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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.10.2020

Langatmig

Wer auf dich wartet
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Aidan beobachtet via Skype den Mord an seiner Freundin Zoe. Trotzdem verständigt er nicht sofort die Polizei, was hat er zu verbergen? Detective Chief Inspector Jonah Sheens und sein Team beginnen mit ...

Aidan beobachtet via Skype den Mord an seiner Freundin Zoe. Trotzdem verständigt er nicht sofort die Polizei, was hat er zu verbergen? Detective Chief Inspector Jonah Sheens und sein Team beginnen mit den Ermittlungen und es stellt sich ihnen die Frage Mord oder Selbstmord?
Das Buch ist in zwei Handlungssträngen angelegt - der Vergangenheit (die letzten 19 Monate rund um Zoe und ihr Leben) und der Gegenwart (Ermittlungsarbeit).
Der Beginn des Buches ist spannend und eindrucksvoll, aber dann flaut die Handlung ziemlich schnell ab. Diese wurde zum Teil sehr detailliert und langatmig dargestellt. Das Buch zog sich durch viele Wiederholungen und weder interessanten oder relevanten Informationen in die Länge; daran konnte auch der flüssige Schreibstil nichts ändern. Die Protagonisten wirken dieses Mal überwiegend deprimierend und oberflächlich. Sie konnten mich nicht fesseln und hinterließen meist einen unsympathisch Eindruck.
Dieses Buch war für mich eher ein Roman rund um Beziehungsdramen als ein Krimi

Veröffentlicht am 13.10.2020

Nur Fiktion?

Das Tartarus-Projekt
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Der Journalist und Autor Michael Landorff wird zu einer Party des Unternehmers Gregory Winter eingeladen, allerdings hat er keine Ahnung warum. Nachdem Winter am Tag der Party grausam ermordet wird, sieht ...

Der Journalist und Autor Michael Landorff wird zu einer Party des Unternehmers Gregory Winter eingeladen, allerdings hat er keine Ahnung warum. Nachdem Winter am Tag der Party grausam ermordet wird, sieht seine Agentin Melissa Warttemberg die Chance für Michael mit einem Buch über den Mord berühmt zu werden. Michael beginnt zu recherchieren und trifft bei der Durchsicht der Gästeliste auf Alexandra Buschmann, die Winter ebenfalls nicht kannte. Bei der Suche nach dem Motiv und Tätern finden die Beiden heraus, dass es um das Projekt „Tartarus“ geht, dass für Forschungen mit Drohnen und künstlicher Intelligenz steht.
Die unterschiedlichen Charaktere und die Szenen werden detailreich und bildhaft dargestellt. Der mitreißende klare Schreibstil liest sich flüssig, sowie eine Spur Humor lässt einem immer wieder schmunzeln. Die Handlung wird in einem schnellen Tempo geschildert, wobei Rückblenden und aktuelle Ereignisse diese gekonnt ergänzen. Die Geschichte ist nachvollziehbar, für diese hat der Autor viel und gut recherchiert. Die wissenschaftlichen Erklärungen sind verständlich und interessant eingebaut. Die Zusammenhänge werden gut miteinander verbunden und der Spannungsbogen wird mit einigen überraschenden Wendungen bis zum Ende aufrechterhalten.
Der spannende Thriller regt einen an, über den Umgang mit Drohnen und künstlicher Intelligenz nachzudenken, sowie wem man denn wirklich vertrauen kann. Auch kann man sich bei etlichen Szenen/Aussagen überlegen, ob diese schon Realität oder doch eher Fiktion sind.

Veröffentlicht am 12.10.2020

Regionalkrimi

Ankerschmerz
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Dies ist der erste Fall des Auricher-Ermittlerduos Kira Jensen, die sich in ihre alte Heimat versetzen lässt, und Tilmann Baer. Für Kira beginnt der Neuanfang in Ostfriesland mit einem persönlichen Desaster. ...

