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Veröffentlicht am 24.10.2020

Schöne Gedichte, die sich sehr real anfühlen

Swimming Lessons – freischwimmen
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Meine Meinung

Wenn ich eins bisher nie wirklich fühlen konnte waren das Gedichte. In der Schule war es für mich stets ein Kampf die seltsamen Satzkonstellationen zu interpretieren und überhaupt den oberflächlichen ...

Meine Meinung

Wenn ich eins bisher nie wirklich fühlen konnte waren das Gedichte. In der Schule war es für mich stets ein Kampf die seltsamen Satzkonstellationen zu interpretieren und überhaupt den oberflächlichen Sinn zu erkennen (von der tieferen Bedeutung will ich gar nicht erst anfangen). Allerdings bin ich ein großer Fan von Lili Reinhart. Ich mag ihre Rolle in Riverdale so gerne und bewundere sie für ihre Offenheit auf Social Media. Sie spricht sehr offen über Angstzustände, Depressionen und Body Positivity. Deshalb wollte ich ihr Buch trotzdem lesen. Man soll schließlich immer Neues ausprobieren.

Das habe ich auch definitiv nicht bereut. Mir haben ihre Gedichte so gut gefallen, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass es sich mehr um das große Thema Beziehung und Trennung drehte und andere Themen eher weniger zu Wort kamen. Da das Buch zweisprachig veröffentlicht wurde konnte man die Unterschiede zwischen der deutschen und der englischen Sprache deutlich erkennen. Mir hat da die englische Originalversion definitiv besser gefallen, ich hatte auch keine Probleme das zu verstehen. Manchmal hat mich der Wechsel zwischen den Sprachen auch aus dem Fluss gebracht.

Das Buch ist auch wahnsinnig schön aufgemacht mit vielen Bildern einer Künstlerin. Schlicht, aber passend zu den Gedanken, die niedergeschrieben wurden. Es fiel mir sehr leicht die Gefühle nachzuempfinden, besonders den Schmerz, obwohl ich eigentlich kein emotionaler Leser bin, der besonders stark mit den Charakteren mitfühlt.

Ausschnitt

I hope you look at me like
you do the sky.

Standing,

breathless,

admiring my colors.

Fazit

Mir hat der Gedichtband wirklich gut gefallen. Es ließ sich angenehm lesen, war einfach zu verstehen und hat für ein sehr starkes Kopfkino gesorgt. In meinem Kopf liefen die einzelnen Gedichte wie ein Film ab, fast wie bei einem richtigen Buch. Manche Gedichte haben mir besser gefallen, manche weniger. Deshalb gibt es 4 Sterne von mir.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.10.2020

Wenn man YA mag sicherlich ein Highlight - für mich eher nicht

What I Like About You
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Meine Meinung

Dieses Buch war eine äußerst schwere Geburt. Schon vor S.100 habe ich mehrmals die Augen verdreht und habe schnell die Lust verloren. Für mich waren die Person Halle und die Internetperson ...

Meine Meinung

Dieses Buch war eine äußerst schwere Geburt. Schon vor S.100 habe ich mehrmals die Augen verdreht und habe schnell die Lust verloren. Für mich waren die Person Halle und die Internetperson Kels so verschieden, dass es sich angefühlt hat, als würde nur eine Rolle gespielt werden. Die beiden, die ja ein und dieselbe Person sind, haben für mich nicht zusammengepasst, sodass ich mit beiden nicht warm geworden bin. Halle hat zwar eine positive Entwicklung durchgemacht und bis zu einem gewissen Grad kann ich ihr Verhalten auch erst einmal nachvollziehen, aber ihr Handeln war oftmals sehr kurzsichtig und ich bin mir sicher, dass das nichts mit ihrem Alter von 17/18 Jahren zu tun hat, denn hätte sie ein wenig länger überlegt, wie sie das denn in Zukunft lösen wollen würde, dann wäre ihr schnell aufgefallen, dass es nicht besser werden würde. Dann nichts zu tun ist für mich dann keine Lösung.

