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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.07.2020

Langatmig und ohne Spannung

DUNKEL
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Die Kommissarin Hulda Hermannsdóttir soll früher, als geplant, in Pension gehen um einem jungen Kollegen Platz zu machen. Ihr Vorgesetzter erlaubt ihr, sich einen ungelösten Fall auszusuchen und Hulda ...

Die Kommissarin Hulda Hermannsdóttir soll früher, als geplant, in Pension gehen um einem jungen Kollegen Platz zu machen. Ihr Vorgesetzter erlaubt ihr, sich einen ungelösten Fall auszusuchen und Hulda entscheidet sich für einen cold case, wo der Tod einer jungen Frau Rätsel aufwirft und sie versucht die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Die Geschichte wird auf drei Zeitebenen erzählt, wobei die die Nebenstränge mir relativ sinnlos und als Lückenfüller vorkamen. Der Spannungsaufbau fehlte komplett.
Die Protagonisten sind farblos, inhaltslos und langweilig dargestellt. Dazu passen die einfallslosen Dialoge. Hulda ist eine eher ungewöhnliche Protagonistin, eine Einzelgängerin die mir zu Beginn sympathisch war, im Laufe der Geschichte aber immer unsympathischer wurde. Der Schreibstil ist sehr langatmig und vermittelt eine düstere Atmosphäre.
Die Trilogie ist so aufgebaut, dass sie mit dem Schluss beginnt und für mich dies eigentlich der letzte Band sein sollte. Ich sehe in dieser Reihenfolge keinen Sinn und das Ende des Buches sagte mir gar nicht zu.
Die Tatsache, dass dies einer der 100 besten Krimis und Thriller seit 1948 laut The Times sein soll, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.

Veröffentlicht am 05.07.2020

Unterhaltsam

Die Farben der Schönheit - Sophias Träume
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Dies ist der zweite Band der Trilogie „Die Farben der Schönheit“.
Die Geschichte beginnt 1929 mit der Reise Sophias nach Paris, wo sie mehr über das Schicksal ihres Sohnes erfahren möchte und um ihre Freundin ...

Dies ist der zweite Band der Trilogie „Die Farben der Schönheit“.
Die Geschichte beginnt 1929 mit der Reise Sophias nach Paris, wo sie mehr über das Schicksal ihres Sohnes erfahren möchte und um ihre Freundin Henny zu besuchen. Zurück in New York erhält Sophia eine neue Job-Chance bei Elisabeth Arden, allerdings nicht als Chemikerin, sondern als Kosmetikerin. Beim Aufbau einer Schönheitsfarm begegnet sie ihrer Liebe Darren wieder.
Gelungen finde ich, wie die Autorin den „Puderkrieg“ zwischen geschichtliche Ereignisse gekonnt verpackt, wie den Börsencrash oder dem Beginn des Dritten Reiches.
Die Protagonisten sind lebendig dargestellt. Die Entwicklung von Sophia zur selbstbewussten Frau ist realistisch beschrieben und beinhaltet Höhen und Tiefen.
Der unkomplizierte und bildhafte Schreibstil liest sich flüssig, aber phasenweise sind einige Längen vorhanden. Zum Schluss hin wird die Handlung wieder ereignisreicher und es endet mit einem Cliffhanger, der etliche Fragen offen lässt.
Zwar kann dieser Band einzeln gelesen werden, aber ich finde es günstiger diese in der Reihe zu lesen, da sonst zu viel von der Geschichte verloren geht.

Veröffentlicht am 26.06.2020

Deutschland anders

HOLIDAY Reisebuch: Hiergeblieben! 55 fantastische Reiseziele in Deutschland
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In diesem Buch werden 55 „beeindruckende“ Reiseziele in Deutschland vorgestellt, dabei werden diese mit weltbekannten Orten, Sehenswürdigkeiten oder Landschaften verglichen. Dazu gibt es Tipps zu den Zielen.
Meine ...

