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Veröffentlicht am 09.11.2017

Ein sehr beschaulicher Krimi

Eine alte Schuld
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Das Buch „Eine alte Schuld“ von Matthew Costello und Neil Richards ist ein beschaulicher Krimi aus der Cherringham Reihe mit Jack und Sarah als privaten Ermittlern. In den idyllischen Cotswolds wird bei ...

Das Buch „Eine alte Schuld“ von Matthew Costello und Neil Richards ist ein beschaulicher Krimi aus der Cherringham Reihe mit Jack und Sarah als privaten Ermittlern. In den idyllischen Cotswolds wird bei Bauarbeiten in einem abgeholzten Wald eine etwa 20 Jahre vergrabene Leiche gefunden. Zeitgleich wird das große Volksfest vorbereitet. Der Versicherungsmakler verschwindet allerdings ganz plötzlich angeblich in den Urlaub. Jack und Sarah – zwei private Ermittler – finden dies alles erstaunlich und beginnen mit Nachforschungen. Mit der Kulisse des Volksfestes ergibt sich immer mehr ein Sündenpfuhl aus vielen beteiligten Personen und wie der Titel schon sagt „eine alte Schuld“ tut sich auf.

Etwa zwei Drittel des Krimis laufen sehr gemütlich ab, im letzten Drittel steigert sich die Spannung und löst sich zufriedenstellend auf. Es ist ein sehr gemütlicher Krimi, der auch für zartbesaitete eine Krimierfahrung möglich macht. Für hartgesottene Krimifans ist es eher ein Häppchen. Die Sprache trägt zum leichten Lesen bei. Die Charaktere sind in der Regel gut und realistisch dargestellt, nur die beiden Ermittler sind eher etwas mit Superkräften ausgestattet. Ganz im Gegensatz zur Polizei…
Ich habe schon einen besseren Krimi der Reihe gelesen, aber für einen netten und unaufgeregten Sonntagnachmittag ist er sehr gut geeignet.

  • Cover
  • Lesespaß
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 27.11.2016

Das Erbe der Wintersteins - ein solider Roman in Vergangenheit und Gegenwart

Das Erbe der Wintersteins
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Das Erbe der Wintersteins ist ein Roman, der in zwei Strängen erzählt.
Da ist zunächst Klara, die später dann Claire heißt. Diese wird als Baby in einer kalten Winternacht von einem Händler gerettet und ...

Das Erbe der Wintersteins ist ein Roman, der in zwei Strängen erzählt.
Da ist zunächst Klara, die später dann Claire heißt. Diese wird als Baby in einer kalten Winternacht von einem Händler gerettet und wächst bei alten Leuten auf einem Bauernhof auf. Wie später bekannt wird, ist die Hauptbezugsperson in Wirklichkeit die lieblose Großmutter. Als sich die Gelegenheit für sie ergibt, flieht sie in die Stadt, wo sie nach einigen Wirrungen bei ihrem Vater im Zirkus landet. Dieser ist ebenso ein kalter Despot. Als sie von einer Erbschaft aus der neuen Welt von ihrem Retter als Baby erfährt, flieht sie mit ihrem Schatz und kauft sich die Villa.

Der zweite Strang spielt in der Gegenwart. Celine ist eine von zwei Kindern des Leiters einer Porzellanfabrik. Durch Geldmangel soll die alte Villa - die Claire, die Urgroßmutter von Celine gekauft hatte, renoviert und danach verkauft werden. Ihr dubioser Freund Albert, der sich bald als Lügner und Opportunist und dann durchaus noch mehr entpuppt, beschert ihr eine aufregende und gefährliche Zeit in der Villa. Durch viele Irrungen und Wirrungen geht die Geschichte.

Vom Grundprinzip ist die Geschichte mit den beiden Strängen gut aufgebaut und ineinander verstrickt. Es liest sich flüssig und spannend. Meiner Meinung nach passiert aber manches zu plötzlich, da würde ein bisschen mehr an Kapiteln und Erlebnissen guttun, um es besser zu verstehen und nicht mit der Tür ins Haus zu fallen.

  • Atmosphäre
  • Cover
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Gefühl
Veröffentlicht am 17.10.2019

Emotionen springen nicht über

Dieser eine Augenblick
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„Dieser eine Augenblick“ von Renee Carlino hat mich vom Titel und vom Cover her sehr angesprochen. Leider konnte das Buch die Erwartungen nicht erfüllen. Und leider nicht annähernd! Charlotte trifft Adam ...

„Dieser eine Augenblick“ von Renee Carlino hat mich vom Titel und vom Cover her sehr angesprochen. Leider konnte das Buch die Erwartungen nicht erfüllen. Und leider nicht annähernd! Charlotte trifft Adam und verliebt sich voll in ihn. Zwar ist dieser etwas komisch – zumindest für meine Verhältnisse – und sie trennen sich am nächsten Tag wieder. Sie sehen danach nicht mehr. Über eine Datingseite lernt sie Seth kennen, der an sich Traummanncharakter hat. So richtig kann sie sich auf ihn aber nicht einlassen, weil sie immer an Adam denkt. Über Umwege findet sie Adam wieder. Er ist schwerkrank. Was die beiden bzw. die drei danach alles erleben, wird im Buch beschrieben. Ich kann gar nicht richtig sagen, was mich so sehr gestört hat, aber auf jeden Fall springen die Emotionen null über. Ich kenne die Situation, dass jemand todkrank ist, aus der eigenen Familie. Wenn ein Film oder ein Buch nur annähernd in diese Richtung gehen, heule ich Rotz und Wasser. Nicht so bei diesem Buch, ich konnte es einfach so runterlesen. Man kann es schon lesen, berühren tut es trotz des eigentlich sehr emotionalen Themas aber nicht. Schade!

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Atmosphäre
  • Gefühl
Veröffentlicht am 22.07.2018

Enttäuschend nach einem tollen Beginn

Das kleine französische Landhaus
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„Das kleine französische Landhaus“ von Helen Pollard handelt von der Engländerin Emmy, die mit ihrem Freund Nathan auf dem französischen Land Urlaub machen und sich von ihrem sehr stressigen Job erholen ...

„Das kleine französische Landhaus“ von Helen Pollard handelt von der Engländerin Emmy, die mit ihrem Freund Nathan auf dem französischen Land Urlaub machen und sich von ihrem sehr stressigen Job erholen möchte. Die Beziehung hat sich tot gelaufen und Nathan betrügt Emmy mit der Pensionsbesitzerin, während der Besitzer gerade eine Art Herzanfall hat. Emmy erwischt die beiden inflagranti. Nathan brennt mit seiner Affäre durch und Emmy hilft dem Pensionsbesitzer Rupert, die Pension aufrecht zu erhalten. Dabei lernt sie viele Freunde von ihm kennen und fühlt sich immer wohler. Irgendwann kommt der Abreisetermin immer näher….wie wird sich Emmy entscheiden?
Der Anfang des Buches verspricht viel, es geht gleich rasant zur Sache. Danach bleibt das Buch für mich sehr oberflächlich und nicht sehr mitreißend. Der Schluss versöhnt mich dann wieder etwas. Alles in allem ist es leicht zu lesen, ohne viel Tamtam, aber auch ohne große Mitfühleigenschaft. Ich werde die Fortsetzung nicht mehr lesen. Leseempfehlung? Nicht wirklich, aber wer einen seichten Roman ohne Aufregung sucht, ist hier genau richtig.

  • Cover
  • Charaktere
  • Handlung
  • Atmosphäre
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 21.03.2021

Leider hat es mich nicht gepackt

Geteilte Träume
1

Das Buch „Geteilte Träume“ von Ulla Mothes behandelt das hochinteressante Thema der Zerrissenheit von Ost und West zu Zeiten des Kalten Kriegs und auch danach. Ein junges Mädchen findet kurz nach Mauerfall ...

Das Buch „Geteilte Träume“ von Ulla Mothes behandelt das hochinteressante Thema der Zerrissenheit von Ost und West zu Zeiten des Kalten Kriegs und auch danach. Ein junges Mädchen findet kurz nach Mauerfall durch Zufall heraus, dass es von seinen Eltern adoptiert wurde. Durch Nachforschungen findet sie heraus, dass nicht alles mit rechten Dingen zuging und ihre Eltern das Regime der DDR genutzt haben, um sie zu bekommen. Auf der Suche nach ihren Wurzeln geht sie durch viele Höhen und Tiefen.
In dem Roman werden viele dunkle Kapitel des DDR-Regimes behandelt. Es lässt einen mit Entsetzen zurück. Leider wurde ich vom Schreibstil von Ulla Mothes nicht so richtig gepackt. Es gibt viele Zeitsprünge und viele verschiedene Personen, die man oft nicht richtig einsortieren kann. Mit der Zeit wird das Buch besser verständlich, trotz allem finde ich es etwas übertrieben und am Schluss auch sehr abrupt zu Ende. Ich fand es sehr schade, denn ich finde an sich das Thema sehr interessant und auch wichtig, aufzuarbeiten. Zwar bin ich im Westen groß geworden, aber ich finde es angebracht, die Zeit zu thematisieren. Für mich war dieser Roman jedoch nicht ein Schritt in die richtige Richtung, Chance verpasst. Von meiner Seite gibt es keine Leseempfehlung.

  • Cover
  • Charaktere
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Thema