In „Schwarzes Herz“ erzählt die Autorin über ihr Leben als Frau und, was anscheinend in dieser Gesellschaft noch erschwerend hinzukommt, als schwarze Frau. Sie erzählt über Ihre Erfahrungen in ihrer Kindheit, ...
In „Schwarzes Herz“ erzählt die Autorin über ihr Leben als Frau und, was anscheinend in dieser Gesellschaft noch erschwerend hinzukommt, als schwarze Frau. Sie erzählt über Ihre Erfahrungen in ihrer Kindheit, den vielen Sprüchen, den Blicken, das ständige Abgrenzende wegen ihres „Andersseins“. Auch in der Familie wird ihr dieses Selbstbild vermittelt, sie sie halt anders aus als der Rest der Familie… Als dann ein Mann in ihr Leben tritt, der sie wahrnimmt und annimmt wie sie ist, verfällt sie ihm und wird immer mehr Opfer seiner Machtspielchen, Demütigungen und Gewalteskapaden.
Die Geschichte ist die einer extrem toxischen, gewalttätigen Beziehung aber auch die einer hochgradig frauenfeindlichen und rassistischen Einstellung der Gesellschaft. Nach dem Motto „ist ja nur ein Spruch“ hagelt es abwertende und ausgrenzende Bemerkungen zu ihrer Person, bzw. vielmehr ihrem Erscheinungsbild. Die Autorin liest die eigene Erzählung selbst, offensiv und mutig nimmt sie den/die Hörerin mit in ihr früheres Leben. Szenen, die als Hörerin schon kaum zu ertragen sind erzählt, Jasmina Kuhnke mit klarer Stimme und viel Selbstreflexion.
Ein sehr mitnehmendes und wachrüttelndes Hörereignis, dass ich jedem ans Herz legen möchte.
Ich entdecke gerade ein wenig die schwedische Literatur wo nun auch "der Verrückte von dem Autor Henning Mankell dazu gehört. Das Buch ist bereits in den 70er Jahren erschienen, den Erzählungen merkt man ...
Ich entdecke gerade ein wenig die schwedische Literatur wo nun auch "der Verrückte von dem Autor Henning Mankell dazu gehört. Das Buch ist bereits in den 70er Jahren erschienen, den Erzählungen merkt man ihr Alter aber nicht an.
Der Titel hat mich einiges erwarten lassen, denn wenn es fantasievoll und gut geschrieben ist, bin ich ein Fan des Skurrilen und Verrückten. Der Titel täuscht jedoch, wie sich herausstellte, denn von Verrücktheit war bis zu den letzten Seiten keine Spur zu finden. Im Gegenteil.
Es geht um einen durchschnittlichen Städter (Bertil) der in ein schwedisches Dorf gezogen ist um noch mal neu anzufangen. Hier geht er einer geregelten Arbeit nach. An sich führt Bertil ein einfaches und sehr alltägliches Leben wie wohl viele andere Männer seiner Zeit. Er ist auf dem Dorf der Neue und Fremde, der nicht dort geboren ist und nicht so richtig dazu gehört. Durch seine politische Ausrichtung zum Kommunismus findet er jedoch einige Freunde/Genossen mit denen er seine Freizeit verbringt und Diskussionen und Demonstrationen führt. Nach diversen Ereignissen, wie z.B. einem Brand, wird Bertil zur Zielscheibe verschiedenster Gerüchte und Getuschel hinter vorgehaltener Hand und sogar tätlicher Angriffe aus der Dorfgemeinschaft.
Die Geschichte von Bertils Leben im Dorf ist ein ständiges Auf und Ab. Man fiebert mit dem Hauptcharakter mit, dass er sein Glück finden mag, was bis zum Schluss jedoch nicht der Fall ist und bis zum Schluss bleiben auch verschiedene Fragen offen.
Es gibt, ohne spoilern zu wollen, einige Hauptereignisse. Teil der Geschichte ist die Suche nach Antworten zu diesen Ereignissen, für die aber bis zuletzt keine Aufklärung stattfand. Am Ende des Buches bleibt man mit seinen offenen Fragen zurück, auch der Bezug zum Titel bleibt bis zum Schluss ungeklärt.
Die Geschichte las sich sehr flüssig und passt perfekt zu der dunkleren Jahreszeit, so konnte man sich gut in die kalten Schwedenabende hineinversetzen wo das einzige Ziel nach getaner Arbeit der warme Kaffee vorm warmen Kamin ist. Das Buch hat immer wieder das Gerechtigkeitsempfinden verärgert, aber genauso viele wohlige Momente geschaffen.
