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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.03.2026

Helden gibt es in echt!

Theo und die Immerhelden
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Dieses Buch beschäftigt sich mit dem Thema Helden, oder besser gesagt: Alltagshelden. Deshalb gibt es auch zu Beginn auf kindlichem Sprachniveau eine Erklärung, was das eigentlich ist. Im weiteren Verlauf ...

Dieses Buch beschäftigt sich mit dem Thema Helden, oder besser gesagt: Alltagshelden. Deshalb gibt es auch zu Beginn auf kindlichem Sprachniveau eine Erklärung, was das eigentlich ist. Im weiteren Verlauf des Buches finden diese Begriffe keine Verwendung mehr. Stattdessen beobachten wir, was Theo erlebt, und können uns selber Gedanken machen. Abgerundet wird das Buch dann damit, dass Theo all die Personen, die wir zuvor kennengelernt haben, als Immerhelden bezeichnet.

Diesen Kniff finde ich sehr gut: Im Buch selber wird kein Handeln bewertet, es bleibt den Kindern übrig, selber eine Meinung dazu zu entwickeln. Außerdem kann man so vertiefend darüber sprechen, was einen Alltagshelden noch so ausmacht oder in welchen Situationen das Kind selber schon mal ein Alltagsheld war.

Auch die bildliche Darstellung gefällt uns gut: Die Perspektiven sind sehr abwechslungsreich und dem Alltag der Kinder angepasst. Ebenso findet man auf jeder Seite witzige kleine Details.
____,____

Mein Fazit:
Das Buch ist eine wunderbare Eröffnung für das Thema Helden, Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft.
Hier wird nicht gewertet, sondern versucht all das zu sehen und wertzuschätzen, was im Alltag oft untergeht

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Veröffentlicht am 05.03.2026

Spannend und warmherzig, aber nicht ganz überzeugend

Wo der Himmel uns berührt
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Mein erster Roman von Tracie Peterson konnte mich leider nicht so richtig überzeugen. Doch zuerst einmal zu den Aspekten, die ich als gelungen empfinde:
Der Roman ist definitiv spannend geschrieben: Immer ...

Mein erster Roman von Tracie Peterson konnte mich leider nicht so richtig überzeugen. Doch zuerst einmal zu den Aspekten, die ich als gelungen empfinde:
Der Roman ist definitiv spannend geschrieben: Immer wieder tauchen offene Fragen auf, die man gerne beantwortet haben möchte, oder man hält in gewissen Szenen unwillkürlich die Luft an und liest schneller. Ebenfalls habe ich die Charaktere sehr gemocht. Cassie scheint eine sehr besonnene, im Glauben verankerte junge Frau zu sein. Auch der historische Einblick ist sehr interessant.

Leider gab es einige Aspekte, die für mich nicht stimmig waren und das Leseerlebnis getrübt haben:
DIe Beschreibung der Charaktere habe ich als sehr schwankend empfunden: Beispielsweise wird Cassie direkt auf der ersten Seite als sehr traurig und einsam dargestellt. Nur 20 Seiten später erfährt man, dass sie in der Gemeinde und Stadt so sehr eingebunden und bekannt ist, dass alle ihr helfen möchten (mit ihrer gebrochenen Hand kann sie weder Essen kochen, noch arbeiten oder sich um Feuerholz kümmern). Nun ist mir natürlich bewusst, dass all das die Einsamkeit nicht zwingend lindert, dennoch ist das ein starker Kontrast.
Auch im weiteren Verlauf gibt es meines Erachtens sich widersprechende Aussagen.
Man könnte sagen, dass es mir schwergefallen ist, der Charakterentwicklung zu folgen.

Der zentrale Konflikt wurde nicht so richtig deutlich, weshalb die Geschichte auch lange nicht so wirklich an Fahrt aufgenommen hat: Erst auf Seite 95 kommt eine dritte Perspektive ins Spiel (was ich als merkwürdig spät empfunden habe) und dadurch wird so richtig klar, welcher Konflikt und welche Spannung (natürlich neben der Frage, wie es mit Cassie und Brandon weitergehen soll) hier vorliegt.

Mein Fazit:
Ein Roman, der mit seinen liebenswerten Charakteren und spannenden sowie tiefgehenden Szenen punktet.
Nicht überzeugend waren für mich allerdings die Entwicklung der Charaktere und letztlich die Darstellung und Lösung des zentralen Konflikts.
Somit war es für mich ein mit Einschränkungen freudiges Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 05.03.2026

Ostern für die jüngsten

Lotte und das Osterfest
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Das kleine Schaf Lotte berichtet davon, dass sie Jesus gut kennt. Doch eines Tages sind alle so traurig: Jesus ist tot! Auch Lotte ist traurig. Sie begleitet die Frauen zum Grab und ist schließlich überglücklich, ...

Das kleine Schaf Lotte berichtet davon, dass sie Jesus gut kennt. Doch eines Tages sind alle so traurig: Jesus ist tot! Auch Lotte ist traurig. Sie begleitet die Frauen zum Grab und ist schließlich überglücklich, als sie sehen, erleben und begreifen dürfen: Jesus lebt! Schnell will sie es allen ihren Freunden erzählen.
____,___

Der Einstieg in das Thema Ostern ist wunderbar gestaltet: Denn zunächst ist da nur der Regen, den Lotte nicht mag. Dann entdeckt sie die Trauernden und erfährt, was los ist. Der Regen begleitet die Traurigkeit auf den Seiten und bietet Kindern einen leichten Einstieg.

