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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.11.2018

Schlechter als erhofft...

Hasenjagd
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Mein erster Thriller von Lars Kepler und dann so ein Reinfall. Dank einer Buchverlosung durfte ich das Buch kostenlos lesen - vielen Dank dafür schonmal an Lovelybooks und Bastei Lübbe.
Leider habe ich ...

Mein erster Thriller von Lars Kepler und dann so ein Reinfall. Dank einer Buchverlosung durfte ich das Buch kostenlos lesen - vielen Dank dafür schonmal an Lovelybooks und Bastei Lübbe.
Leider habe ich mich etwas durch diesen Thriller gequält, obwohl es zeitweise Stellen gab, die ich als sehr gut und spannend empfunden habe. Der Beginn ist träge und zäh, es wird kaum spannung aufgebaut und der Autor konnte es einfach nicht schaffen, mich zu catchen. Im weiteren Verlauf der Story wird dies etwas besser, dennoch ließ ich mich einige Male dazu hinreißen, ein paar Seiten zu überfliegen. Dann dieses Ende: Super unlogisch, bzw. man erahnt schnell, was da vor sich geht und so fehlte mir der WOW-Effekt, den ich am Ende von guten Thrillern so liebe. Die detaillierten Gewaltdarstellungen machten mir persönlich nichts aus, allerdings war ihr Einsatz an manchen Stellen dann doch überflüssig und diente ganz klar nur dazu, den Leser zu schocken... Etwas mehr Rafinesse bitte!
3/5 Sternen

Veröffentlicht am 19.03.2019

Tolle Fortsetzung mit mehr Spannung

Broken Darkness. So vollkommen
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Wie stark kann sich wohl die Fortsetzung einer Reihe vom ersten Buch unterscheiden? Broken Darkness – So Vollkommen ist eine Fortsetzung eines vorher schon grandiosen Auftaktes der Broken Darkness Reihe ...

Wie stark kann sich wohl die Fortsetzung einer Reihe vom ersten Buch unterscheiden? Broken Darkness – So Vollkommen ist eine Fortsetzung eines vorher schon grandiosen Auftaktes der Broken Darkness Reihe und schließt mit seiner Handlung direkt an seinen Vorgänger an. Viele Leser bemängelten die langsame Handlung des ersten Buches (was mir persönlich nichts ausmachte, da so die Charakterentwicklung im Vordergrund stand). Doch es scheint, als hätte M. O’Keefe diese Kritik vorausgeahnt, denn jetzt habe ich ein Buch gelesen, das spannungsreicher kaum hätte sein können. Die Beziehung von Annie und Dylan begibt sich auf eine neue, ernsthaftere Ebene und plötzlich wandelt sich ein Erotikroman in ein ernsthaftes Beziehungsdrama. Dylans Familie und seine Vergangenheit sorgen für einigen Ärger und eine überraschende Wendung folgt der anderen. Die Autorin schafft es, diese Geschichte auf eine ganz neue Ebene zu bringen und jeder noch so kleine Kritikpunkt am vorherigen Buch ist hier nicht mehr vorhanden. Der Schreibstil ist auch diesmal locker flockig und macht es möglich, dass man das Buch innerhalb eines Tages durchsuchten kann. Während vorher die Entwicklung von Annie im Fokus stand, spielt jetzt auch endlich Dylan eine zentralere Rolle und wir lernen ihn besser kennen und verstehen. Mein absolutes Highlight waren die beiden neuen Charakter, die eingeführt wurden, dazu gehört auch Dylans Bruder (in den ich mich ein bisschen verknallt habe, hehe). Obwohl mit diesem Buch die Geschichte von Dylan und Annie abgeschlossen ist, gelingt es O’Keefe mühelos, die Lust auf Band drei zu schüren, denn der verspricht noch mehr Drama. Das tolle daran: Hierbei handelt es sich eben nicht um das übliche Liebeschaos, sondern um die Probleme, die die Mitgliedschaft in einer Bikergang, einer unglücklichen Ehe und generell kriminelle Vergangenheit mit sich bringt. Inzwischen kann ich durchaus behaupten: Diese Reihe ist auch etwas für Leute, die eigentlich gar keine Schnulzen lesen.

4,5/5 Sterne

Veröffentlicht am 18.02.2019

Tolles Thema, aber etwas langatmig

Someone New
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Someone New ist etwas ganz besonderes. Es ist ein Buch mit einem außergewöhnlichen Thema, einzigartigen Protagonisten und einer großen Überraschung zum Schluss. Ich möchte eigentlich gar nicht sagen, dass ...