Dies ist der erste Fall des Auricher-Ermittlerduos Kira Jensen, die sich in ihre alte Heimat versetzen lässt, und Tilmann Baer. Für Kira beginnt der Neuanfang in Ostfriesland mit einem persönlichen Desaster. Der Antritt der neuen Stelle beginnt ebenfalls nicht ohne Komplikationen - ein Kollege, der eigenbrötlerisch ist und wenig von Teamarbeit hält, sowie gleich dem Mord an der Komponistin Wiebke an ihrem ersten Arbeitstag.
Die Protagonisten sind gut gezeichnet, mit ihren Ecken und Kanten. Durch die sehr unterschiedlichen Charaktereigenschaften entsteht ein interessantes Ermittlerteam, mit dem ich allerdings noch nicht richtig warm geworden bin. Die Handlungsorte und Ostfriesland werden bildhaft beschrieben (Lokales das Lust auf Ostfriesland macht). Der Spannungsbogen wurde durch die zum Teil überraschenden Wendungen bis zum Schluss hoch gehalten und es endet für mich mit einem unvorhergesehenem Täter/In. Der angenehme Schreibstil liest sich flüssig und beinhaltet eine Spur Humor.
Dieser Regionalkrimi ist ein unterhaltsamer und spannender Auftakt mit einem neuen Ermittlerduo, das sich noch zusammenraufen muss.

Veröffentlicht am 06.10.2020

True Crime

Zerrissen
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Der vierte Band der Fred-Abel-Reihe beginnt mit einem spannenden Prolog und anschließend wird Fred Abel zu einem Fall von Kindesmisshandlung hinzugezogen. Im weiteren Verlauf eröffnen sich neben dem Rechtsmedizininstitut ...

Der vierte Band der Fred-Abel-Reihe beginnt mit einem spannenden Prolog und anschließend wird Fred Abel zu einem Fall von Kindesmisshandlung hinzugezogen. Im weiteren Verlauf eröffnen sich neben dem Rechtsmedizininstitut weitere Schauplätze mit Toten und den dazugehörigen Ermittlungen.
Das Buch ist eine Mischung aus True Crime und Fiktion. Der Alltag der Rechtsmedizin wird relativ detailliert und authentisch beschrieben. Aufgrund der verschiedenen Handlungsstränge und Wendungen bleibt der Spannungsbogen bis zum Ende erhalten und dann endet das Buch mit einem gemeinen Cliffhanger, der Fred Abels Privatleben betrifft. Die Protagonisten sind dynamisch, schlüssig und sympathisch gezeichnet. Der angenehme Schreibstil liest sich flüssig und mitreißend, ebenso tragen die kurzen Kapitel dazu bei. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven der Protagonisten erzählt. Lesenswert finde ich auch das Nachwort, worin der Autor beschreibt welche Ereignisse er als Vorlage zu diesem Buch genommen hat. Dem Autor ist es gelungen, die Parallelgesellschaften authentisch in die Handlung zu integrieren.

Veröffentlicht am 23.09.2020

Humorvoller Cosy-Krimi

Mordsmäßig verkatert
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Als Louisa nach dem Junggesellinnenabschied ihrer Schwester Emily morgens in ihrer Wohnung erwacht, findet sie auf dem Sofa in ihrem Wohnzimmer eine unbekannte Frau und diese ist auch noch tot. Sie beginnt ...

Als Louisa nach dem Junggesellinnenabschied ihrer Schwester Emily morgens in ihrer Wohnung erwacht, findet sie auf dem Sofa in ihrem Wohnzimmer eine unbekannte Frau und diese ist auch noch tot. Sie beginnt sofort zu ermitteln. In diesem Fall stehen sowohl Louisa als auch ihr Freund, Kommissar Rispo, unter Verdacht.
Mordsmäßig verkatert ist ein unkomplizierter Cosy-Krimi mit einem lockeren Schreibstil, der sich zügig lesen lässt und einem Humor, der mich immer wieder zum Grinsen brachte. Die Protagonisten sind gut dargestellt, die Geschichte selbst etwas überspitzt.
Dies war mein erstes Buch aus der Louisa Manu-Reihe, man kann dies auch unabhängig von der Reihe lesen, aber ich denke, es ist schöner sie in der richtigen Reihenfolge zu lesen.