Schöner Band zwei
The Curse of a Dragon (The Spell of a Witch 2)Nach Band eins hat, hat mich Band zwei wirklich überrascht und fasziniert. Anfangs habe ich mich von Shay täuschen lassen, weil er auf den ersten Blick etwas Dunkles und Undurchsichtiges an sich hat. ...
Nach Band eins hat, hat mich Band zwei wirklich überrascht und fasziniert. Anfangs habe ich mich von Shay täuschen lassen, weil er auf den ersten Blick etwas Dunkles und Undurchsichtiges an sich hat. Doch je tiefer man in seine Handlungen und Worte eintaucht, desto süsser und warmherziger wirkt er plötzlich, besonders in seinem Umgang mit Ava. Er steht ihr in jeder noch so kniffligen Situation bei, hört ihr zu, tröstet sie und findet immer wieder mutmachende Worte, wenn sie an sich selbst zweifelt. Diese Balance zwischen Spannung und sanfter Zuneigung macht ihn zu einer vielschichtigen, glaubwürdigen Figur, die sich im Verlauf der Handlung ehrlich weiterentwickelt.
Gleichzeitig zeigt der Plot eindrucksvoll, wie Liebe und Vertrauen Grenzen überwinden können. Das Buch demonstriert, dass zwei Völker trotz aller Unterschiede und Historie miteinander in Frieden leben können, doch dieser Frieden hat seinen Preis. Ava muss mutig Entscheidungen treffen und Opfer bringen, die sie wachsen lassen, auch wenn sie schmerzlich sind. Die Spannung bleibt dabei angenehm hoch, weil man ständig mitfiebert, wie sich die Welt um die Protagonisten herum verändert und welche Folgen das für ihr gemeinsames Zukunftsbild hat.
Was mir besonders gefallen hat, ist die emotionale Tiefe, mit der die Fragen von Loyalität, Selbstbestimmung und Opferbereitschaft behandelt werden. Die Erzählstimme ist nah an Ava, wodurch ihre Ängste, Sehnsüchte und Hoffnungen authentisch rüberkommen. Gleichzeitig bleiben Shays Beweggründe vielschichtig, sodass man seine Handlungen nie völlig eindeutig bewertet, sondern immer wieder neue Facetten entdeckt.
Mein persönlicher Lieblingssatz, den ich mir immer wieder selbst sage, lautet: Liebe darf niemals an Bedingungen geknüpft sein. Dieser Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch und gibt dem Ende eine sinnliche, hoffnungsvolle Note. Die Geschichte regt zum Nachdenken an: Wie viel Opfer sind wir bereit zu bringen, damit Frieden möglich wird? Und wie viel Vertrauen müssen wir wirklich fassen, um die Liebe wachsen zu lassen?