Nash dagegen konnte ich stets gut nachvollziehen und mochte ihn auch sehr gerne. Am liebsten mochte ich dann aber auf jeden Fall Ollie und die Freundesgruppe in der Schule. Die waren für mich allesamt sehr sympathisch.
Auch das Thema Trauerbewältigung fand ich sehr gut dargestellt und fast interessanter, als die Liebesgeschichte (bei der weiß man ja wie es ausgeht). Ich kann aber verstehen, wenn andere finden, dass die Romanze zu sehr in den Hintergrund rückt, was sie meines Erachtens nach auch getan hat. Man hat eigentlich nicht viel mitbekommen, es ging sehr schnell.

Zuletzt ein paar kleine Punkte/Details, die mich gestört haben: Im Text wurden Abkürzungen wie "tbh" verwendet, was für mich nicht in den Text selbst gehört. In den Chatverläufen - okay, aber ansonsten ist es für mich unpassend. Auch, dass Halle überraschend wenig liest, dafür dass sie eine Buchbloggerin ist. Das sind aber wie gesagt nur Kleinigkeiten.

Letztendlich war das Buch gut. Man konnte es schnell und leicht lesen, die Seiten flogen nur dahin. Allerdings hat Halles Verhalten für mich zu oft keinen Sinn ergeben und vor allem anfangs habe ich sehr oft die Augen verdreht. Die Idee finde ich trotzdem ganz süß und für YA Fans ist das sicher ein tolles Buch. Personen, die bei dem Genre nicht mehr ganz so oft fündig werden würde ich das Buch nicht empfehlen.

  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 03.09.2020

Die Gefühle kamen gar nicht an.

Truly
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Meine Meinung

Eigentlich wollte ich diese Rezension schon vor zwei Wochen veröffentlichen, aber mir fällt es wirklich schwer in verständliche Worte zu fassen, warum mir dieses Buch einfach nicht gefallen ...

Meine Meinung

Eigentlich wollte ich diese Rezension schon vor zwei Wochen veröffentlichen, aber mir fällt es wirklich schwer in verständliche Worte zu fassen, warum mir dieses Buch einfach nicht gefallen hat.

Beginnen wir mit etwas Positivem und das ist Avas Schreibstil. Er lässt sich leicht lesen und trotzdem ist er sehr bildhaft und lässt einen in die Geschichte eintauchen. Ich konnte mir das gesamte Setting gut vorstellen und hatte kaum Schwierigkeiten in die Charaktere reinzufinden.

Die Charaktere waren aber das eigentliche Problem. Man liest häufiger aus Andies Sicht, aber ab und an bekommt man auch Coopers Perspektive zu Gesicht. Ohne diese hätte ich ihn wahrscheinlich kein Stück leiden können, denn er war sehr lange unfreundlich und unhöflich und für mich war sein Verhalten die meiste Zeit nicht nachvollziehbar und ich war regelrecht sauer auf ihn. Seine Kapitel haben das also ein bisschen gerettet, da man dann wusste, warum er sich so verhalten hat. In Ordnung war es trotzdem nicht. Am Ende weiß ich leider trotzdem nicht wirklich wer Cooper ist. Ich weiß was er studiert und dass er gerne Motorrad fährt. Tja und das wars dann eigentlich auch. Das große Geheimnis, das er verborgen hat, war für mich schon ziemlich schnell klar, war also auch nicht so überraschend und hat sein Verhalten auch nicht erklären können.

Kommen wir dann zu Andie. Das Problem mit zwei schweigsamen Charakteren ist, dass sie beide nicht wirklich miteinander reden. Andie ist manchmal eher schüchtern, manchmal kommt sie aus sich heraus, aber bei Cooper ist sie mehr auf eine Wand gestoßen. Trotzdem mochte ich sie wirklich gerne, denn man hat sie sehr gut kennenlernen können. Man hat so viele Details von ihr erlebt, kleine Macken und Verhaltensweisen, dass ich das Gefühl habe sie wirklich gut zu kennen. Auch die Freundschaft zwischen ihr und June hat mir gut gefallen, sie wirkte echt. Trotzdem waren die Gefühle zwischen Cooper und Andie einfach nicht logisch für mich, denn sie haben kaum ein vernünftiges Gespräch geführt, sie kennen sich kaum und haben zusammen auch nichts unternommen (soweit ich mich da noch erinnern kann). Woher kommt dann Liebe? Die beiden haben mich manchmal in den Wahnsinn getrieben, vor allem als dann Cooper die Schuld für alles zugeschoben wurde, obwohl er definitiv nicht an allem Schuld sein kann. Es gibt einfach ein Grundproblem, das beide nicht beherrschen und das nennt sich Kommunikation.