Someone New ist etwas ganz besonderes. Es ist ein Buch mit einem außergewöhnlichen Thema, einzigartigen Protagonisten und einer großen Überraschung zum Schluss. Ich möchte eigentlich gar nicht sagen, dass dieses Buch Schwächen hat oder ich die vielen gesellschaftskritischen Ansätze nicht mag. Aber ich muss es sagen, denn ich möchte euch nie das Gefühl geben, ein Buch nicht ehrlich bewertet zu haben, nur weil ich die Autorin mag. Ich möchte also Kritik üben an diesem hochgelobten New-Adult-Roman meiner liebsten deutschen Autorin in diesem Genre.

Beginnen wir mir den Dingen, die mir besonders gut gefallen haben. Julian ist ein toller Typ mit Ecken und Kanten, einer bewegten Vergangenheit und einem coolen Humor. Die Liebesgeschichten der Nebencharakter (auf die in den folgenden Bänden ja noch eingegangen werden soll) sind fast noch interessanter als die Story von Micah und Julian. Es gibt viel Romantik in diesem Buch (welch Überraschung) und für einen Liebesroman erstaunlich wenige Klischees, was sehr erfrischend ist. Der Schreibstil ist nach Kneidl-Standards gemessen solide, allerdings gibt es einige Längen. Das Buch ist ein ordentlicher Schinken mir rund 540 Seiten und vieles wirkt unnötig in die Länge gezogen. Ich konnte zum Beispiel die ausführlichen Beschreibungen des Essens der Protagonisten nach einer Weile nicht mehr sehen. Ansonsten ließt sich das Buch aber super flüssig und gewohnt schnell.

Es gab zwei Dinge, die mich besonders gestört haben: Da waren zum einen die häufige Nennung von Filmen und Serien und irgendwelchen Superhelden. Um zu verdeutlichen, was für ein Nerd Micah ist, hätte locker ein viertel dieser Anspielungen gereicht. Dieses "Stilmittel" findet man ja häufiger im New Adult Genre, aber ich persönlich bin der Meinung, man sollte es eher sparsam einsetzten. Ein oder zwei Eastereggs sind ja ganz nett, aber an jeder Ecke überfordern sie dann doch. Zum anderen störten mich auch die Charakter: Unter allen Bekannten von Micah haben wir einen Schwulen, einen Schwarzen, eine Muslima, eine junge Mutter die noch dazu leicht übergewichtig ist und eben Julian. Über den erfahrt ihr dann im Laufe des Buches noch genaueres. Aber auf mich wirkte der Aufbau von Someone New wie das Abhaken einer Liste von Gesellschaftsproblemen. Die reiche Familie mit dem festgefahrenen Weltbild aktzeptiert das Wunschstudium der Tochter nicht und will natürlich, dass diese das Familienunternehmen übernimmt. Der Sohn wurde natürlich verstoßen, denn jeder weiß, dass Reiche Leute Homosexuelle nicht aktzepieren... Fast jeder in diesem Buch kämpft mit echten Klischee-Problemen! Was also der Lovestory an Stereotypen gefehlt hat, wird an anderer Stelle doppelt hinzugefügt.

Noch dazu ist mir Micah tierisch auf die Nerven gegangen. Sie ist ein extrem egoitisches und uneinsichtiges Mädchen. Ohne den Rat ihrer Besten Freundin würde sie wahrscheinlich ein Herz nach dem anderen brechen und ungehobelt wie keine zweite durch die Welt gehen. Sie verteilt Beziehungsratschläge, obwohl sie selbst mit Julian nichts auf die Reihe bekommt und nimmt selbst noch am Ende alles dankend an, was ihr ihre Eltern bezahlt haben.
Fazit

Someone New ist ein New Adult Buch der etwas anderen Art, aber man darf die Wichtigkeit der Botschaft bei der Bewertung nicht über alles stellen. Bisher das schwächste Buch der Autorin. Für Kneidl-Beginner kann ich "Berühre mich. Nicht." nur wärmstens empfehlen.

3,5/5 Sterne


Vielen Dank an Bastei Lübbe und den Lyx Verlag für das Rezensionsexemplar

Veröffentlicht am 22.01.2019

Sexy, spannend und mysteriös

Broken Darkness. So verführerisch
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Ihr alle werdet wohl von der Redwood-Love-Reihe gehört haben, die erste Romance-Reihe des Kyss Verlages. Auch ich habe die Geschichte des kleinen idyllischen Dorfes verschlungen, aber spätestens mit Band ...

