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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.09.2021

Justizkrimi

Pirlo - Gegen alle Regeln
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Der Strafverteidiger Pirlo verliert seinen Job. Kurze Zeit später wird er von einer Frau an seiner Wohnungstür angesprochen und gebeten die Verteidigung ihrer Tochter zu übernehmen. Diese steht im Verdacht ...

Der Strafverteidiger Pirlo verliert seinen Job. Kurze Zeit später wird er von einer Frau an seiner Wohnungstür angesprochen und gebeten die Verteidigung ihrer Tochter zu übernehmen. Diese steht im Verdacht ihren Mann, einen Bauunternehmer, umgebracht zu haben. Pirlo übernimmt diesen Fall, richtet sein Büro im Wohnzimmer ein und unterhält Unterstützung von Sophie Mahler, einer jungen Kollegin. Eine weitere Rolle in der Geschichte spielt der kriminelle Familien-Clan Pirlos.
Die Idee, dass der Strafverteidiger ermittelt und man dadurch unter anderem Einblicke in die Verteidigung oder den Prozessverlauf erhält, finde ich gut. Allerdings konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen. Die Handlung empfinde ich als zu oberflächlich und der Nebenhandlungsstrang bezüglich des Clans ist für mich unnötig. Der Handlungsverlauf erscheint mir nicht nachvollziehbar und teilweise an den Haaren herbeigezogen. Auch störte mich das Ende bezüglich der Täterin. Die Hauptprotagonisten sind mir zu nervig, selbstverliebt und nicht authentisch. Obwohl der Schreibstil recht einfach gehalten bleibt, liest sich das Buch nicht flüssig. Ebenso fehlte es mir an Spannung und die Zeitsprünge empfinde ich nervend. Ich musste mich mit fortlaufender Dauer zum Lesen quälen.

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Veröffentlicht am 07.09.2021

Schatzsuche in Irland

Nie zu alt für Irish Coffee
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Die VIER Hobbydetektive kehren nach Irland zurück, wo sie als Jugendliche ihren ersten Fall lösten und eine gestohlene Madonnenstatue fanden. Nun ist dieselbe Statue wieder gestohlen worden und ihre Freundin ...

Die VIER Hobbydetektive kehren nach Irland zurück, wo sie als Jugendliche ihren ersten Fall lösten und eine gestohlene Madonnenstatue fanden. Nun ist dieselbe Statue wieder gestohlen worden und ihre Freundin Claire bittet sie, diese zu finden. Die Suche führt sie zurück nach Irland und in die gemeinsame Vergangenheit. In der Gegenwart sind sie nicht nur auf der Suche nach der Statue, sondern unterstützen ihre alte Freundin Aeryn bei der Suche nach Saboteuren, die die Eröffnung der Whiskeydestilliere nach einem Umbau verhindern wollen.
Die Protagonisten werden mit ihren Stärken und Schwächen lebendig und sympathisch gezeichnet. Das Zusammenspiel der VIER finde ich gelungen dargestellt, ebenso die Achterbahnfahrt der Gefühle, ob die Freundschaft bestehen bleibt, nachdem Geheimnisse der Vergangenheit an das Licht kommen. Die Handlung wird nachvollziehbar erzählt und die Spannung bleibt aufgrund einiger Wendungen bis zum Ende erhalten. Die Landschaft und Bewohner Irlands werden facettenreich beschrieben. Der flüssige und bildreiche Schreibstil sorgt für ein angenehmes Lesevergnügen, ebenso ist eine Spur Humor vorhanden.
Dies ist der dritte Band der Reihe. Meiner Meinung nach kann dieser gut gelesen werden, ohne die ersten Bände zu kennen, da ausreichend Informationen über die Vergangenheit der VIER eingearbeitet sind.
Es macht Freude die VIER als Erwachsene bei der Lösung zu begleiten und ich fühlte mich in die Jugend zurück versetzt mit Erinnerungen an die damaligen Detektivgeschichten.

Veröffentlicht am 30.08.2021

Kleinstadtidylle

Someone like you
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Nachdem ihre Beziehung zerbrach, übernimmt Dr. Nora Walsh die Arztpraxis in Moonflower Bay um dort neu zu beginnen. Sie wird herzlich aufgenommen. Dort läuft ihr als Jake Ramsey über den Weg, der seit ...

