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Veröffentlicht am 04.06.2018

Zauberhaft

Dünenzauber
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Evelyn Kühnes " Dünenzauber" ist ein richtiger Sommer-Roman, obwohl er im Herbst spielt.
Das Buchcover ist der zugegebenermassen klischeehafte Einstieg in eine recht schwungvolle Geschichte. ...

Evelyn Kühnes " Dünenzauber" ist ein richtiger Sommer-Roman, obwohl er im Herbst spielt.
Das Buchcover ist der zugegebenermassen klischeehafte Einstieg in eine recht schwungvolle Geschichte.
Klara und Jessi sind Freundinnen von Kindheit an. Als Jessi eines Tages Klara in ein neues In-Lokal einlädt, wird Klara bald klar, daß sich einschneidende Veränderungen ergeben haben. Jessis Freund Erik, ein sehr karrierebewußter Typ, hat ein Angebot, in Kanada zu arbeiten. Jessi soll natürlich mitkommen. Und da fängt es an, zu haken. Jessi liebt Erik und will ihn unbedingt vor der Abreise heiraten. Aber der Ort des Ereignisses ist eher ungewöhnlich, jedenfalls zu dieser Jahreszeit. Klara soll Jessi bei den Hochzeitsvorbereitungen helfen, sie muß allerdings erst ihren Chef überzeugen, daß er ihr frei gibt. Klara ist Journalistin bei einer regionalen Zeitung und schreibt eine Kolumne, die von den Lesern sehr gut aufgenommen wird.
Was dann alles passiert, was alles dazwischen kommt und wen Klara kennenlernt, wen sie glaubt, entdeckt zu haben, welches Brautkleid Jessi tragen wird, wo die beiden Freundinnen während der Hochzeitsvorbereitungen wohnen werden und wo die Trauung stattfinden soll, alle diese Punkte ergeben einen unterhaltsamen Roman, den man am Liebsten gar nicht aus der Hand legt, bevor man ihn fertig gelesen hat.

Veröffentlicht am 26.05.2018

Vergangenheit

Lost in Fuseta - Spur der Schatten
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Gil Ribeiro hat in seinem zweiten Fuseta-Roman ein Rhema aufgegriffen, das tief in der portugiesischen Vergangenheit wurzelt.
Entführung und dazugehörige Erpressung, Kleinkriminalität und so ...

Gil Ribeiro hat in seinem zweiten Fuseta-Roman ein Rhema aufgegriffen, das tief in der portugiesischen Vergangenheit wurzelt.
Entführung und dazugehörige Erpressung, Kleinkriminalität und so manches andere Delikt beschäftigt die stellvertretende Kommissarin Sub-Inspektor Graciana Rosado und ihren Kollegen Sub-Inspektor Carlos Esteves.
Esteve ist noch genau so esslustig wie im ersten Roman, Graciana fährt immer noch so rasant Auto, und der Austausch-Kommissar Leander Lost fühlt sich zunehmend wohler im Kreis seiner Kollegen in Fuseta.
Er denkt sogar über eine Vaterschaft nach. Allerdings hängen da jede Menge Missverständnisse und Vermutungen dran. Denn die Frau, mit der er darüber gesprochen hat, ist spurlos verschwunden. Und nun fängt die Geschichte an, richtig spannend zu werden......
Das Cover macht wieder einmal Lust auf Urlaub in Portugal, am Besten gleich in Fuseta.

Veröffentlicht am 14.05.2018

Märchenhaft

EDELFA UND DER TEUFEL
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Im Piemont des Jahres 1557 herrscht Krieg. Die Franzosen gegen das Haus Habsburg.
Mittendrin erzählt Caroline Sesta in gekonnter Weise ihr Märchen für Erwachsene, wie sie selbst es bezeichnet. ...