Ihr alle werdet wohl von der Redwood-Love-Reihe gehört haben, die erste Romance-Reihe des Kyss Verlages. Auch ich habe die Geschichte des kleinen idyllischen Dorfes verschlungen, aber spätestens mit Band drei fehlte mir dann das gewisse etwas. Redwood Love war mir einfach nicht dunkel genug.
Deshalb fieberte ich schon lange im Vorraus auf das Erscheinen von "Broken Darkness" hinaus, denn der Klappentext verpsrach eine Liebesgeschichte mit Dark Romance Elementen und zwei Charakteren mit bewegter Vergangenheit.
Nun ja, meine Erwartungen wurden erfüllt. Ich habe Broken Darkness tatsächlich innerhalb eines Tages verschlungen und es hat mich sogar aus meiner Romance-Leseflaute geholt. Annie ist super sympatisch, aber durch ihre Vergangenheit sehr zurückhaltend und ängstlich. Sie entwickelt sich im Laufe des Buches unglaublich toll und man darf ihr dabei zusehen, wie sie sich jeden Tag mehr traut und ihre eigenen Grenzen überwindet. Dylan erinnterte mich ein bisschen an Cinder aus dem Buch Cinder&Ella, nur eben in männlicher Form. Auch er lebt mit den Folgen eines schrecklichen Unfalls und hat damit bis heute noch schwer zu kämpfen. Diese Besonderheit gefiel mir extrem gut, besonders da Annie sie in keinster Weise dadurch abschrecken lässt. Es gibt wenige Erotikromane, die NICHT super oberflächlich und voller Klischees sind. Broken Darkness zeigt, wie wenig Rolle Geld oder Aussehen spielen (sollten), gleichzeitig wird noch eine spannende Kriminalgeschichte geboten und die erste Begegnung von Annie und Dylan - einfach nur Wow!
Das Leben von Annie imTrailerpark ist auch toll beschrieben worden, man freundet sich mit ihr mit allen Bewohnern an. Jeder dort ist anders und man bekommt schnell das Gefühl, niemand will etwas mit den anderen zu tun haben... Aber trotzdem kümmert man sich umeinander.
Natürlich darf am Ende ein fieser Cliffhanger nicht fehlen (den ich leider schon erwartet hatte), aber ich bin super gespannt, wie die Autorin diese Situation wohl auflösen wird.

Mein Fazit
Eine sehr erotische und geheimnisvolle Geschichte mit tollen Persönlichkeiten, einem tollen Schreibstil - Und. So. Viel. Spannung. Man gebe mir Band 2 und zwar sofort!

4,5/5 Sternen

Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar

Veröffentlicht am 17.01.2019

Wichtiges Thema und unglaublich gut geschrieben

Die Kieferninseln
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Meine Meinung
Bücher auf Empfehlungen zu lesen, kann fürchterlich schief gehen. Ich habe schon so einige Werke gelesen, die von Freunden, Familie oder eben Bookstagram in den Himmel gelobt wurden, und ...

Meine Meinung
Bücher auf Empfehlungen zu lesen, kann fürchterlich schief gehen. Ich habe schon so einige Werke gelesen, die von Freunden, Familie oder eben Bookstagram in den Himmel gelobt wurden, und dann fürchterlich schlecht waren (aktuelles Beispiel meinerseits: Dark Elemtents von Jennifer L. Armentrout). Die Kieferninseln wurde mir von einer Kommilitonin empfohlen, die eigentlich einen grundsätzlich anderen Lesegeschmack hat als ich. Aber ihrer Begeisterung und natürlich auch dem Gütesiegel "Deutscher Buchpreis 2017" konnte ich dann nichts mehr entgegensetzten.
Die Kieferninseln sind nun ein sehr gutes Beispiel für mich geworden, wie gut es sein kann, sich aus seinem Wohlfühlgenre zu wagen. Der Schreibstil Poschmanns ist beeindruckend, vielfältig, voller Witz und gut durchdacht. Ihre Charaktere sind eigenwillig und nicht immer sympathisch - aber dafür umso authentischer.
Gilbert beispielsweise ist einfach nur ein von sich selbst überzeugter und Arroganter Dozent, aber gerade deswegen habe ich sehr oft Laut gelacht. Wie er einfach seine oft fehlerhafte Meinung und sein beschränktes Weltbild verteidigt - herrlich! Noch dazu lernt man so viel über das Land Japan und seine Kultur, seine Dichter. Mein Interesse für Japan war vor diesem Buch zwar da, aber doch eher nur oberflächlich. Jetzt würde ich am Liebsten sofort hinreisen.
Das Selbstmörder-Thema kam (für mich) unerwartet, war aber super spannend und interessant. Ich würde dieses Buch als sehr besonders beschreiben. Manchmal habe ich sehr intensiv über einen Satz nachgedacht und manchmal konnte ich es kaum glauben, wie verrückt oder gar sinnlos manche Handlungen von Gilbert waren.

Mein Fazit
Dieses Buch ist echt schräg, unerwartet aber eben auch echt gut!

4,5/5 Sternen

Vielen Dank an den Suhrkamp Verlag für dieses Rezensionsexemplar