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Veröffentlicht am 08.10.2018

schön, wieder in dieser Geschichte zu sein

Marmelade im Herzen
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{enthält ggf. Spoiler von „Honig im Kontext“}

Vorab erstmal folgendes:
Dieses Buch ist mehr oder weniger eine Fortsetzung zu "Honig im Kopf". "Honig im Kopf" habe ich nicht gelesen, jedoch den Film geschaut.


Inhalt
Nachdem ...

{enthält ggf. Spoiler von „Honig im Kontext“}

Vorab erstmal folgendes:
Dieses Buch ist mehr oder weniger eine Fortsetzung zu "Honig im Kopf". "Honig im Kopf" habe ich nicht gelesen, jedoch den Film geschaut.


Inhalt
Nachdem Tilda am Anfang sehr schnell Angst bekommt, ihr Vater könnte, wie ihr Opa damals, an Alzheimer erkranken, passiert in der Story leider kaum noch was. Auch wenn schon im Klappentext steht, dass sie sich an die Zeit zurückerinnert, als ihr Opa Amandus die Diagnose Alzheimer bekam und an die Erlebnisse, die sie in diesem Sommer gemeinsam erlebten, sind mir die Rückblicke doch zu viel gewesen. All diese Geschichten kannte ich schon von „Honig im Kopf“ und auch wenn es Jahre her ist, dass ich den Film geschaut habe, sind diese Szenen doch zu präsent, als dass sie im Einzelnen noch mal so ausführlich dargestellt werden müssten. Da ich vermute, dass die meisten Leser dieses Buches mit "Honig im Kopf" vertraut sind, hätte ich ein paar weniger Rückblicke als besser empfunden.
Auch in Tildas Gegenwart passiert kaum etwas, sodass die Spannung einfach fehlt.
3/5 Punkte


Schreibstil
Die Autorin wählt einen schönen Schreibstil und wählt die Ich- Perspektive aus Tildas Sicht.
Durch die bereits erwähnte fehlende Spannung, fehlt mir trotz des tollen Schreibstils jedoch ein wenig der erwartete Lesefluss.
4/5 Punkte



Fazit
Die Idee des Buches gefällt mir, schließlich hat „Honig im Kopf“ einen sehr berührt. Zu sehen, was aus Tilda als erwachsene Frau geworden ist, ist spannend. Leider waren mir jedoch die Rückblicke zu stark vorhanden.
Da ich nicht in einer Midlifecrisis stecke, wie Tilda es mehr oder weniger tut, hat es mich wohl nicht so sehr angesprochen, wodurch ich zwei Punkte abziehen muss. Für andere Personen, die vielleicht in einer Ähnlichen Situation stecken, ist es sicherlich geeignet.

Veröffentlicht am 08.10.2018

gut zum Lachen!

Was wir tun, wenn die Fernbedienung nicht mehr geht
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Cover
Der Cover zeigt direkt eines der Diagramme, welches auch auf einer der Postkarten zu finden ist und bringt einen sofort zum Lachen, denn: Es stimmt!
Aus diesem Grund ist es einfach ein gelungenes ...

Cover
Der Cover zeigt direkt eines der Diagramme, welches auch auf einer der Postkarten zu finden ist und bringt einen sofort zum Lachen, denn: Es stimmt!
Aus diesem Grund ist es einfach ein gelungenes und tolles Cover.
5/5 Punkte


Inhalt
Insgesamt verfügt dieses „Buch“ über 32 Postkarten, die man nach Belieben drin lassen oder rausmachen kann. Zum Verschicken, aber auch zum Aufbewahren sind die Postkarten perfekt geeignet.
Auf der Rückseite ist die Karte schon in Anschriftzeilen, Schreibplatz und Briefmarkenbereich aufgeteilt und da sie aus einem soliden Kartonpapier besteht, eignet sie sich super um dem Weg zwischen Einwurf im Briefkasten und Einwurf beim Empfänger zu überstehen.
5/5 Punkte


Fazit
Kurz und knapp: Ein tolles „Buch“. Wie bereits erwähnt, gefällt mir besonders, dass man die Diagramme und Grafiken nach belieben verschicken, aber auch behalten kann.
Dieses witzigen Grafiken haben mich, wie auch schon vorherige Bücher dieser Art, zum Schmunzeln und Lachen gebracht und kann ich daher für ein bisschen Freude im Haus auch nur empfehlen.

Veröffentlicht am 08.10.2018

die Thematik ist toll umgesetzt

Der Neue
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{spoilerfrei}

Cover
Wer schon öfter meine Rezensionen gelesen hat weiß: ich mag keine Menschen auf dem Cover. Bei diesem Buch finde ich es allerdings äußerst gelungen, da der Junge direkt erahnen lässt ...

{spoilerfrei}

Cover
Wer schon öfter meine Rezensionen gelesen hat weiß: ich mag keine Menschen auf dem Cover. Bei diesem Buch finde ich es allerdings äußerst gelungen, da der Junge direkt erahnen lässt worum es geht und es auffallend und dramatisch wirkt, wodurch das Cover natürlich neugierig macht. Und genau so sollte es bei einem Cover ja sein!
5/5 Punkte

Inhalt
Osei muss erneut auf eine neue Schule und das kurz vor den Sommerferien. Direkt am ersten Tag lernt er Dee kennen. Er merkt, sie ist etwas besonderes und auch Dee fühlt bei Osei etwas besonders. Zum Ärger der Lehrer und Mitschüler.

Wie ein Theaterstück, in Alehnungs an Shakespeares Othelle (, dass ich selber nicht kenne, nur gelesen habe, worum es geht), ist das Buch in fünf „Akte“ aufgeteilt und spielt innerhalb eines Tages: Vor der Schule, Erste große Pause, Mittagessen, Nachmittagspause, Nach der Schule.

Von Beginn an merkt man, wie heikel der dunkelhäutige Junge von den Schülern, aber auch von den Lehrern aufgenommen wird und so teilweise für alles verantwortlich gemacht wird, was auf dem Schulhof passiert. Ian, dem „Boss“ des Schulhofes gefällt es allerdings gar nicht, dass besonders die Mädchen Osei akzeptieren und mit ihn reden und so spinnt er schnell Intrigen, damit Osei sich von seiner schlechten Seite zeigt und die anderen nichts mehr mit ihm zutun haben wollen.

Man merkt, wie die Spannung innerhalb des Buches steigt, jedoch gibt es für meinen Geschmack zu viele Rückblenden und Gedanken, die zu ausführlich aufgegriffen werden und den Lesefluss beeinträchtigen.

Dennoch ist es ein toller Inhalt, der eine wichtige Botschaft darstellt und es schafft, keine Seite als vollkommen gut, aber auch nicht als vollkommen böse darzustellen. Schockierend ist dabei auch ein wenig zu sehen, wie Jungs und Mädchen sich gegenseitig verhalten.
Gerade der letzte "Akt" ist besonders spannend!
4 /5 Punkte

Schreibstil
Direkt auf der ersten Seite war ich begeistert vom Schreibstil. Ich kann es nicht genau erklären, aber Tracy Chevalier schafft es einfach, einen Leser von Seite eins an in den Bann zu ziehen. Es wird abwechselnd aus den Perspektiven von Osei, Dee, Ian und Mimi geschrieben, sodass einem immer wieder deutlich wird, wie die jeweiligen Personen über die Situation denken.
Der Schreibstil passte perfekt zu den Vorstellungen, wie man sich die Schule und die Verhältnisse zwischen Jungen und Mädchen vorstellt. Altmodisch… aber auf einem gewissen Niveau. Auch die Darstellung, wie über die Situation der Schwarzen geschrieben wurde, wirkt sehr real und bewegt einen.
Für den Schreibstil gebe ich somit volle Punktzahl.
5/5 Punkte

Fazit
Ein Buch, das zeigt, was passiert, wenn man nach dem Äußeren urteilt und zugleich einen (fast) normalen Tag in einer Schule darstellt, in der deutlich wird, wie Jungs und Mädchen ticken.
Es ist schockierend zu sehen, wie schnell über Menschen aufgrund ihres Äußeren geurteilt wird und obwohl es in den 1970er Jahren spielt, ist es mit der Thematik des Rassismus hochaktuell.
Stückweise erinnert es mich stark an „Tauben im Gras“ – wer mich kennt weiß: das ist definitiv ein Kompliment!
Alles in allem ist dieses Buch wirklich toll und definitiv zu empfehlen.
4 von 5 Punkteb

Veröffentlicht am 08.10.2018

ein bisschen mehr Spannung wäre schön

Für immer hält nicht nur bis morgen
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{spoilerfrei}
Cover
Das Cover war es, das mich auf das Buch aufmerksam gemacht hat. Dieser goldene Glitzer auf diesem hellen blau war einfach super ansprechend.
5/5 Punkte

Inhalt
Rae ist auf der Suche ...

{spoilerfrei}
Cover
Das Cover war es, das mich auf das Buch aufmerksam gemacht hat. Dieser goldene Glitzer auf diesem hellen blau war einfach super ansprechend.
5/5 Punkte

Inhalt
Rae ist auf der Suche nach dem Mann ihres Lebens oder doch nur für eine Nacht?
Während sie sich durch die DatingApp sucht, weiß man als Leser nie so ganz genau, was ihr eigentliches Ziel ist, denn in einem Moment sind ihre Ansprüche hoch, im nächsten Moment landet sie mit dem nächstbesten im Bett.
An sich war die Story dann doch sehr vorausschauend und ohne wirkliche Überraschungen oder Spannungen. Positiv war dennoch, dass neben der Liebe auch das Thema Freundschaft thematisiert wurde und ebenfalls ein kleines Autorenleben.
3½ /5 Punkte

Schreibstil
Rae beschreibt auf ihre etwas chaotische Art von ihrer Suche nach einem Mann. Leider muss ich sagen, dass ich mit der Erzählweise gar nicht klar kam. Für mich wirkte es irreal, dass eine über dreißig jährige Frau es sein soll, die aus der Ich- Perspektive schreibt. Die gemachten Witze hörten sich an, wie von einem Mädchen, dass gerade das andere Geschlecht für sich entdeckt und auch die dauernd auftauchenden Hashtags, die teilweise einfach unpassend wirkten, stoppten den Lesefluss.
Zum Ende hin machte mir das Lesen dann doch wieder mehr Spaß, passend zum Wandel der Protagonistin, wurde der Schreibstil etwas „ruhiger“ und angenehmer zu lesen – schade, dass dieser Teil nicht mehr des Buches ausgemacht hat!
Dennoch denke ich, dass dieses Schreibstil für andere definitiv passend ist, nur für mich wars (leider) nichts.
2 ½ /5 Punkte

Fazit
Ich habe mich wirklich gedrückt, diese Rezension zu schreiben, weil ich mir durch den Schreibstil und Raes Auftreten sehr unsicher war, wie ich es genau bewerten soll. Hinter jedem Buch steckt eine Menge Mühe und Talent, so auch hinter diesem. Ich bin mir sicher, dass vielen dieses Buch total gefallen wird, ich hätte mir allerdings ein bisschen mehr Spannung und einen anderen, bewegenderen, Schreibstil gewünscht.
Daher kann ich (leider) nur insgesamt drei Punkte geben.

Veröffentlicht am 08.10.2018

eine so wichtige Message

Kleine große Schritte
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{spoilerfrei}

Vorab erstmal folgendes:
Ich bin selber nicht dunkelhäutig und doch musste auch ich, so wie viele andere auch, Rassismus schon mal am eigenen Leib erfahren. Rassismus kann überall vorkommen ...

{spoilerfrei}

Vorab erstmal folgendes:
Ich bin selber nicht dunkelhäutig und doch musste auch ich, so wie viele andere auch, Rassismus schon mal am eigenen Leib erfahren. Rassismus kann überall vorkommen und ist wohl auch schon fast jedem wiederfahren. Gerade deswegen hat es mich sehr gefreut, mal ein Buch zu lesen, indem dieses Thema auf solch eine Weise angesprochen wird.

Cover
Das helle fliederfarbene Cover mit den rosa Blumen wirkt im ersten Moment so „leicht“ und „unschuldig“, wodurch es in gewisser Weise den dem Inhalt des Romans widerspricht. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen passt es dennoch. Es ist ein Kontrast zu der schweren Thematik, die einem erwartet, sobald man das Buch aufschlägt.
5/5 Punkte

Inhalt
Dieser Roman ist der erste Roman, den ich von Jodi Picoult gelesen habe. Schon vom Klappentext her wusste ich, dass dieses Buch tief gehen würde und keinesfalls eine leichte Lektüre für Nebenbei ist. Ich sollte recht behalten: Schon die ersten Seiten, in denen Turk (der Vater des verstorbenen Jungen) seinen Werdegang in der rechten Szene wiedergibt ließen mich erschaudern.
Im Laufe der Geschichte merkt man immer mehr, wie verzwickt diese ganze Situation ist und welche große Rolle Rassismus leider auch in der jetzigen Zeit noch spielt.
Toll finde ich es auch, dass Picoult mit Ruth bewusst einen Charakter gewählt hat, der Rassismus keine Chance geben möchte und sich in das „weiße“ Leben integriert hat. Während es Ruths Schwester ist, die in gewisser Weise sehr negativ eingestellt ist und überall Benachteiligungen für Afroamerikaner sieht, trifft dieser rassistische Vorwurf ausgerechnet die positiv eingestellte Ruth.
Ab und zu wurden mir einige Passagen zu ausführlich dargestellt wie beispielsweise Turks Erzählungen zu seiner Vergangenheit und so gebe ich insgesamt
4/5 Punkte.

Schreibstil
Jodi Picoult weiß es, Menschen mit ihren Texten zu berühren.
Als Protagonistin kann man besonders Ruth nennen, doch auch Turk spielt eine große Rolle und so wird meistens aus einen der zwei Ich- Perspektiven geschrieben. Ab und zu wird jedoch auch die Ich- Perspektive andere genutzt, um deren Sicht noch einmal genauer darzustellen. Bei jedem Charakter schafft es die Autorin, genau deren Art und persönlichen Schreibstil darzustellen, sodass man als Leser das Gefühl hat, als erzähle einem gerade tatsächlich der jeweilige Charakter von den Geschehnissen. Diese authentische Art ist wundervoll.
Dennoch möchte ich einen halben Punkt aufgrund der teilweise zu beschreibenden Art abziehen, da sich dadurch manche Seiten einfach zu sehr gezogen haben.
4/5 Punkte

Fazit
Was bleibt es nun abschließend noch zu sagen? Dieses Buch bewegt einen!
Es geht unglaublich tief und zeigt einem, wie erschreckend teilweise noch heute mit Themen wie Rassismus umgegangen wird. Zudem zeigt es auch, was hinter diesem Rassismus stecken kann und bringt einem so zum Nachdenken, denn jeder Mensch hat eine Geschichte, die andere nicht kennen.
4 von 5 Punkte