie überzeugt Glory of Broken Dreams mit einem originellen Setting, einer düsteren, magischen Atmosphäre und einer gelungenen Mischung aus Spannung und Romantik. Auch wenn mich Ruby Braun bereits mit Vengeance und Grace noch einen Tick mehr begeistern konnte, freue ich mich sehr auf die Fortsetzung.

Fazit: Mysteriös, atmosphärisch und voller Spannung – ein gelungener Auftakt, der Lust auf mehr macht!
⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5 Sterne)

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Veröffentlicht am 17.07.2025

Wunderbar poetisch

Allow a Sunflower to Bloom
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„Allow a Sunflower to Bloom“ hat mich von Anfang an gepackt. Es ist eine ruhige, aber unglaublich berührende Geschichte über das Erwachsenwerden, die Suche nach sich selbst und wie wichtig es ist, den ...

„Allow a Sunflower to Bloom“ hat mich von Anfang an gepackt. Es ist eine ruhige, aber unglaublich berührende Geschichte über das Erwachsenwerden, die Suche nach sich selbst und wie wichtig es ist, den eigenen Schmerz anzusehen.

Im Mittelpunkt steht Emmee, die zusammen mit ihrer Schwester Madita in eine WG zieht. Dort treffen fünf sehr unterschiedliche Persönlichkeiten aufeinander, jeder mit eigenen Träumen und Verletzungen. Emmee ist in einer liebevollen Pflegefamilie aufgewachsen, doch die Frage nach ihrer Herkunft lässt sie nicht los: Warum hat ihr Vater sie damals im Jugendamt zurückgelassen?

Als Emmee beginnt, sich in der WG einzuleben, meldet sich ihre Vergangenheit zurück. Alte Wunden reißen auf, und sie muss sich dem stellen, was sie so lange verdrängt hat. Gleichzeitig entwickelt sich etwas Besonderes zwischen ihr und Casimir – einem Mitbewohner, der selbst seine Geheimnisse mit sich trägt. Die leise Liebesgeschichte zwischen den beiden hat mich wirklich berührt.

Der Schreibstil ist poetisch und bildhaft, teilweise so schön, dass ich Sätze zweimal lesen musste. Besonders gefallen haben mir die vielen Bezüge zur Kunst, die der Geschichte eine ganz eigene Tiefe geben.

Mein Fazit:
Ein Buch für alle, die Geschichten lieben, die ans Herz gehen, ohne kitschig zu sein. Es geht um Liebe, Freundschaft, Geheimnisse – und um den Mut, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen.

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Veröffentlicht am 10.07.2025

So berührend!

Sunbirds
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Schon das Cover dieses Romans zieht einen in den Bann: In warmen Rot- und Gelbtönen gestaltet, symbolisiert es Hitze, Licht und Aufbruch. Eine einsame Gestalt schreitet einem fernen Sonnenaufgang über ...

Schon das Cover dieses Romans zieht einen in den Bann: In warmen Rot- und Gelbtönen gestaltet, symbolisiert es Hitze, Licht und Aufbruch. Eine einsame Gestalt schreitet einem fernen Sonnenaufgang über den Bergen entgegen – wohin führt dieser Weg? Diese Frage durchzieht auch die gesamte Geschichte.

1997 verschwindet der junge Torran während einer Reise spurlos in Indien. Seine Eltern, Robert und Anne, sind am Boden zerstört. Während Robert schließlich nach England zurückkehrt, bleibt Anne – getrieben von Hoffnung, Schuld und Liebe – in Indien. Sie verbringt Jahre damit, nach Spuren ihres Sohnes zu suchen, hängt Plakate auf, spricht mit Einheimischen und Touristen, immer in der Hoffnung auf ein Lebenszeichen.