Nachdem ihre Beziehung zerbrach, übernimmt Dr. Nora Walsh die Arztpraxis in Moonflower Bay um dort neu zu beginnen. Sie wird herzlich aufgenommen. Dort läuft ihr als Jake Ramsey über den Weg, der seit einigen Schicksalsschlägen zum Einzelgänger wurde. Nora gelingt es Jake aus der Reserve zu locken.
Die Handlung ähnelt der des ersten Bandes um Moonflower Bay mit natürlich anderen Hauptfiguren und auch dieses Mal spielen die „liebenswerten und schrulligen“ Bewohner des Kleinstädtchens eine Rolle. Die Protagonisten werden liebevoll, mit ihren Ecken und Kanten, gezeichnet. Allerdings werden mir Jake und Nora zu naiv dargestellt. Zwar kämpft Jake noch mit dem Tod seines Sohnes und dies ist gut in die Handlung eingebettet, allerdings ist mir der Ablauf zu glatt und „rosarot“ bei der Beziehung zwischen. Die Schauplätze sind plastisch beschrieben. Die Geschichte wird aus wechselnder Perspektive erzählt, wodurch man einiges über die jeweiligen Gefühle und der Vergangenheit erfährt. Der lockere Schreibstil liest sich angenehm und immer wieder gibt es Stellen zum Schmunzeln.
Für mich ist dies ein Buch für zwischendurch mit einem „Ausflug in eine heile Welt“.

Veröffentlicht am 25.08.2021

Provence

Lavendelblütenträume
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Ben, ein erfolgreicher kanadischer Architekt, reist in die Provence. Dort möchte er zum einen über seine berufliche Zukunft nachdenken und zum anderen die Heimat seiner Mutter kennen lernen. In einem kleinen ...

Ben, ein erfolgreicher kanadischer Architekt, reist in die Provence. Dort möchte er zum einen über seine berufliche Zukunft nachdenken und zum anderen die Heimat seiner Mutter kennen lernen. In einem kleinen Hotel lernt er Lila kennen. Nach einem Schicksalsschlag sind sowohl ihre Zukunft ungewiss, wie auch die des kleinen Hotels. Bereits beim ersten Aufeinandertreffen von Ben und Lila "knistert" es zwischen den Beiden. Kann es eine gemeinsame Zukunft geben?
Die Protagonisten werden authentisch und sympathisch, mit ihren Ecken und Kanten, bildreich skizziert, ebenso wachsen einem die meisten ans Herz und man leidet bzw. freut sich mit ihnen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Ben und Lila erzählt. Dadurch erfährt man einiges aus deren Vergangenheit, der jeweiligen Gefühlslage und Gedanken. Die Handlungsorte sind facettenreich beschrieben, so sieht man die Landschaft der Provence oder das Boutique-Hotel praktisch vor sich und würde am liebsten sofort ins Hotel einchecken. Durch verschiedene Handlungsstränge und Wendungen bleibt es bis zum Ende fesselnd. Allerdings werden nicht alle Handlungsstränge aufgelöst und man muss auf den Folgeband warten. Der detailreiche und flüssige Schreibstil liest sich angenehm und immer wieder gibt es Stellen zum Schmunzeln und Mitfiebern.
Mit dem Buch verbrachte ich unterhaltsame Lesestunden und freue mich auf die Fortsetzung um zu erfahren, wie es mit Ben, Lila und dem Hotel weitergeht.

Veröffentlicht am 22.08.2021

Wechselbad der Gefühle

Und immer nur du
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Nach dem Tod ihrer Mutter kehrt Fenja an ihren Heimatort zurück, um dort deren Nachlass zu regeln. Vor vierzehn Jahren verließ sie Dahrenburg mit ihrem Vater, nachdem sich ihre Eltern trennten und ihre ...

Nach dem Tod ihrer Mutter kehrt Fenja an ihren Heimatort zurück, um dort deren Nachlass zu regeln. Vor vierzehn Jahren verließ sie Dahrenburg mit ihrem Vater, nachdem sich ihre Eltern trennten und ihre Jugendliebe Elias die Beziehung ohne Grund beendete. Nun gerät ihre Welt nochmals durcheinander, als sie einiges aus der damaligen Zeit erfährt und die Ereignisse der Vergangenheit in einem anderen Zusammenhang zeigen.
Die Hauptprotagonisten werden überwiegend authentisch und sympathisch mit ihren Ecken und Kanten, dargestellt; wobei mir einige der Nebenprotagonisten nicht zusagten. Die Geschichte beinhaltet wichtige Themen wie erste Liebe, Missverständnisse, Trauer, Freundschaft und die Aufarbeitung der Vergangenheit. Die Handlung wird bildhaft und emotional erzählt, allerdings gibt es immer wieder langatmige Szenen. Aufgrund verschiedener Wendungen bleibt es spannend, allerdings gibt es ein unerwartetes Ende und dieses konnte mich nicht überzeugen bzw. bin nicht damit einverstanden. Die Region ist anschaulich beschrieben und gut eingefangen. Der flüssige Schreibstil liest sich angenehm.
Josefine Weiss erzählt eine emotionale Geschichte mit einem Wechselbad der Gefühle, die durchaus lesenswert ist, allerdings gefiel mir das „Schock-Ende“ nicht.