Mein Liebling in dieser Geschichte war Mason, um den es in Madly gehen wird. Mal sehen wie ich mich mit June anfreunden kann, denn auch wenn ich ihre Toughness wirklich super finde, ist ihr Verhalten manchmal ziemlich überzogen, denn Mason hat ihr überhaupt nichts getan und sie hasst einerseits sein Flirten mit ihr und gleichzeitig gibt sie ihm nicht zu verstehen, dass er damit aufhören soll. Stattdessen schlägt sie ihn, was ich so gar nicht ausstehen kann. Aber mal sehen, ich werde es auf jeden Fall lesen und auf Dylan bin ich auch schon sehr gespannt!

Kurze Übersicht

+ Avas Schreibstil

+ Andie hat man als Person wahnsinnig gut kennengelernt

+ Mason

– keinerlei Kommunikation, keine Gespräche zwischen Andie und Cooper

– Gefühle nicht nachvollziehbar, weil sie nie geredet haben

– Coopers gesamtes Verhalten

Fazit

Das Buch ist ein Wohlfühlbuch zum einkuscheln unter die Decke. Es war schön zu lesen, aber mich hat das Verhalten der beiden eher genervt als zum lächeln gebracht. Deshalb (ausnahmsweise) 2,75 Sterne. Für mich sind es keine 3 Sterne, aber auch keine 2,5.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.08.2020

Spannendes Jahreshighlight

After the Fire - Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2021
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Meine Meinung

Dieses Buch war genau das, was ich mal wieder brauchte: etwas völlig Neues. Man begleitet Moonbeam abwechselnd in ihre Vergangenheit und in die Gegenwart, wo man ihre Entwicklung in der ...

Meine Meinung

Dieses Buch war genau das, was ich mal wieder brauchte: etwas völlig Neues. Man begleitet Moonbeam abwechselnd in ihre Vergangenheit und in die Gegenwart, wo man ihre Entwicklung in der Klinik mitbekommt. Das ganze Buch findet wie eine lange Befragung statt, denn nach einem Ausschnitt aus ihrer Vergangenheit, bekommt man die Reaktionen des Psychologen und des FBI Agenten zu lesen, welche auf das Erzählte reagieren. Dadurch gab es immer Abwechslung und Spannung, da man auch Gruppentherapien miterlebt hat. Die etwas kürzeren Kapitel haben mit dem Rest zu einem Sog geführt, der mich gut und gerne 120 Seiten am Stück hat lesen lassen, da ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte.

Die ganze Geschichte ist aus Moonbeams Sicht erzählt, man bekommt also all ihre Gedanken und Gefühle mit. Trotz eines eher nüchternen und sachlichen Schreibstils, ohne viele Metaphern, hat man vieles nachempfinden können. Wahrscheinlich können nur die Wenigsten wirklich nachempfinden, was sie durchlebt hat und ob das realistisch ist, aber für mich war es wirklich gut geschrieben, es hätte genau so passieren können.

In dieser Geschichte passieren viele sehr krasse Dinge. Viel Gewalt, Unterdrückung, Misshandlung. Deshalb hat es mich gewundert, dass es keine Triggerwarnung gab, denn die hätte das Buch gut vertragen können. Auch fand ich, dass man zwischen Glaube und religiöser Sekte etwas besser hätte differenzieren können. Der Autor hat das in einem Nachwort angesprochen, in der Geschichte selbst hat es aber gefehlt. Denn der Glaube selbst ist nicht das Schlimme gewesen, sondern wie er gelebt und rübergebracht wurde. Trotzdem wurde das Schwarz Weiß Denken etwas gelöst, denn man denkt häufig von Sekten, dass das alles leichtgläubige und schlechte Menschen sind, allerdings nicht, wie es überhaupt dazu kam, dass man Mitglied von teilweise kriminellen Gruppierungen wird. Das wurde hier wirklich gut dargestellt, sodass man auch für diejenigen, die etwas falsch gemacht haben, Sympathie empfinden konnte.