In diesem Buch werden 55 „beeindruckende“ Reiseziele in Deutschland vorgestellt, dabei werden diese mit weltbekannten Orten, Sehenswürdigkeiten oder Landschaften verglichen. Dazu gibt es Tipps zu den Zielen.
Meine Erwartungen an dieses Buch wurden nicht erfüllt. Zum einen fand ich die meisten der Bilder zu klein, die Informationen zum Ziel in Deutschland sind sehr spärlich und die meisten Tipps für Restaurants und Hotels sind im mittleren bzw. hohen Preisniveau angesiedelt – gerade für Familien nicht nutzbar. Ebenso kann ich mir nicht vorstellen, z.B. wegen einem schiefen Turm mehrere Stunden unterwegs zu sein (wobei der schiefste Turm in Ostfriesland steht). Des Weiteren finde ich die die meisten Vergleiche weit hergeholt, z.B. Walhalla mit Akropolis, Stadtbibliothek Ulm mit Louvre, Lüneburger Heide mit Provence …
Für mich ist dies ein Reiseführer, der einem zwar einige Inspirationen liefert, aber die Nebeneinanderstellung von zwei Reisezielen ist mir zu abstrakt.

Veröffentlicht am 25.06.2020

Geschichte spannend verpackt

Der Bornholm-Code
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Der ehemalige Forschungstaucher Frank Strebe betreibt eine Tauchbasis und gibt Tauchkurse. Da meldet sich sein damaliger Kollege Lars, um ihn über einen sensationellen Fund vor Bornholm zu berichten und ...

Der ehemalige Forschungstaucher Frank Strebe betreibt eine Tauchbasis und gibt Tauchkurse. Da meldet sich sein damaliger Kollege Lars, um ihn über einen sensationellen Fund vor Bornholm zu berichten und ihn um Hilfe bei dieser Expedition bittet. Die Fundstücke deuten darauf hin, dass seine damalige Theorie bezüglich des Nibelungenschatzes doch noch bewiesen werden kann und so nimmt er bei dieser Expedition teil. Allerdings stellt sich bei der Bergung der archäologischen Stücke heraus, dass im Hintergrund eine Gruppierung mitmischt, die durch die Fundstücke die „Weltherrschaft“ übernehmen möchte und nicht an der wissenschaftlichen Thematik interessiert ist.
In diesem Buch wird die Nibelungensage mit der Figur des Arminius und des Nibelungenschatzes in eine spannende Geschichte verpackt. Die historischen Ereignisse sind gut recherchiert, interessant in das Buch eingebunden und ich konnte mein Wissen vertiefen. Ebenso werden die Tauchszenen, für mich als Nichttaucher, nachvollziehbar beschrieben.
Der flüssige und bildhafte Schreibstil liest sich hervorragend. Die Protagonisten werden authentisch und facettenreich dargestellt. Viele Charaktere sind nicht in gut oder böse einzuteilen, sondern befinden sich häufig im Graubereich. Durch die verschiedenen schlüssigen Handlungsstränge bleibt das Buch bis zum Schluss spannend und man konnte sich nicht sicher sein, ob die Zusammenhänge zwischen Geschichte und Gegenwart nur Fiktion oder doch schon Realität sind.

Veröffentlicht am 22.06.2020

Spannende Familiengeschichte

Die Frauen von der Purpurküste – Isabelles Geheimnis
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Amélie verliert bei einem Unfall ihren Sohn und Mann und befindet sich immer noch in einer hoffnungslosen Situation. Nach einem Besuch bei ihren Eltern entschließt sie sich nach Collioure, einem kleinen ...

Amélie verliert bei einem Unfall ihren Sohn und Mann und befindet sich immer noch in einer hoffnungslosen Situation. Nach einem Besuch bei ihren Eltern entschließt sie sich nach Collioure, einem kleinen Ort an der Purpurküste, zu fahren. In der Baguetterie ihrer Oma verbrachte sie Teile ihrer Kindheit und möchte dort im Haus dieser zu wohnen. Dort angekommen, stellt sie fest, dass der Journalist Benjamin einen Teil des Hauses gemietet hat. Beim Besuch ihrer Oma im Seniorenheim übergibt ihr diese ihr geheimes Tagebuch, in dem sie ihre Liebe zu einem deutschen Soldaten während der Besatzungszeit im zweiten Weltkrieg aufgeschrieben hat.
Die Protagonisten, auch die Nebenfiguren, sind gut charakterisiert und vermitteln mit ihren individuellen Eigenschaften Authentizität.
Der angenehme Schreibstil liest sich flüssig und ist bildhaft; man kann sich die Gegend plastisch vorstellen.
Durch die Tagebucheinträge erfährt man einiges über das Leben im besetzten Frankreich im Jahr 1944 und diese sind sehr emotional geschrieben.
Die Geschichte, die Vergangenheit und Gegenwart auf geschickte Weise verknüpft, ist tiefgründig, spannend und die Romantik fehlt auch nicht.