trotzdem hat mir dieses Buch ziemlich gut gefallen.
Die Hauptfiguren mit ihren kleinen Macken fand ich einfach toll beschrieben und die Macken teilweise komisch. Insgesamt war der Roman sowieso recht ...
trotzdem hat mir dieses Buch ziemlich gut gefallen.
Die Hauptfiguren mit ihren kleinen Macken fand ich einfach toll beschrieben und die Macken teilweise komisch. Insgesamt war der Roman sowieso recht humorvoll, insbesondere voll von schwarzem Humor. So etwas mag ich sehr und die Autorin wohl auch.
Ich habe Ingrid Noll für mich wiederentdeckt. Vor vielen Jahren hatte ich bereits etwas von ihr gelesen und das hatte mir auch schon sehr gefallen.
Interessant finde ich auch, dass ihre Bücher immer wieder als Krimis eingeordnet sind, obwohl die Autorin in Interviews selbst behauptet, es seien gar keine richtigen Krimis, es kommen nur ein paar Morde darin vor.
Aber die Schublade ist mir herzlich egal, solange etwas so interessant und witzig geschrieben ist. Ich werde ganz bestimmt noch mehr Bücher von Ingrid Noll lesen.
Ich arbeite mich weiter durch diese Serie um Gereon Rath und es macht mir bisher bei jedem Buch Spaß.
Bei diesem musste ich nicht mit einer Verfilmung vergleichen, denn bis heute sind nur die ersten drei ...
Ich arbeite mich weiter durch diese Serie um Gereon Rath und es macht mir bisher bei jedem Buch Spaß.
Bei diesem musste ich nicht mit einer Verfilmung vergleichen, denn bis heute sind nur die ersten drei Bände verfilmt worden. Dabei wurde jedoch so viel verfremdet, dass Bücher und Filme nicht mehr sehr viel gemeinsam haben.
Hier war ich nun etwas entspannter.
Dieser Band spielt zum Teil im heutigen Polen, in einer Gegend, die damals noch zu Deutschland gehörte, obwohl sie komplett von polnischem Staatsgebiet umschlossen war. (Masuren bzw. das Städtchen Treuburg - heute Olecko). Das wusste ich vorher nicht. So hat dieses Buch nicht nur meiner Unterhaltung, sondern auch meiner Weiterbildung, gedient - auf eine lockere und interessante Art und Weise. Da kann sich so mancher Geschichtslehrer mal eine Scheibe von abschneiden.
Zurück zum Roman. Was mir nach nun inzwischen vier Bänden dieser Reihe positiv aufgefallen ist, ist, dass jedes Buch irgendwie anders ist als die vorherigen. Kein einheitliches Schema, dass sich durch alle Teile zieht. Und genau das begrüße ich, denn ich möchte immer wieder aufs Neue überrascht werden. Auch der Kriminalfall und dessen Auflösung hat mir gefallen. So bin ich also neben der Geschichtsstunde auch unterhaltungstechnisch voll auf meine Kosten gekommen.
Auch wie sich die Protagonisten weiterentwickelt haben, war schön zu lesen.
Kann dieses Buch nur empfehlen. Ich werde diese Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen.
Als ich dieses Buch gesehen und nach Blick in die Kurzbeschreibung festgestellt hatte, dass es sich um eine Fortsetzung des Romans „Wir sind schließlich wer“ handelte, war für mich klar: Das muss ich lesen!
Schon ...
Als ich dieses Buch gesehen und nach Blick in die Kurzbeschreibung festgestellt hatte, dass es sich um eine Fortsetzung des Romans „Wir sind schließlich wer“ handelte, war für mich klar: Das muss ich lesen!
Schon der erste Roman hatte mich begeistert und auch dieser neue stand dem ersten für mich in nichts nach.
Es liegen zwar immerhin drei Jahre zwischen diesen Büchern, sowohl vom Erscheinungsdatum her als auch in der erzählten Geschichte. Aber dennoch war ich ganz schnell wieder „drin“ und freute mich auf Anna, Ottilie, das Martinchen und die anderen, und natürlich auf den Hund Freddy.
Zwar ist dieser Roman nicht als Krimi deklariert, aber ein großer Teil der Geschichte hat dennoch Elemente eines Krimis und ist sehr spannend. Am Ende wird er auch aufgeklärt, zwar anders als erwartet, aber so, dass ich zufrieden bin.
Es werden sehr ernste Themen behandelt, aber Anne Gesthuysen schafft es, diese auf eine Art zu verarbeiten, dass kein beklemmendes oder dunkles Gefühl beim Lesen bleibt. Auch ihren feinen Humor finde ich dabei optimal dosiert.
Fazit: Es hat mir wieder großen Spaß gemacht und ich hoffe, dass es noch eine weitere Fortsetzung geben wird.
Die Mutter Regina merkt gar nicht, wie toxisch sie für ihre Töchter und auch für andere Menschen aus ihrem Umfeld ist. Und das Perfide: Diese Frau ist auch noch Psychologin! Eine starke Idee!
Schon der ...
Die Mutter Regina merkt gar nicht, wie toxisch sie für ihre Töchter und auch für andere Menschen aus ihrem Umfeld ist. Und das Perfide: Diese Frau ist auch noch Psychologin! Eine starke Idee!
Schon der Anfang hat mich gefesselt.
Eigentlich ist es die Abiturfeier der älteren Tochter Antonia, aber im Mittelpunkt für den Leser steht die Mutter Regina. Und die ist vor allem stolz auf die ein Jahr jüngere Tochter Wanda, die auf dieser Feier eine Rede hält, während Antonias Abitur Nebensache ist. Das sagt schon vieles über Regina aus.
Getoppt wird das Ganze dann noch, indem weiter dargestellt wird, wie unzufrieden und missgünstig Regina ist. Sie tut mir eigentlich nur leid.
Die Töchter lernen wir gleich danach genauer kennen. Antonia, die ältere, ist eindeutig diejenige, die von ihrer Mutter benachteiligt wird, vor allem was Aufmerksamkeit angeht. Wanda, die jüngere, ist das Lieblingskind der Mutter.
Antonia geht erstaunlich distanziert und mental gesund damit um. Ihre Schwester Wanda hingegen steht irgendwie unter Zwang, es der Mutter immer recht machen zu wollen. Wanda entwickelt dadurch eine Gewohnheit, dass sie immer allen gefallen möchte. Sie will niemandem zu schwer sein, was in eine Ess-Störung führt.
Mich hat die Dynamik dieser Geschichte nicht losgelassen. Sie spielt in drei Teilen mit jeweils einigen Jahren Abstand dazwischen. Nach jedem Zeitsprung gibt es neue Überraschungen und die Entwicklung der einzelnen Figuren lässt sich sehr schön verfolgen.
Die Autorin hat mich mit ihrem lebendigen Schreibstil praktisch live dabei sein lassen. Es ist ihr sogar gelungen, dass ich selbst Reginas Beweggründe manchmal verstehen konnte, obwohl ich sie niemals mochte.
Am sympathischsten war mir Antonia und später deren Tochter Celina, die einen noch gelasseneren und dabei sogar liebevollen Umgang mit ihrer Großmutter Regina pflegen konnte.
Was es mit dem ungewöhnlichen Titel und den Kampfhunden auf sich hat, wird in einem der späteren Kapitel angedeutet. Nur so viel: Es hat einen eher symbolischen Hintergrund.
Fazit: Ein äußerst lebendig geschriebener, sehr lesenswerter Roman.