Wunderbar ist die Darstellung der Emotionen, oder vielmehr wieder der gesamte Illustrationsstil von Elena Huger: Voller Details, sanfter Striche und passenden Farben. Den Frauen, aber auch Lotte und Jesus kann man die Gefühle wunderbar im Gesicht ablesen.

In der Reduktion auf die Fakten, dass Jesus tot ist und dann später den Frauen begegnet, ihnen versichert, dass er lebt und immer bei ihnen sein wird, ist die Geschichte dem empfohlenen Alter ab 2 Jahren angepasst. Und in diesem verringerten Rahmen findet sich dann trotzdem eine erstaunliche Tiefe.

Mein persönliches Highlight sind wie immer die letzten Seiten, auf denen Elena Huger sprachlich aufbereitet ganz wichtige Glaubenssätze für die Kinder bereithält. So toll, was wir ihnen mit dem Buch zusprechen dürfen, hier vor allem zum Thema, dass Jesus immer da ist.
___,____

Mein Fazit:
Wir mögen diesen nunmehr 4. Lotte-Band sehr gerne und freuen uns, dass er uns durch die Osterzeit begleiten wird.
Hier dürfen bereits die jüngeren Kinder das Wunder von Ostern und die daraus resultierende Tatsache für uns heute (Jesus ist auch heute immer da!) Kennenlernen.
Wir empfehlen es gerne weiter

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Veröffentlicht am 28.02.2026

So ein vielschichtiges Buch!

I am Chosen
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Als die "Blaue Hortensie" von der Polizei durchsucht wird, ist für Kat kalt: Sie kann ihre beste Freundin Maddie nicht alleine lassen und muss bleiben. Dabei wollte sie doch zurück nach Seattle. Raus aus ...

Als die "Blaue Hortensie" von der Polizei durchsucht wird, ist für Kat kalt: Sie kann ihre beste Freundin Maddie nicht alleine lassen und muss bleiben. Dabei wollte sie doch zurück nach Seattle. Raus aus der Natur, zurück zur Vorbereitung fürs FBI und weg von Aron - der sie so anzieht, aber nicht in ihre Pläne passt...

Auch im zweiten Band der Storm-Lake-Reihe überzeugt Annemarie Blenk mit ihrem wunderbaren Schreibstil: Locker leicht, voller Witz und Emotionen und auch die Passagen, in denen es tiefer in Psychologie, Astronomie oder Glaube geht sind total verständlich beschrieben.

Die Verknüpfung von Glaube und Wissenschaft ist einfach stark. Hammer, wie sie diese Erkenntnisse verpackt und auf dem Silbertablett serviert.

Dieses Buch verknüpft die Themen Freundschaft und Beziehung, Glaube und einen Kriminalfall. Und das gelingt wunderbar: Es ist zwischenzeitlich total spannend! Gleichzeitig lernt man Kat und Aron so gut kennen und lieben und duchrlebt mit ihnen die Entwicklungsschritte. Zusätzlich wird man auch zum Nachdenken angeregt, zum Beispiel worüber man seinen eigenen Wert definiert.

Mein Fazit:
Mehr davon! Dieses unglaublich vielfältige Buch hat mir wunderbare Lesestunden verschafft.
Annemarie Blenks Romane empfehle ich gerne weiter: Tiefgang, Spannung und trotzdem Leichtigkeit machen sie sehr besonders.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Alles läuft so anders...

Paul bekommt kein Kätzchen
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Paul möchte ein Kätzchen. Aber er macht alles anders, als der Erzähler es sagt. Was dabei wohl herauskommt?

Dieses Kinderbuch ist anders. Hier wird nämlich etwas erzählt, was dann gar nicht stattfindet. ...

Paul möchte ein Kätzchen. Aber er macht alles anders, als der Erzähler es sagt. Was dabei wohl herauskommt?

Dieses Kinderbuch ist anders. Hier wird nämlich etwas erzählt, was dann gar nicht stattfindet. Stattdessen entspinnt sich ein Dialog zwischen Erzähler und Paul, der erklärt, was er statt dem Erzählten lieber machen will und auch macht.

Diese Art der Erzählung ist gewöhnungsbedürftig - sowohl für Erwachsene, aber auch für Kinder. Deshalb ist es ein Buch, was sich erst mit wiederholtem Lesen so richtig entfalten kann. Dann aber zeigt es den Kindern unweigerlich auf, dass Dinge auch gut werden können, wenn sie ganz anders laufen als geplant.

Besonders gut gefällt mir auch der Stilwechsel: Zu Beginn ist es jedes Mal der Erzähler, der Paul darauf anspricht, warum er etwas anderes tut. Dann gibt es einen Zeitpunkt, zu dem Paul das selber nicht mehr gut findet. Nun spricht er den Erzähler an und gemeinsam finden sie eine Lösung für die Situation, in die er sich hineinmanövriert hat - ebenfalls ein wichtiges Learning für Kinder und Eltern.


Mein Fazit:
Eine witzige Kinderbuchidee, die zum Nachdenken anregt und unbedingt öfter gelesen werden muss.
Einfach erfrischend anders, frech und lustig.

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