Besonders gut gefallen hat mir die wellenförmige Spannungskurve die nicht wie üblich auf ein Pik hinauslief sondern wie im richtigen Leben mal anschwoll und mal abfiel.
In dem Buch habe ich quasi eins zu eins meine aktuellen Sorgen und wohl auch die vieler anderer junger Menschen wiedergefunden.
Die Themen werden in Dialogen mit Freundinnen oder Beispielen von eigens ...
In dem Buch habe ich quasi eins zu eins meine aktuellen Sorgen und wohl auch die vieler anderer junger Menschen wiedergefunden.
Die Themen werden in Dialogen mit Freundinnen oder Beispielen von eigens oder im Bekanntenkreis der Autorin erlebten Vorfälle bearbeitet. Dadurch ist man richtig "dabei". Man erinnert sich an all die Gespräche und Diskussionen, die man selber so oder so ähnlich schon mit Freunden geführt hat und an Vorfälle die man ebenso oder ähnlich erlebt hat. Das ist natürlich nicht immer angenehm aber darum geht es schließlich: es muss sich was ändern und das muss jeder begreifen, vor allem aber die entsprechenden Entscheidungsträger.
Das Buch werde ich auf jeden Fall auch meinen Eltern zu lesen geben, die viele meiner Sorgen und Ängste z.b. um die Absicherung im Alter so gar nicht nachvollziehen können.
Fazit:
Ein aufrüttelndes Buch in dem all die kleinen, akzeptierten, alltäglichen Problem und Sorgen in Zusammenhang gebracht werden und greifbar werden.
Das Cover dieses Buches ist sehr schlicht und neutral gehalten, ganz im Gegenteil zum Inhalt des Buches: Man findet sich in der Lebensgeschichte, vor allem der Kindheit, dreier Brüder wieder. Erzählt wird ...
Das Cover dieses Buches ist sehr schlicht und neutral gehalten, ganz im Gegenteil zum Inhalt des Buches: Man findet sich in der Lebensgeschichte, vor allem der Kindheit, dreier Brüder wieder. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von einem der Brüder, Benjamin, abwechselnd aus der Vergangenheit, der Kindheit, und Gegenwart, dem Erwachsenenalter. Die Zeitstränge nähern sich im Laufe der Geschichte an, sodass sich immer mehr Puzzleteile des Lebens der Kinder zusammenfügen. Eine sehr schöne Erzählweise, wie ich fand.
Man wird mitgenommen in eine Kindheit, die geprägt ist von der Unberechenbarkeit und seelischen Abwesenheit der Eltern. Die Eltern verbringen scheinbar einen Großteil der Zeit miteinander, die eisgekühlte Flasche Wodka immer zwischen sich stehend und mit regelmäßigen „hej“s untereinander aufteilend. So wie der Wodka scheint auch die meiste Zeit über die Stimmung zwischen den Eltern und gegenüber den Kindern zu sein. Kalt und distanziert. Nur gelegentlich unterbrochen durch einen kurzen liebevollen Moment, wie eine Vorleserunde, doch noch öfter unterbrochen durch Streitigkeiten bis zu Handgreiflichkeiten zwischen den Eltern und Ausrastern und Ausfällen gegen die Kinder.
Die Familiendynamik ist durchgehend angespannt, auch zwischen den drei Brüdern. Eines Tages kommt es zu einem Unfall, der die Familie endgültig auseinandertreibt und jeden zurückgezogen in seinem eigenen distanzierten Raum aus unausgesprochenen Gefühlen und Verletzungen zurücklässt…
Passend zur Stimmung die einen beim Lesen der Seiten befällt, habe ich das Buch an einem grauen Herbsttag begonnen zu lesen und auch beendet. Einmal angefangen, konnte ich das Buch bis zur letzten Seite nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte ist unendlich traurig und schier endlos hoffnungslos und doch versteht der Autor es, in einer Leichtigkeit und mitreißenden Art zu schreiben, dass man nicht mehr loskommt. Der Roman lässt mich demütig und mit drückender Schwere zurück und doch möchte ich das Buch jedem ans Herzen legen. Lange nicht mehr hat mich ein Roman so tief bewegt. Die Geschichte hat kein Happy End aber ein versöhnliche s Ende, das einen wachruft zu überdenken was man selber schon viel zu lange totgeschwiegen hat.
Da ich eigentlich so gut wie nie dasselbe Gericht zweimal koche und gerne jeden Tag etwas Neues, gerne auch Gesundes, ausprobiere, bin ich auf dieses Rezeptbuch gestoßen.
Das Buch und die Rezepte machten ...
Da ich eigentlich so gut wie nie dasselbe Gericht zweimal koche und gerne jeden Tag etwas Neues, gerne auch Gesundes, ausprobiere, bin ich auf dieses Rezeptbuch gestoßen.
Das Buch und die Rezepte machten auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck. Die Rezeptbilder sehen ansprechend aus, die Gestaltung des Covers und der Seiten insgesamt sind schön gestaltet.
In der Einführung waren einige hilfreiche Tips zur Ernährung, anderes wiederum wurde mir zu wenig erläutert und belegt oder begründet.
Bspw. wurde geschrieben dass man eine bestimmte Zeit mit Beinen in einem bestimmten Winkel hochgelegt schlafen soll. Was genau das bewirken soll und wie man genau auf den Winkelgrad und die Zeitdauer gekommen ist wurde nicht erläutert, wirkte auf mich also eher wie "Humbug".
Dann gab es eine Tabelle in der man nach seinen Mahlzeiten eintragen kann, welche Kriterien diese erfüllen, z.B. entzündungshemmend. Welche Lebensmittel genau weshalb als entzündungshemmend gelten wurde aber nicht erklärt.
Des Weiteren wurden einige Fachbegriffe/Fremdwörter benutzt die ebenfalls in keiner Fußnote erläutert wurden (Bsp.: "orosensorische Stimulation").
Da der Autor in der Einführung über andere Diäten etc., die keine wissenschaftliche Grundlage haben, geschimpft hat (Zitat: "Quakksalber"), fande ich seine eigenen Ausführungen doch selbst recht wenig wissenschaftlich erklärt und belegt.
Nun zu den Rezepten:
Die Rezepte haben leider keine Zeitangaben, vor allem wenn mehrere Rezepte ineinander verschachtelt sind, weil man z.b. noch eine Gewürzmischung oder eine Gemüsebrühe dafür zubereiten muss, wäre eine Zeitangabe hilfreich.
Es fehlte mir auch eine Angabe bei Rezepten, ob diese die, in der Einführung aufgelisteten, Kriterien erfüllen (wie bereits erwähnt die besagte Tabelle).
Die Zutaten zu den Rezepten sind oft schwer bis gar nicht aufzutreiben. Einige Zutaten die ich trotz Aufsuchen mehrerer Läden nirgends bekommen konnte waren z.b. Senfpulver, Selleriesamen und schwarzes Maismehl. Dadurch muss man leider beim Kochem ständig improvisieren.
Da ich, wie am Anfang erwähnt, jeden Tag neue Rezepte probiere, würde ich behaupten, dass ich sehr gut nach Rezept kochen kann. Seit langem hatte ich nichts mehr gekocht, was am Ende ungenießbar war. Das hat sich mit den Versuchen an diesen Rezepten leider geändert. Die Würzung der Gerichte findet komplett ohne Salz dafür viel mit Hefeflocken Misopaste statt, sodass alles ziemlich ähnlich schmeckt. Dieser Geschmack traf meinen aber jedoch leider gar nicht.
Die Garzeiten passten leider auch so gar nicht. Nach doppelter Garzeit im Ofen, wie angegeben war, waren 2 ausprobierte Gerichte immer noch nicht gar.
Gut gefallen hat mir am Ende des Buches die Garzeitentabelle, denn wenn ich Bohnen, Linsen, etc. in Unverpacktläden Käufe habe ich ja nie eine Verpackung dabei auf der steht, wie lange die Gar- und Einweichzeiten sind.
Fazit:
Schön gestaltet, Rezepte wenig alltagstauglich wegen teils langer Zubereitungszeiten und kompliziert zu beschaffenden Zutaten. Rezepte sind nicht gelingsicher und geschmacklich für mich nicht überzeugend. Abnehmen würde ich mit den Rezepten aber bestimmt, da ich kaum was davon essen würde - von daher Ziel erreicht.
Da meine Rezension nicht zum Besten ausgefallen ist habe ich erstmal darauf verzichtet, diese bei amazon etc. zu veröffentlichen