Im Piemont des Jahres 1557 herrscht Krieg. Die Franzosen gegen das Haus Habsburg.
Mittendrin erzählt Caroline Sesta in gekonnter Weise ihr Märchen für Erwachsene, wie sie selbst es bezeichnet. Sie ist eine Verfechterin der romantischen deutschen Sprache und setzt diese vortrefflich ein. So kommt der Leser in den doppelten Genuß der Handlung.
Die Hauptpersonen sind einerseits Lauro di Montemano, der erstgeborene Sohn eines piemontesischen Landgrafen und Edelfa di Frattamaggiore, eine Grafentochter aus Neapel. Beide werden von ihren Eltern zur Verehelichung gedrängt, beide wollen eigentlich nicht heiraten, sondern auf die große Liebe warten.
Allein, das Schicksal will es völlig anders.
Lauro zieht in den Krieg, sein jüngerer Bruder kommt in einem Gefecht ums Leben. Lauro und einige Mitkämpfer werden von den Franzosen gefangen genommen.
Edelfa wird währenddessen mit einem Witwer verlobt und zwecks Hochzeit auf die Reise zu ihm geschickt. Aber auch sie gerät in die Gefangenschaft der Franzosen. Diese verkaufen ihre Gefangenen aus Habgier als Sklaven.
Und so geraten sowohl Edelfa als auch Lauro und seine Kampfgefährten in die Hände eines recht mysteriösen, schwarzen Grafen namens Emanuele und seiner teufelsbesessenen Mutter.
Auf deren Schloß geht es so richtig teuflisch zu, aber zum Glück können sich die Gefangenen durch die Hilfe und Unterstützung eines alten gefangenen Mannes
befreien und sie machen sich samt Edelfa auf den Weg in die Heimat.
Viel Mystik, viel Fantasy, tolle Landschaftsbeschreibungen, gute Charakteristiken der Hauptpersonen machen das Buch zu einem gut und leicht lesbaren "Abenteuer", das 16.Jahrhundert mit seiner Dunkelheit und allem Aberglauben, aber auch harter Realität geben dafür einen wunderbar beschriebenen Hintergrund für diesen ersten Teil eines abenteuerlichen Buches ab.
Auch die von ihr so geliebte Landschaft des Piemont beschreibt Caroline Sesta wieder in bester Manier.
Auf die Fortsetzung des Romans darf man sich jedenfalls freuen.

Veröffentlicht am 06.05.2018

Unverändert gut

Kluftinger
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Der neue Kluftinger-Krimi von Klüpfel und Kobr , die nun seit 15 Jahren schreiben, läßt absolut keine Alterserscheinungen erkennen.
Das Cover zeigt schon, worum es sich im neuen Werk dreht.
Detailverliebt ...

Der neue Kluftinger-Krimi von Klüpfel und Kobr , die nun seit 15 Jahren schreiben, läßt absolut keine Alterserscheinungen erkennen.
Das Cover zeigt schon, worum es sich im neuen Werk dreht.
Detailverliebt und dennoch nicht vom roten Faden abweichend, schreibt sich das Autoren-Duo von Beginn an durch die Handlung, die aber schon keinen Gag ausläßt, aber dabei nie zu Wiederholungen greift.
Wer sich von einem Kluftinger-Roman Spannung erhofft, wird gut bedient und bekommt als Zugabe noch eine Riesenportion Situationskomik dazu.
Die Figuren, allen voran Kluftinger selbst und auch seine Erika, sind so liebevoll gezeichnet, dazu kommt ein kleiner Schuß Ironie und schon ist das Menü perfekt.
Neu in diesem Roman ist Kluftingers Enkelkind und eine kurze, aber schöne Rolle spielt auch ein Tier.
Wie sich alles abspielt, was die Kollegen so treiben, wie seine Vorgesetzte sich um ihn sorgt, das alles macht diesen Krimi mit seinen Protagonisten so sympathisch und wenn beschrieben wird, wie sich Kluftinger an einem Buffet bedient und nebenbei noch ein Einstellungsgespräch führt, kann man einfach nur laut herauslachen.

Veröffentlicht am 01.05.2018

Vorhersehbar

Die Schönheit der Nacht
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Der Roman von Nina George ist schwer einzuordnen.
Das Cover ist ebenfalls wenig aussagekräftig.
Eine netter Gag ist es, das Lesebändchen in der gleichen Farbe wie den Druck des Namens der Autorin ...

Der Roman von Nina George ist schwer einzuordnen.
Das Cover ist ebenfalls wenig aussagekräftig.
Eine netter Gag ist es, das Lesebändchen in der gleichen Farbe wie den Druck des Namens der Autorin zu nehmen.
Die Handlung selbst ist nachvollziehbar, eher langsam und gefühlvoll. Vieles sagen die Protagonistinnen gar nicht, sie denken es nur. Zwei Frauen, Claire die Ältere, Erfahrenere und Julie, die noch sucht. Allerdings weiß sie nicht genau, was. Bis sie es findet. Dazwischen der Versuch, schwimmen zu lernen, was irgendwann auch gelingt. Claire dagegen weiß, was sie will, und auch, was sie nicht will. Aber auch sie sucht nach der Erfüllung, dem ganz großen Gefühl.
Beide schwimmen sich frei im wahrsten Sinne des Wortes.
Hintergrund ist der Ort Trevignon an der bretonischen Küste, wo Claire aufgewachsen ist, unter der Obhut ihrer Großmutter Jeanne, einer Schriftstellerin.
Das Ende ist mehr oder weniger offen, der Leser kann die Geschichte in jede Richtung weiterdenken.