Schöner Roman
Three Things To Be Done | Mit wunderschönem FarbschnittThree Things To Be Done“ erzählt die Geschichte von Emma, die nach einem schweren Schicksalsschlag mit ihrer kleinen Tochter nach London zurückkehrt, um einen Neuanfang zu wagen. Dort trifft sie auf Ian, ...
Three Things To Be Done“ erzählt die Geschichte von Emma, die nach einem schweren Schicksalsschlag mit ihrer kleinen Tochter nach London zurückkehrt, um einen Neuanfang zu wagen. Dort trifft sie auf Ian, einen Mann, der mit seiner eigenen Zerrissenheit kämpft. Was zunächst nach einer schwierigen Begegnung aussieht, entwickelt sich langsam zu einer tiefen, emotionalen Verbindung zwischen zwei Menschen, die beide lernen müssen, wieder zu vertrauen.
Jane Aiven schreibt mit einer gefühlvollen, bildhaften Sprache, die einen schnell in die Geschichte zieht. Man spürt die Liebe zwischen Emma und ihrer Tochter, die den Mittelpunkt ihres Lebens bildet, und gleichzeitig auch ihre Verletzlichkeit im Umgang mit Ian. Ian wiederum wirkt anfangs verschlossen, doch nach und nach zeigt er seine liebevolle Seite, besonders im Umgang mit dem kleinen Zac, was ihn zu einem sympathischen und authentischen Charakter macht. Schön fand ich, dass die Figuren nicht perfekt sind, sondern wachsen, sich entwickeln und lernen, mit ihrer Vergangenheit abzuschließen.
Allerdings hatte ich ein paar Schwierigkeiten mit dem Einstieg. Die ersten Kapitel waren für meinen Geschmack etwas zäh, und es hat eine Weile gedauert, bis mich die Geschichte wirklich fesseln konnte. Auch die Liebesgeschichte entwickelte sich mir zu plötzlich – aus anfänglicher Abneigung wurde sehr schnell Zuneigung, ohne dass es genügend Raum für das langsame Kennenlernen gegeben hätte. Dadurch fehlte mir ein wenig das Knistern und die emotionale Tiefe.
Trotz dieser Kritikpunkte ist das Buch eine berührende, sanfte Geschichte über Heilung, Vertrauen und zweite Chancen. Sie zeigt, dass Liebe nicht immer laut oder dramatisch sein muss, sondern auch in kleinen Gesten und ehrlichen Gesprächen entstehen kann. Band eins der Reihe fand ich persönlich weniger spannend, doch dieser Teil hat mir deutlich besser gefallen. Jane Aiven beweist, dass sie ein gutes Gespür für Emotionen und Charakterentwicklung hat.
Insgesamt ist „Three Things To Be Done“ ein warmherziger Roman, der mit seinen authentischen Figuren und seiner emotionalen Tiefe überzeugt, auch wenn nicht alles perfekt ausbalanciert ist. Für Leserinnen und Leser, die gefühlvolle Liebesgeschichten mit realistischen Charakteren mögen, ist dieses Buch auf jeden Fall einen Blick wert.