Kurze Übersicht

+ sehr spannend und packend

+ Thema Sekte wurde gut dargestellt (kein Schwarz Weiß Denken)

+ die Möglichkeit vieles nachzuvollziehen, obwohl es oft nicht Teil der eigenen Realität ist

– fehlende Triggerwarnung

– Thema Glaube hätte differenzierter betrachtet werden können

Fazit

Für mich bekommt das Buch klare 5 Sterne, denn es war ein Highlight! Sehr schnell zu lesen, wahnsinnig spannend und komplett neu für mich. Allerdings definitiv für ältere Leser ab 16 Jahren – frühestens. Die Empfehlung laut Thalia ist 14, was ich aber für zu früh halte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.08.2020

Ein fantastisches Finale!

Nevernight - Die Rache
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Meine Meinung

Ich habe es schon oft erwähnt: Die Nevernight Bücher sind nach Harry Potter meine Lieblingsbücher und die beste Adult High Fantasy, die es gibt. Für mich bleibt Band 1 aber trotzdem der ...

Meine Meinung

Ich habe es schon oft erwähnt: Die Nevernight Bücher sind nach Harry Potter meine Lieblingsbücher und die beste Adult High Fantasy, die es gibt. Für mich bleibt Band 1 aber trotzdem der beste Band, gefolgt vom dritten Teil. Eigentlich war das Ende schon von der ersten Seite des ersten Bandes an klar. Es wurde deutlich gemacht, wie es endet und das war eigentlich das Problem. Denn das letzte Kapitel von diesem Buch hat alles irgendwie kaputt gemacht, es hat so viel Bedeutung genommen. Statt eines gebrochenen Herzens hatte ich einfach ein Schulterzucken übrig und dachte mir “Okay”. Ich kann leider nicht mehr sagen, aber für mich hat das eigentlich die ganze Reihe etwas kaputt gemacht, was ich wahnsinnig schade fand.

Kommen wir zum nächsten Kritikpunkt, das war das ganze Konzept “Love Interest”. Für mich hätte die gesamte Reihe keinen Funken Romantik gebraucht, denn erst im letzten Drittel des dritten Teils habe ich Mia romantische Gefühle wirklich abgenommen, davor wirkte es für mich nicht überzeugend, hat nicht gepasst. Während in den ersten zwei Büchern die Liebe nur einen geringen Teil einnahm, war es in Teil 3 umso präsenter und damit umso störender. Man liest diese Bücher wegen des Blutes, der unerwarteten, schockierenden Wendungen, aber nicht, weil man eine Liebesgeschichte möchte. Die Romantik hat hier zu viel Raum und zu viel Drama bekommen.

Das war es aber schon mit der Kritik. Denn ansonsten haben wir hier einen fantastischen Schreibstil (und eine fantastische Übersetzung). Ich habe durch die Bücher gelernt, wie wahnsinnig gut manche Menschen schreiben können. Ich habe sehr viel geweint, es gab viel zu betrauern und es gab viele schockierende Momente, die mich aus den Socken gehauen haben. Mias Entwicklung war grandios und obwohl ich die Richtung anfangs nicht mochte, hat am Ende alles Sinn ergeben, hatte eine tiefe und schöne Bedeutung. Ich liebe die Bücher, werde sie immer lieben und habe selten so einen Schmerz verspürt eine Welt zu verlassen. Ich werde die Fußnoten vermissen, den Humor, die gesamte Welt. Doch jetzt ist es Zeit für eine neue Geschichte von Jay Kristoff, denn der deutsche Buchmarkt beehrt uns mit den Übersetzungen von zwei weiteren Reihen.

Kurze Übersicht

+ grandioser Schreibstil

+ Entwicklung von Mia

+ Spannung, viele Wendungen und viele traurige Momente

– das Ende hat vieles, was die Bücher bedeutet haben, kaputt gemacht

– zu viel Fokus auf Love Interest

Fazit

Das Buch bekommt von mir 4,5 Sterne. Es war mir ein Fest es zu lesen und trotz der vielen vielen Seiten hatte es keine Längen, es hat Spaß gemacht und ich habe sehr viel Liebe für die vielen Charaktere, egal wie lange sie einen begleitet haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere