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nina_maria

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Veröffentlicht am 18.02.2022

Rezension „Und du fliegst durch die Nächte“

Und du fliegst durch die Nächte
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Da ist er also, der zweite Teil der Love-is-Love Reihe von Sophie Bichon. Lange hat er auf meinem Sub gelegen, weil ich nicht zu lange auf den dritten Teil warten wollte und endlich habe ich ihn befreit. ...

Da ist er also, der zweite Teil der Love-is-Love Reihe von Sophie Bichon. Lange hat er auf meinem Sub gelegen, weil ich nicht zu lange auf den dritten Teil warten wollte und endlich habe ich ihn befreit. Und das hat sich definitiv gelohnt!
Doch first Things first: Das Cover

Wie schon bei, ersten Teil, liegt der Akzent auf dem Schwarz, was das Buch edel wirken lässt. Die Akzente werden von den in allen Regenbogenfarben (ich liebe den Hintergrund btw) schillernden Kreisen/Seifenblasen gesetzt, was mir sehr gut gefällt.

Um ehrlich zu sein war mein Start mit dem Buch mehr als holprig. Ich kann gar nicht so genau sagen, woran das lag, aber in der retrospektive spielen da wohl mehrere Faktoren eine Rolle. Allen voran die Tatsache, dass ich das Buch vermutlich zur falschen Zeit gelesen habe und das ich mir einen viel zu großen Druck gemacht habe es zu beenden. Warum? Absolut keinen blassen Schimmer!
Ein weiterer Fakt ist, dass die Kapitel mitunter sehr lang sind. An und für sich stört mich das gar nicht und eigentlich liebe ich lange Kapitel (je länger, desto besser) aber dieses Mal hat es mich im Lesen echt gehindert und gehemmt und mir zu Teil die Freude genommen. Zwischenzeitlich hatte ich einfach das Gefühl so gar nicht voran zu kommen.
Waren die Kapitel in Band eins auch so lang? Falls ja, habe ich das zumindest da nicht so wahrgenommen!

Nichtsdestotrotz habe ich diese wunderbare Liebesgeschichte geliebt und in mein Herz geschlossen.
Julius und Romeo - perfekter geht es wohl nicht. (Allein das Spiel mit den Namen finde ich genial)

Die beiden Protagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein und trotzdem passen sie wie die Faust aufs Auge zueinander.
Julius, der so voller Lebenshunger ist und in allem und jedem das Gute sieht. Der manchmal zu viel Gutes sieht und die Leserschaft in seinem unkonventionellem Denken, Leben und Sein absolut in seinen Bann zieht.
Romeo, der so voller Selbstzweifel und zum Teil Selbsthass ist und sich manchmal in seiner Dunkelheit zu verlieren droht. Der die Drogen und die Taubheit braucht um funktionieren zu können und der die Leser*innen dazu bringt, ihn einmal kräftig durchschütteln zu wollen.
Die beiden sind wie Yin und Yang, nehmen und geben sich gleichzeitig so viel.

Ihre Geschichte ist absolut berührend - über das erste Kennenlernen, das langsame Annähern, das sich ineinander verlieben, das Krisen erleben, fast daran zerbrechen und das gemeinsame Überwinden. Dieses Buch ist der Grund, warum ich Liebesgeschichten so gerne lese und vor allem ist es der Grund, warum ich sie nicht mehr nur als leichte Lektüre für zwischendurch abstemple.

Es war die erste reine BoyXBoy Romancestory, die ich je gelesen habe und weil ich selbst kein homosexueller Mann bin, kann ich nichts über die Authentizität sagen, maße mir das auch gar nicht an, sondern kann nur sagen, dass mich die Geschichte berührt hat und ich sie tief in mein Herz geschlossen habe.

Danke für diese Liebe!

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Veröffentlicht am 18.02.2022

Rezension „Gemina“

Gemina. Die Illuminae Akten_02
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JAHRESHIGHLIGHT

Lange Zeit war ich dem Genre Sci-Fi gegenüber immer etwas skeptisch, aber spätestens die Illuminae-Files von Jay Kristoff und Amie Kaufman haben mich absolut überzeugen können.

Schon ...

JAHRESHIGHLIGHT

Lange Zeit war ich dem Genre Sci-Fi gegenüber immer etwas skeptisch, aber spätestens die Illuminae-Files von Jay Kristoff und Amie Kaufman haben mich absolut überzeugen können.

Schon Teil eins, den ich Ende letzten Jahres gelesen habe, war ein Highlight für mich. Genauso verhält es sich auch mit der Fortsetzung der Reihe.
Gemina ist mein erstes Jahreshighlight 2022.

Wie schon Band eins, ist der Inhalt des Buches auch auf dem Einband des Buches, unter dem Umschlag, zu finden. Mir persönlich gefällt das sehr gut, weil es dem Inhalt entspricht; auch das man manches nur mit oder ohne Umschlag sehen kann, passt sehr gut.

Inhaltlich schließt Band zwei nahezu nahtlos an das Ende des ersten Teils an. Wir befinden und nun auf der Sprungstation Heimdall (bin ich die Einzige, die diese Querverbindung in die nordische Mythologie feiert?) und haben ein neues Protagonisten-Couple.
Hanna und Nik könnten unterschiedlicher nicht sein und trotzdem harmonieren sie als Team wunderbar. Ihre Konversationen und Schlagabtausche waren immer erfrischend und lustig. Auch als Ella dazukommt verliert das Team nicht an Dynamik und eigentlich wird es, vor allem, was die Dialoge angeht, nur noch unterhaltsamer. Die ganze Handlung war durchgehend spannend und vor allem der letzte Plottwist hat mich so aus der Bahn gerissen, dass ich, vor der dessen Auflösung, das Buch am liebsten frustriert gegen die Wand geschmissen hätte. Aber genau das macht für mich ein gutes Buch und eine spannende Handlung aus.

Die Gestaltung des Buches war auch hier wieder wie eine Akte aufgebaut und es gab zusätzlich Bilder aus Hannas Tagebuch sowie Baupläne der Sprungstation.

Das besondere an der Reihe ist definitiv der Erzählstil, denn anders als gewohnt gibt es keinen „durchgehenden Erzähler“, wie man das so gewohnt ist, sondern man bekommt Protokolle, Kamerauswertungen, Nachrichtendialoge und „Gerichtsprotokolle“/„Gerichtsaufzeichnungen“ vorgelegt. Wer dem gegenüber am Anfang skeptisch ist, den kann ich absolut verstehen, aber genau das macht die Bücher aus. Das macht sie atemberaubend, rasant und absolut süchtigmachend.

Nun muss ich mich noch bis Mitte Mai gedulden, bis ich endlich Teil drei lesen kann und fiebere dem entgegen.

Die Reihe ist auf jeden Fall eine absolute Leseempfehlung meinerseits und auch für Sci-Fi „Einsteiger“ einfach nur top.

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Veröffentlicht am 18.02.2022

Rezension „Words I Keep“

Words I Keep
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Words I Keep ist, glaube ich, so ein Buch, um das man dieses Jahr nicht einfach so drum herum kommt. Zumindest nicht, wenn man dem NA-Genre etwas zugewandt ist und in der Bookstagram Bubble unterwegs ist. ...

Words I Keep ist, glaube ich, so ein Buch, um das man dieses Jahr nicht einfach so drum herum kommt. Zumindest nicht, wenn man dem NA-Genre etwas zugewandt ist und in der Bookstagram Bubble unterwegs ist.
Wie schon die Bücher von anderen Buchbloggerinnen, hat Josis Debüt noch vor ET eine unfassbar große Aufmerksamkeit bekommen, was mich neugierig, aber auch etwas kritisch gestimmt hat.

Nach dem Lesen kann ich sagen, dass „WIK“ ein absolut solides Wohlfühlbuch ist - allerdings mit Luft nach oben!

Aber beginnen wir ganz von vorne:

Das Cover ist sehr schlicht gehalten und und wird durch die goldenen Highlights nochmal mehr aufgewertet. Außerdem hat das Buch eine „weiche, samtige“ Oberfläche (ist klar, was ich meine?).
Von außen kann man also schon mal „Hui“ sagen.
Aber wie steht es um den Inhalt?

Amber Falls versprüht pure Gilmore Girls Atmosphäre (und das kann sogar ich, als jemand, der die Serie nicht allzu gut kennt oder sie allzu weit geguckt hat, sagen) und vom Wohlfühlfaktor steht die Stadt bei mir auf einer Stufe mit Green Valley.
Unfassbar schönes und kuscheliges Setting?
Check

Die Protagonistin Emely wird schon im Klappentext als schüchtern beschrieben und genau so würde ich sie auch beschreiben. Sie ist zurückhaltend, hat aber trotzdem zwischendurch „mutige/extrovertierte“ Momente. Dadurch, dass sie nicht durchgehend nur „die Schüchterne“ ist, sondern immer im Kontext der Situation auch mal nicht so schüchtern ist, ist sie für mich greifbar und authentisch.

Der Freundeskreis um sie herum, vor allem die Dynamik zwischen Lexie, Will und ihr hat mir gut gefallen, wobei Lexie eindeutig mein Highlight in dieser Konstellation ist. Was für eine coole Socke, die Frau (einer der Gründe, weshalb ich mich schon sehr auf Band zwei freue).
Will hingegen fand ich die gesamte Geschichte über sehr blass, ohne wirkliche Tiefe und manchmal hatte ich den Eindruck, dass er weg ist. Man erfährt einfach viel zu wenig über ihn und tbh ich weiß nicht mal, was er studiert. Zumindest weiß ich, dass er studiert, schwarze Locken und braune Augen hat (
verträumtes Seufzen*)

So weit so gut.
Der Fokus auf Emelys Buchliebe und die Erwähnung und Thematisierung von Bookstagram hat mir sehr gut gefallen. Das habe ich bisher in keinem NA-Buch so je gelesen.

Es gibt aber auch leider eine Sache bzw. eine Person, die ich so gar nicht leiden konnte, und zwar Cassidy.
Schon vorher wurde eine Schwesternbindung zwischen Emely und Cassidy angeteastert und ich war wirklich gespannt und voller Erwartungen. Das, was ich letztlich bekommen habe, entsprach (Achtung Spoiler) aber so gar nicht meinen Erwartungen.
Als große Schwester kann ich Cassidy in dem Konflikt, in dem sie steht und der auch die Beziehung zu Emely belastet, wirklich gut verstehen und die zwischendurch durchschimmernden Schwesternmomente haben dem Zwiespalt noch mal mehr Authentizität verliehen.
Aber unsympathisch hoch zehn ist sie mir trotzdem. Sorry, aber was für eine Horror-Schwester. Sie will zwar nur das Beste, aber mir war sie persönlich too much und viel zu übergriffig…
Zum Ende hin wird es besser, aber das hat meine Einstellung zu ihr auch nicht mehr geändert.
„Cas´ permanente Wechsel von überfürsorglicher Skepsis zu überschwänglicher Euphorie verwirrten mich zwar […]“ (S.145) ist nur eine Aussage Emelys zum verhalten ihrer Schwester und dem kann ich leider nur zustimmen.

Und dann ist da noch David. Sorry not sorry aber David wer?
Mal abgesehen davon, dass er mir einfach nur unsympathisch war, diente er letztlich nur als Sprungbrett und wäre wohl besser ein Randbauer geblieben.

Den Plottwist, der das Ende eingeleitet hat/auf die Zielgerade geführt hat, habe ich schon von Anfang an kommen sehen und wurde deswegen nicht allzu sehr überrascht. Das hat mich aber auch weniger gestört. Leider wurde das Ende des Buches aber relativ schnell abgehandelt und das hätte man vermeiden können.

Zum Schluss ist mir die Sache mit Emelys Mutter und der Rechtfertigung ihres Verhaltens noch absolut sauer aufgestoßen. Ich habe das als einfach zu viel empfunden und hatte das Gefühl, dass die Autorin noch unbedingt das Thema Mental Health oder eben Unhealth einbringen wollte. An sowas stoße ich mich sehr, vor allem wenn es so am Rande mal erwähnt wird, weil man irgendwie noch was in die Richtung einbringen möchte. Abgesehen davon, dass ich es als sehr unsensibel aufgefasst habe, ist diese Darstellung auch eher unrealistisch. Zumindest für mein Empfinden.

Wie man also sieht hat das Buch einige Stärken, aber auch Schwächen, wodurch ein relativ ausgeglichenes Bild entsteht. Leider kann ich das Highlight Potenzial, das so viele in dem Buch sehen, nicht ganz nachvollziehen.
Alles in allem war es ein solides Debüt, das aber definitiv noch Luft nach oben hat.
Ich freue mich jedenfalls sehr auf Band zwei, Lexie und eine Rückkehr nach Amber Falls.

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Veröffentlicht am 18.02.2022

Rezension "Chasing Hope"

Chasing Hope
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Dieses Buch ist definitiv das mein Highlight aus der Montana Arts College Reihe! Es war wirklich ein äußerst gelungener Reihenabschluss und nochmal eine enorme Steigerung zu Band zwei.

As Always: Ein ...

Dieses Buch ist definitiv das mein Highlight aus der Montana Arts College Reihe! Es war wirklich ein äußerst gelungener Reihenabschluss und nochmal eine enorme Steigerung zu Band zwei.

As Always: Ein wirklich wunderschönes Cover und obwohl ich persönlich nicht so der pink/rosa Typ bin, gefällt mir diese Farbabstimmung echt unfassbar gut.

Der Einstieg war wieder super leicht und auch zu den Protagonisten konnte man sofort eine Bindung aufbauen, was vielleicht daran liegt, dass man sie schon in den vorherigen Bänden etwas kennengelernt hat.
Julie hat mir von allen drei Reihenprotagonistinnen auch bisher am besten gefallen. Sie ist eine so natürliche und in sich selbst ruhende Person - es war so schön sie zu begleiten.
Auch Nate konnte ich sofort ins Herz schließen und tbh someone should give me my personal Nate! Außerdem hat er und New York mir auch zwischendurch unfassbar Gossip Girl Vibes gegeben, was mir verdammt gut gefallen hat.
Die Liebesgeschichte zwischen den beiden entwickelt sich wirklich Stück für Stück, obwohl man als Leser natürlich von Anfang an mitbekommt, wie sehr die beiden sich eigentlich mögen. Eine wahre Wohlfühl-Slow-Burn-Geschichte.
Auch der Konflikt hat gut in die Geschichte reingepasst und die Charakterentwicklung, die die beiden durchlaufen ist greifbar und authentisch.

Dieses Mal war der Lesefluss außerdem um einiges besser (vielleicht, weil ich inzwischen an den Schreibstil gewöhnt war) und es gab keine störenden Längen.

Für mich ist dieses Buch wirklich das Beste aus der gesamten Reihe und ich kann nur sagen, dass es sich lohnt „durchzuhalten“, wenn einem Band eins oder zwei nicht so gefallen haben.

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Veröffentlicht am 18.02.2022

Rezension "Chasing Fame"

Chasing Fame
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Genauso wie Band eins, besticht Band zwei mit einem schönen Cover, dass im Mamor-Stil gehalten ist. Diesmal wird auf eine grünliche Farbkombination gesetzt, was mir persönlich besonders gut gefällt.

Der ...

Genauso wie Band eins, besticht Band zwei mit einem schönen Cover, dass im Mamor-Stil gehalten ist. Diesmal wird auf eine grünliche Farbkombination gesetzt, was mir persönlich besonders gut gefällt.

Der Einstieg fiel mir dieses Mal leichter, als bei Band eins, da man das Montana Arts College, die Figuren und das gesamte Setting schon kennt. Die ganze Atmosphäre hat mir besser gefallen, auch wenn es für mich nicht für ein Highlight gereicht hat.

Mit Hazel und Landon hat man ein super Protagonisten-Paar, zwischen dem es schon im ersten Kapitel ordentlich funkt - i like :)
Trotz dieser Tatsache fällt das Buch durch seine Entwicklung leicht ins Enemies-to-Lovers Trope, was mir persönlich auch sehr gut gefallen hat. Aber Achtung: das Motiv ist in anderen Büchern definitiv stärker ausgeprägt. Zumindest für meine Begriffe.
Anders als im ersten Teil waren beide Protagonisten und ihre, sich entwicklende Liebesgeschichte, sehr greifbar für mich und beide hatten die Tiefe, die ich bei Miles und Yuna zum Teil vermisst habe.
Auch den typischen NA-Konflikt fand ich angemessen und nicht zu überspitzt oder aufgebauscht.

Leider kam ich zum Teil aber nur sehr langsam voran, was daran lag, dass sich, vor allem im Mittelteil des Buches, einige Längen gehäuft haben. Das hat dem Buch an sich keinen Abbruch getan, aber es hat das Lesen für mich definitiv etwas erschwert.

Davon abgesehen, empfinde ich Teil zwei dieser Reihe definitiv als Steigerung und es macht gespannt auf Julie und Nate.

Danke für dieses wunderbare Buch für zwischendurch.

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