Sieben Jahre später: Anne sucht noch immer. Inmitten der Realität, dass in Indien zu dieser Zeit viele Menschen verschwinden, bleibt ihre Hoffnung unerschütterlich. Da taucht eine neue Spur auf – und mit ihr Esther, eine britische Journalistin mit einer persönlichen Vergangenheit mit Anne und Robert. Als Esther Hinweise auf Torrans Verbleib erhält, begibt auch sie sich nach Indien, und mit ihr beginnt eine berührende Reise – nicht nur durch das weite Land Indien, sondern auch durch die Vergangenheit.

“Sunbirds” ist eine fein erzählte, sehr emotionale Geschichte über Verlust, Hoffnung und das Ringen mit der Vergangenheit. Der flüssige, poetische Schreibstil von Penelope Slocombe zieht einen förmlich hinein – man denkt viel nach, fühlt mit den Figuren mit und möchte das Buch kaum aus der Hand legen.

Ein zentrales Thema ist Mutterschaft: Kann man sich in der Liebe zu einem Kind selbst verlieren? Wie sehr darf oder muss man Menschen loslassen, die man liebt?

Am Ende ist “Sunbirds” auch eine Geschichte über Selbstfindung – darüber, wie man weiterleben kann, wenn das Leben einem etwas Unvorstellbares nimmt. Nur wer sich mit der eigenen Vergangenheit versöhnt, kann wirklich weitergehen.

Ein Buch, das noch lange nachhallt. Tiefgründig, bewegend, wunderschön geschrieben.

4,5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Sehr emotionale Geschichte

Bis mein Herz wieder schlägt
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Schon das Cover sticht direkt ins Auge: Die wunderschönen Lila- und Rosatöne wirken atmosphärisch, fast so, als würde man auf einer Wolke schweben. Genauso stelle ich mir die Zwischenwelt vor – zart, verträumt ...

Schon das Cover sticht direkt ins Auge: Die wunderschönen Lila- und Rosatöne wirken atmosphärisch, fast so, als würde man auf einer Wolke schweben. Genauso stelle ich mir die Zwischenwelt vor – zart, verträumt und voller Gefühl.

Die Hauptfigur Emery erlebt mit nur fünf Jahren ihren ersten Herzstillstand. In diesem Moment betritt sie zum ersten Mal die Zwischenwelt – einen Ort zwischen Leben und Tod. Dort begegnet sie Nick, der eigentlich dafür zuständig ist, die Seelen Verstorbener auf ihrem letzten Weg zu begleiten. Doch Emery ist anders: Durch ihre Krankheit bleibt ihr Herz immer wieder für kurze Zeit stehen – und doch kehrt sie jedes Mal ins Leben zurück.

Wir begleiten Emery und ihre Familie über viele Jahre hinweg. Dabei erleben wir sowohl die Herausforderungen im Umgang mit ihrer Krankheit als auch die typischen familiären Spannungen und Emotionen. Die Geschichte ist tief bewegend und geht oft sehr zu Herzen – Tränen sind beim Lesen nicht ausgeschlossen.

Auch Nick wird im Laufe der Handlung immer greifbarer. Seine eigene Vergangenheit und das Schicksal, das er trägt, sind spannend und mitreißend erzählt.

Der Schreibstil von Becky Hunter ist flüssig, gefühlvoll und fesselnd. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und war richtig traurig, als es zu Ende war.

Ein kleiner Kritikpunkt: Emerys Charakterentwicklung hätte für meinen Geschmack etwas stärker ausgearbeitet sein können. Trotz ihres Alters wirkt sie stellenweise trotzig und fast kindlich, was nicht immer ganz zur Situation passt.

Besonders gelungen fand ich die zwischenmenschlichen Spannungen – sowohl innerhalb der Familie als auch zwischen Emery, Nick und Colin. Man fiebert mit und fragt sich unweigerlich: In welcher Welt wird Emery letztlich leben wollen – bei Nick oder bei Colin?

Fazit: Eine emotional tiefgehende Geschichte zwischen Leben, Tod und der Liebe dazwischen – berührend, spannend und atmosphärisch

4,5 von 5 Sternen

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